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Ein kritischer Blick auf die (familien-)rechtlichen Rahmenbedingungen
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Abb. 1: Der Zusammenhang zwischen elterlicher Gewalterfahrung und Gewalt in der Erziehung
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der Kinder. Modifiziert nach Pears und Capaldi 2001
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Logischerweise versuchen Personen, die Gewalt in der Herkunftsfamilie erleben, früh diesem Milieu zu entkommen und haben deshalb auch ein Risiko,
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besonders früh Eltern zu werden. Aufgrund der eigenen Gewalterfahrung und
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der schwierigen Aufwachsensbedingungen haben sie häufig eine stärker ausgeprägte Psychopathologie, psychische Erkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen. Da sie selbst keine adäquaten Erziehungsvorbilder hatten, stellt ihr
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inkonsequentes Erziehungsverhalten und die Nichtwahrnehmung kindlicher
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Bedürfnisse ein Hochrisiko für das Kindeswohl ihrer Kinder dar. Faktoren
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wie frühe Elternschaft oder elterliche Psychopathologie lassen sich, wenn
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überhaupt, nur bedingt beeinflussen. Verschiedene Ansätze zeigen aber, dass
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Feinfühligkeit, Wahrnehmung kindlicher Bedürfnisse und das Erziehungsverhalten sehr wohl effektiv, vor allem im Videofeedback beeinflusst werden
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können. Deshalb gehört neben der Erfassung der elterlichen Psychopathologie und Belastung als relevanter Faktor bei der Frage nach dem Kindeswohl
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nach Trennung der Eltern in Fällen häuslicher Gewalt auch die Wahrnehmung
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des elterlichen Erziehungsverhaltens zu den wesentlichen Variablen, die aus
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kinder- und jugendpsychiatrischer und psychotherapeutischer Sicht evaluiert werden müssen. Hier können auch konkrete Unterstützungen empfohlen
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und häufig über Maßnahmen der Jugendhilfe umgesetzt werden. Die Studie
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von Pears und Capaldi zeigte, dass wenn Eltern ein stabiles Erziehungsverhalten zeigen, das Misshandlungsrisiko deutlich geringer war, selbst wenn sie
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selber massiv misshandelt worden waren. Das höchste Risiko für die Kinder
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bestand, wenn ein chaotischer Erziehungsstil mit ständig wechselnden To-
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