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Modelle der Unterstützung für Mütter bei häuslicher Gewalt
Tochter über die Gewalt des Mannes bestätigen oder verneinen muss. In diesen Fällen kann ein zweites Gespräch in Abwesenheit des Vaters auch ohne dessen Wissen verabredet werden. ȡ Wenn der von der Tochter als Gewalttäter angegebene Partner nicht anwesend ist, sollten Fragen nach der Erfahrung häuslicher Gewalt in früheren und aktuellen Beziehungen gestellt werden. ȡ Gab es Gewaltsituationen im Zusammenhang mit der Zeugung der Tochter oder der Schwangerschaft? ȡ Die eigenen Kindheitserfahrung in Bezug auf das Miterleben häuslicher Gewalt könnte thematisiert werden. ȡ Es ist wichtig, mögliche Folgen der häuslichen Gewalt für die Töchter und Söhne allgemein und ohne Schuldzuweisungen, zu erklären. ȡ Gemeinsam sollte versucht werden, die Auswirkungen dieser Gewalt auf die jeweilige konkrete Beziehung zwischen Mutter und Tochter zu finden, z.T. an Hand kleiner Szenen verdeutlichen. ȡ Mögliche Folgen häuslicher Gewalt auf die Erziehungsfähigkeit betroffener Mütter sollten zunächst allgemein beschrieben werden. ȡ Die konkrete Situation der jeweiligen Mutter ist gemeinsam zu eruieren, dabei müssen auch ihre Versuche, die Töchter und Söhne zu schützen, gewürdigt werden. ȡ Was für Nischen hat sie für sich gefunden? Stellen diese vielleicht gleichzeitig eine Gefahr für die Kinder dar?
Das gemeinsame Gespräch mit Mutter und Tochter ȡ Der Tochter sollte Informationen über die stattgefundene Gewalt in altersgemäßer Form gegeben werden. ȡ Was hat die Tochter mitbekommen, was für Szenen sind in ihrer Erinnerung? Wie bewertet sie diese heute? ȡ Wie hat die Tochter versucht, die Mutter zu schützen, wann und in welchen Zusammenhängen hat die Tochter ihr Verhalten gegenüber der Mutter geändert? ȡ In welchen Bereichen haben sich Mutter und Tochter gut verstanden? ȡ Der Tochter Raum für Loyalität oder Zuneigung gegenüber dem misshandelnden Vater oder Partner geben ȡ Inwieweit gab es ein direktes oder indirektes Schweigegebot, und wie weit haben sich die Mutter und die Tochter daran gehalten, gibt es ein unterstützendes soziales Umfeld? Wie stark ist die Isolation der gesamten Familie oder einzelner Familienangehöriger? ȡ Es sollte versucht werden, eine gemeinsame „Geschichtsschreibung“ zu entwickeln, aber es gibt nicht die Wahrheit. ȡ Keine Schuldzuschreibungen zulassen, sondern auffordern, jeweils eigene Verletzungen und Kränkungen zu benennen.