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Ein kritischer Blick auf die (familien-)rechtlichen Rahmenbedingungen
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Loyalitätskonflikte oder Angst auslösende Situationen durch elterliche Konflikte eine zu starke Belastung und damit eine Beeinträchtigung des Kindeswohls darstellen. Insofern müssen mit Blick auf das Kindeswohl nicht nur die
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elterlichen Ressourcen sondern auch die kindlichen Ausgangsbedingungen
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individuell evaluiert werden.
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Risikosituationen für das Kindeswohl nach Trennung der Eltern, mit Blick
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auf den primär verantwortlichen Elternteil
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Insgesamt zeigen verschiedene Studien, dass sehr junge allein erziehende
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Mütter ein deutlich erhöhtes Risiko haben, Kinder mit Störungen des Sozialverhaltens, Kinder mit Bindungsstörungen etc. zu haben. Farrington (1999)
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betont dabei die Bedeutung des elterlichen Verhaltensvorbildes, meist des väterlichen Gewaltvorbildes bzw. diverse Gewaltvorbilder durch sich wiederholende, gewalttätige Partner. Elterliche Streitbeziehungen, häufiger Wechsel
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primärer Bezugspersonen als wesentliche Faktoren für die Entstehung von
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aggressivem und delinquentem Verhalten. Dabei wird allzu deutlich, dass die
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eigene Belastung der Mütter durch häusliche Gewalt und die oft fatale Art,
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sich wiederholt in gewalttätige oder übergriffige Beziehungen zu verstricken,
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auch zu einem erhöhten Risiko für die Kinder führt. Deshalb brauchen solche allein erziehenden Mütter nach Erfahrungen häuslicher Gewalt besondere Unterstützung und Begleitung auch durch Maßnahmen der Jugendhilfe,
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um einerseits ihre Kinder adäquat fördern zu können und andererseits der
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Falle repetitiver ausbeuterischer Beziehungen entgehen zu können. Die neuseeländischen Langzeitstudien, insbesondere die Dunedin study zeigen auch
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eindeutige Zusammenhänge zwischen kindlicher Belastung und mütterlicher
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Depression (vgl. Williams et al. 1990). Auch unsere eigene Untersuchung zu
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sexuell missbrauchten Kindern (Fegert et al. 2001) zeigte, dass Depressionen
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und andere psychische Belastungen der Mutter ein zentraler Verlaufsprädiktor für die psychische Entwicklung und Belastung sexuell missbrauchter
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Kinder darstellte. Häufig führen Suchtprobleme von Eltern zu Verhaltensauffälligkeiten, hyperkinetischen Störungen, emotionalen Störungen und auch
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zu Substanzkonsum und Delinquenz in der Generation der Kinder. Gerade
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beim Alkohol- und Drogenkonsum muss für die kindliche Entwicklung eine
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Mischung biologischer und sozialer Risiken betrachtet werden, wobei gerade
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bei suchtkranken Müttern, die ihre Suchtproblematik im Rahmen einer häuslichen Gewaltbeziehung entwickelt haben, die Prognose oft extrem schwierig
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ist. Manche dieser Mütter haben stark wechselnde Phasen unterschiedlicher
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Erziehungsfähigkeit und Präsenz in Abhängigkeit der Entwicklung ihrer
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Suchterkrankung. Im nüchternen Zustand, z. B. nach einer stationären Behandlung oder Kur, können sie scheinbar hervorragend für ihre Kinder sorgen, während es in anderen Situationen zu einer totalen Überforderung der
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Kinder kommen kann. Viele schwere psychische Folgen bei den Kindern sind
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