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Erfahrungen einer Spezialberatungsstelle in Stockholm
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Kinder und Mütter benötigen Hilfe zur Gewährleistung von Fürsorge und Umgang zum Wohle des Kindes Auf den Ausbruch aus einer Misshandlungsbeziehung folgen fast immer Konflikte bezüglich des Sorge- und des Umgangsrechts mit den Kindern. Selbst wenn der Antrag auf alleiniges Sorgerecht von Morddrohungen begleitet wird, muss die Mutter - in Fällen, in denen sie aufgrund des gemeinsamen Sorgerechts ihre Kinder nicht schützen kann - in ihrem Begehren nach alleinigem Sorgerecht unterstützt werden. Die elterliche Fürsorgepflicht für das Kind, die Unterbringung des Kindes und der Umgang mit dem Kind müssen ausgehend vom Bedürfnis des Kindes nach Schutz und Sicherheit gewährleistet werden. Wir haben folgende wichtige Kriterien herausgearbeitet, die es uns ermöglichen sollen, den Nutzen des Umgangs mit einem gewalttätigen Vater für das Kind zu beurteilen: Ein Umgang ist in Betracht zu ziehen, ȡ sobald die Gewaltanwendung gegenüber der Mutter beendet wurde bzw. das Risiko für eine erneute Gewaltausübung sehr klein ist. Das Kind darf sich nicht für den Schutz der Mutter verantwortlich fühlen. ȡ sobald der Vater die Misshandlungen anerkennt und die Verantwortung hierfür übernimmt und somit das Kind und dessen Schuldgefühle entlastet. Das Kind findet seine Wirklichkeit nun auch vom Vater bestätigt. ȡ sobald der Vater nicht die elterliche Autorität der Mutter untergräbt. Diese darf nicht durch psychische Belästigungen und Verletzungen vor den Kindern Schaden nehmen.
Abschluss Die in diesem Artikel beschriebene Hilfe ist Teil einer Unterstützung, auf die unserer Meinung nach alle traumatisierten Mütter und ihre Kinder Anrecht haben. Kinder mit schweren Traumata als Folge der Anzeichen von Gewalt oder der Erfahrung anderer psychischer oder physischer Misshandlungen können Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen ausgesetzt werden, da ihr Verhalten dem Verhalten von Kindern mit psychischen oder neurologischen Problemen ganz anderer Ursachen ähnelt. Sofern bei der Diagnose die häusliche Gewalt nicht zum Vorschein kommt, besteht ein hohes Risiko für eine Fehldiagnose und für eine unzureichende Therapie. Das Kind wird durch eine solche Behandlung retraumatisiert. Es ist wichtig, dass jedes Kind parallel zu einer Familientherapie auch eine individuelle Behandlung seiner traumatisierenden Erlebnisse erhält. MutterKind-Gespräche sind eine wichtige Hilfe zur Selbsthilfe für die Veränderung destruktiver Familienmuster und die Entwicklung zu Offenheit, Nähe und