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Die Folgen für die Kinder als Thema in der Täterarbeit
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teilt. Seinen Kontakt mit den Kindern will Anja erst wieder zulassen, wenn er etwas
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gegen seine Gewalttätigkeit getan hat.
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Peter kann sich erst auf Nachfrage erinnern, dass die Tochter Katrin wohl
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während des gesamten Zeitraums der Eskalation seiner Gewalt im Raum war
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und auf dem Schrank gesessen haben muss. Ob sie weiterhin geweint hat,
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still war oder auf irgendeine Weise versucht hat, sich bemerkbar zu machen,
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kann er auch nach längerem Nachdenken nicht sagen. In dem Moment, als
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Anja ihn aufforderte, auf die Lampe acht zu geben, stieg die Wut in ihm auf.
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Die Tochter wurde nur noch als Hilfsmittel betrachtet, um seine Frau zu provozieren als Reaktion auf eine als Maßregelung wahrgenommene Äußerung.
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Katrin war nicht mehr das Kind, das gerade noch freudestrahlend auf den
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Vater zu gerannt war und das es in seiner Verletzlichkeit zu schützen galt,
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sondern Peter nahm in Kauf, dass er Katrin tatsächlich ernsthaft verletzen
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konnte. Als sie weinend auf dem Schrank saß, wandte er sich ihr kurz zu.
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Peters Fürsorge und sein Trösten der Tochter endeten sofort, als Anja ihm
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den Vorwurf machte, das Kind nicht nur verletzt, sondern auch noch in den
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Schmutz gesetzt zu haben. Jetzt ging es Peter nur noch darum, sich gegen die
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Forderung seiner Frau durchzusetzen und das Kind nicht vom Schrank zu
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nehmen. Das Mädchen verschwand völlig aus seinem Bewusstsein, als Peter
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sich von ihr abwandte mit dem Ziel, Anja zum Verstummen zu bringen. In der
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Situation, als er die Hände um Anjas Hals legte und „kein Laut mehr…“ zu
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seinem Ziel wurde, kann Peter nach einiger Erörterung nicht mehr ausschließen, dass er zugedrückt hätte und Anja möglicherweise dabei umgebracht
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hätte, wenn sie nicht augenblicklich verstummt wäre. Das heißt, Anja und
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ihre Tochter haben die Situation als lebensbedrohlich wahrgenommen, denn
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sie war es tatsächlich, und genau so hat sie auf das Mädchen gewirkt. Die
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zweite Tochter Martina hat Peter in seiner Situationsdarstellung mit keinem
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Wort erwähnt, obwohl sie auch in der Wohnung gewesen sein muss. Wo sich
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die Elfjährige während der Gewalteskalation aufhielt, was sie mitbekommen
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hat, wie sie reagierte und sich im Anschluss verhielt, daran erinnert sich Peter
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nicht mehr bzw. gibt zu, darauf überhaupt nicht geachtet zu haben. Martina
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war nicht im Raum und deshalb für ihn nicht vorhanden. Alle Betroffenheitsgefühle auch den Kindern gegenüber hält Peter auf Abstand und wirkt daher
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kalt und emotionslos. Es ist sein erklärtes Ziel, Emotionen fern zu halten und
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sich seinen „Panzer“ zu bewahren, denn er glaubt damit gut zu fahren und
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äußert hierin mit sich zufrieden zu sein. Er ordnet seine Gewalttätigkeit der
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Vergangenheit zu und hofft so, damit abschließen zu können und nicht mehr
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konfrontiert zu werden. Gefühle an sich herankommen zu lassen würde für
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ihn bedeuten, sich der Gewalt in ihrer aktuellen Bedeutung stellen zu müssen,
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was er ablehnt. Die einzige spürbare Gefühlsregung im Rahmen der Aufarbeitung seiner Gewaltschilderung zeigt Peter, als er auf Nachfrage berichtet,
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dass er seine Töchter seit nunmehr drei Jahren nicht mehr gesehen hat und
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sich nach einem Kontakt sehnt. Es scheint, dass Gefühle, die die Töchter betreffen, am dichtesten unter der Oberfläche liegen und am ehesten zu errei-
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