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Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt zum Thema „Väterverantwortung“
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Teil der Vereinbarungen. Die Einladung und Terminvereinbarung erfolgt telefonisch durch einen Mitarbeiter des MIM. Die Informationsgespräche finden
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in der Regel in den Räumen der ambulanten Beratungsstelle der Frauenhilfe
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statt. Von Seiten des MIM werden im Vorfeld keinerlei Daten weitergegeben,
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diese werden von der Beraterin der Frauenhilfe persönlich zu Gesprächsbeginn erfragt. Gleichzeit erläutert der Mitarbeiter des MIM zwar detailliert das
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Konzept des Täterprogramms, gibt aber keine personenbezogenen Informationen über den Mann an die Partnerin weiter.
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Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Informationsgespräche mit den Partnerinnen eine besondere Dynamik in der Gruppe der Männer auslösen. In der
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Nachbereitung in der Gruppe kommt der Anleitung durch ein Zweier-Team
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daher eine wichtige Bedeutung zu. Nachdem ein Anleiter das Informationsgespräch mit der Partnerin geführt hat, erhält der zweite eine ausgleichende
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und vermittelnde Funktion. Denn die Männer fühlen sich durch den persönlichen Kontakt zur Partnerin schnell hintergangen oder verraten.
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Auf Grundlage der Teilnahme des Mannes am Täterprogramm gibt es
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im MIM auch das Angebot einer gemeinsamen Paarberatung. Um der Erkenntnis Rechnung zu tragen, dass viele betroffene Frauen sich trotz zum
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Teil massiver Gewalterfahrungen nicht von ihrem Partner trennen oder gar
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nach einem Frauenhausaufenthalt wieder in die Partnerschaft zurückkehren,
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werden diese Gespräche seit 1993 mit der Frauenhilfe München und anderen
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Beratungsstellen durchgeführt. Allerdings muss verhindert werden, dass das
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Täterprogramm für die Belange des Mannes instrumentalisiert wird, daher
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gelten folgende weitere Voraussetzungen: (1) mögliche Trennungswünsche
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der Partnerin werden von ihm bedingungslos akzeptiert, (2) ihr Schutz ist immer gewährleistet, (3) Paarberatung ist Anliegen der Partnerin und wird von
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ihr initiiert, (4) Zielsetzung ist getrennt in jeweiligen Vorgesprächen geklärt
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worden und (5) die Paarberatung wird von Beraterin und Berater befürwortet.
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Die Männer erklären im Rahmen der schriftlichen Vereinbarung zur Teilnahme am Täterprogramm ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Paarberatung.
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Diese klaren Vorbedingungen haben auch dazu geführt, dass die Anzahl
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der Paarberatungen mit 1-3 Fällen jährlich relativ gering bleibt. Gering bleibt
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damit wohl auch die Gefahr, dass Paarberatung von den Männern dazu benutzt wird, erneut Druck auf die betroffenen Frauen auszuüben (Hainbach
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1998).
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Täterlogik gewalttätiger Väter
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Viele Väter in den Gruppen gegen Partnerschaftsgewalt heben als hohen
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ethischen Wert hervor, ihre Gewalt niemals gegen Kinder zu richten: „Meinen Kindern könnte ich kein Haar krümmen!“ Ihr Ehrenkodex scheint Gewalt
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gegenüber der erwachsenen Partnerin zuzulassen, erlaubt es aber in der Regel nicht, Kindern Leid zuzufügen. Eine Logik, die es Männern erlaubt, ihre
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