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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 171
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Implementation eines Tools für sozialpädagogische Prozessgestaltung
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neben der Bereichsleiterin ein Abteilungsleiter (der das Konzept KPG sehr gut
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kannte); sie leisteten die Hauptarbeit bei dieser Instrumente-Weiterentwicklung.
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Begleitet wurden sie von denselben zwei Wissenschaftlerinnen der Hochschule.
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Von Februar bis Juni 2014 fanden fünf vierstündige Workshops statt, in denen
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auf Basis der Vorarbeiten und Vorschläge der Praktiker sehr effizient und zielorientiert gearbeitet werden konnte. Die Wissenschaftlerinnen beurteilten vorgesehene Modifikationen der Instrumente kritisch und formulierten konkrete
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Empfehlungen für die Weiterentwicklung. Gemeinsam wurden schliesslich Überlegungen zu einer logischen Verbindung und zur weiteren Nutzung der Instrumente angestellt. Die Inhalte der Workshops folgten der Logik der Prozessschritte des Konzepts KPG. Bezüglich der einzelnen Prozessschritte ergaben sich aus
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dieser kritischen Diskussion viele Ergänzungen. Nachfolgend finden sich die Ergebnisse, gebündelt nach den thematischen Inhalten der Workshops. Die Mehrfachnennung einzelner Prozessschritte unterstreicht den Bedarf, diese miteinander zu verbinden und zu verschränken um den roten Faden innerhalb der
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Prozessgestaltung zu gewährleisten.
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• Prozessschritte Situationserfassung/Analyse: Bei Situationserfassung und Analyse wird neu explizit zwischen den kognitiven Prozessen von Beschreibung
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und Bewertung unterschieden. Im ICF-Raster werden beobachtungsgestützte
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Einschätzungen vorgenommen (qualitativ und quantitativ). Die Perspektivenanalyse wird als ergänzende Analysemethode herangezogen, um insbesondere
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auch die Kooperation mit Klientinnen und dem Klientensystem bei der Analyse zu stärken und herauszufinden, welches deren Themen, Wünsche, Anliegen, Ängste und Befürchtungen sind. Gleichzeitig wurden die kantonalen
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Vorgaben in Bezug auf die Erhebung des individuellen Betreuungsbedarfs
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(IBB) bei der Analyse berücksichtigt, um die entsprechenden Vorgaben rückverfolgbar zu dokumentieren und dadurch zu belegen.
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• Prozessschritte Analyse/Diagnose: Eine systematische Auswertung der Analyse bis hin zu einer Fallthematik soll sichergestellt werden. Von der Fallthematik geht es weiter zum Prozessschritt der Diagnose in einen strukturierten,
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erfahrungs- und/oder theoriegestützten Fallverstehensprozess, in welchem
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explizite Erklärungsversuche vorgenommen werden (Weil-Hypothesen) und
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in eine handlungsleitende Arbeitshypothese münden. Oder es werden – wenn
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diese diagnostischen Überlegungen im Fall nicht erforderlich sind – aus der
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Fallthematik direkt mit dem Klienten bedeutsame Grobziele formuliert.
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• Prozessschritte Analyse/Diagnose/Ziele: Nach der handlungsleitenden Arbeitshypothese in der Diagnose wird für die Professionellen eine Fragestellung formuliert, welche für Professionelle Ansatzpunkte für die Intervention
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beinhaltet. Diagnostische Erkenntnisse sollen mit Klientinnen besprochen
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werden (beispielsweise mit Hilfe von unterstützter Kommunikation). Grobziele brauchen die Herleitung aus der Fallthematik und diesen diagnostischen
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Überlegungen. Bildungsziele müssen für die Klientin bedeutsam und wichtig
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sein. Es wird festgelegt, dass ein bis drei Grobziele formuliert werden. Auch
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soll sichergestellt werden, dass vor der Formulierung der Feinziele kreative
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Interventionsüberlegungen angestellt werden.
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