2.9 KiB
Prävention von häuslicher Gewalt in Tageseinrichtungen für Kinder
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Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EEFL), eine Schwangerschaftsberatungsstelle, das Frauenzentrum, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gotha und das AWO Bildungswerk Thüringen e.V.. Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) des Jugendamtes schied leider aus zeitlichen Gründen bereits nach zwei Treffen wieder aus. Dies wurde von allen sehr bedauert, da gerade das Jugendamt als Partner bei (vermuteter) häuslicher Gewalt als äußerst wichtig erachtet wurde. Die Kooperationsrunde traf sich einmal monatlich, im Wechsel in den Räumen der kooperierenden Institutionen. Ein Ziel der Treffen war es, dass sich einzelne Professionen und Einrichtungen untereinander kennen lernen, um so gezielter weiter zu vermitteln bzw. effektiver zusammenzuarbeiten. Im Rahmen der monatlichen Dienstberatung der Kita stellten dann einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kooperierenden Einrichtungen sich und ihre Arbeit vor. Dieses persönliche Kennenlernen trug wesentlich dazu bei, dass sich die Erzieherinnen zunehmend sicherer und entlasteter im Umgang mit der schwierigen Thematik fühlten. Sie wussten nun, wohin und zu wem sie bspw. betroffene Mütter vermitteln können und wo sie ggf. selbst Beratung und Unterstützung finden. Zusätzliche Informationen und Sensibilisierung erfuhren die Erzieherinnen durch Präventionsbeamtinnen der Polizei, durch den Leiter der Täterberatungsstelle „Notbremse“ und durch eine Expertin, die das Thema „Traumatisierung bei Kindern“ referierte. Auch fühlten sich die Erzieherinnen durch die verschiedenen Fortbildungen gestärkt, die zu den Themen „Häusliche Gewalt - Ursachen und Auswirkungen auf Kinder“, „Konflikte, Aggressionen und Gewalt im Erziehungsalltag“, „Kompetenz im Elterngespräch“ und „Starke Mädchen, starke Jungen. Geschlechtsspezifische Erziehung als Gewaltprävention“ angeboten wurden. Das Frauenzentrum stellte als Kooperationsleistung hierfür Räume kostenlos zur Verfügung. Zusätzlich half eine kleine Handbibliothek, um Erzieherinnen mit Literatur bei der Gewaltprävention zu unterstützen.
Wie kam das Projekt PräGT Kindern und Eltern zugute? Für die Kinder der Projektkita wurden durch die Erzieherinnen verschiedene mehrwöchige Projekte zur Unterstützung der Sozialkompetenz vorbereitet und durchgeführt. Unter den Mottos „Ich und die Anderen“, „Auch Indianer dürfen weinen“, „Ich bin stinksauer“ und „Mit Freunden durch die Ferien“, wurden gewaltfreie Konfliktlösungen, respektvoller Umgang miteinander, Wahrnehmung eigener Gefühle und Bedürfnisse und angemessener Umgang mit Wut und Aggressionen vermittelt und eingeübt. Gerade hier zeigte sich, dass ein so schwieriges Thema wie Gewaltprävention auch mit Spaß und Freude angegangen werden kann, denn nicht das Aufzeigen von negativen Tendenzen war das Ziel, sondern die Schaffung eines positiveren Umgangs miteinander.