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657df155ea
@ -2,26 +2,16 @@
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id: "introduction-epg-guidance"
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type: "guidance-box"
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title: "📋 EPG-Bewertung: Einleitung (max. 6 Punkte)"
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variant: "amber"
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footnote: "📋 Beurteilungskriterien und Punkteskala für die Einleitung"
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variant: "rose"
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footnote: "📚 EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7 – Beurteilungskriterien Einleitung ([Buch S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/7))"
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Die Einleitung wird anhand der folgenden Teilkriterien bewertet ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/6)):
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Die Einleitung wird anhand von vier Teilkriterien bewertet:
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- **Aufgabenstellung des PKNW EPG und vollständige Kapitelübersicht** (1.0 Punkt)
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- Worum geht es in dieser Facharbeit, und wie ist sie aufgebaut?
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| Kriterium | Punkte |
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|---|---|
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| Erste grobe Orientierung zum Praxiskontext und eigene Rolle im Begleitprozess dargestellt | 1.5 |
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| Fallauswahl ist begründet | 1.5 |
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| Handhabung des Persönlichkeits-/Datenschutzes (Anonymisierung) klar und konkret beschrieben | 1.0 |
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| Aufgabenstellung, Ziel der KPG, Kapitelübersicht | 2.0 |
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- **Ziel der vorliegenden kooperativen Prozessgestaltung** (1.0 Punkt)
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- Ziel = Nachweis deiner Kompetenz in kooperativer Prozessgestaltung, nicht das Fallziel.
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- **Erste grobe Orientierung zum eigenen Praxiskontext und eigene Rolle im Begleitprozess** (1.5 Punkte)
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- Wo findet der Begleitprozess statt, und welche Funktion hast du darin?
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- **Fallauswahl ist begründet** (1.5 Punkte)
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- Fachlich begründen, warum sich genau dieser Fall für die EPG eignet.
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- **Handhabung des Persönlichkeits-/Datenschutzes klar und konkret beschrieben** (1.0 Punkt)
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- Alle beschriebenen Personen und die Organisation anonymisieren und das Vorgehen explizit benennen.
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**Punkteskala** ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 9](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/8)): 1.5 = sehr gut/gut · 1 = genügend · 0.5 = ungenügend · 0 = fehlt.
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⚠️ **Bestehensrelevant:** Der Persönlichkeits-/Datenschutz muss korrekt deklariert und in der gesamten Arbeit konsequent umgesetzt sein – andernfalls erfolgt eine Auflage ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/4)). Ebenso muss die Eigenleistung klar erkennbar sein ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/4)).
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⚠️ **Bestehensrelevant:** Der Persönlichkeits-/Datenschutz muss korrekt deklariert und in der gesamten Arbeit konsequent umgesetzt sein – andernfalls erfolgt eine Auflage ([Buch S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/5)).
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@ -2,34 +2,24 @@
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id: "introduction-text"
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type: "markdown"
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title: "Einleitung"
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hint: "Schreibe eine kurze Einleitung mit: (1) Aufgabenstellung des PKNW EPG, (2) Ziel der kooperativen Prozessgestaltung – nicht das Fallziel! – (3) vollständige Kapitelübersicht, (4) erste grobe Orientierung zum Praxiskontext und deiner Rolle im Begleitprozess, (5) fachliche Begründung der Fallauswahl und (6) Hinweis auf Anonymisierung aller Personen und der Organisation. Tipp: Das Ziel der Arbeit beschreibt den Nachweis deiner Kompetenz in kooperativer Prozessgestaltung – nicht das Ziel des Falls. Die EPG ist eine schriftliche Facharbeit in Einzelarbeit, die Kompetenz in der Anwendung der KPG-Elemente nachweist (EPG Ausführungsbestimmungen, S. 1)."
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footnote: "📝 Einleitung rahmt die Arbeit — Aufgabe, Ziel, Vorgehen, Datenschutz"
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hint: "Schreibe eine kurze Einleitung mit: (1) Aufgabenstellung des PKNW EPG, (2) Ziel der kooperativen Prozessgestaltung – nicht das Fallziel! – (3) vollständige Kapitelübersicht, (4) erste grobe Orientierung zum Praxiskontext und deiner Rolle im Begleitprozess (1.5 Pkt.), (5) fachliche Begründung der Fallauswahl (1.5 Pkt.) und (6) Hinweis auf Anonymisierung aller Personen und der Organisation (1.0 Pkt.). Tipp: Das Ziel der Arbeit beschreibt den Nachweis deiner Kompetenz in kooperativer Prozessgestaltung – nicht das Ziel des Falls."
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footnote: "📚 Vgl. EPG Ausführungsbestimmungen, S. 2 (inhaltliche Vorgaben) und S. 7 (Beurteilungskriterien, max. 6 Pkt.) · Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 19 (Methodik praxisfeldübergreifend einsetzbar)"
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***Aufgabenstellung***
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***Aufgabenstellung und Übersicht***
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Im Rahmen meines Studiums Sozialpädagogik HF Flex an der Agogis verfasse ich diese Facharbeit als promotionswirksamen Kompetenznachweis „Exemplarische Prozessgestaltung (EPG)". Meine Aufgabe ist es, die ersten fünf Prozessschritte der Kooperativen Prozessgestaltung (KPG) anhand einer Praxissituation aus meinem Betrieb durchzuführen und zu dokumentieren. Grundlage bildet das Lehrbuch *Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit* von Hochuli Freund und Stotz (2021).
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***Übersicht über die einzelnen Kapitel***
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Nach der Einleitung (Kap. 1) folgt der organisationale Kontext (Kap. 2) sowie eine kurze Einführung in das Konzept der KPG (Kap. 3). Im Hauptteil werden die Prozessschritte Situationserfassung (3.1), Analyse (3.2), Diagnose (3.3), Zielsetzung (3.4) und Interventionsplanung (3.5) erarbeitet. Die Arbeit schliesst mit der fachlichen Reflexion (Kap. 4) ab.
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***Ziel der kooperativen Prozessgestaltung***
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Mit dieser Facharbeit weise ich meine Kompetenz in der kooperativen Prozessgestaltung nach. Ich nutze sie, um bei Leny nochmals frisch hinzuschauen und die Situation zu strukturieren. Ich erhoffe mir handlungsleitende Erkenntnisse, die ich konkret für die Förderplanung und die weitere Begleitung umsetzen kann.
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***Praxiskontext und eigene Rolle***
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In meinem Praxisbetrieb, einem stationären Sonderschulheim, arbeite ich als Sozialpädagogin in Ausbildung auf der Wohngruppe. Die Kinder leben im Wocheninternat und werden interdisziplinär begleitet. Als Bezugsperson von Leny führe ich verschiedene Gespräche, leite die sozialpädagogische Förderplanung, bereite Kinderbesprechungen und Standortgespräche vor, verfasse Berichte und koordiniere mit internen und externen Fachpersonen.
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***Begründung der Fallauswahl***
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Die wiederkehrenden Themen bei Leny zeigen sich in vielen alltäglichen Situationen und betreffen mehrere Lebensbereiche. Lenys Verhalten wird im Team unterschiedlich eingeschätzt. Leny arbeitet gerne mit mir, was die kooperative Gestaltung begünstigt.
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***Persönlichkeits- und Datenschutz***
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***Anonymisierung***
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Alle personenbezogenen Daten sind anonymisiert. Leny ist ein frei erfundenes Pseudonym. Weitere beteiligte Personen werden über ihre Funktion bezeichnet. Die Organisation nenne ich Praxisbetrieb. Die sprachliche Gestaltung erfolgt gemäss APA (7. Aufl.) geschlechtersensibel: Ist das Geschlecht bekannt, wird die entsprechende Bezeichnung verwendet, ansonsten eine geschlechtsneutrale Form.
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@ -1,12 +1,13 @@
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// Privacy confirmation checkbox
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{
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"id": "introduction-privacy-confirmed",
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"type": "checkbox",
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"title": "Datenschutz bestätigt",
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"label": "Ich bestätige, dass alle Personen und Organisationen anonymisiert dargestellt sind.",
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"value": true,
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"footnote": "⚠️ Bestehensrelevant: Ist der Persönlichkeits-/Datenschutz nicht korrekt deklariert und umgesetzt, erfolgt eine Auflage ([Buch S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/5)). Vgl. auch AGB Kap. ‹Berufliche Schweigepflicht› und Richtlinien für schriftliche Facharbeiten Kap. 2 ([Buch S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/5)).",
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"value": false,
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"footnote": "⚠️ Bestehensrelevant: Ist der Persönlichkeits-/Datenschutz nicht korrekt deklariert und umgesetzt, erfolgt eine Auflage (EPG Ausführungsbestimmungen, S. 5).",
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"config": {
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"colorWhenChecked": "green",
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"colorWhenUnchecked": "orange"
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}
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}
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}
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@ -3,20 +3,13 @@ id: "introduction-quality-check"
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type: "guidance-box"
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title: "🔍 Qualitätsprüfung: Einleitung"
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variant: "slate"
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footnote: "🔎 Prüfe anhand der EPG-Beurteilungskriterien und inhaltlichen Vorgaben"
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Prüfe vor dem Abschluss dieses Kapitels:
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**Inhaltliche Vollständigkeit** ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 2](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/1)):
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- [ ] **Aufgabenstellung** des PKNW EPG ist klar benannt — was ist der Kompetenznachweis? ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 1](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/0))
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- [ ] **Ziel der Arbeit** formuliert — Nachweis der KPG-Kompetenz, nicht das Fallziel! Vgl. «kooperativen Begleitprozess initiieren und dokumentieren» ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 1](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/0))
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||||
- [ ] **Aufgabenstellung** des PKNW EPG ist klar benannt
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- [ ] **Ziel der Arbeit** formuliert (Nachweis der KPG-Kompetenz – kein Fallziel!)
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- [ ] **Kapitelübersicht** ist vollständig und stimmt mit der tatsächlichen Gliederung überein
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- [ ] **Praxiskontext** und **eigene Rolle** im sozialpädagogischen/kindheitspädagogischen Begleitprozess sind erkennbar
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- [ ] **Fallauswahl** ist fachlich begründet – nicht nur «der Fall lag nahe». Tipp: KPG ist praxisfeldübergreifend einsetzbar ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 19](/book/arbeit/19)) – begründe, warum sich deine Situation dafür eignet.
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- [ ] **Datenschutz/Anonymisierung** ist klar und konkret beschrieben – alle Namen, Orte, Organisationen sind anonymisiert
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**Formale Prüfung:**
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- [ ] Die Einleitung gibt eine **erste Orientierung**, ohne zu viel vorwegzunehmen
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- [ ] **Keine Falldetails** – diese gehören in die Situationserfassung (Kap. 4)
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- [ ] **Datenschutz-Checkbox** ist angehakt
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- [ ] Eigenleistung ist erkennbar – Quellen und Hilfsmittel transparent ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/4))
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||||
- [ ] **Praxiskontext** und **eigene Rolle** im Begleitprozess sind erkennbar (1.5 Pkt.)
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||||
- [ ] **Fallauswahl** ist fachlich begründet – nicht nur «der Fall lag nahe» (1.5 Pkt.)
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||||
- [ ] **Datenschutz/Anonymisierung** ist klar und konkret beschrieben (1.0 Pkt.) – alle Namen, Orte, Organisationen anonymisiert
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- [ ] Gesamteindruck: Die Einleitung gibt eine erste Orientierung, ohne zu viel vorwegzunehmen
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38
010-introduction/guidance.md
Normal file
38
010-introduction/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,38 @@
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Die Einleitung rahmt die gesamte Arbeit und wird mit **max. 6 Punkten** bewertet ([Buch S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/7)).
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### Inhaltliche Erwartungen
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Gemäss EPG Ausführungsbestimmungen ([Buch S. 2](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/2)) umfasst die Einleitung:
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- **Aufgabenstellung** des PKNW EPG
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- **Kurze und vollständige Übersicht** über die einzelnen Kapitel der Facharbeit
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- **Ziel** der vorliegenden kooperativen Prozessgestaltung – nicht das Fallziel!
