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Ergebnisse neuerer deutscher Untersuchungen

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Planet C: Umgangsrecht Wenn ein gewalttätiger Vater im Trennungsprozess Umgang mit seinen Kindern beantragt, bewegt er sich zu Planet C. Nun geht es um kindschaftsrechtliche Entscheidungen über das Kindeswohl. Da er auf Planet B nicht angeklagt oder sanktioniert wurde, besteht hier kein konkreter Anlass oder Beweis, der dazu führt, dass seine väterlichen Kompetenzen wegen der Gewalt in Frage gestellt werden. Auch wenn auf Planet A oder B eine Kindeswohlgefährdung gesehen wurde, oder wenn auf Planet A eine polizeiliche Wegweisung oder eine zivilrechtliche Schutzanordnung verhängt bzw. ein Strafverfahren eingeleitet wurde, so wird dieses Geschehen als ausschließlich auf der „Paarebene“ relevant betrachtet. Der Schwerpunkt liegt auf diesem Planeten weniger auf Schutz vor Gewalt, sondern darauf, dass Kinder in der Regel zwei Eltern haben und Recht auf Kontakt zu beiden. Es besteht hier kein Zweifel, dass der Kontakt zum Vater für das Kindeswohl grundsätzlich positiv ist. Die Mutter befindet sich hier in einem spezifischen Dilemma: Sie hat möglicherweise auf Planet A versucht, seine Gewalt mit Hilfe staatlicher Intervention zu beenden, sie hat sich möglicherweise den Regeln von Planet B entsprechend vom gewalttätigen Partner getrennt, um die Kinder zu schützen, konnte womöglich erreichen, dass ihr das alleinige Sorgerecht zugesprochen wurde. Hier auf Planet C jedoch wird sie mit der gegensätzlichen Haltung konfrontiert, dass Familien Familien bleiben, auch nach Trennung und Scheidung. Sie wird daher aufgefordert, den Umgang des Vaters mit den Kindern zuzulassen, was sie nicht nur in Verwirrung stürzen, sondern auch erneute Ängste um die eigene Sicherheit und die der Kinder aktivieren kann. Konsequenz ist: Es entsteht eine konzeptionelle Spaltung zwischen „gewalttätigen Männern“ und „Vätern“, wobei Vaterschaft als grundsätzlich nicht gewalttätig konstruiert wird (siehe Eriksson in diesem Band). ǮŽŠ•’œ’ŒȱŠœœŽœœ–Ž—ȱ˜ȱ›’œ”ȱŠ—ȱ•ŽŠ‘Š•’¢ȱ˜›ȱŒ‘’•›Ž—ȱ’œȱŽ¡›Ž–Ž•¢ȱ’ĜŒž•ȱ ’‘’—ȱœžŒ‘ȱŠȱ context. The three planet model also shows that there is a conceptual gap between violent men on the one hand and fathers on the other. There are violent men but good enough Š‘Ž›œǰȱŠ—ȱ‘Žȱ ˜ȱŠ›Žȱ’ĜŒž•ȱ˜ȱmerge whether within policy or in practice.” (ebenda: 22)

Wie nun kann „interkultureller“ Austausch und Verständigung zwischen den Planeten gefördert werden? Ich schlage folgende Schritte vor: ȡ Die konzeptionellen Brüche und Widersprüche zwischen den Bereichen thematisieren und Strategien entwickeln, sie zu überbrücken, denn sie führen zu widersprüchlicher Praxis, die oft Schutz und Sicherheit nicht gewährleisten kann. ȡ Die Verunsicherung, die für Frauen und Kinder daraus resultiert, zum Thema machen und darauf hinarbeiten, dass auch in diesem Feld, eine „Interventionskette“ (WiBIG 2004 d) entsteht, die Schutz und Sicherheit gewährleisten kann.