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Hochuli Freund

31.7.17 S. 158

Teil 2 Arbeitsfeldspezifische Konkretisierungen und Arbeitsmaterialien

Evaluationsergebnisse fliessen in die Gestaltung der nächsten Abklärungen ein und werden zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Angebots genutzt.

2.2

Beispiel eines Kooperativen-BedarfsermittlungBerichts

Sehr geehrte Damen und Herren, mit diesem Bericht möchten wir Sie über den gemeinsam mit Maria Lembo2 ermittelten Bedarf im Hinblick auf eine Veränderung ihrer Wohnsituation und die dafür notwendige Unterstützung informieren. Das Anliegen der Mutter von Frau Lembo war es, dass ihre Tochter von zu Hause ausziehen und selbständiger werden solle. Frau Lembo hingegen äusserte, nicht ausziehen zu wollen. Die Bedarfsermittlung wurde im Zeitraum von … bis … durchgeführt. Dafür wurden folgende Methoden und Instrumente genutzt: S Erstgespräch S Lebensweltorientierte Einzelaktivität S Zeitstrahl S Silhouette S Perspektivenanalyse S Genogramm S Aktenstudium S Fragebogen nach HMBW S Hausbesuch S Netzwerkkarte £ Informationen aus der WfbM £ Kurzzeitwohnen S So möchte ich wohnen £ Hospitation in Wohnformen S Abschlussgespräch Ausgangslage Frau Lembo wurde 1994 in T. geboren. Sie hat eine zierliche Figur, mittellanges dunkles Haar, braune Augen, ist klein und wirkt zerbrechlich. Am Anfang machte sie einen in sich gekehrten Eindruck, später erzählte sie viel und offen von sich. Dabei benutzte sie ein jugendliches Vokabular und ihre Erzählungen sind von einer grossen Emotionalität geprägt. Sie hat eine diagnostizierte Lernbehinderung an der Grenze zur geistigen Behinderung und einen deutlichen emotionalen Entwicklungsrückstand. Der Kleidungsstil von Frau Lembo ist jugendlich. Frau Lembo wohnt zusammen mit ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung. Die Familie von Frau Lembo ist sehr gross. Frau Lembo hat vier Geschwister und zwei Halbgeschwister. Ihre Eltern sind geschieden, ihre vier Geschwister leben alle nicht in der Nähe. Zum Vater besteht wenig bzw. kein direkter Kontakt. Im Rahmen der Hilfen zur Erziehung besuchte Frau Lembo ab dem Jahr 2004 eine Einrichtung der Jugendhilfe. In den folgenden Jahren bestand immer wieder Kontakt zum Jugendamt. Zur Unterstützung der Mutter und zur Stär2 Maria Lembo der Name ist ein Pseudonym ist mit der Veröffentlichung des Berichts einverstanden.

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