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Fathering After Violence

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sich daraus ergebende Bearbeitung väterlicher Verantwortung curricular in den Trainingsprogrammen niederschlagen muss. In den mit den Einrichtungen und den jeweiligen Leitungsteams der begleiteten Kurse durchgeführten Interviews wurden die InterviewpartnerInnen unter anderem danach gefragt, welche Bedeutung der Aspekt Vaterrolle/Vatersein in den Kursen spielte und wie dies bearbeitet wurde. Es ließ sich feststellen, dass die Väterthematik zwar durchaus in den Köpfen der Professionellen eine Rolle spielte, ihre praktische Bearbeitung in den Kursen tendenziell aber eher eine randständige Relevanz besaß. So kam es durchaus vor, dass z.B. der Aspekt Vaterrolle im schriftlich fixierten zu bearbeitenden Themenplan einer Einrichtung zu finden war, die Nachfrage, ob dieser Aspekt denn auch explizit immer behandelt werde, aber mehrheitlich verneint wurde. Als Begründung wurde oftmals angeführt, dass es sich beim Thema Vaterrolle mehr um ein Querschnittsthema handele und weniger um einen speziellen curricularen Baustein, der mit allen Teilnehmern bearbeitet werde. Selbstkritisch ergänzten einige unserer GesprächspartnerInnen, dass die Thematisierung der Vaterrolle dazu tendiere, hinten runter zu fallen, wenn es in den Kursen zeitlich knapp werde. Das sei zwar nicht beabsichtigt, aber wenn aus der Gruppe heraus kein primärer Bedarf ersichtlich werde, zum Beispiel von den Teilnehmern selber eingefordert werden oder klar sei, dass problematische Sorge- oder Umgangsregelungen vorliegen, falle dieses Thema tendenziell weg. Die grundsätzliche Bedeutung und Relevanz des Themas „Kinder und häusliche Gewalt“ ist den Einrichtungen aber durchaus bewusst. So äußerten sich einzelne GesprächspartnerInnen aus den Einrichtungen, dass, wenn es um Umgangsrechtsregelungen gehe, die Teilnahme der Täter an einem Programm zur Erhöhung der Sicherheit der Frauen und Kinder beitrage. Täterkurse in Deutschland haben, wie schon erwähnt, zum Teil eine sehr unterschiedliche Dauer. Einige Programme haben mehr als doppelt so viel Zeit wie andere zur Verfügung, mit ihrer Klientel zu arbeiten. Die längeren Programme haben zwar tendenziell eine etwas größere Gruppenstärke, trotzdem ist die Zeit, die für die Arbeit mit dem einzelnen Mann zur Verfügung steht, in den länger angelegten Kursen deutlich höher. Allen Programmen war gemeinsam, dass das Kernstück der Arbeit mit den Männern die Bearbeitung der Gewalttat(en) gegenüber ihren (Ex-)Partnerinnen war. Diese auch als „Rekonstruktion der Tat(en)“ bezeichnete Arbeit wird mit jedem Teilnehmer in den ersten Sitzungen durchgeführt. Es muss davon ausgegangen werden, dass dafür pro Teilnehmer ungefähr eine komplette Gruppensitzung, d.h. 2 bis 2,5 Stunden, benötigt wird. Je nach Gruppengröße muss dadurch teilweise mehr als die Hälfte des zur Verfügung stehenden Zeitkontingents des Kurses für diesen Baustein aufgebracht werden. Alle anderen Bausteine müssen dann in der verbleibenden restlichen Zeit bearbeitet werden. Hier zeigt sich, dass der zeitliche Arbeitsspielraum nicht unbedingt üppig ausfällt.