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Hilfreich ist auch eine Systematisierung hinsichtlich Beteiligung, also in
Bezug auf die Kooperationsebene(n):
• Methoden/Instrumente für die Analyse mit Klienten (bzw. dem
Klientensystem), bei denen (ausschließlich) die Einschätzung der
Klienten aufgenommen werden
• Methoden für die Einschätzung auf der Fachebene (eine Fachkraft allein
oder in einem intra- oder interprofessionellen Team), wo
Professionelle als Experten Einschätzungen zum Klienten(system)
vornehmen
• Methoden/Instrumente für die gemeinsame Einschätzung von Fachkraft
und Klientin
• Methoden für die Einschätzung ganz unterschiedlicher Fall-Beteiligter,
aus dem Klientensystem sowie in den Fall involvierten weiteren
Hilfesystemen/Professionen.
Bei der Kategorisierung der Analysemethoden in diesem Lehrbuch ( Kap.
9.2 bis 9.7) beziehen wir uns auf die zunächst genannten
Systematisierungskriterien. Bei jeder Kategorie steht jeweils ein Kriterium
im Vordergrund, die darin zugeordneten Methoden können zusätzlich aber
auch nach den weiteren Kriterien beurteilt werden. Stets werden wir auf die
Systematisierung in Bezug auf die Beteiligung eingehen und darauf
hinweisen, ob eine Methode für die gemeinsame Arbeit mit Klienten
vorgesehen ist oder ob es sich um eine Analysemethode für die
Professionellen handelt, etc. Bei jeder Kategorie werden wir exemplarisch
ausgewählte Methoden vorstellen manche so genau, dass Leserinnen sie
anwenden können, andere in Form eines Überblicks, der eine Einschätzung
ihrer Eignung ermöglichen soll sowie mit Angaben zu vertiefender Literatur.
9.2
Methoden der Perspektivenanalyse
Gemeinsames Merkmal und Zielsetzung der in dieser Kategorie
eingeordneten Analysemethoden ist die Multiperspektivität, es werden die
verschiedenen Sichtweisen von beteiligten Personen auf einen Fall erfasst.
Dies kann in unterschiedlicher Weise geschehen: Indem alle Fallbeteiligten
gemeinsam zusammensitzen und ihre Sichtweisen darlegen, indem die
Sozialarbeiterin die Perspektiven einzelner Beteiligter nacheinander erfasst
(oder auch rekonstruiert), oder aber indem ein Fachteam die Perspektiven
verschiedenere Beteiligter rekonstruiert, indem es sie inszeniert.
9.2.1
Perspektivenanalyse gemeinsam mit Beteiligten
In einem Standortgespräch, bei dem alle relevanten Fall-Beteiligten
anwesend sind, können die verschiedenen Perspektiven auf den Fall
herausgearbeitet werden. Für die Strukturierung eines solchen Gesprächs
kann man sich beispielsweise an den Schritten und Fragen orientieren,
welche die MAP-Methode (Making Action Plan) vorsieht, die Boban/Hinz
(2000:136) als Bestandteil eines »diagnostischen Mosaiks« vorschlagen: