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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
von den Pädagoginnen begrüßt und den anderen Kindern manchmal auch mit Hilfe eines Kennenlernspiels vorgestellt. Hierfür bieten sich einfache Kinder-, Körper- oder Rollenspiele an, wie „Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein...“ oder das Einspielen des eigenen Trommelrhythmus. Der Eingewöhnungszeit der Kinder mit Trennungsängsten wird viel Zeit gewidmet. Dass die Frauen im Haus leben, ist hier von Vorteil, weil die Kinder sich vergewissern können, dass die Mutter in Sicherheit ist, wenn die Ängste zu groß werden. In den Gruppen gelten soziale Regeln, die den Kindern Orientierung und Sicherheit bieten sollen. Dabei ist eine wichtige Regel, anderen und sich selbst nicht weh zu tun, auch nicht mit Worten. Diese Regel wird nicht diskutiert, aber immer wieder erklärt und muss von den Pädagoginnen authentisch vertreten werden. Ein überschaubarer Rahmen an weiteren Regeln und auch Ritualen, wie gemeinsame Essenszeiten, wird von den Pädagoginnen gehalten. Er wird zwischen den Gruppen abgestimmt, damit die Kinder nicht in Versuchung geraten, die Pädagoginnen auszuspielen - ein häufiges Verhalten, das sie durch die meist strittigen Erziehungshaltungen der Eltern entwickelt haben. Wichtig dabei ist, die Regeln so klar und einfach zu halten, dass die Kinder den Sinn verstehen können, und trotzdem flexibel genug, dass Ausnahmen für sehr labilisierte Kinder möglich sind. Da in der Frauenhilfe die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Kinder und Jugendlichen ca. 90 Tage beträgt, können sich die meisten Kinder mit mehr oder weniger Unterstützung an die eventuell ungewohnten Regeln gewöhnen. In allen Aktivitäten, auch bei den meisten Regeln, haben die Kinder ein großes Mitspracherecht. Denn sie haben in ihrem Leben immer wieder erlebt, dass über sie in einer extremen Weise verfügt wurde und ihre Grenzen verletzt wurden. Die Grenzen ihrer Mitbestimmung werden ihnen jedoch auch deutlich aufgezeigt. In den Gruppen bieten wir den Kindern viele verschiedene Erfahrungsmöglichkeiten. Alle Angebote basieren auf Freiwilligkeit. Sie sollen langsam herausfinden, was sie selber wollen, und so beginnen, ihre eigenen Bedürfnisse und Grenzen kennen zu lernen. Das Angebot reicht von unterschiedlichen kreativen und pädagogischen Materialien, Spielen und Büchern, körper-, kunst- und musiktherapeutischen Methoden, über gemeinsames Kochen und Feiern bis hin zu kulturellen Ausflügen und erlebnispädagogischen Aktionen. Die Kinder nützen die Chance und beschäftigen sich oft mit Spielen, für die sie eigentlich schon viel zu groß sind. Sie zeigen ihren Nachholbedarf und suchen nach Geborgenheit. Sie lassen sich von den Pädagoginnen im übertragenen und eigentlichen Sinne des Wortes tragen und nachbemuttern. Mit ihnen suchen sie nach ihren Stärken und kreativen Potentialen und werden bei Ängsten und Rückschritten immer wieder ermutigt. Alle Aktionen und Projekte werden kurzfristig angesetzt und auch wieder beendet. Dies ist notwendig, da die Kinder oft eine nur kurze Konzentrationsspanne haben, ein Durchhaltevermögen erst gefördert werden muss, die Themen der Kinder aufgrund neuer Belastungen schnell wechseln und nicht