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||||
- **Erste grobe Orientierung** zum eigenen Praxiskontext
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||||
- **Eigene Rolle** im sozialpädagogischen/kindheitspädagogischen Begleitprozess
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||||
- **Begründung der Fallauswahl**
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||||
- **Hinweis auf Persönlichkeits-/Datenschutz** (Anonymisierung aller beschriebenen Personen und Organisation)
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### Bewertungskriterien ([Buch S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/7))
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| Kriterium | Punkte |
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|---|---|
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| Erste grobe Orientierung zum Praxiskontext und eigene Rolle dargestellt | 1.5 |
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||||
| Fallauswahl ist begründet | 1.5 |
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||||
| Handhabung des Persönlichkeits-/Datenschutzes klar und konkret beschrieben | 1.0 |
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| Aufgabenstellung, Ziel der KPG, Kapitelübersicht | 2.0 |
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| **Total** | **6.0** |
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### Tipps
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- Halte die Einleitung **kurz und prägnant** – sie soll eine Orientierung geben, kein ausführliches Kapitel sein.
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- Das **Ziel der Arbeit** ist nicht das Fallziel, sondern das Ziel der KPG als Facharbeit (z. B. «Die vorliegende Arbeit dokumentiert exemplarisch einen kooperativen Begleitprozess…»). Vgl. EPG-Kompetenzbeschreibung ([Buch S. 1](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/1)).
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||||
- Begründe die Fallauswahl **fachlich**: Warum eignet sich diese Situation für eine KPG? Die Methodik ist praxisfeldübergreifend einsetzbar ([Buch S. 18](/book/arbeit/18)).
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||||
- Der **Datenschutz** ist bestehensrelevant: Ist er nicht korrekt deklariert und umgesetzt, erfolgt eine Auflage ([Buch S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/5)).
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### Checkliste
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- [ ] Aufgabenstellung PKNW EPG beschrieben
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- [ ] Ziel der Arbeit formuliert (kein Fallziel)
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- [ ] Kapitelübersicht vollständig
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- [ ] Praxiskontext und eigene Rolle dargestellt
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||||
- [ ] Fallauswahl fachlich begründet
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- [ ] Datenschutz/Anonymisierung explizit beschrieben
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@ -3,12 +3,12 @@
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"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
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"stepId": "010-introduction",
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"title": "1. Einleitung",
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||||
"subTitle": "Aufgabenstellung, Ziel der KPG-Facharbeit, Kapitelübersicht, Praxiskontext und Rolle, Fallauswahl, Datenschutz.",
|
||||
"subTitle": "Aufgabenstellung, Ziel der Arbeit, Aufbau/Überblick, Rollenklärung, Datenschutz.",
|
||||
"accentColor": "#666666",
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||||
"status": "pending",
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"progress": 0,
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"labels": [
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"Einleitung"
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],
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||||
"overview": "Dieses Kapitel rahmt die gesamte Arbeit (max. 6 Punkte). Stelle den Auftrag des PKNW EPG vor, definiere das Ziel der KPG (nicht das Fallziel!), gib eine vollständige Kapitelübersicht, skizziere deinen Praxiskontext und deine Rolle, begründe die Fallauswahl fachlich und beschreibe die Anonymisierung. Der Datenschutz ist bestehensrelevant."
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||||
"overview": "Dieses Kapitel bildet den Rahmen für deine Arbeit. Stell den Auftrag vor, definiere dein Ziel und stell sicher, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind."
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}
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@ -2,19 +2,19 @@
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id: "context-epg-guidance"
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type: "guidance-box"
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title: "📋 EPG-Bewertung: Organisationaler Kontext (max. 3 Punkte)"
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variant: "amber"
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footnote: "📋 Nachvollziehbare, prägnante Darstellung des organisationalen Kontextes"
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variant: "rose"
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footnote: "📚 EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7 – «Nachvollziehbare und prägnante Darstellung des organisationalen Kontextes» ([Buch S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/7))"
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||||
Dieses Kapitel wird als Ganzes bewertet – es gibt keine Teilkriterien ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/6)):
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Dieses Kapitel wird als Ganzes bewertet – es gibt keine Teilkriterien:
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- **Relevante konkrete Punkte des organisationalen Kontextes sind dargestellt** (3.0 Punkte)
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| Kriterium | Punkte |
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|---|---|
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| Relevante konkrete Punkte des organisationalen Kontextes sind dargestellt | 3.0 |
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**Punkteskala** (Doppelbewertung, [EPG Ausführungsbestimmungen, S. 9](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/8)):
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**Punkteskala** ([Buch S. 9](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/9)):
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- **3** = sehr gut / gut – Anforderungen ganz bis mehrheitlich erfüllt
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- **2** = genügend / befriedigend / ausreichend
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- **1** = ungenügend / unbefriedigend
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- **0** = unwesentlich bearbeitet, nicht korrekt oder fehlt
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💡 **Tipp:** «Nachvollziehbar und prägnant» heisst: nur das Relevante, aber das vollständig. Max. ½ Seite ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 2](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/1)). Frage dich: Was muss eine externe Fachperson über die Organisation wissen, um den institutionellen Rahmen des Falles zu verstehen?
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**Was "relevant" bedeutet:** Beschreibe nicht die ganze Organisation, sondern fokussiere auf die Aspekte, die für das Fallverständnis nötig sind (z. B. Angebot, Zielgruppe, institutioneller Auftrag, zentrale Rahmenbedingungen). Die **eigene Rolle** gehört gemäss EPG-Vorgaben in die **Einleitung**, nicht als eigener Schwerpunkt hierher.
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||||
💡 **Tipp:** «Nachvollziehbar und prägnant» heisst: nur das Relevante, aber das vollständig. Max. ½ Seite.
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@ -2,24 +2,16 @@
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id: "context-text"
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type: "markdown"
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title: "Organisationaler Kontext"
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hint: "Beschreibe nachvollziehbar und prägnant die Organisation als institutionellen Rahmen des Falles: (1) Organisation/Institution und Angebot, (2) Zielgruppe, (3) relevanter institutioneller Auftrag und (4) zentrale Rahmenbedingungen. Fokussiere auf das, was für das Fallverständnis notwendig ist – keine Institutionsbroschüre. Umfang: max. ½ Seite. Dieses Kriterium wird als Gesamteindruck bewertet (3 = sehr gut, 2 = genügend, 1 = ungenügend). Tipp: Könnte eine externe Fachperson allein aus diesem Abschnitt den organisationalen Rahmen des Falles verstehen?"
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footnote: "🏢 Organisationaler Kontext = Organisation knapp und fallrelevant darstellen"
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hint: "Beschreibe nachvollziehbar und prägnant: (1) Organisation/Institution und Angebot, (2) Zielgruppe, (3) Auftragssystem und Zuständigkeiten, (4) Rahmenbedingungen (Spielräume/Grenzen) und (5) deine eigene Rolle/Funktion. Fokussiere auf das, was für den Fall relevant ist – keine Institutionsbroschüre. Umfang: max. ½ Seite. Dieses Kriterium wird als Gesamteindruck bewertet (3 = sehr gut, 2 = genügend, 1 = ungenügend)."
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footnote: "📚 EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7: «Relevante konkrete Punkte des organisationalen Kontextes sind dargestellt» (max. 3 Punkte)"
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***Organisation und Zielgruppe***
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Der Praxisbetrieb ist ein stationäres Sonderschulheim und richtet sich an Primarschulkinder mit erheblichen psychosozialen Beeinträchtigungen. Das Angebot umfasst stationäre sozialpädagogische Betreuung, interne Sonderschulung, kinderpsychiatrische Behandlung sowie die Einbindung des Herkunftssystems. Es werden maximal neun Kinder betreut. Die Aufnahme erfolgt über zuweisende Behörden oder Fachstellen nach fachlicher Abklärung. Die Aufenthaltsdauer beträgt in der Regel ein bis zwei Jahre.
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***Infrastruktur und Standort***
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Der Betrieb befindet sich in einem Wohnhaus mit Nebenräumen und Aussenfläche, eingebettet in ein Wohnquartier am Waldrand. Zur Infrastruktur gehören Wohnbereich, Schulräume, Therapieräume, Atelier und Büros. Die städtische Infrastruktur ist gut erreichbar.
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***Auftrag***
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***Team***
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Das interdisziplinäre Team besteht aus den Fachbereichen Wohnen (Sozialpädagogik), Schule (Lehrpersonen, Klassenassistenz, Heilpädagogin, Werklehrerin), Therapie (Psychiater, zwei Psychologinnen), Hauswirtschaft (Köchin, Reinigungsfachfrau) und Betriebsleitung.
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***Eigene Rolle / Funktion***
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***Ansatz und Auftrag***
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Die pädagogische Arbeit orientiert sich am lösungsorientierten *(evtl. und systemischen)* Ansatz. Ziel ist es, die Ressourcen der Kinder zu erkennen, zu stärken und eine altersgemässe Entwicklung zu unterstützen. Der Auftrag des sozialpädagogischen Teams besteht im Erlernen und Festigen alltagspraktischer Basiskompetenzen. Regelmässige Teamsitzungen, interdisziplinäre Besprechungen, Supervisionen und Weiterbildungen sichern die fachliche Qualität.
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@ -3,18 +3,13 @@ id: "context-quality-check"
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type: "guidance-box"
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||||
title: "🔍 Qualitätsprüfung: Organisationaler Kontext"
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variant: "slate"
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footnote: "🔎 Nachvollziehbar und prägnant — nur fallrelevante Kontextinfos"
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Prüfe vor dem Abschluss dieses Kapitels:
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**Inhaltliche Vollständigkeit:**
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- [ ] **Organisation/Institution** und deren Angebot sind benannt
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- [ ] **Zielgruppe** ist klar beschrieben
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- [ ] **Auftragssystem** und Zuständigkeiten sind nachvollziehbar dargestellt – wer erteilt Aufträge? Welche Mandate bestehen?
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- [ ] **Rahmenbedingungen** (Spielräume und Grenzen) sind skizziert – was kannst du beeinflussen, was nicht?
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**Formale Prüfung:**
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- [ ] **Umfang:** Max. ½ Seite – nur das, was für das Fallverständnis relevant ist ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 2](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/1))
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- [ ] **Auftragssystem** und Zuständigkeiten sind nachvollziehbar dargestellt
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||||
- [ ] **Rahmenbedingungen** (Spielräume und Grenzen) sind skizziert
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- [ ] **Eigene Rolle/Funktion** im Kontext ist erkennbar
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- [ ] **Umfang:** Max. ½ Seite – nur das, was für das Fallverständnis relevant ist
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- [ ] **Nachvollziehbar und prägnant?** Könnte eine externe Fachperson den Kontext verstehen?
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- [ ] **Keine Redundanz** mit Einleitung – die eigene Rolle wird in der Einleitung dargestellt
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||||
- [ ] **Anonymisierung** konsequent eingehalten – Organisationsname, Standort etc. anonymisiert
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||||
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||||
32
020-organizationalContext/guidance.md
Normal file
32
020-organizationalContext/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,32 @@
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||||
Der organisationale Kontext verortet die Arbeit im institutionellen Rahmen und wird mit **max. 3 Punkten** bewertet ([Buch S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/7)).
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### Inhaltliche Erwartungen
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Beschreibe **nachvollziehbar und prägnant** die relevanten konkreten Punkte des organisationalen Kontextes. Dazu gehören:
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- Organisation/Institution und Angebot
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- Zielgruppe
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- Auftragssystem und Zuständigkeiten
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- Rahmenbedingungen (Spielräume und Grenzen)
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- Eigene Rolle/Funktion
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||||
### Bewertungskriterium ([Buch S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/7))
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| Kriterium | Punkte |
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|---|---|
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| Relevante konkrete Punkte des organisationalen Kontextes sind dargestellt | 3.0 |
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💡 Dieses Kriterium wird als Ganzes bewertet (keine Teilkriterien). Punkteskala ([Buch S. 9](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/9)): **3** = sehr gut/gut, **2** = genügend, **1** = ungenügend, **0** = fehlt.
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||||
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### Tipps
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- Halte dich kurz: **max. eine halbe Seite** – nur das, was für den Fall relevant ist.
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||||
- «Nachvollziehbar und prägnant» heisst: das Wesentliche vollständig, aber keine Institutionsbroschüre.
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||||
- Frage dich: Was muss die Leserin wissen, um den Fall im Kontext zu verstehen?
