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Herausforderungen an die soziale und pädagogische Arbeit
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und lässt den anderen gewähren, solange man es aushält oder man greift zu
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Drohungen, um etwas durchzusetzen. Als es so weit ist, erreicht sie ihr Ziel,
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dass die bei ihr lebenden Kinder eine Berufsausbildung abschließen, jedoch
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ebenso wenig wie ihre Mutter vorher bei ihr selbst.
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Solange sie als junge Frau mit ihrem Mann bei den Schwiegereltern lebt,
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gelingt es den Verwandten einigermaßen, die Gewalttätigkeit ihres Mannes
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in Grenzen zu halten. In dieser Phase fühlt sie sich auch stark genug, seiner Gewalttätigkeit etwas entgegenzusetzen, später nicht mehr, da ist sie ihm
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zunehmend ausgeliefert. Das Schreckliche der geschilderten Gewaltsituation
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beschreibt sie nicht anhand ihrer eigenen Gefühle, sondern anhand der Reaktion der Schwiegermutter, die „bald durchgedreht“ ist, während sie selbst eher
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die Erinnerung an die eigene Gegenwehr und die darin enthaltene Kraft vor
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Augen hat „und da ging das dann also hin und her, hin und her, er eine, ich eine“.
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Wäre es nicht so traurig, wäre es fast schon komisch, sozusagen filmreif, denn
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die Szene strahlt etwas von der Faszination eines grenzüberschreitenden Machismo aus – auch von ihrer Seite. Noch sieht sie sich als eine Frau, die auch
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ihr Mann nicht so schnell unterbuttern kann, sie hat ihm etwas entgegen zu
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setzen, auch physisch. Der Anlass für den Gewaltausbruch war Frau A.s Weigerung ihm noch mehr Bier zu bringen, da er zunehmend Alkoholprobleme
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hatte. Damit frustriert sie aus kontrollierender Fürsorglichkeit seine oralen
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Wünsche, was bei ihm keineswegs als Fürsorglichkeit ankommt, sondern Wut
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auslöst. Ihre Weigerung veranlasst ihn auch nicht dazu, sich notfalls sein Bier
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selbst zu holen, sondern er besteht darauf, von ihr versorgt zu werden, so wie
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sie später von ihrem Sohn. „Ausrasten“ tun offenbar beide Ehepartner, nur
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ihr verursacht ihre eigene Gewalttätigkeit Schuldgefühle und sie setzt sich
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- bestärkt durch die Beratung des Frauenhauses - später damit auseinander.
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Trotz ihrer Schuldgefühle sieht sie sich aber ohne Schuld: „Und was soll ich
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denn machen, ich klinke halt aus, ich kann nichts dafür“. Vermutlich gesteht sie
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dieses „Nichtsdafürkönnen“ auch ihrem Mann zu, da sie auch nach jahrelangen Unterbrechungen immer wieder mit ihm zusammen kommt und er heute
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als invalider Mann möglicherweise auch nicht mehr gewalttätig ist. Dennoch
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gibt es lange Phasen der Beziehung, in denen sie seine Gewalttätigkeit nicht
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länger aushält und vor ihm flieht, vielleicht sogar ausreichend lange, um den
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Gewaltzyklus nicht zuletzt aufgrund seiner Krankheit zu durchbrechen.
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Frau A. beschreibt in der obigen Szene eine Situation, in der sie ihren
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Mann versorgen soll, der seinerseits zunehmend weniger und später gar nicht
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mehr für sie und die Kinder sorgt. Später richtet sie Wünsche nach Versorgung
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an ihren Sohn, der sie - wie auch schon sein Vater - enttäuscht. Während sie
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ihren Mann aus seiner Versorgerpflicht als Ehemann und Vater sukzessive
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entlässt, delegiert sie einen Teil dieser Rolle nach ihrer Flucht ins Frauenhaus
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an ihren Sohn und zwar auch wieder bezogen auf die Erfüllung oraler, d.h.
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sehr früher Bedürfnisse. Sie schildert eine Episode, in der sie einmal mehr gegenüber ihrem Lieblingssohn „ausrastet“ und ihn „verdrischt“; ein Wort, das
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den Grad der Gewalt nicht ganz so schlimm erscheinen lässt (immerhin mit
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