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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt

Eine Belastung der Beziehung zur Mutter ist in fast allen Fällen auch in der Kindergruppe erkennbar. Kommt es zum Umgang mit dem Vater, kehren viele Kinder enttäuscht zurück. Häufig erleben sie, dass der Vater versucht, sie zu instrumentalisieren, um Kontakt zur Mutter zu bekommen. Besondere Rückschritte und Krisen beobachten wir dann, wenn sie erneut Gewalt erleben oder Androhungen von Gewalt gegen sich, die Geschwister oder die Mutter hören.

Entwicklung der Gruppenarbeit mit Kindern in der Frauenhilfe München Die Gruppenarbeit in der Frauenhilfe hat seit der Gründung viele Veränderungen durchlaufen. Konzepte und Praxis werden den Bedarfslagen der Frauen und Kinder, den verschiedenen Altersstufen, der Verweildauer, den strukturellen und personellen Gegebenheiten und nicht zuletzt dem wachsenden Wissen um die Belastung der Kinder angepasst. Bei Eröffnung der Frauenhilfe 1978 als Modelleinrichtung gab es bereits eine fachliche Unterstützung der Kinder. Die Frauen sollten möglichst schnell entlastet werden, um sich in einem intensiven Beratungsprozess mit der erlebten Gewalt auseinander zu setzen und eine neue Grundlage für sich und ihre Kinder zu schaffen. Alle Kinder wurden sofort in den Kinderbereich aufgenommen. Mit weniger Personal für die Kinder im Vergleich zu heute und ständig 45 bis 60 Kindern im Haus entstanden große Gruppen. Dazu kam auch damals schon eine hohe Fluktuation. Schnell setzte sich die Erkenntnis durch, dass damit den Problemen der Kinder nicht ausreichend Rechnung getragen wurde. 1982 wurden die Gruppen verkleinert und die Bedürfnisse der Kinder mehr in den Mittelpunkt gestellt. Nicht zuletzt durch eine bis 1983 durchgeführte wissenschaftliche Untersuchung (vgl. Hürter und Hürter 1983) konnte die Unterstützung für die Kinder durch die Einstellung einer Heilpädagogin erweitert werden. Konkrete Beschreibungen über die Durchführung der Gruppenarbeit liegen uns erst ab 1991 vor. Aus dem Konzept von 1986 ist zu entnehmen, dass bei den Kindern „keine spezifisch pädagogischen Lernleistungsziele“ im Vordergrund standen, jedoch durch feste Regeln und vorsichtige Ermutigung ein Umlernprozess in Gang kommen sollte. Aus Erzählungen und Rückblicken wissen wir, dass bis Juli 1991 die Kinder in geschlossenen Gruppen mit strengen Gruppenregeln gefördert wurden. Feste Anmeldung und regelmäßiges Erscheinen wurde verlangt. Aus dieser Zeit sind auch noch Materialien vorhanden, die zumindest auf die Auseinandersetzung mit Verhaltensprogrammen ( z.B. Petermann und Petermann) hinweisen. Der Schwerpunkt der Arbeit lag auf dem Gruppengeschehen, die Kinder sollten über ein Gruppengefühl und damit über die Beziehung zum Anderen soziale Formen des Miteinander Umgehens lernen. Der feste Rahmen sollte den Kindern Einschätzbarkeit und Sicherheit geben. Das gemeinsame Tun in den Gruppen wurde allerdings von