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Partnergewalt und Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung

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zustande kommen könnten, wurden in der Forschung bislang erörtert: (1) Eine Vermittlung über weitere Belastungsfaktoren. Wenn Kinder, die Partnergewalt miterleben, auch selbst häufiger als andere Kinder misshandelt werden, könnte es etwa sein, dass Kindesmisshandlung und nicht Partnergewalt für beobachtbare Entwicklungsbeeinträchtigungen bei betroffenen Kindern verantwortlich ist. (2) Eine Vermittlung über geteilte genetische Merkmale. Aufgrund vorliegender Hinweise auf eine Beteiligung genetischer Faktoren bei der Entstehung von Aggression allgemein (z.B. Rutter 1997) und bei Partnergewalt (Hines & Saudino 2004) könnte es sein, dass manche genetischen Faktoren (z.B. eine genetisch beeinflusste erhöhte Irritierbarkeit) auf der Elternebene das Ausüben von Partnergewalt und auf der Kindebene die Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten begünstigen. (3) Eine Vermittlung über biologische Mechanismen. Beispielsweise könnte es sein, dass die mit dem Erleben von Partnergewalt verbundenen Belastungen bei betroffenen Kindern vorübergehend oder dauerhaft zu einem Entgleisen des Stresshormonsystems führen, wodurch mittelbar auch andere Bereiche der kindlichen Entwicklung beeinträchtigt werden könnten. (4) Eine Vermittlung durch eingeschränkte Erziehungsfähigkeiten von Elternteilen, die Partnergewalt ausüben. Da beispielsweise Väter, die Partnergewalt ausüben, möglicherweise auch darüber hinausgehende Einschränkungen in ihren Beziehungsfähigkeiten (z.B. im Einfühlungsvermögen) aufweisen, könnte es sein, dass diese Einschränkungen eine Ursache von Entwicklungsbeeinträchtigungen bei ihren Kindern sind. (5) Eine Vermittlung durch (zeitweise) eingeschränkte Erziehungsfähigkeiten von Elternteilen, die Opfer von Partnergewalt werden. Aufgrund der erheblichen Belastungswirkung von Partnergewalt ist es vorstellbar, dass etwa Mütter, die wiederholt Opfer von Partnergewalt werden, sich (zumindest zeitweise) nur noch eingeschränkt um die Versorgung und Erziehung ihrer Kinder kümmern können, wodurch dann Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung begünstigt werden könnten. (6) Eine Vermittlung durch die direkte innerpsychische Verarbeitung miterlebter Gewalt bei betroffenen Kindern. Partnergewalt könnte direkt über das Erleben für kindliche Entwicklungsbeeinträchtigungen verantwortlich sein, wobei unter Umstände bestimmte günstige oder ungünstige kindliche Bewältigungsformen (z.B. das Ausmaß an Schuldgefühlen) zu einer höheren oder geringeren Belastung beitragen könnten. In den nachfolgenden Absätzen wird der Wissensstand zu jedem dieser möglichen Vermittlungswege kurz erörtert und im Hinblick auf evenžŽ••Žȱ˜•Ž—ȱû›ȱ[Ž—•’Œ‘”Ž’ȱž—ȱŠŒ‘™›Š¡’œȱ’œ”ž’Ž›ǯ Andere Belastungen, die häufig mit Partnergewalt einhergehen, tragen sehr wahrscheinlich vielfach zu beobachtbaren Entwicklungsbeeinträchtigungen im Leben betroffener Kinder bei, sind insgesamt gesehen aber nur eine Teilerklärung, d.h. miterlebte Partnergewalt stellt auch dann einen bedeutsamen Belastungsfaktor dar, wenn keine anderen Entwicklungsrisiken beobachtbar sind. Zu den Belastungen, die bei Kindern, die Partnergewalt ausgesetzt sind, mit erhöhter Wahrscheinlichkeit beobachtet werden, zählen