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### Checkliste
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||||
- [ ] Organisation/Angebot beschrieben
|
||||
- [ ] Zielgruppe benannt
|
||||
- [ ] Auftragssystem und Zuständigkeiten dargestellt
|
||||
- [ ] Rahmenbedingungen (Spielräume/Grenzen) skizziert
|
||||
- [ ] Eigene Rolle/Funktion im Kontext
|
||||
@ -3,12 +3,12 @@
|
||||
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
|
||||
"stepId": "020-organizationalContext",
|
||||
"title": "2. Organisationaler Kontext",
|
||||
"subTitle": "Organisation, Zielgruppe, Auftragssystem, Rahmenbedingungen, eigene Rolle/Funktion.",
|
||||
"subTitle": "Kontext der Organisation, Auftragssystem, Rahmenbedingungen, Rolle.",
|
||||
"accentColor": "#666666",
|
||||
"status": "pending",
|
||||
"progress": 0,
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"labels": [
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"Kontext"
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],
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"overview": "Verorte deine Arbeit im institutionellen Rahmen (max. 3 Punkte, Gesamtbewertung). Beschreibe nachvollziehbar und prägnant die Organisation, Zielgruppe, Auftragssystem, Rahmenbedingungen und deine Rolle. Max. ½ Seite – nur das, was für das Fallverständnis relevant ist."
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||||
"overview": "Dieses Kapitel dient der Verortung der Arbeit im institutionellen Rahmen. Gib eine knappe Beschreibung der Organisation, in der der Fall angesiedelt ist. EPG-Bewertung: max. 3 Punkte für relevanten und konkreten organisationalen Kontext. Ziellänge: maximal eine halbe Seite."
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||||
}
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||||
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||||
18
030-kpgExplained/01-kpg-quick-reference.md
Normal file
18
030-kpgExplained/01-kpg-quick-reference.md
Normal file
@ -0,0 +1,18 @@
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||||
---
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||||
id: "kpg-quick-reference"
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type: "guidance-box"
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title: "KPG Kurzübersicht"
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variant: "sky"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 136–158 (Kap. 7: Konzept KPG) · ([Buch S. 153](/book/arbeit/153))"
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---
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**Definition:** KPG ist ein generalistisches, professionstheoretisch fundiertes, methodenintegratives, auf Kooperation ausgerichtetes Konzept zur Gestaltung professionellen Handelns ([Buch S. 153](/book/arbeit/153)).
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||||
**Zwei Phasen:**
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||||
- Analytisch-diagnostische Phase: Situationserfassung → Analyse → Diagnose
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||||
- Handlungsphase: Zielsetzung → Interventionsplanung → Durchführung → Evaluation
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||||
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||||
**Kernprinzipien:**
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- **Kooperation:** Arbeitsbeziehung mit Klient\*innen, Einbezug mehrerer Perspektiven, inter-/intraprofessionelle Zusammenarbeit ([Buch S. 145](/book/arbeit/145))
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||||
- **Transparenz:** Klient\*innen verstehen und partizipieren an Entscheidungen
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||||
- **Zirkuläres Modell:** Iterativer Prozess – der Rückbezug auf das Prozessmodell erlaubt, das Handeln jederzeit neu zu strukturieren ([Buch S. 147](/book/arbeit/147))
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||||
- **Methodenintegration:** Methoden werden fallbezogen und qualitätsgeprüft beigezogen ([Buch S. 156](/book/arbeit/156))
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||||
8
030-kpgExplained/02-kpg-text.md
Normal file
8
030-kpgExplained/02-kpg-text.md
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
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id: "kpg-text"
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type: "markdown"
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title: "Einführung KPG"
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hint: "Beschreibe die KPG in eigenen Worten als Orientierungsmodell für professionelles Handeln. Zentrale Punkte: (1) KPG als generalistisches, methodenintegratives Konzept (Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 154), (2) die zwei Hauptphasen (analytisch-diagnostisch und Handlung) mit 7 Prozessschritten, (3) das Modell als «idealtypische Denkstruktur» – nicht als starres Schema (S. 147), (4) Zirkularität: Rückbezug und Neustrukturierung bei neuen Erkenntnissen (S. 148), (5) Kooperation mit Klient*innen und Fachpersonen als Kernprinzip (S. 146). Schreibe in eigenen Worten – zeige dein Verständnis, nicht nur Buchwissen."
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||||
footnote: "📚 Hochuli Freund/Stotz 2021, Kap. 7 (S. 136–158) · Praxisbuch: Anforderungen professionelles Handeln (S. 18ff.) und Ausdifferenzierung analytische Phase (S. 44)"
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||||
15
030-kpgExplained/03-kpg-epg-guidance.md
Normal file
15
030-kpgExplained/03-kpg-epg-guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,15 @@
|
||||
---
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||||
id: "kpg-epg-guidance"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "📋 Hinweis zur EPG-Bewertung"
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variant: "amber"
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footnote: "📚 Praxisbuch: Anforderungen professionelles Handeln (S. 18ff.) · Hochuli Freund/Stotz 2021, Kap. 7 (S. 136–158)"
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---
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||||
Dieses Kapitel hat **keine eigene Punktkategorie** in den EPG-Beurteilungskriterien. Es gehört inhaltlich zur Einleitung («Ziel der vorliegenden kooperativen Prozessgestaltung») und bildet die methodische Grundlage für alle folgenden Prozessschritte.
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||||
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||||
**Warum es trotzdem wichtig ist:**
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||||
- Ein klares Verständnis der KPG als «idealtypische Denkstruktur» ([Buch S. 146](/book/arbeit/146)) zeigt sich in der Qualität aller Folgekapitel
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||||
- Die Notwendigkeit eines methodisch strukturierten Vorgehens wird im Lehrbuch ausführlich begründet ([Buch S. 139](/book/arbeit/139))
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||||
- Im Praxisbuch wird die Ausdifferenzierung der analytischen Phase als grosser Vorteil der KPG hervorgehoben ([Buch S. 43](/book/praxis/43))
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||||
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||||
💡 **Tipp:** Schreibe ca. ½ Seite in eigenen Worten. Zeige, dass du das Konzept verstanden hast – nicht nur, dass du es wiedergeben kannst.
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15
030-kpgExplained/04-kpg-quality-check.md
Normal file
15
030-kpgExplained/04-kpg-quality-check.md
Normal file
@ -0,0 +1,15 @@
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||||
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||||
id: "kpg-quality-check"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "🔍 Qualitätsprüfung: Konzept KPG"
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variant: "slate"
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Prüfe vor dem Abschluss dieses Kapitels:
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- [ ] **KPG als Konzept** ist in eigenen Worten erklärt (nicht nur abgeschrieben)
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- [ ] **Zwei Phasen** (analytisch-diagnostisch und Handlung) und die **7 Prozessschritte** sind benannt
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||||
- [ ] **Zirkuläres/iteratives Verständnis** ist dargestellt – das Modell ist eine Denkstruktur, kein starres Schema ([Buch S. 146](/book/arbeit/146))
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||||
- [ ] **Kooperation** (mit Klient\*innen und Fachpersonen) als Kernprinzip ist thematisiert ([Buch S. 145](/book/arbeit/145))
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||||
- [ ] **Methodenintegration** ist erwähnt – Methoden werden fallbezogen und qualitätsgeprüft beigezogen ([Buch S. 156](/book/arbeit/156))
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||||
- [ ] **Bezug zum eigenen Fall:** Kurzer Hinweis, wie du das Modell in deinem Fall anwenden wirst
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||||
- [ ] Gesamteindruck: Zeigt sich echtes Verständnis oder nur Wiedergabe?
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||||
28
030-kpgExplained/guidance.md
Normal file
28
030-kpgExplained/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,28 @@
|
||||
Dieses Kapitel stellt das Konzept der Kooperativen Prozessgestaltung (KPG) als **Orientierungsmodell** für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit dar. Es ist ein Dachkapitel, das die methodische Grundlage für alle folgenden Prozessschritte legt.
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### Inhaltliche Erwartungen
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||||
Erkläre die KPG **in eigenen Worten**. Zeige, dass du das Konzept verstanden hast und es auf deinen Fall anwenden kannst. Zentrale Aspekte:
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||||
- **Definition:** KPG ist ein generalistisches, professionstheoretisch fundiertes, methodenintegratives, auf Kooperation ausgerichtetes Konzept ([Buch S. 153](/book/arbeit/153))
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||||
- **Zwei Hauptphasen:** Analytisch-diagnostische Phase (Situationserfassung → Analyse → Diagnose) und Handlungsphase (Zielsetzung → Interventionsplanung → Durchführung → Evaluation)
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||||
- **Idealtypisches Modell als Denkstruktur:** Das Prozessmodell dient als Orientierung – in der Praxis verlaufen Prozesse nicht linear, sondern zirkulär und iterativ ([Buch S. 146](/book/arbeit/146))
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||||
- **Zirkularität:** Der Rückbezug auf das Prozessmodell erlaubt, aus neu gewonnenen Erkenntnissen das Handeln neu zu strukturieren ([Buch S. 147](/book/arbeit/147))
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||||
- **Kooperation:** Zusammenarbeit mit Klient\*innen (Koproduktion), inter- und intraprofessionelle Kooperation als zentrale Elemente ([Buch S. 145](/book/arbeit/145))
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||||
- **Methodenintegration:** Methoden werden fallbezogen beigezogen und müssen Qualitätsanforderungen professionellen Handelns genügen ([Buch S. 156](/book/arbeit/156))
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### Bezug zum Praxisbuch
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Im Praxisbuch wird gezeigt, wie verschiedene Professionalitätsentwürfe miteinander verglichen werden und welche Anforderungen an professionelles Handeln daraus abgeleitet werden ([Buch S. 17](/book/praxis/17)). Die bei KPG vorgenommene Aufteilung in Prozessschritte schafft begriffliche Klarheit und stellt für jeden Schritt Qualitätsmerkmale auf ([Buch S. 43](/book/praxis/43)).
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### Hinweis zur EPG-Bewertung
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||||
Dieses Kapitel hat keine eigene Punktkategorie in den EPG-Beurteilungskriterien. Es gehört inhaltlich zur Einleitung (Ziel der KPG) und bildet die Grundlage für das Verständnis aller folgenden Prozessschritte. Ein gutes Verständnis der KPG wirkt sich positiv auf die gesamte Arbeit aus.
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### Checkliste
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- [ ] KPG als Konzept in eigenen Worten erklärt
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- [ ] Zwei Phasen und Prozessschritte benannt
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- [ ] Zirkuläres/iteratives Verständnis dargestellt
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- [ ] Kooperation und Koproduktion thematisiert
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||||
- [ ] Bezug zum eigenen Fall hergestellt
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||||
@ -3,12 +3,12 @@
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||||
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
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"stepId": "030-kpgExplained",
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||||
"title": "3. Konzept der Kooperativen Prozessgestaltung",
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||||
"subTitle": "KPG als generalistisches, methodenintegratives Orientierungsmodell: Phasen, Prozessschritte, Kooperation, Zirkularität.",
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||||
"subTitle": "Dachkapitel: Erklärung der KPG als Orientierungsmodell, Prozessmodell.",
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||||
"accentColor": "#666666",
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"status": "pending",
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||||
"progress": 0,
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"labels": [
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||||
"Wie arbeite ich?"
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||||
],
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||||
"overview": "Dachkapitel: Erkläre die KPG in eigenen Worten als Orientierungsmodell für professionelles Handeln. Zentrale Aspekte: Zwei Phasen mit 7 Prozessschritten, zirkuläres Verständnis (Denkstruktur, kein starres Schema), Kooperation/Koproduktion, Methodenintegration. Keine eigene Punktkategorie, aber Grundlage für alle Folgekapitel."
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||||
"overview": "Kurze Darstellung der KPG als Orientierungsmodell (zwei Phasen, Prozessschritte, zirkuläres Verständnis, Kooperation/Koproduktion)."
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||||
}
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||||
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@ -2,17 +2,17 @@
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||||
id: "situation-epg-guidance"
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type: "guidance-box"
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||||
title: "EPG Qualitätskriterien"
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variant: "amber"
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footnote: "📋 Beurteilungskriterien Situationserfassung gemäss EPG"
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variant: "sky"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 160–182 (Kap. 8 Situationserfassung)"
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||||
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||||
**Erfassungsmethoden:** Nutze geeignete Methoden zur Situationserfassung – z. B. Erkundungsgespräche, Beobachtung (frei oder strukturiert) und Aktenstudium. Methodische Hilfsmittel wie Realitätsausschnitt, Strukturierungsraster und Leitfäden findest du im ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 165](/book/arbeit/165)). Formen von Erkundungsgesprächen sind beschrieben im ([S. 169](/book/arbeit/169)).
|
||||
**Erfassungsmethoden:** Nutze geeignete Methoden zur Situationserfassung – z. B. Erkundungsgespräche, Beobachtung (frei oder strukturiert) und Aktenstudium. Methodische Hilfsmittel wie Realitätsausschnitt, Strukturierungsraster und Leitfäden findest du im ([Buch S. 164](/book/arbeit/164)). Formen von Erkundungsgesprächen sind beschrieben im ([Buch S. 169](/book/arbeit/169)).
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||||
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||||
**EPG-Bewertung (max. 10 Punkte):**
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||||
- Auftragsklärung (Organisations- und klient*innenbezogener Auftrag) nachvollziehbar und differenziert (1.5 Punkte)
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- Relevante Aspekte der Vorgeschichte nachvollziehbar und prägnant festgehalten (1.5 Punkte)
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||||
- Person differenziert beschreibend und ressourcenorientiert dargestellt (1.5 Punkte)
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||||
- Gegenwärtige Situation differenziert und nachvollziehbar festgehalten (1.5 Punkte)
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||||
- Vorläufige Themen deutlich benannt und erläutert (1.5 Punkte)
|
||||
- Vorläufige Themen deutlich benannt und erlutert (1.5 Punkte)
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||||
- Erfassungsmethode(n) benannt; Herkunft der Informationen ersichtlich; kooperativ und mehrperspektivisch erfasst (1.5 Punkte)
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||||
- Fallsituation insgesamt nachvollziehbar dargestellt (1 Punkt)
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||||
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||||
@ -1,16 +1,7 @@
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id: "situation-kpg-principle"
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type: "guidance-box"
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title: "KPG-Prinzip: Situationserfassung"
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variant: "sky"
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||||
footnote: "📚 Aufgaben, Vorgehen und Ressourcenorientierung der Situationserfassung"
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||||
title: "KPG-Prinzip"
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variant: "amber"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 162 (Aufgaben und Vorgehen)"
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**Leitmotiv:** «So viel wie möglich sehen – so wenig wie möglich verstehen» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 163](/book/arbeit/163)). Informationen werden mit einer Haltung der Offenheit und Unvoreingenommenheit erfasst.
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||||
|
||||
**Aufgabe:** Die wichtigsten Informationen zum Fall und seinem Kontext zusammentragen, um sich ein erstes Bild der Fallsituation zu machen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 162](/book/arbeit/162)). Die Situationserfassung ist zugleich eine kontinuierliche Aufgabe — sie wird im Verlauf des Unterstützungsprozesses immer wieder aktualisiert.
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||||
|
||||
**Ressourcenorientierung:** Der professionelle Blick richtet sich gezielt auf das Positive und Vorhandene — mindestens 60 % der Personenbeschreibung sollen ressourcenorientiert sein ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 164](/book/arbeit/164)).
|
||||
|
||||
**Kooperation:** Die Zusammenarbeit mit dem Klient*innensystem ist unabdingbar. Gemeinsames Suchen nach Informationen ist zugleich eine erste Intervention ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 164](/book/arbeit/164)).
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||||
|
||||
**Trennschärfe:** Unterscheide konsequent zwischen Information und Bewertung, zwischen objektiven Daten und subjektiven Geschichten, zwischen personenbezogenen Informationen und solchen zur Lebenssituation ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 163](/book/arbeit/163)).
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||||
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@ -3,10 +3,10 @@ id: "situation-methods-guidance"
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type: "guidance-box"
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title: "Erfassungsmethoden"
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variant: "sky"
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footnote: "🛠️ Methodische Hilfsmittel für die Situationserfassung"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 165–182"
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Drei klassische Methoden zur Situationserfassung – kombiniere sie für ein multiperspektivisches Bild:
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1. **Erkundungsgespräche** – Formelle und informelle Gespräche mit Klient*in, Angehörigen und Fachpersonen. Nutze offene Impulsfragen und aufmerksames Zuhören. Das narrative Interview bietet einen direkten Zugang zur subjektiven Erlebenswelt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 169–171](/book/arbeit/169)).
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||||
2. **Beobachtung** – Freie oder strukturierte Fremdbeobachtung im Alltag ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 174](/book/arbeit/174)). Entwickle fallspezifische Beobachtungsbogen: Vorinformationen, Themen, Hypothesen vergegenwärtigen, dann Thema, Fragestellung und Ziel festlegen ([S. 177](/book/arbeit/177)).
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||||
3. **Aktenstudium** – Reflektierte, fokussierte Erfassung aus Berichten, Gutachten, Hilfeplänen. Beachte: Akten sind Konstruktionen — bleibe offen und bilde keine Vorurteile ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 181](/book/arbeit/181)).
|
||||
1. **Erkundungsgespräche** – formelle und informelle Gespräche mit Klient*in, Angehörigen und Fachpersonen ([Buch S. 169](/book/arbeit/169))
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||||
2. **Beobachtung** – freie oder strukturierte Fremdbeobachtung im Alltag; nutze einen Beobachtungsbogen zur Konkretisierung ([Buch S. 173](/book/arbeit/173))
|
||||
3. **Aktenstudium** – reflektierte, fokussierte Erfassung aus bestehenden Berichten und Dokumenten ([Buch S. 180](/book/arbeit/180))
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@ -2,9 +2,12 @@
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||||
id: "situation-einleitung"
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type: "markdown"
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title: "Einleitungsabsatz"
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hint: "Beschreibe das Ziel der Situationserfassung (ein Bild der Fallsituation erhalten), den gewählten Realitätsausschnitt und die eingesetzten Erfassungsmethoden (Erkundungsgespräche, Beobachtung, Aktenstudium). Nenne, mit wem du kooperiert hast. Hinweis: Dies ist der erste Prozessschritt — es gibt keinen «Bezug zum vorherigen Schritt»."
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footnote: "📚 So viel wie möglich sehen — so wenig wie möglich verstehen"
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||||
hint: "Beschreibe das Ziel der Situationserfassung (ein Bild der Fallsituation erhalten), den gewählten Realitätsausschnitt und die eingesetzten Erfassungsmethoden (Erkundungsgespräche, Beobachtung, Aktenstudium). Nenne, mit wem du kooperiert hast."
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 160–162"
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***Ziel des Prozessschrittes***
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In der Situationserfassung mache ich mir ein Bild von Lenys aktueller Fallsituation. Ich fokussiere seine Lebenssituation im Wocheninternat und in der Schule seit seinem Eintritt Anfang 2025. Frühere biografische und familiäre Belastungen nehme ich nur auf, wenn sie zum Verständnis der gegenwärtigen Situation und der vorläufigen Themen notwendig sind. Die Informationen erfasse ich mit Erkundungsgesprächen, Beobachtungen im Alltag, Journal-Einträgen, Standortgesprächen sowie Berichten und Akten.
|
||||
In der Situationserfassung mache ich mir ein umfassendes Bild der Fallsituation. Ich setze den Realitätsausschnitt und trage zusammen, was ist. Es geht ausschliesslich um das Sammeln von Informationen. Dazu habe ich verschiedene Methoden eingesetzt: Erkundungsgespräche, Beobachtungen im sozialpädagogischen Alltag, Journal-Einträge anderer Fachpersonen, Rückmeldungen an Sitzungen, Standortgespräche sowie das Studium bestehender Berichte und Akten.
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***Methode(n)***
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@ -2,43 +2,117 @@
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id: "situation-text"
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type: "markdown"
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title: "Situationserfassung"
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||||
hint: "Fundierte, beschreibende Darstellung der Fallsituation. Gliedere in: Auftragsklärung (Organisations- und Klient*innenauftrag), Vorgeschichte (Biografie, soziales Umfeld), Person (beschreibend, ressourcenorientiert, min. 60 %), gegenwärtige Situation und vorläufige Themen. Nur beschreiben, nicht bewerten – keine Interpretationen! Mache bei jeder Information die Quelle (Gespräch, Beobachtung, Akte) kenntlich. Erfasse stets auch die ‹soziale Dimension› – Lebenssituation und soziale Integration."
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||||
footnote: "📚 Realitätsausschnitt, Ressourcenorientierung und soziale Dimension"
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||||
hint: "Fundierte, beschreibende Darstellung der Fallsituation. Gliedere in: Auftragsklärung (Organisations- und Klient*innenauftrag), Vorgeschichte (Biografie, soziales Umfeld), Person (beschreibend, ressourcenorientiert, min. 60 %), gegenwärtige Situation und vorläufige Themen. Nur beschreiben, nicht bewerten – keine Interpretationen! Mache bei jeder Information die Quelle (Gespräch, Beobachtung, Akte) kenntlich. (EPG: max. 10 Punkte)"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 162–165"
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***Auftrag***
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Im Bericht des schulpsychologischen Dienstes wird festgehalten, dass Leny den Schulstoff in der Regelklasse nicht altersgemäss erarbeiten konnte. Die Lehrperson beschrieb Konzentrationsschwierigkeiten, extreme Müdigkeit im Unterricht und die erkennbaren Sorgen Lenys um seine Mutter. Ein erhöhter Betreuungsbedarf wurde geprüft. Der bereits länger involvierte schulpsychologische Dienst diagnostizierte in diesem Zusammenhang eine Posttraumatische Belastungsstörung und empfahl die Platzierung in einem Sonderschulheim. Die Mutter stimmte dieser Empfehlung zu.
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||||
Der Auftrag richtet sich nach der Indikation und wird individuell festgelegt. Ziel ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, ihre Ressourcen zu erkennen und zu stärken sowie neue Verhaltensmuster einzuüben. Der Auftrag des sozialpädagogischen Teams besteht im Erlernen und Festigen alltagspraktischer Basiskompetenzen sowie in der Unterstützung einer altersgemässen Entwicklung.
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||||
Die Obhut liegt bei der Kindsmutter. Für Leny besteht eine **_Berufsbeistandschaft_** mit dem Auftrag, sein Kindeswohl sicherzustellen.
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***Organisationsstruktur (Teamkonstellation)***
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Der Auftrag im Praxisbetrieb besteht darin, Leny in seiner persönlichen, schulischen und sozialen Entwicklung zu begleiten. Dabei geht es um mehr Orientierung im Alltag, um mehr Selbstständigkeit bei schulischen und alltagspraktischen Aufgaben und um eine Entlastung von der Verantwortung gegenüber seiner Mutter.
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Leny lebt im Wocheninternat und wird im Alltag vom sozialpädagogischen Team begleitet. Er besucht die interne Schule und nimmt wöchentlich an Einzel- sowie Gruppentherapie teil. Aus jedem Bereich hat er eine Bezugsperson. Es finden regelmässig fachübergreifende Austausche statt. An den Standortgesprächen nehmen die internen Bezugspersonen sowie externe Fachpersonen wie die Beiständin und der Schulpsychologische Dienst teil. Die Kinder arbeiten einmal wöchentlich mit der Köchin zusammen. Zudem findet eine freie Förderstunde statt, in der eigene Projekte umgesetzt werden können. Im Rahmen der sozialpädagogischen Begleitung finden Schwimm- und Turneinheiten statt. Die Freizeit wird sozialpädagogisch gestaltet und partizipativ mit den Kindern geplant. Es besteht die Möglichkeit, externe Hobbys zu besuchen. Wöchentlich findet ein externes Angebot statt (Malort nach Arno Stern). Zum Jahresprogramm gehören zudem Projekttage sowie ein Ski- und ein Sommerlager.
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***Einweisungsgrund und einweisende Stelle***
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Der Schulpsychologische Dienst des Wohnortes war bereits länger in den Unterstützungsprozess der Familie eingebunden. In der öffentlichen Schule zeigte sich zunehmend, dass Leny Mühe hatte, sich auf Aufgaben zu konzentrieren. Er ist mehrmals im Unterricht eingeschlafen und konnte den Schulstoff nicht entsprechend erarbeiten. Seitens der Schule wurde festgehalten, dass er sich stark um seine Mutter sorgt. Im Jahr 2022 wurde durch den Schulpsychologischen Dienst die Diagnose PTS gestellt und der Besuch eines Sonderschulheims empfohlen. Die Mutter erklärte sich einverstanden.
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***Rechtliche Situation***
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Die Obhut liegt bei der Kindsmutter. Für Leny besteht eine Beistandschaft mit dem Auftrag, sein Kindeswohl sicherzustellen.
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***Auftrag bezüglich Klient***
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Der Auftrag bezüglich Leny besteht darin, ihn in seiner persönlichen, schulischen und sozialen Entwicklung zu begleiten. Er soll sich abgrenzen können von der Verantwortung gegenüber seiner Mutter, damit er seine Entwicklungsschritte nachholen und machen kann. Im schulischen Bereich soll er seine Aufmerksamkeit besser fokussieren und Aufgaben zunehmend selbstständig bearbeiten können. Im sozialpädagogischen Alltag geht es um mehr Orientierung und Struktur sowie um das Festigen alltagspraktischer Kompetenzen. ***(nochmals in Akte lesen)***
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***Vorgeschichte***
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Leny ist das älteste Kind der Familie. Er lebte einige Jahre mit seiner Mutter im Ausland beim Vater. Die Eltern trennten sich in seiner frühen Kindheit. Von der Mutter erfuhr ich, dass diese Zeit schwierig war und von Gewalt geprägt war. Mit Unterstützung ihrer Eltern kehrte sie mit Leny in die Schweiz zurück.
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***Vorgeschichte vom Klienten***
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Seither lebt Leny bei seiner Mutter. Aus Akten, Gesprächen mit der Mutter, Lenys Erzählungen und Beobachtungen im Alltag wurde für mich sichtbar, dass die familiäre Situation über längere Zeit belastet war. Leny hat drei Geschwister aus verschiedenen Partnerschaften der Mutter. Alle partnerschaftlichen Beziehungen der Mutter waren und sind von Gewalt geprägt. Die Mutter war mit den Anforderungen des Alltags, der Betreuung der jüngeren Geschwister und den partnerschaftlichen Konflikten erheblich belastet. Heute lebt Leny mit seiner Mutter, deren Partner und seinen Geschwistern im gemeinsamen Haushalt. Die Beziehung zum Partner der Mutter beschreibt er ambivalent.
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Leny ist das älteste Kind der Familie. Seine Eltern trennten sich in seiner frühen Kindheit. Er lebte einige Jahre mit seiner Mutter im Ausland beim Vater. Die dortige Situation war von schwierigen und gewaltbelasteten Verhältnissen geprägt. Mit Unterstützung ihrer Eltern kehrte die Mutter mit Leny in die Schweiz zurück.
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Leny ist in ein grosses familiäres und freundschaftliches Netzwerk eingebunden. Er erzählt häufig, was er mit Verwandten und Freunden unternimmt. Die Grosseltern mütterlicherseits leben in unmittelbarer Nähe und leisten viel Entlastungsarbeit im Familienalltag. Auch die Geschwister der Kindsmutter sind wichtige Bezugspersonen für Leny. Zu einer Tante väterlicherseits hat er ebenfalls stabilen Kontakt und verbringt dort immer wieder Ferien. Leny hat viele Freunde. Viele dieser Freundschaften bestehen seit früher Kindheit. Während der Woche vermisst er diese zeitweise.
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Leny lebt seither bei seiner Mutter. Der Kontakt zum Vater ist gering, es besteht jedoch regelmässiger Kontakt zu einer in der Schweiz lebenden Schwester des Vaters.
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Nach der Rückkehr in die Schweiz besuchte Leny den Kindergarten. Die Mutter beschreibt diese Zeit als schwierig. In der öffentlichen Primarschule wurde er als beliebtes Klassenmitglied beschrieben. Es zeigte sich eine schulische Überforderung (siehe Abschnitt Auftrag). Im Unterstützungsprozess wurde der Mutter eine Platzierung Lenys nahegelegt, damit Leny entlastet werden konnte und sich der Alltag zuhause stabilisieren konnte. Dies gelang bis heute nur teilweise. Seit Anfang 2025 lebt Leny im Wocheninternat.
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Auch eine spätere Beziehung der Mutter war von Gewalt geprägt. Aus dieser Beziehung stammen Zwillingsschwestern (2019). Aus der aktuellen Beziehung der Mutter wurde 2023 ein weiterer Bruder geboren. Leny lebt heute mit seiner Mutter, deren Partner sowie seinen Geschwistern im gemeinsamen Haushalt.
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Im Praxisbetrieb lebte sich Leny rasch ein und schloss Freundschaften. Zu Beginn wurden positive Entwicklungen wahrgenommen, nach den Sommerferien teilweise wieder Rückschritte. In der Förderplanung verschob sich der Fokus im Verlauf von Ordnung über Aufmerksamkeit und Präsenz hin zur Orientierung im Tages- und Wochenablauf.
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***Soziales Umfeld***
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Die Grosseltern mütterlicherseits leben in kurzer Gehdistanz und sind stark in die Alltagsbewältigung der Familie eingebunden (Kinderbetreuung, Mahlzeiten, finanzielle Unterstützung). Die Mutter äussert wiederholt den Wunsch nach mehr Autonomie und beschreibt die Situation teilweise als fremdbestimmt.
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Leny hat mehrere Freunde in seiner Wohnumgebung. Er erzählt im Alltag häufig von gemeinsamen Erlebnissen und vermisst seine Freunde während der Aufenthalte im Wocheninternat. Ein enger Freund ist kürzlich ins Ausland gezogen, was Leny beschäftigte und über das er mehrfach sprach.
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***Fähigkeiten, Ressourcen***
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Die Mutter beschreibt Leny in Gesprächen als herzlich und gutmütig.
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Im Alltag auf der Wohngruppe fällt dem sozialpädagogischen Team seine Freundlichkeit und sein Humor auf. Er ist im 1:1 gut erreichbar. In der Zusammenarbeit mit der Köchin wird berichtet, dass er gerne mithilft und die Zusammenarbeit als angenehm erlebt wird. In der freien Förderstunde setzt er kreativ eigene Projekte um.
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Leny hat ein gutes Körperbewusstsein und lernt schnell Bewegungsabläufe. Dies zeigt sich zum Beispiel beim Skifahren lernen oder im besuchten Fechtkurs.
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***Schwierigkeiten, Probleme***
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Die Mutter berichtet, dass sie Leny auf Appelle hin häufig nicht erreicht.
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Die Lehrpersonen beschreiben weiterhin Konzentrationsschwierigkeiten und einen erhöhten Begleitbedarf im Unterricht.
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Im Alltag auf der Wohngruppe wird wiederholt seine Vergesslichkeit und fehlende Orientierung im Wochenablauf beobachtet. Leny selbst sagt in solchen Situationen häufig „ich weiss nicht" oder „ich habe es vergessen".
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Bei Konflikten wird von Seiten des Teams wahrgenommen, dass er sich eher zurückzieht. Er äussert zudem, dass er „Ämtli" nicht gerne erledigt.
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***Biografische Verlaufsdaten / Beeinträchtigungen***
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Nach der Rückkehr in die Schweiz besuchte Leny den Kindergarten. Die Mutter berichtet, dass diese Zeit für ihn schwierig war.
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In der öffentlichen Primarschule wurde er als beliebtes Klassenmitglied beschrieben. Gleichzeitig zeigten sich zunehmende Konzentrationsschwierigkeiten. Aus schulischen Berichten geht hervor, dass Leny wiederholt im Unterricht eingeschlafen ist und den Schulstoff nicht altersentsprechend erarbeiten konnte. Zum Zeitpunkt der Platzierung befand er sich in der 4. Primarschulklasse.
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Der Schulpsychologische Dienst wurde beigezogen und begleitete den weiteren Prozess.
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Im Jahr 2022 wurde durch den Schulpsychologischen Dienst die Diagnose PTS gestellt. Im Bericht wird zudem eine enge emotionale Bindung an die Mutter beschrieben.
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In der Folge wurde eine stationäre schulische Lösung empfohlen. Eine Beiständin wurde eingesetzt mit dem Auftrag, das Kindeswohl sicherzustellen und geeignete Lösungen zu prüfen.
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***Vorgeschichte in Organisation***
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Leny ist seit einem Jahr im Praxisbetrieb. Er hat sich rasch eingelebt und Freundschaften geschlossen. Bei Eintritt wurde er schulisch auf der Stufe der 4. Klasse unterrichtet. Seitens der Lehrpersonen wurde ein schulischer Rückstand von etwa einem Jahr beschrieben. Zu Beginn zeigte sich eine deutliche Entwicklung, nach den Sommerferien wurden teilweise wieder Rückschritte wahrgenommen.
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Im sozialpädagogischen Alltag wurde besonders an seiner Ordnung und seiner Präsenz gearbeitet.
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***Fähigkeiten, Ressourcen***
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In der Schule haben sich Präsenz und Konzentration verbessert. In der Einzeltherapie fühlt er sich von Beginn an wohl und genoss den Raum dort. Er lässt sich zunehmend auf den Prozess ein und öffnet sich für seine Thematiken.
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***Schwierigkeiten, Probleme***
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Es wurde beobachtet, dass er sich nicht gut abgrenzen kann und oft Unruhe in die Gruppe bringt.
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Zuhause gab es immer wieder schwierige Phasen bezüglich des Partners der Mutter. Die Mutter zieht sich teils stark zurück und ist phasenweise schwer bis gar nicht erreichbar. Es wurde versucht, verschiedene Stressoren abzubauen.
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***Person***
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Leny ist Anfang dieses Jahres 12 Jahre alt geworden. Er ist ein Junge mit altersgemässem, eher robustem Körperbau und wirkt gepflegt.
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Die Mutter beschreibt Leny in Gesprächen als herzlich und gutmütig. Im Alltag auf der Wohngruppe fallen dem sozialpädagogischen Team seine Freundlichkeit und sein Humor auf. In 1:1-Situationen gelingt die Zusammenarbeit mit Leny gut, und er geniesst diese Settings. Er hilft gerne mit, etwa in der Küche, und setzt in freien Förderstunden kreativ eigene Ideen um. Leny verfügt über ein gutes Körperbewusstsein und lernt Bewegungsabläufe schnell, zum Beispiel beim Skifahren oder Fechten. Neuem begegnet er offen und neugierig. Konflikte mit anderen Kindern kann er teilweise selbständig klären.
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Die Mutter berichtet, dass sie Leny auf Appelle hin häufig nicht erreicht. Lehrpersonen beschreiben weiterhin Konzentrationsschwierigkeiten und einen erhöhten Begleitbedarf im Unterricht. Im Alltag zeigt sich, dass Leny rasch den Überblick verliert, Dinge vergisst und klare Anleitung braucht. Leny selbst sagt in solchen Situationen häufig "ich weiss nicht" oder "ich habe es vergessen". Bei Konflikten zieht er sich eher zurück. Er äussert zudem, dass er "Ämtli" nicht gerne erledigt. Wut und andere belastende Gefühle zeigt er kaum und lehnt es teils auch ab, ihnen Ausdruck zu geben.
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***Gegenwärtige Situation***
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Im Alltag zeigt sich bei Leny weiterhin Vergesslichkeit und wenig Orientierung im Tages- und Wochenablauf. Er vergisst Absprachen, Gegenstände oder Aufträge und übernimmt Verantwortung oft erst nach klarer Aufforderung. Aufgaben gibt er rasch ab oder benötigt klare Anleitung. Obwohl ich in der Förderplanung gezielt an seiner Orientierung im Tages- und Wochenablauf arbeite, greift dies im Alltag bisher nur begrenzt. Die Abläufe werden für ihn noch nicht zur Routine. Leny selbst zeigt sich in solchen Situationen meist wenig beeindruckt. Er wirkt daran gewöhnt und reagiert höchstens genervt darauf, dass wir ihn wiederholt daran erinnern. Im Austausch mit Teammitgliedern zeigt sich, dass diese Situationen unterschiedlich wahrgenommen werden. Wenn Leny etwas vergisst, nicht reagiert oder Aufträge nicht umsetzt, wird dies teils als Überforderung und fehlende Orientierung verstanden. Teils entsteht auch der Eindruck, dass er Anforderungen bewusst ignoriert.
