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Modelle der Unterstützung für Mütter bei häuslicher Gewalt

wurden unter anderem Frauen interviewt, die von ihrem Partner vergewaltigt und misshandelt wurden. Ausgehend von Praxisbeispielen werden Vorschläge für die Unterstützung von Müttern und Kindern gemacht. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Frauen, die aufgrund wiederholter Gewalterfahrungen sowie zusätzlichen Belastungsfaktoren einen erhöhten Beratungsbedarf im Hinblick auf die Erziehung ihrer Söhne und Töchter haben. Auf die Situation von Frauen, die aufgrund eigener und sozialer Ressourcen den Erziehungsaufgaben in der Regel gewachsen sind und nur punktuell den Kontakt zu einer psychologischen Beratungsstelle suchen, kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden.

Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf die Kinder Wie Kavemann in diesem Band ausführt, erleidet jede vierte Frau körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch den Partner (BMFSFJ 2004). Von dieser Form der Gewalt sind in der Regel auch ihre Kinder betroffen. In einer Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen gaben 21,3% der Befragten zwischen 16 und 29 Jahren (N=1067) an, mit elterlicher Partnergewalt konfrontiert zu sein (Wetzels 1997). Diejenigen, bei denen dies wiederholt der Fall war, wurden achtmal häufiger von ihren Vätern und Müttern misshandelt, als diejenigen, die keine häusliche Gewalt erlebten, wobei die Gewalttätigkeit der Mütter nach Beendigung der Gewaltbeziehung abnimmt. Die Gewalterfahrungen der Kinder führen zum Teil zu erheblichen altersund entwicklungsabhängigen Beeinträchtigungen ihrer emotionalen, kognitiven und sozialen Entwicklung (vgl. u. a. Kavemann 2000, Heynen 20013, Kindler 2002). Die Belastungen erhöhen sich zum Teil noch aufgrund von Faktoren wie Alkoholabhängigkeit und psychische Erkrankung eines Elternteils sowie Risikofaktoren wie Armut und beengte Wohnverhältnisse (vgl. auch Laucht, Esser & Schmidt 2000, Meyer-Probst & Reis 1999). Untersuchungen belegen (u. a. Scheithauer & Petermann 1999), dass die Anzahl verschiedener Risikofaktoren und ihr zeitliches Auftreten sowie vorhandene Schutzfaktoren (Ressourcen seitens des Kindes, der Familie oder des sozialen Umfeldes; insbesondere verlässliche Bezugsperson, vgl. Egle, Hoffmann & Steffens 1996, Laucht 2003) entscheidend für die Entwicklung sind. Besonders problematisch sind belastende kindliche Bindungserfahrungen (vgl. Bowlby 1995, z. Überblick s. Brisch & Hellbrügge 2003, Gloger-Tippelt 2001). Diese ergeben sich nicht nur in der Beziehung zu einem gewalttätigen Elternteil, sondern auch zu einer, aufgrund der erlebten Partnergewalt in der Erziehung überforderten Mutter. Werden die Risiken nicht abgemildert, kann es zu erheblichen Gefährdungen kommen (s. auch Bannenberg & Rössner o. A.).

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s. auch http://www.karlsruhe.de/Jugend/Kinderbuero/Download/pg.pdf