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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
Die Einigung auf gemeinsame identische Wertevorstellungen in manifestierter Form als Ehrenkodex, die ihre Wurzeln kultur- bzw. religionsübergreifend haben, dient dem Zusammenhalt der Gruppe und dem Finden neuer
Identifikationsalternativen.
Entsprechend beinhaltet die Figur des Ritters neben dem ehemaligen Rittertum in Europa auch Symbolfiguren aus anderen Ländern, die in ihren Idealen dieselben Werte transportieren, z.B. in Japan die Samurai, die Pehlevan in
der Türkei und im Iran auf der Burg Alamut die Assassinen und Ismailiten.
Ritterlichkeit und Ritterideale haben keine geographischen Grenzen. Jeder
Mensch sollte sich und die anderen Menschen ehren. Egal, ob sie wie die Menschen aus dem arabischem Kulturkreis diesen ehrenhaften Verhaltenskodex
Fatuwah nennen oder wie die Japaner Bushido. Es sind in den Grundwerten
kaum Unterschiede festzustellen. Herausgestellt werden hier die positiven
Werte der Ritterlichkeit. Nicht damit verknüpft wird ein herkömmliches Rollenverständnis als Mann. Vielmehr lernen die Jungen, ohne Ansehen des Geschlechts, dass menschliche Beziehungen durch einen fairen und gewaltfreien
Umgang miteinander geprägt sein sollten. Durch den Einsatz internationaler
Märchen und Fabeln, besonders aus den verschiedenen Herkunftsländern
der Jungen oder ihrer Eltern, werden die alten Werte aus der eigenen Herkunftskultur wieder entdeckt und neu verdeutlicht.
Die Kinder lernen ihren Idealen, Träumen von der Zukunft und sich Selbst
gegenüber loyal zu sein, ihren eigenen Körper und die Seele zu respektieren und ihnen keinen Schaden oder Verletzungen zukommen zu lassen, sich
selbst, die anderen Menschen, Lebewesen und die Natur respektvoll zu behandeln und gegenseitigen Respekt zu fördern.
In der Jungengruppe werden sowohl emotionale Fähigkeiten (Beherrschung, Konzentration, Einsatzfreude, Geduld und Beharrlichkeit), als auch
soziale Fähigkeiten (Hilfsbereitschaft, Fairness, Kameradschaft, Regeln einhalten, Folgen von Regellosigkeit und Gewalt, Erleben von Distanz und
Nähe), Selbsterfahrung und -wahrnehmung (Erfahrung ihres Selbst über die
körperliche Wirklichkeit, Erfahrung von Grenzen, von Können und Nichtkönnen, Selbständigkeit) gefördert.
Die Jungen werden ermutigt, ein gewaltfreies Leben als eine universelle
Selbstverständlichkeit zu begreifen und dessen Wurzeln in den vielen anderen Kulturen und Volksgruppen, aus denen sie zum Teil stammen, zu verinnerlichen.
Die Jungen werden auf spielerische und erlebnisorientierte Weise an das
Thema herangeführt, wobei eine akzeptierende Haltung gegenüber den JunŽ—ȱ ˜›ŠžœœŽ£ž—ȱ û›ȱ Ž’—Žȱ [—ž—ȱ ž—ȱ Ž›§—Ž›ž—ȱ ’œǯȱ ž‹ŠžŽ—ȱ Šžȱ
positiver Wertschätzung und einer Würdigung ihrer Stärken, wird es den
Jungen möglich, sich mit den Fragestellungen und den Rollenvorbildern in
Person des durchführenden Pädagogen auseinanderzusetzen und sich so neu
zu erleben und zu positionieren. Die Methoden sind erlebnis- und körperorientiert.