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***Veränderungen / Besonderheiten***
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Zudem erlebt Leny immer wieder Heimweh. Er äusserte kürzlich, dass ihn dieses Gefühl belastet und er daran arbeiten möchte. Gleichzeitig beschäftigt ihn seine schulische Zukunft. Er war enttäuscht, nicht in seine alte Klasse zurückkehren zu können, und äussert inzwischen, dass er sich ein weiteres Bleiben vorstellen kann. Die Perspektive ist derzeit weiterhin offen. Ein Junge, zu dem er auf der Wohngruppe eine sehr enge Freundschaft hatte, ist kürzlich ausgezogen. Seither zeigt sich, dass Leny wieder mehr Kontakt zu den anderen Kindern auf der Wohngruppe sucht. Gleichzeitig nehmen die Sorgen um die Situation zuhause wieder zu, da die Belastung in der Beziehung der Mutter erneut zugenommen hat. Kürzlich sagte mir Leny, dass er sich um seine Mutter sorge und das Gefühl habe, dass es ihr nicht gut gehe.
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Im Alltag zeigt sich bei Leny weiterhin eine deutliche Vergesslichkeit und wenig Orientierung im Tages- und Wochenablauf. Er weiss oft nicht, was ansteht, und übernimmt Verantwortung nur zögerlich. Aufgaben gibt er rasch ab oder benötigt klare Anleitung.
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Im Team wird wiederholt eingefordert, dass er mehr Struktur übernimmt und Absprachen einhält. Sein Verhalten wird dabei teilweise unterschiedlich eingeschätzt, insbesondere in Bezug auf seine Vergesslichkeit.
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Zudem erlebt Leny immer wieder Heimweh. Er äusserte kürzlich, dass ihn dieses Gefühl belastet und er daran arbeiten möchte.
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Gleichzeitig beschäftigt ihn die Frage seiner schulischen Zukunft. Er war enttäuscht, nicht in seine alte Klasse zurückkehren zu können, und äussert inzwischen, dass er sich ein weiteres Bleiben vorstellen kann. Die Perspektive ist derzeit noch offen.
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*(Evtl. noch ergänzen: tagträumen, nicht zuhören, lebt in den Tag hinein)*
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***Vorläufige Themen***
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Wenn ich die Situationsbeschreibung wie ein Bild betrachte, kommen einige Themen besonders deutlich in den Vordergrund. So würde ich vorläufig folgende Themen beschreiben: Lenys Vergesslichkeit fällt in allen Bereichen auf. Die Orientierung im Tages- und Wochenablauf ist beinahe täglich ein Thema. Auch sein Umgang mit Anforderungen zeigt sich wiederholt und wird im Team unterschiedlich wahrgenommen. Ebenso zeigen sich Heimweh und emotionale Belastung im Zusammenhang mit seiner aktuell noch ungeklärten schulischen Perspektive sowie der belasteten Situation zuhause. Diese Themen erachte ich als lohnend, im nächsten Kapitel weiter zu vertiefen.
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*(Wird noch erarbeitet — folgende Themen zeichnen sich aus der Situationserfassung und den Journal-Einträgen ab:)*
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1. **Vergessene Gegenstände und Aufgaben** — Bezieht sich auf Dinge die Leny vergisst, zum Beispiel Schuhe, Jacke, Bleistift, Aufgaben.
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2. **Orientierung und Organisation im Tages-/Wochenablauf** — Bezieht sich auf Wissen um den Ablauf, wann was gemacht wird, und wie klar der Wochenplan ist.
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3. **Ausweichendes Verhalten** — Ob Leny in Anforderungen ausweicht, nicht reagiert, nicht zuhört oder weitergeht. Wichtig ist die Sicht der Beteiligten, wann und in welchen Situationen dies auftritt.
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4. **Heimweh und emotionales Befinden** — Wann Heimweh auffällt, wie er es äussert, und wie es von aussen bemerkt wird.
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@ -3,15 +3,15 @@ id: "situation-quality-check"
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type: "guidance-box"
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title: "Qualitätsprüfung: Situationserfassung"
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variant: "slate"
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footnote: "🔎 Prüfe anhand EPG-Beurteilungskriterien und Prozessreflexion"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 182 (Reflexion des Prozessschrittes)"
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Bevor du zur Analyse übergehst, prüfe:
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Bevor du zur Analyse übergehst, prüfe anhand der EPG-Kriterien (max. 10 Punkte):
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- [ ] **Auftragsklärung**: Organisationsauftrag und klient*innenbezogener Auftrag nachvollziehbar und differenziert
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- [ ] **Vorgeschichte**: Relevante Aspekte prägnant und nachvollziehbar festgehalten
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- [ ] **Person**: Differenziert beschreibend und ressourcenorientiert (min. 60 %) dargestellt
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- [ ] **Gegenwärtige Situation**: Differenziert und nachvollziehbar
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- [ ] **Vorläufige Themen**: Deutlich benannt und erläutert
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- [ ] **Erfassungsmethoden**: Herkunft der Informationen ersichtlich, kooperativ und mehrperspektivisch
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- [ ] **Gesamtbild**: Fallsituation insgesamt nachvollziehbar dargestellt
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- [ ] **Trennschärfe**: Beschreibung (Fakten) klar von Bewertung (Interpretation) getrennt
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- **Auftragsklärung** (1.5 P.): Sind Organisationsauftrag und klient*innenbezogener Auftrag nachvollziehbar und differenziert?
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- **Vorgeschichte** (1.5 P.): Sind relevante Aspekte der Vorgeschichte prägnant und nachvollziehbar festgehalten?
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- **Person** (1.5 P.): Ist die Person differenziert beschreibend und ressourcenorientiert (min. 60 %) dargestellt?
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- **Gegenwärtige Situation** (1.5 P.): Ist sie differenziert und nachvollziehbar?
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- **Vorläufige Themen** (1.5 P.): Sind sie deutlich benannt und erläutert?
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- **Erfassungsmethoden** (1.5 P.): Ist ersichtlich, woher welche Information stammt? Kooperativ und mehrperspektivisch?
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- **Gesamtbild** (1 P.): Ist die Fallsituation insgesamt nachvollziehbar dargestellt?
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||||
- **Trennschärfe**: Ist Beschreibung (Fakten) klar von Bewertung (Interpretation) getrennt?
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15
040-situationAssessment/guidance.md
Normal file
15
040-situationAssessment/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,15 @@
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||||
Ziel ist es, ein fundiertes Bild der Fallsituation zu erstellen. Erfasse methodisch die wichtigsten Informationen zu Auftrag, Person, Vorgeschichte und aktueller Situation. Fokussiere auf multiperspektivische Erfassung und klient*innenspezifische Kooperation. EPG-Bewertung: max. 10 Punkte. Leitsatz: «Möglichst viel sehen – möglichst wenig verstehen.» ([Buch S. 159](/book/arbeit/159))
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### Methodentipps
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- **Erkundungsgespräche:** Formelle und informelle Gespräche; nutze offene Fragen ([Buch S. 169](/book/arbeit/169))
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- **Beobachtung:** Strukturiere mit einem Beobachtungsbogen – Thema, Fragestellung, Ziel festlegen ([Buch S. 176](/book/arbeit/176))
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- **Aktenstudium:** Reflektiert und fokussiert; überlege vorher, welche Informationen du suchst ([Buch S. 180](/book/arbeit/180))
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### Checkliste
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- Auftragsklärung: Organisations- und klient*innenbezogener Auftrag differenziert (1.5 P.)
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- Vorgeschichte: relevante Aspekte prägnant festgehalten (1.5 P.)
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- Person: beschreibend und ressourcenorientiert, min. 60 % Ressourcen (1.5 P.)
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- Gegenwärtige Situation: differenziert und nachvollziehbar (1.5 P.)
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- Vorläufige Themen: deutlich benannt und erläutert (1.5 P.)
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||||
- Erfassungsmethoden: benannt, Herkunft ersichtlich, mehrperspektivisch (1.5 P.)
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||||
- Gesamtbild: Fallsituation nachvollziehbar dargestellt (1 P.)
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@ -2,15 +2,15 @@
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id: "analysis-epg-guidance"
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type: "guidance-box"
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title: "EPG Qualitätskriterien"
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variant: "amber"
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footnote: "📋 Beurteilungskriterien Analyse gemäss EPG"
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variant: "sky"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 187–224 (Kap. 9 Analyse)"
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**Analysemethoden:** Wähle geeignete Methoden zur Strukturierung und Analyse der erfassten Daten – z. B. Genogramm, Zeitstrahl/biografischer Zeitbalken, Netzwerkkarte, Kompetenzanalyse, Ressourcen-/Problemanalyse, Lebensbereichanalyse. Eine Übersicht der Notationssysteme findest du im ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 200](/book/arbeit/200)) und zur Netzwerkkarte im ([S. 207](/book/arbeit/207)).
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||||
**Analysemethoden:** Wähle geeignete Methoden zur Strukturierung und Analyse der erfassten Daten – z. B. Genogramm, Zeitstrahl/biografischer Zeitbalken, Netzwerkkarte, Kompetenzanalyse, Ressourcen-/Problemanalyse, Lebensbereichanalyse. Eine Übersicht der Notationssysteme findest du im ([Buch S. 199](/book/arbeit/199)) und zur Netzwerkkarte im ([Buch S. 206](/book/arbeit/206)).
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**EPG-Bewertung (max. 9 Punkte):**
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- Analysemethode(n) passend gewählt, Wahl begründet, korrekt und fachlich fundiert erläutert (1.5 Punkte)
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- Kooperation differenziert und konkret dargestellt (1.5 Punkte)
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- Analyse enthält relevante und vertiefende Aspekte (1.5 Punkte)
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||||
- Analyse enthlt relevante und vertiefende Aspekte (1.5 Punkte)
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||||
- Konstatierende Hypothesen schlüssig abgeleitet, korrekt formuliert und gewichtet (1.5 Punkte)
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||||
- Fallthematik präzise und schlüssig formuliert; passende Grundlage für die Diagnose (3 Punkte)
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@ -1,18 +1,7 @@
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id: "analysis-kpg-principle"
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type: "guidance-box"
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title: "KPG-Prinzip: Analyse"
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variant: "sky"
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footnote: "📚 Methodenwahl, Datenerhebung, Hypothesen — der Analysestandard"
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title: "KPG-Prinzip"
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variant: "amber"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 187–191"
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**Zweck der Analyse:** Die Analyse dient der Klärung — ihr zentraler Zweck ist die Bestimmung der **Fallthematik**: «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 190](/book/arbeit/190)). Komplexität wird zunächst erweitert (Datenerhebung), anschliessend reduziert (Auswertung).
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**Vorgehen in 4 Schritten:**
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1. Wahl geeigneter Analysemethoden
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2. Datenerhebung (Auslegeordnung) — Einschätzungen, Bewertungen, Beurteilungen verschiedener Beteiligter einholen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 188](/book/arbeit/188))
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3. Auswertung mittels konstatierender Hypothesen
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4. Herausarbeiten der Fallthematik ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 191](/book/arbeit/191))
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**Methodenstandard:** Mindestens zwei Analysemethoden einsetzen, davon mindestens eine, die die Einschätzungen der Klient*innen direkt aufnimmt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 227](/book/arbeit/227)).
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**Konstatierende Hypothesen:** Fassen zusammen, WAS festgestellt wurde — beschreibend, nicht erklärend. Es geht um Probleme und Risiken ebenso wie um individuelle und soziale Ressourcen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 191](/book/arbeit/191)).
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@ -3,8 +3,8 @@ id: "analysis-forbidden-terms"
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type: "guidance-box"
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title: "In der Analyse VERBOTEN:"
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variant: "rose"
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footnote: "⚠️ Keine erklärenden Begriffe — nur beschreiben, WAS ist"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 191 (Vorgehen: konstatierend, nicht erklärend)"
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Die Analyse beschreibt, was IST (konstatierend), nicht warum. Konstatierende Hypothesen fassen zusammen, WAS festgestellt wurde — ohne Ursachenerklärung. Erklärungen gehören erst in die Diagnose (Prozessschritt 3.3).
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Analyse beschreibt, was IST (konstatierend), nicht warum. Konstatierende Hypothesen fassen zusammen, WAS festgestellt ohne Ursachenerklärung. Erklärungen gehören erst in die Diagnose.wurde
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❌ weil • ❌ deshalb • ❌ damit • ❌ um zu • ❌ daher • ❌ aufgrund
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weil • ❌ deshalb • ❌ damit • ❌ um zu • ❌ daher • ❌ aufgrund
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@ -2,17 +2,11 @@
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id: "analysis-einleitung"
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type: "markdown"
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title: "Einleitungsabsatz"
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hint: "Beschreibe das Ziel der Analyse (Auslegeordnung, Strukturierung, Bewertung der erfassten Daten), den Bezug zur Situationserfassung (welche vorläufigen Themen ergaben sich?) und die gewählten Analysemethoden (z. B. Genogramm, Netzwerkkarte, Zeitstrahl, Perspektivenanalyse). Begründe kurz, warum du diese Methoden fallbezogen gewählt hast."
