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Herausforderungen an die soziale und pädagogische Arbeit
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mit eindimensionalen Wahrnehmungen zu beschäftigen. Es wurden anfangs
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eher eigene Positionen vehement verteidigt als offen und neugierig nachvollziehen zu wollen, wie das Gegenüber zu seiner Einschätzung kommt.
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Auch diese kämpferische Mentalität wurzelt z.T. in der Historie der
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Frauen(schutz)bewegung wie auf der anderen Seite in der Geschichte der
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Kinderschutzbewegung. Engagierte Frauen mussten viele Jahre darum ringen, dass Gewalt gegen Frauen oder sexueller Missbrauch enttabuisiert wurden, gesellschaftliche Aufmerksamkeit und die gebührende fachliche und
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politische Ernstnahme erfuhren. Heute gelten diese Themen als gesellschaftlich anerkannt, was z.B. auch zu geschlechterdifferenzierten Ansätzen und
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Angeboten in der Kinder- und Jugendarbeit oder in den erzieherischen Hilfen
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führte. Aufgrund der nach wie vor existierenden benachteiligenden Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern steht - Erfahrungen belegen dies zu befürchten, dass bei der Formulierung gemeinsamer Ziele die Belange von
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Frauen schnell wieder unter den Tisch fallen.
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Die Kinderschutzbewegung blickt ebenfalls auf revolutionäre Entwicklungen zurück. Von der so genannten schwarzen Pädagogik aus (der Unterdrückung von Kindern, ihrer Rechtlosigkeit, der selbstverständlichen körperlichen
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Züchtigung durch Erwachsene) hat sich ein gänzlich anderes Verständnis von
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Erziehung und Respekt gegenüber Kindern entwickelt bis hin zur gesetzlichen
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Verankerung des Rechtes von Kindern auf gewaltfreie Erziehung. Die Jugendhilfe arbeitete in den letzten zwanzig Jahren hartnäckig an ihrem Paradigmenwechsel: Weniger Eingriffe von staatlicher Seite, stärkere Beteiligung der Eltern
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an den sie betreffenden Entscheidungen und Unterstützung des gesamten Familiensystems in problematischen Situationen.
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Dieses Grundverständnis in der Intervention bei häuslicher Gewalt aufzugeben, mindestens aber zu modifizieren, ließ auch hier die Sorge wachsen,
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die eigenen Wurzeln zu kappen und in einen neuen Sog von Eingriffsorientierung zu geraten.
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Unterschiedliche Deutungsmuster
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Ein weiterer Unterschied in der Arbeit mit misshandelten Frauen und misshandelten Kindern, der anfangs eher zur Betonung des Trennenden denn
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zu Gemeinsamkeits- und Konsenssuche in der Fachgruppe führte, sind die
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handlungsleitenden theoretischen Konzepte: In der Kinder- und Jugendhilfe
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wird der systemische Ansatz (systemischer Konstruktivismus, systemische
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Familientherapie) favorisiert, in der Frauenberatungs- und Frauenhausarbeit dagegen der parteiliche Ansatz. Für die Kinder- und Jugendhilfe gilt es
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wegzukommen von monokausalem Denken in Ursache-Wirkungs-Ketten.
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Stattdessen versucht man, den Blick zu weiten hinsichtlich der Wechselwirkung von Einflüssen auf Familiensysteme und die Konstruktion von „Wirklichkeiten“ durch die jeweiligen Familienmitglieder zu explorieren. Aus
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