2026-001/080-interventionPlanning/06-planning-entwerfen.md
2026-06-16 19:17:49 +00:00

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planning-entwerfen markdown Schritt 2 — Interventionsmöglichkeiten entwerfen Öffnungsphase: Sammle kooperativ möglichst viele Interventionsideen (mind. 2025 Ideen als Faustregel). Beziehe Klient*in und Team ein. Blickfeld weit öffnen, kreativ sein, Erfahrungswissen der Organisation nutzen. Noch keine Bewertung — erst sammeln, dann reflektieren. Konzentriere die Suche besonders auf mögliche Veränderungen von Situationen (nicht nur personenbezogen). Unterscheide Interventionsmodi: Eingriff, Angebot, gemeinsames Handeln. 💡 Schritt 2: Blickfeld öffnen, kreativ neue Möglichkeiten erfinden
Gewahrsein (test) Mitgefühl Engagement
Persönlich Persönlich Selbstwahrnehmung

- Wahrnehmen eigener Empfindungen
- Eigene Körperempfindungen spüren und beschreiben.
- Gefühle und Bedürfnisse in ihrer Art, Intensität und Wirkung (hilfreich bis hinderlich) wahrnehmen, identifizieren und benennen.
- Die eigene Belastungsfähigkeit in Stresssituationen bewusst wahrnehmen.

- Erkennen persönlicher Ressourcen und Entwicklungsthemen
- Eigene Stärken, Erfahrungen und Besonderheiten erkennen und benennen.
- Persönliche Entwicklungsthemen erkennen und benennen.

- Bewusstsein für die professionelle Rolle
- Sich selbst in der professionellen Rolle im Berufsfeld Soziales bewusst wahrnehmen.
- Persönliche Ressourcen und Herausforderungen in der beruflichen Rolle erkennen.
Selbstempathie

- Verstehen eigener Emotionen
- Die Entstehung eigener Emotionen im Kontext einer Situation, der eigenen Biografie und des Ausbildungsgegenstandes erkennen und verstehen.
- Eigene Emotionen als Ausdruck von Bedürfnissen verstehen und entsprechende Zusammenhänge herstellen und nachvollziehen.

- Selbstakzeptanz
- Das eigene Denken, Handeln und Fühlen auf dem Hintergrund der persönlichen Lebensgeschichte und -situation einordnen und verstehen.
- Eine annehmende Haltung sich selbst und den eigenen Unzulänglichkeiten gegenüber entwickeln.
- Sich versöhnlich mit dem persönlichen Bewertungssystem bzw. Selbsturteil auseinandersetzen (Selbstbeurteilung statt Selbstverurteilung).

- Selbstverständnis in der professionellen Rolle
- Den Einfluss persönlicher Erfahrungen und Einstellungen auf das berufliche Rollenverständnis verstehen.
- Persönliche Grenzen in der Berufsrolle anerkennen.
- Positives und reflektiertes Rollenverständnis entwickeln.
Selbststeuerung

- Selbstregulation
- Emotionen und Handlungsimpulse bewusst und konstruktiv regulieren.
- Die eigene Aufmerksamkeit fokussieren.
- Mit ungewohnten Situationen offen und flexibel umgehen.
- Die eigene Motivation selbstverantwortlich steuern.

- Selbstsorge
- Mit den eigenen Ressourcen und Regenerationsmöglichkeiten achtsam umgehen und für persönliches Wohlbefinden sorgen.
- Eigene Bewältigungsstrategien in Stresssituationen bewusst anwenden und (weiter-)entwickeln.
- Balance zwischen den (Selbst-)Erwartungen in verschiedenen Lebensbereichen und den persönlichen Ressourcen bzw. Grenzen finden.

- Entscheidungsfähigkeit in der professionellen Rolle
- Sich kritisch mit berufsbezogenen Themen und Wissensinhalten auseinandersetzen und eine eigenständige Position entwickeln.
- Eigene Denk- und Handlungsweisen erweitern.
- Bewusste Entscheidungen treffen und begründen.
- Konsequenzen des eigenen Handelns erkennen und Verantwortung dafür übernehmen.
Sozial Sozial Zwischenmenschliches Gewahrsein

- Wirkung und Kongruenz der eigenen Person
- Sich über die Wirkung der eigenen Person und des eigenen Verhaltens bewusst sein.
- Die eigene Kongruenz bzw. Inkongruenz in der professionellen Interaktion bewusst wahrnehmen.

- Wahrnehmen der Interaktion
- Sich selbst als Teil und Mitgestalter, Mitgestalterin der sozialen Interaktion wahrnehmen.
- Wechselwirkungen in der sozialen Interaktion und damit verbundene Abhängigkeiten erkennen und benennen.

- Wahrnehmen der sozialen Wirklichkeit und Vielfalt
- Unterschiedliche Lebenssituationen und die Menschen in ihrer Vielfalt differenziert wahrnehmen und anerkennen.
- Die Komplexität des sozialen Miteinanders anerkennen und aushalten.
Empathie

- Perspektivenwechsel
- Gefühle, Sichtweisen und Verhalten anderer im situativen und persönlichen Kontext verstehen und als gleichwertig anerkennen.
- Eine reflexive Distanz zu persönlichen Emotionen und Standpunkten einnehmen und sich in die Perspektive des Gegenübers versetzen.

- Einfühlendes Verstehen
- Gefühle und Motive der anderen Person emotional nachempfinden und gedanklich verstehen.
- Emotionen, Gedanken und Motive der anderen Person als Ausdruck persönlicher Bedürfnisse verstehen (wie bei sich selbst).

- Wertschätzung prosozialer Tugenden
- Grundlegende Werte im sozialen Miteinander wie Offenheit, Transparenz, Grosszügigkeit, Geduld, Vergebung, Demut, Zufriedenheit und Dankbarkeit schätzen und pflegen.
- Bedürfnisse und Grenzen anderer Personen achten.
Interaktionsgestaltung

- Beziehungsgestaltung
- Beziehungen aktiv, verlässlich und vertrauenswürdig gestalten.
- Einen bewussten und reflektierten Umgang mit Nähe und Distanz sowie mit Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen pflegen.
- In Konfliktsituationen eigene Anteile reflektieren und zur konstruktiven Konfliktbewältigung beitragen.

- Unterstützung geben und annehmen
- Anderen bedürfnis- und situationsgerechte Unterstützung anbieten unter Wahrung einer grösstmöglichen Selbständigkeit des Gegenübers.
- Sich selbst bei Bedarf rechtzeitig Unterstützung holen.

- Konstruktive Kommunikation
- Achtsam, gewaltfrei und transparent kommunizieren.
- Dem Gegenüber aktiv zuhören.
- Im sprachlichen, para- und nonverbalen Ausdruck übereinstimmen.
- Die eigene Meinung klar und verständlich ausdrücken sowie überzeugend vertreten.
- Positive und kritische Feedbacks konstruktiv geben und annehmen.

- Kooperation
- Mit anderen situationsadäquat zusammenarbeiten sowie angemessen Verantwortung für die Gruppenaufgaben und den Gruppenprozess übernehmen.
- Für andere Meinungen offen sein und Bereitschaft zu Kompromiss- und Konsenslösungen zeigen.
- Unterschiedliche Rollen übernehmen und diese kontextgerecht und situationsangepasst gestalten und einhalten.
Anerkennung von Interdependenz Anerkennung gemeinsamer Menschlichkeit Gemeinschaftsbezogenes Engagement