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Hochuli Freund
31.7.17 S. 142
Teil 2 Arbeitsfeldspezifische Konkretisierungen und Arbeitsmaterialien
2.5
Intervention
In der Methodik KPG wird die Intervention13 unterteilt in zwei Schritte: Planung und Durchführung.
»Bei der Interventionsplanung gilt es, konkrete Antworten zu finden auf die
Frage Was tun?. Aufgabe ist, mit einer fallbezogenen sinnvollen Auswahl
von Interventionen Bildungsprozesse bei Klienten zu unterstützen und zu ermöglichen sowie ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Erkenntnisse aus
Analyse und Diagnose sowie vereinbarte Grobziele bilden den Rahmen für
Interventionsplanung; das Prinzip der Ressourcenorientierung kann als Basis, ein handlungsleitendes Konzept als Hintergrundfolie genutzt werden.
Ziel ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten Interventionen auszuwählen und
konkret zu planen (wer macht wann was wie?).« (Hochuli Freund/Stotz
2015:291).
»Bei der Interventionsdurchführung im engeren Sinne ist zu überlegen, wie
das Geplante zu tun ist. Es geht darum, Personen, Aufgaben, Vorgehensweisen, Organisationen und Tätigkeiten auf der Basis von offen gelegten Entscheidungsstrukturen miteinander zu vernetzen und für einen angemessenen
Informationsfluss zu sorgen. Interventionen sind systematisch und kontinuierlich zu dokumentieren; mittels Controlling soll der Mitteleinsatz überprüft und nötigenfalls angepasst werden. Ziel ist eine wirksame Unterstützung von Klienten(systemen) zum Erreichen der vereinbarten Ziele unter
optimalem Einsatz vorhandener Ressourcen.« (Ebd.:307)
Auf Basis der Erkenntnisse aus Analyse und Diagnose und mit Blick auf die
vereinbarten Grobziele als Zukunftsperspektive können Überlegungen zu fallbezogen angemessenen Interventionen entwickelt werden. Neben einer gelingenden und nachhaltigen Wiedereingliederung geht es im Eingliederungsmanagement oft auch darum, dass die Klienten ihre Kompetenzen bezogen auf den
Arbeitsmarkt verbessern bzw. erhalten können. Eine Intervention kann die Vermittlung in ein bestimmtes Programm bedeuten (z. B. berufliche Massnahme
der IV, Motivationssemester, Qualifizierungskurs), v. a. aber auch die konkrete
Ausgestaltung der Aufgaben einer Klientin innerhalb eines bestimmten Programms. Sozialarbeiterin und Klientin suchen gemeinsam nach Interventionsmöglichkeiten; ausserdem klärt die Sozialarbeiterin, wer ausserdem in diesen
13 Gemeint ist hier die Intervention im engeren Sinne, bei der das gesamte weitere Vorgehen mit Hilfe einer expliziten Planung sorgfältig vorbereitet wird. Selbstverständlich
finden auch in den bisherigen Prozessschritten etwa wenn Gespräche zur Situationserfassung oder zum Fallverstehen (Diagnose) geführt werden bereits Interventionen
statt; diese werden als Interventionen im weiteren Sinne bezeichnet (Hochuli Freund/
Stotz 2015:271).
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