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Methoden, Professionskompetenz und Grundhaltung

Wir haben in den bisherigen Kapiteln dargelegt, wie wir professionelles Handeln im Hinblick auf die individuumsbezogene Funktion Sozialer Arbeit definieren, welches die Strukturmerkmale der Sozialen Arbeit sind, auf welchen ethischen Grundwerten sie sich abstützt. Wir haben die rechtlichen Grundlagen der Sozialen Arbeit umrissen und die Bedeutung der Kooperation mit den Klientinnen aufgezeigt. Nun stellt sich die Frage, welche Methoden die Soziale Arbeit entwickelt hat, um den vielfältigen Erwartungen an die Profession gerecht zu werden, welche Kompetenzen Professionelle erfüllen müssen und mit welcher Grundhaltung sie dies tun. Die bisherigen Ausführungen lassen darauf schließen, dass es in der Sozialen Arbeit die Methode nicht gibt, nach der Professionelle ihr Handeln ausrichten können und dass Methoden immer nur als Mittel zu verstehen sind, die helfen, das eigene Handeln je nach Situation und Person zu strukturieren ( Kap. 3). Da Handlungen von Professionellen immer an ihre Einstellungen und an ihre Haltung rückgebunden sind, ist herauszuarbeiten, worauf sich eine professionelle Grundhaltung abstützt und wie sie herausgebildet wird.

6.1

Methoden der Sozialen Arbeit

Nach einer Begriffsklärung gehen wir zunächst der Frage nach, was eine sozialpädagogische Methode ist und welche Rahmenbedingungen in der Sozialen Arbeit für methodisches Handeln zu berücksichtigen sind. Ein kurzer historischer Überblick zeigt Entwicklungslinien der Methodendiskussion bis zum heutigen Stand auf. Abschließend sollen Möglichkeiten und Grenzen der Methodisierbarkeit professionellen Handelns einer kritischen Überprüfung unterzogen und dargelegt werden, nach welchen Kriterien methodengestütztes Arbeiten in der Sozialen Arbeit auszurichten ist.

6.1.1

Konzept Methode Technik

In der meist von Erziehungswissenschaftlern geführten Diskussion um Methodik und Didaktik galt es lange Zeit als sinnvoll, Fragen des Inhalts und der Zielorientierung von den Fragen nach den Verfahren und der Vermittlung zu trennen. Erstere schrieb man der Didaktik zu, die zu klären hat, welche Ziele warum zu erreichen sind. Zweitere schrieb man der