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footnote: "📚 Vier Schritte: Methodenwahl → Datenerhebung → Hypothesen → Fallthematik"
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hint: "Beschreibe das Ziel der Analyse (Auslegeordnung, Strukturierung, Bewertung der erfassten Daten), den Bezug zur Situationserfassung und die gewählten Analysemethoden (z. B. Genogramm, Netzwerkkarte, Zeitstrahl). Begründe kurz, warum du diese Methoden gewählt hast."
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 187–191"
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***Ziel des Prozessschrittes***
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Ausgehend von der gegenwärtigen Situation und den vorläufigen Themen wird mit zwei praxisrelevanten Analysemethoden eine vertiefte Auslegeordnung vorgenommen. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in konstantierenden Hypothesen zusammengefasst, gewichtet und zur Fallthematik verdichtet.
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***Bezug zum vorherigen Schritt***
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Bereits in der Situationserfassung zeigten sich mehrere vorläufige Themen, die im Prozessschritt Analyse weiter vertieft werden sollten. Ein besonderes Gewicht erhielt dabei das Thema Heimweh bzw. emotionale Belastung, da Leny bereits in 3.1 äusserte, dass er daran arbeiten möchte.
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***Methode(n)***
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Für die vertiefte Analyse wählte ich die Perspektivenanalyse und die Drei Häuser. Mit der Perspektivenanalyse wollte ich die Sicht verschiedener Beteiligter systematisch zusammentragen. Mit den Drei Häusern wollte ich Lenys eigene Sicht noch deutlicher erfassen.
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@ -2,65 +2,13 @@
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id: "analysis-methode-1"
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type: "markdown"
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title: "Analysemethode 1"
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hint: "Wähle ein Notationssystem oder eine Analysemethode (z. B. Genogramm, Zeitstrahl, Netzwerkkarte, Silhouette, Kompetenzanalyse, Perspektivenanalyse, Lebensbereichanalyse) und begründe die Wahl fallbezogen. Beschreibe die kooperative Bearbeitung mit Klient*in oder Beteiligten. Halte die relevanten Aspekte und Erkenntnisse fest. Mindestens eine Methode muss die Einschätzung der Klient*innen aufnehmen."
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footnote: "📊 Notationssysteme: Genogramm, Zeitstrahl, Netzwerkkarte, Silhouette"
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hint: "Wähle ein Notationssystem (z. B. Genogramm, Zeitstrahl, Netzwerkkarte, Kompetenzanalyse, Ressourcen-/Problemanalyse) und begründe die Wahl fallbezogen. Beschreibe die kooperative Bearbeitung mit Klient*in oder Beteiligten. Halte die relevanten Aspekte und Erkenntnisse fest."
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 200–222 (Notationssysteme und Analysemethoden)"
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***Analysemethode***
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Perspektivenanalyse
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***Begründung der Methodenwahl***
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In der Situationserfassung zeigte sich, dass Leny von verschiedenen Fachpersonen unterschiedlich wahrgenommen wird. Deshalb wählte ich die Perspektivenanalyse. Ich wollte die Sicht aus Wohnen, Schule, Therapie, Familie und von Leny selber zusammentragen, um genauer zu erkennen, welche Themen sich übergreifend zeigen und was ich in dieser Arbeit weiter erhellen möchte.
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***Kooperative Bearbeitung***
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Ich erstellte für die Fachpersonen einen Fragebogen und passte diesen für die Mutter und für Leny in einfacherer Sprache an. Mit der Mutter und mit Leny bearbeitete ich die Fragen in einem Bezugspersonengespräch. Den Fachpersonen stellte ich den Fragebogen zur schriftlichen Beantwortung zu. Es war sehr erfreulich, wie engagiert die Beteiligten mitarbeiteten und mir die Fragen rasch und präzise beantworteten. Dadurch bewegte sich das Thema im ganzen Praxisbetrieb.
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***Relevante Aspekte***
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#### Vergessen
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Ich sehe, dass sich das Thema Vergessen in fast allen Perspektiven zeigt. Leny vergisst nicht nur Gegenstände, sondern auch Aufträge, Informationen, Termine, Abläufe und konkrete Alltagsschritte.
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Im Wohnen fällt das vor allem bei Übergängen, bei mehreren Aufträgen und dann auf, wenn viel los ist. In der Schule zeigt es sich eher bei Lerninhalten, beim Zuhören sowie bei Müdigkeit, Ablenkung oder fehlendem Interesse. Die Kindsmutter beschreibt ähnliche Situationen: viel Programm, Müdigkeit, Streit oder Momente, in denen es Leny nicht gut geht. Leny selbst nennt vor allem alltagspraktische Dinge. Einiges kann sich Leny auch gut merken, besonders wenn er dafür genügend Interesse hat oder es ihm wichtig scheint.
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Für mich sprechen die Antworten nicht für eine allgemeine Vergesslichkeit. Sie deuten darauf hin, dass das Vergessen je nach Situation, Belastung und Interesse unterschiedlich stark sichtbar wird.
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#### Orientierung im Tages- und Wochenablauf
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Nach meiner Einschätzung zeigt sich bei der Orientierung kein einheitliches Bild. Leny wirkt je nach Situation sehr unterschiedlich orientiert.
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Mehrere Perspektiven beschreiben, dass seine Orientierung besser ist, wenn es ihm gut geht, wenn ihn etwas interessiert oder wenn er etwas im 1:1 erklärt bekommt. Schwierigkeiten zeigen sich vor allem bei Wochentagen, Zeitabläufen, kurzfristigen Veränderungen und dann, wenn vieles gleichzeitig läuft. Schule und Wohnen beschreiben die Orientierung insgesamt als schwankend. Auch die Kindsmutter sagt, dass Leny Absprachen oft nicht mehr weiss, ausser etwas ist für ihn besonders wichtig.
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Leny selbst beschreibt seine Orientierung ebenfalls unterschiedlich. Er nennt Unsicherheiten beim Verlaufen, bei Wochentagen und Monaten. Gleichzeitig beschreibt er sich in vertrauten Bereichen, bei technischen Themen und bei konkreten Handlungen als gut orientiert.
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Für mich sprechen die Antworten nicht für eine durchgehend schwache Orientierung. Sie deuten darauf hin, dass Leny je nach Interesse, Belastung, Vertrautheit und Form der Anleitung unterschiedlich gut orientiert ist.
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#### Ausweichen / nicht reagieren
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Ich sehe das Thema Ausweichen in fast allen Perspektiven. Es zeigt sich vor allem dann, wenn Leny etwas nicht machen will, wenn ihn etwas überfordert, wenn ihn ein Thema unangenehm berührt oder wenn eine Anforderung an ihn gestellt wird.
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Wohnen, Schule, Kindsmutter und Therapie beschreiben ähnlich, dass Leny eher ausweicht, abschaltet oder nicht reagiert, wenn etwas lästig ist, wenn er keine Lust hat oder wenn es um schwierige Themen geht. In der Schule wird das auch bei Überforderung und Anstrengung sichtbar. In der Therapie zeigt es sich eher bei biografischen Themen oder wenn es um eigene Anteile in Konflikten geht. Leny sagt selbst, dass er bei Wut oder Traurigkeit manchmal nicht antwortet, weil er sonst weinen oder schreien müsste.
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Für mich zeigt sich Ausweichen nicht zufällig. Es steht oft im Zusammenhang mit Anforderungen, unangenehmen Themen, Überforderung oder starker innerer Anspannung.
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#### Heimweh / emotionale Belastung
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Nach meiner Einschätzung wird Heimweh nicht von allen gleich stark beschrieben. Deutlich häufiger genannt wird eine emotionale Belastung, die vor allem am Abend, nach Wochenenden, nach Ferien, nach Konflikten oder dann sichtbar wird, wenn zuhause etwas schwierig ist.
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Wohnen, Schule, Kindsmutter und Leny beschreiben ähnliche Zeichen: Rückzug, Traurigkeit, Weinen, Müdigkeit, körperliche Beschwerden, Abwesenheit oder Spannungsverlust. In der Schule wird das nach Wochenenden und Ferien teils stark mit Müdigkeit verbunden. Im Wohnen zeigt sich die Belastung oft am Abend oder in ruhigen Momenten. Die Kindsmutter beschreibt, dass Leny ruhiger wird und über Kopfweh oder Bauchweh klagt. Leny selbst sagt, dass er vor allem nachts an zuhause und an schöne Momente mit seiner Familie denkt. Mehrere Fachpersonen im Praxisbetrieb bringen Lenys emotionale Belastung mit Sorgen um seine Familie in Zusammenhang. Der Bereich Wohnen benennt konkret die Sorge um seine Mutter und den Wunsch, sie zu schützen.
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Für mich steht weniger Heimweh allein im Vordergrund, sondern eher eine emotionale Belastung rund um Familie, Trennung, Konflikte und Übergänge.
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#### Übergreifende Muster aus der Perspektivenanalyse
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**1. Lenys Verhalten wirkt stark situationsabhängig.**
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Vergessen, Orientierung, Ausweichen und emotionale Belastung zeigen sich je nach Situation unterschiedlich stark.
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**2. Belastung hat in mehreren Themen Gewicht.**
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Müdigkeit, Streit, viele Reize, viele Anforderungen gleichzeitig und belastende Themen tauchen in mehreren Bereichen wieder auf. In solchen Momenten zeigen sich mehr Schwierigkeiten.
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**3. Interesse und Bedeutsamkeit machen einen Unterschied.**
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Wenn Leny etwas wichtig findet, wenn er sich auskennt oder wenn ihn etwas interessiert, wirkt er oft orientierter und präsenter. Wenn etwas lästig, anstrengend oder wenig bedeutsam ist, zeigen sich eher Ausweichen, Vergessen oder Abschalten.
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**4. Übergänge und Anforderungen scheinen heikle Momente zu sein.**
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Besonders auffällig sind Wechsel, Aufträge, Gruppensituationen, kurzfristige Veränderungen und Momente, in denen etwas von Leny verlangt wird. Dort verdichten sich mehrere Themen.
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**5. Emotionale Belastung zeigt sich in verschiedenen Bereichen (Wohnen, Therapie, Schule, Familie und Lenys Sicht).**
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Sie wird über Rückzug, Weinen, Müdigkeit, Abwesenheit, Kopfweh oder Bauchweh sichtbar. Auch Sorgen um seine Familie werden übergreifend wahrgenommen.
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@ -2,33 +2,7 @@
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id: "analysis-hypothesen-1"
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type: "markdown"
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title: "Konstatierende Hypothesen (Methode 1)"
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hint: "Formuliere konstatierende Hypothesen: Was lässt sich aus der Analyse feststellen? Gehe gedanklich auf eine Metaebene und halte Zentrales, Auffallendes, sich Widersprechendes oder Irritierendes fest. Gewichte die Hypothesen nach Relevanz. Achtung: nur beschreiben, WAS ist – keine Ursachenerklärungen (kein ‹weil›, ‹deshalb›)."
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footnote: "🔍 Konstatierende Hypothesen — Vogelperspektive und Gewichtung"
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hint: "Formuliere konstatierende Hypothesen: Was lässt sich aus der Analyse feststellen? Gewichte die Hypothesen nach Relevanz. Achtung: nur beschreiben, WAS ist – keine Ursachenerklärungen (kein ‹weil›, ‹deshalb›)."
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 191 (konstatierende Hypothesen)"
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1. Die Erwachsenen erkennen bei Leny häufiger emotionale Belastung als klassisches Heimweh. Sie zeigt sich besonders am Abend, nach Wochenenden, nach Ferien, nach Konflikten und bei Stress zuhause.
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2. Emotionale Belastung erkennen die Erwachsenen bei Leny dadurch, dass er traurig, in sich gekehrt, ruhiger, müde oder angespannt wirkt.
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3. Leny verbindet Heimweh damit, an zuhause, an seine Familie und an schöne Momente zu denken. Als Ausdruck beschreibt er Weinen, einen dicken Hals und eine laufende Nase. Die Kindsmutter nennt zusätzlich Kopfweh und Bauchweh.
