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Herausforderungen an die soziale und pädagogische Arbeit
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Möglicherweise gibt es auch keine Lösungen, die für alle Beteiligten „gut
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genug“ sind, wenn sich Widersprüche nicht auflösen lassen, z.B. zwischen
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Bedürfnissen der Mutter und der Kinder. Aber ein bewusster Umgang mit
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Zweifeln, sozusagen den „unerwünschten Nebenwirkungen“ möglicher Lösungen, stellt einen fruchtbaren Boden für verantwortete professionelle Entscheidungen dar.
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Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die sozialen Institutionen in der
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Anti-Gewaltarbeit legen durch ihre Arbeitsteilung entlang der Konfliktlinien
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der betroffenen Familien, in denen geschlechts- und/oder generationsspezifische Gewalt ausgeübt wird, eine Tendenz zu psychischen Spaltungsprozessen von gut und böse, richtig und falsch nahe, die auch diese Familien schon
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kennzeichnen. Ziel dieser Aufspaltung ist die Leugnung eigener aggressiver
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Anteile und deren alleinige Zuschreibung der anderen Seite (ob dem anderen Familienmitglied oder der anderen Institution) (Bauer/ Gröning 1995).
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Erst eine eigene, dritte Perspektive erlaubt die Wahrnehmung von Ambivalenzen und Widersprüchen und kann einen intermediären Raum schaffen,
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der aus der Totalität des dyadischen „Entweder - Oder“ heraushilft. Dann
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gibt es nicht mehr nur das „reine“ Opfer und keine soziale Institution, aus
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der das Böse heraus gehalten werden kann und die immer schon Recht hat,
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weil sie prinzipiell auf der richtigen Seite steht. Für Professionelle ermöglicht
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das, in der Verschiedenheit der Arbeitsaufträge für unterschiedliche Familienmitglieder, sowohl Gemeinsames als auch Konflikthaftes zu entdecken.
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Die Wahrnehmung sowohl des Gemeinsamen als auch des Konflikthaften
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ermöglicht von einem Trauerprozess begleitete Trennungen – im Gegensatz
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zu Aufspaltungen - und erlaubt neue Sichtweisen, ohne die eigene Position
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aufzugeben. Da insbesondere bei Gewalttätigkeit und damit auch in der AntiGewaltarbeit Spaltungsprozesse (gut/ böse, schuldig/ unschuldig) eine große
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Rolle spielen, kommt dem Aushalten von Ambivalenzen durch die sozialen
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Institutionen eine große Bedeutung zu. Denn so werden Bindungen wie auch
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Trennungen möglich und Beziehungsverläufe nachvollziehbar.
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Literatur
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Bauer, Annemarie/ Gröning, Katharina (1995): Institutionskonzepte in der Supervision. In: Dies.
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(Hg.): Institutionsgeschichten, Institutionsanalysen. Tübingen: edition discord: 17-69
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Brückner, Margrit (2002): Wege aus der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Frankfurt a.M.:
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Fachhochschulverlag
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Brückner, Margrit (2000): Gewalt im Geschlechterverhältnis - Möglichkeiten und Grenzen eines
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Frauenforschung und Geschlechterstudien, 4, 3-19;
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