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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 280
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Teil 3 Fallarbeit mit KPG
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lähmen und hindern sie diese Beziehungen, dennoch könne sie sich nicht davon lösen. Mir fällt die Konzentration auf ihr kleines soziales Umfeld auf,
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mit den Beziehungen (Ehemann, Kinder, Kirche, einseitige Beziehungen zu
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Kolleginnen) einerseits und den Tätigkeiten (Fernseher, Hund, lesen, malen,
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stricken, Haushalt) andererseits. Sie hat kaum neue Impulse von aussen, sondern orientiert sich am Bekannten, an der Familie, den Alkoholikern in ihrem Umfeld und an Tätigkeiten des Haushalts. Ich sehe, dass Frau G. in ihrem Leben beschränkte Möglichkeiten durch beschränkte Ressourcen in Ue
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hat. Sie untersteht einigen Abhängigkeitsverhältnissen und hat manche
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ungleichen Beziehungen. Sie ist an einige Professionelle gebunden, die eine
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gewisse Kontrolle über ihr Leben ausüben. Im privaten Bereich üben zum
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einen sicher die Kinder, zum anderen wahrscheinlich auch ihr Ehemann
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ebenfalls eine gewisse Kontrolle über ihr Leben aus. Frau G. stimmt dieser
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Einschätzung zu. Ganz stark sei deshalb ihr Wunsch nach einem selbstbestimmteren Leben. Diesen Wunsch hege sie schon lange, sie sei sich aber im
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Unklaren, wie sie ihn in die Tat umsetzen solle. Die Kontrolle über ihre Finanzen findet sie zwar etwas unangenehm, sagt aber, dass sie dies nicht alleine machen könnte. Auch die Unterstützung hier in der Klinik und durch ihre
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Hausärztin erlebt sie als sehr positiv.
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Die Fallthematik definiere ich nach diesem Gespräch wie folgt:
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55-jährige Frau mit ungleichen Beziehungen, in die sie mehr investiert als zurückbekommt, die sich mehr Unabhängigkeit in ihrem Leben wünscht, kombiniert aber mit professioneller Unterstützung.
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2.4
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Diagnose
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Auf der Grundlage der definierten Fallthematik sollen im Schritt der Diagnose
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durch theoriegeleitete Fallüberlegungen und Erklärungen »Hinweise für hilfreiche Interventionen« gefunden werden (Hochuli Freund/Stotz 2015:253f.). Dazu
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werden zunächst Fallüberlegungen auf Grund der Methode der SDF vorgestellt.
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Anschliessend wird mittels Theoriewissen eine soziale Diagnose erstellt (vgl.
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FHNW 2017). Frau G. wird die – mittels passender Theorien gebildete – Arbeitshypothese validieren.
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Fallverstehen anhand der systemischen Denkfigur (SDF)
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Die Stärken der SDF liegen darin, dass Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Lebensbereichen kritisch beleuchtet und bewertet werden können (vgl.
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Geiser 2009:251ff.). Gemäss der Fallthematik berücksichtige ich dabei stark
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den Wert der Autonomie, der aus dem Wunsch nach mehr Unabhängigkeit von
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Frau G. deutlich wurde.
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