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auch zwischen den Systemen (Inter-System-Dynamik) erfasst und analysiert werden. Daraus lassen sich Hypothesen ableiten in Bezug auf bestimmte Interaktions- oder Kommunikationsmuster. Die Intra-System-Dynamik lässt sich nach Hochuli Freund (2009:1 f.) mit folgenden Fragen generell erfassen: • Welche Interaktionsketten lassen sich kennzeichnen? • Welche Interaktionsmuster sind erkennbar (wie z. B. redundante oder eskalierende Interaktionssequenzen)? • Gibt es für das System typische Interaktionssequenzen mit möglicherweise zu erwartenden Verhaltensweisen einzelner Mitglieder (wie z. B. die Rolle als Unruhestifter, Clown oder Sündenbock) (vgl. auch Schwing/Fryszer 2013:52 ff.)? In Familien und Organisationen lässt sich die Intra-System-Dynamik nach verschiedenen Organisationsprinzipien ermitteln (vgl. Simmen et al. 2008:76 ff.): • Das Organisationsprinzip der Hierarchie fragt danach, ob in der Familie die Generationengrenze eingehalten, die Eltern- und Kindfunktionen wahrgenommen werden. In Organisationen wird beobachtet, ob formelle und informelle Hierarchie übereinstimmen (vgl. ebd.:76, 124). • Das Organisationsprinzip der Autonomie fokussiert die (alters-)entsprechende Autonomie aller Mitglieder einer Familie oder das Verhältnis von Aufgaben und Entscheidungskompetenzen in einer Organisation (vgl. ebd.:76, 128). • Das Organisationsprinzip der Kooperation untersucht die Art der Kooperation der Eltern z. B. auch ihren Erziehungsstil. In Organisationen wird die Zusammenarbeit in und zwischen einzelnen Teams erforscht (vgl. ebd.:76, 129 f.). • Das Organisationsprinzip der Loyalität konzentriert sich auf die Anzeichen von Loyalität und Illoyalität, auf Signale von Entwertungen und von unterdrückter Transparenz in Folge von Loyalitätsverstrickungen unter den einzelnen Kooperationspartnern (vgl. ebd.:77, 131 ff.). • Das Organisationsprinzip der handlungsleitenden Grundannahmen erforscht die konzeptuellen Konstrukte, die das Handeln und Verhalten in Familiensystemen und Organisationen leiten. • Das Organisationsprinzip des Coping fragt schließlich nach der Art und Weise, wie in Familien mit schwierigen Situationen und Krisen umgegangen wird. In Organisationen wird analysiert, ob eingespielte Abläufe und Interaktionsmuster Entwicklungen verhindern. Die Intersystemdynamik umfasst alle Interaktionen der beteiligten Systeme rund um eine Klientin (vgl. Schweitzer 1987:28). Sie fokussiert die Dynamik zwischen allen beteiligten Systemen und versucht einerseits die Kommunikations- und Interaktionsmuster zu eruieren, andererseits mögliche Spiegelungsphänomene zu erkennen. Dabei sind folgende Fragen leitend: • Welche Interaktionsketten und -muster lassen sich zwischen den beteiligten Systemen erkennen (wie z. B. dass es zu häufigen Missverständnissen kommt)?