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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
Kinder schwer erträglich, sie fühlten sich an familiäre Streitsituationen in der Vergangenheit zurückerinnert. Aus ihrem Erfahrungshintergrund heraus endete jegliche Art von Auseinandersetzung in Eskalation und Gewalt. So wurde schon ein Hauch eines Konflikts zur Gefahr, die in jedem Fall abgewehrt werden musste. Es war deshalb unbedingt notwendig, diese Kinder während der Auseinandersetzung im Auge zu behalten, um sie durch den Konflikt hindurch mitzubegleiten.
Elternarbeit Die Elternarbeit war neben der Gruppenarbeit selbst das zweite wesentliche Standbein unserer Arbeit, da die Teilnahme an der Gruppe den Kindern nur begrenzt etwas nützen kann, wenn die Familie sich nicht ebenfalls wandelt. In einem sehr ausführlichen Vorgespräch sprachen wir zuerst mit der Mutter alleine, bevor das Kind dazu kam. In Abwesenheit des Kindes ließen wir uns von der Mutter die familiären Hintergründe darstellen. Wir hielten es für sinnvoll, dass das Kind nicht in aller Ausführlichkeit mit diesen Erzählungen konfrontiert wurde. Manchmal berichteten die Mütter in diesem Teil auch von Vorfällen, von denen die Kinder gar nichts wussten. Die Zwischen- und Abschlussgespräche führten wir vollständig gemeinsam mit Mutter und Kind. Vor allem in letzteren ging es im Wesentlichen auch darum, was Kind oder Mutter eventuell noch an weiterer Unterstützung benötigten. Wichtig war es uns, die Mutter in ihrer Mutterrolle zu unterstützen und sie in ihren Fähigkeiten und Ressourcen zu stärken. Indem wir uns über Eindrücke, wie wir das Kind erlebten, austauschten, schulte sich die Mutter in der Wahrnehmung des Kindes und konnte einen realistischen Blick für das Befindens des Kindes entwickeln. Eventuell vorhandene ungünstige Verhaltensmuster des Kindes wurden dabei als wichtige Überlebensstrategie akzeptiert und wertgeschätzt. Über zirkuläre Fragen konnte sich die Mutter in die Position des Kindes hinein versetzen, wodurch sie ein größeres Verständnis für sein Befinden und seine Bedürfnisse erlangte. Gemeinsam erarbeiteten wir, was das Kind im aktuellen Prozess für seine weitere Entwicklung von uns und der Mutter brauchte. Die Frauen in ihrer Mutterrolle zu stärken bedeutete außerdem, ihre eigene Befindlichkeit zu thematisieren, auf dem Hintergrund, dass nur eine (einigermaßen) für sich selbst sorgende Mutter fähig ist, ihr Kind bei der Aufarbeitung zu unterstützen. Stellte sich ein Unterstützungsbedarf und -bedürfnis der Mutter heraus, vermittelten wir sie an geeignete Stellen. Unserer Erfahrung nach war es sinnvoll, dass die Beratung für die Belange der Frauen nicht von derselben Fachfrau angeboten wurde, die für die Kinder zuständig war. So stellte es sich zum Beispiel öfter heraus, dass Mutter und Kind in Bezug auf den Vater/Täter unterschiedliche, z.T. entgegengesetzte Bedürfnisse hatten. In den sich daraus ergebenden Spannungen war es wichtig, dass die Kinder in