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Der Blick der Forschung
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Nach den Ergebnissen der bundesweiten Prävalenzstudie zu Gewalt gegen
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Frauen führt Gewalterleben in der Kindheit zu einem erhöhten Risiko, im Erwachsenenalter erneut von Gewalt betroffen zu sein.
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Interventions- und Präventionschancen in der Gesundheitsversorgung
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nutzen
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Gesundheitsfachkräfte sollten sensibel auf eine Gewaltgefährdung von Frauen
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und ihren Kinder reagieren und Präventions- sowie Interventionsmöglichkeiten aktiv nutzen. Internationale ärztliche, pflegerische und geburtshilfliche
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Fachgesellschaften39 empfehlen, die Frage nach Gewalt als festen Bestandteil
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in die Sozialanamnese bei schwangerer Frauen aufzunehmen (Hellbernd/
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Brzank et al. 2004).
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Vielfach beanspruchen misshandelte Frauen für eigene Verletzungen keine medizinische Hilfe, suchen aber regelmäßig Gesundheitsversorgungseinrichtungen zu Untersuchungsvorsorgeterminen ihrer Kinder auf. Kinderärztinnen und -ärzten sowie pädiatrischen Kliniken kommt daher eine besondere
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Rolle bei der Intervention zu. So wurde in der pädiatrischen Klinik der Universität Arizona während einer zweijährigen Studie zur Sicherheit der Kinder
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festgestellt, dass die Chance zur Aufdeckung von häuslicher Gewalt und Gewalt gegen Kinder durch die aktive Befragung von Müttern signifikant stieg.
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Ohne ein direktes Nachfragen wären viele Fälle häuslicher Gewalt unerkannt
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geblieben. Das Erkennen von Gewalthintergründen führte auch zu einer höheren Inanspruchnahme sozialer Dienste, was daraufhin deutet, dass sich die
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gewaltbetroffenen Mütter über Unterstützung informierten und so für eine
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größere Sicherheit für sich und das Kind sorgten (Wahl/Sisk et al. 2004).
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Während Gestationsdiabetes (sog. Schwangerschaftsdiabetes) und Präeklampsie (sog. Schwangerschaftsbluthochdruck), die beide mit einem geringeren Risiko für Schwangerschaftskomplikationen assoziert sind als häusliche
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Gewalt, routinemäßig bei schwangeren Frauen erfragt werden (Holmes/Mayer
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2003), gehört eine systematische Berücksichtigung von körperlicher und sexueller Gewalt bislang nicht zu den gesundheitlichen Versorgungsstandards.
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Berichten Frauen von Gewalterfahrungen, so treffen sie häufig auf Reaktionen von Gesundheitsfachkräften, die auf wenig Verständnis und Einfühlungsvermögen zurückzuführen sind. Sie erleben Zweifel am Wahrheitsgehalt,
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Bagatellisieren, indem keine Verbindung zwischen aktuellen Beschwerden
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und Gewalterfahrungen gesehen wird, oder ein Ignorieren der Gewalt (Leeners/Richter-Appelt et al. 2003). Angesichts der vielfältigen negativen Auswirkungen von häuslicher Gewalt für schwangere Frauen und ihre Kinder ist
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eine besondere Aufmerksamkeit von Gesundheitsfachkräften erforderlich.
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www.endabuse.org
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