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4. Mehrere Fachpersonen im Praxisbetrieb bringen Lenys emotionale Belastung mit Sorgen um seine Familie in Zusammenhang. Konkret benannt werden dabei die Sorge um seine Mutter und der Wunsch, sie zu schützen.
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5. Ausweichen oder Nicht-Reagieren zeigt sich bei Leny vor allem bei Anforderungen, unangenehmen oder lästigen Themen, Überforderung und Müdigkeit.
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6. Lenys Ausweichen wird unterschiedlich gedeutet. Es wird als nicht wollen, nicht mögen, Müdigkeit oder Überforderung beschrieben. Der Bereich Therapie und Leny selbst beschreiben es auch als Schutz vor starken Emotionen.
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7. Belastung, Müdigkeit, Reizfülle, Übergänge und viele gleichzeitige Anforderungen erschweren Leny in mehreren Themen den Alltag.
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8. Leny beschreibt seine Orientierung selbst unterschiedlich. An vertrauten Orten ist er gut orientiert. Schwieriger ist es für ihn bei neuen Orten und Wegen sowie bei Wochentagen und Monaten.
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9. Leny ist bei direkten Handlungen sicherer orientiert als bei zeitlich gebundenen oder mehrschrittigen Abläufen, die er sich merken muss. Bisherige Versuche, ihm solche Abläufe einzuprägen, zeigen wenig Wirkung.
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10. Vergessen zeigt sich bei Leny in verschiedenen Bereichen, besonders im Wohnen und in der Schule, bezogen auf Übergänge, Handlungen, Informationen und Material. Leny selbst beschreibt Vergessen vor allem bei Alltagshandlungen und Material. In der Therapie ist Vergessen kaum Thema und zeigt sich nur beim Übergang in die Therapie.
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11. Vergessen zeigt sich bei Leny stärker, wenn er emotional belastet oder müde ist und wenn viel los ist.
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12. Leny kann sich Dinge besser merken, wenn sie für ihn wichtig oder interessant sind.
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13. Vergessen, Orientierung, Ausweichen und emotionale Belastung zeigen sich bei Leny nicht durchgehend gleich, sondern je nach Situation unterschiedlich stark.
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14. Interesse, Vertrautheit und konkrete Handlungen helfen Leny in mehreren Themen. Dann wirkt er präsenter, merkt sich mehr und ist orientierter.
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@ -2,27 +2,13 @@
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id: "analysis-methode-2"
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type: "markdown"
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title: "Analysemethode 2"
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hint: "Wähle eine zweite, ergänzende Analysemethode (z. B. Lebensbereichanalyse, Perspektivenanalyse, PRO-ZIEL-Basisdiagnostik, Kompetenzanalyse, Ressourcen-/Problemanalyse) und begründe die Wahl fallbezogen. Die zweite Methode soll einen anderen Aspekt beleuchten als die erste. Beschreibe die kooperative Bearbeitung und halte relevante Aspekte fest."
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footnote: "📊 Perspektiven-, Kompetenz-, Lebensbereichanalyse und PRO-ZIEL"
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hint: "Wähle eine zweite, ergänzende Analysemethode (z. B. Lebensbereichanalyse, Perspektivenanalyse, PRO-ZIEL-Basisdiagnostik) und begründe die Wahl. Beschreibe die kooperative Bearbeitung und halte relevante Aspekte fest."
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 194–222"
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***Analysemethode***
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Drei Häuser
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***Begründung der Methodenwahl***
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Als zweite Analysemethode wählte ich die Drei Häuser. Mir war wichtig, Lenys eigene Sicht noch deutlicher zu erfassen. Die Methode ist kindgerecht, konkret und half mir, mit ihm über gute Dinge, Sorgen sowie Wünsche und Träume ins Gespräch zu kommen. So erhielt ich eine ergänzende Sicht auf Themen, die in der Perspektivenanalyse bereits sichtbar wurden.
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***Kooperative Bearbeitung***
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Ich erarbeitete die Drei Häuser mit Leny in einem Bezugspersonengespräch. Die Zusammenarbeit war offen und kooperativ. Leny liess sich gut auf die Methode ein, hatte Freude an den Bildern auf dem Formular und arbeitete sehr gut mit, obwohl er müde war.
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***Relevante Aspekte***
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Im **Haus der guten Dinge** sehe ich vor allem Beziehungen, konkrete Tätigkeiten und vertraute Dinge. Wichtig sind für Leny die Mami, Freundschaften, das Bett, Zeichnen, Kochen und Sport. Auch X-Box und Geld finden gehören für ihn zu den guten Dingen.
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Im **Haus der Sorgen** fallen mir vor allem Themen rund um zuhause auf. Leny sorgt sich um Trennungspläne der Mutter, um die Geschwister, um mögliche Gewalt zuhause und darum, dass ein neuer Freund kommt. Auch die Trauer um die alte Klasse ist noch da. Ich deute daraus, dass Leny besonders die Situation seiner Mutter und Geschwister beschäftigt. Ich sehe hier viele Sorgen rund um Familie, Veränderung und Unsicherheit.
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Im **Haus der Wünsche und Träume** zeigt sich für mich vor allem der Wunsch nach Ruhe und Entlastung. Leny wünscht sich keine Sorgen, keine Zigaretten, kein Bier und dass die Mami keinen Partner hat. Daneben stehen auch einfache Wünsche wie unendlich viele Nudeln oder Geld haben ohne zu arbeiten. **Die Sehnsucht nach Thailand und seinem Vater.**
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**Übergreifend** fällt mir auf, dass sich vor allem die Themen **Familie, Belastung zuhause, Sicherheit und Ruhe** verdichten. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig für Leny auch einfache und gute Dinge im Alltag sind.
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@ -2,11 +2,7 @@
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id: "analysis-hypothesen-2"
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type: "markdown"
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title: "Konstatierende Hypothesen (Methode 2)"
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hint: "Formuliere konstatierende Hypothesen aus der zweiten Analysemethode. Gehe auf die Metaebene: Was fällt auf? Was widerspricht sich? Was irritiert? Gewichte die Hypothesen nach Relevanz. Nur feststellen, WAS ist – keine Ursachenerklärungen. Bringe die Hypothesen in den Dialog mit Klient*innen."
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footnote: "🔍 Konstatierende Hypothesen — datenbasierte Aussagen formulieren"
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hint: "Formuliere konstatierende Hypothesen aus der zweiten Analysemethode. Gewichte sie nach Relevanz. Nur feststellen, WAS ist – keine Ursachenerklärungen."
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 191"
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1. Leny beschäftigen vor allem die Sorgen um zuhause, um die Mutter und um die Geschwister.
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2. Für Leny funktionieren die Beziehung zur Mami, zu Freunden, Zeichnen, Kochen, Sport, Gamen, sein Bett sowie der Praxisbetrieb und die Schule gut.
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3. Leny wünscht sich Ruhe, Sicherheit und Entlastung im Familiensystem. Er nennt auch seine Sehnsucht nach Thailand und seinem Vater.
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@ -2,29 +2,9 @@
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id: "analysis-fallthematik"
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type: "markdown"
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title: "Fallthematik"
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hint: "Die Fallthematik ist das zentrale Ergebnis der Analyse – sie verdichtet alle konstatierenden Hypothesen zur Kernfrage: «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?» Formuliere sie präzise, theorieoffen (keine Erklärungen!) und so, dass sie eine passende Grundlage für die Diagnose bildet. Fasse dabei auch divergierende Einschätzungen und den Klärungsbedarf zusammen."
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hint: "Die Fallthematik ist das zentrale Ergebnis der Analyse – sie verdichtet alle konstatierenden Hypothesen zur Kernfrage: «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?» Formuliere sie präzise, theorieoffen (keine Erklärungen!) und so, dass sie eine passende Grundlage für die Diagnose bildet. EPG: 3 Punkte!"
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centralQuestion: "\"Worum geht es in diesem Fall eigentlich?\""
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check: "Qualitätsprüfung: Ist es präzise? Ist es theorieoffen (keine Erklärungen)? Erfasst es die Essenz aus mehreren Perspektiven? Bildet es eine passende Grundlage für die Diagnose? Sind divergierende Einschätzungen benannt?"
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footnote: "🎯 Fallthematik = Verdichtung der konstatierenden Hypothesen"
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check: "Qualitätsprüfung: Ist es präzise? Ist es theorieoffen (keine Erklärungen)? Erfasst es die Essenz aus mehreren Perspektiven? Bildet es eine passende Grundlage für die Diagnose?"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 191 (Fallthematik)"
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**Fallthematik**
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Aus den konstantierenden Hypothesen und den Auswertungen formuliere ich folgende Fallthematik:
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Heimweh zeigt sich bei Leny weniger als klassisches Vermissen, sondern stärker als emotionale Belastung im Zusammenhang mit familiären Sorgen, Konflikten, Übergängen und fehlender Sicherheit. Im Vordergrund stehen dabei seine Sorgen um zuhause, um seine Mutter und um seine Geschwister. Auffällig ist zudem, dass Leny in belastenden, unangenehmen oder überfordernden Situationen eher ausweicht, vergisst oder an Orientierung verliert. Vertrautheit, Interesse und konkrete Handlungen begünstigen seine Orientierung und verringern sein Vergessen.
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## **Kooperative Verdichtung**
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In der Zeit, in der die Perspektivenanalyse und die Drei Häuser erarbeitet wurden, fand im Praxisbetrieb auch ein Gespräch nach dem lösungsorientierten Ansatz statt, das im Praxisbetrieb Oasengespräch genannt wird. Dort bringt das Kind das Thema selbst ein und erarbeitet im Prozess eigene Schritte. Leny brachte dabei das Thema Heimweh ein *(vgl. Kapitel 3.1, Gegenwärtige Situation)*. In diesem Gespräch konkretisierte sich das Heimweh. In einem Aspekt beschreibt Leny dabei sein Bedürfnis nach Ruhe und Erholung sowie die Überforderung mit seinem Zimmerkollegen.
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||||
Im Fachaustausch mit der Psychologin und in der organisatorischen Sitzung verdichtete sich die Einschätzung, dass die aktuelle Zimmerkonstellation für Leny eher überfordernd ist und ein Zimmerwechsel entlastend wirken könnte.
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||||
In einer Supervision bearbeiteten wir die unterschiedlichen fachlichen Sichtweisen zur Zimmersituation und klärten das weitere Vorgehen.
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## **Sofortmassnahme**
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Im Verlauf der Analyse verdichteten sich die Hinweise darauf, dass das von Leny benannte Heimweh eng mit emotionaler Belastung, Sorgen, fehlender Ruhe und der aktuellen Zimmerkonstellation verbunden ist. Daraus ergab sich bereits vor dem Prozessschritt Diagnose ein unmittelbarer Unterstützungsbedarf. Der geplante Zimmerwechsel wird deshalb als kooperativ bearbeitete Sofortmassnahme verstanden und nicht als Ergebnis einer bereits ausgearbeiteten Zielsetzung oder Interventionsplanung.
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||||
## **Validierungsgespräch**
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*_(Im Validierungsgespräch mit Leny überprüfte ich anschliessend, ob er sich in den verdichteten Analyseerkenntnissen wiedererkannte und wie er die bereits besprochene Sofortmassnahme einschätzte.)_*
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||||
**Fallthematik**
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||||
@ -3,13 +3,13 @@ id: "analysis-quality-check"
|
||||
type: "guidance-box"
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title: "Qualitätsprüfung: Analyse"
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variant: "slate"
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||||
footnote: "🔎 Prüfe anhand EPG-Kriterien und Methodenreflexion"
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footnote: "📚 Vgl. Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 224 (Methodenreflexion)"
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---
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||||
Bevor du zur Diagnose übergehst, prüfe:
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||||
Bevor du zur Diagnose übergehst, prüfe anhand der EPG-Kriterien (max. 9 Punkte):
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||||
- [ ] **Methodenwahl**: Analysemethoden passend gewählt, Wahl begründet und Darstellung korrekt
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||||
- [ ] **Kooperation**: Kooperation mit Klient*in und Beteiligten differenziert und konkret dargestellt
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||||
- [ ] **Inhaltliche Tiefe**: Analyse enthält relevante und vertiefende Aspekte
|
||||
- [ ] **Hypothesen**: Konstatierende Hypothesen schlüssig abgeleitet, korrekt formuliert und gewichtet (kein «weil», «deshalb»!)
|
||||
- [ ] **Fallthematik**: Präzise und schlüssig formuliert, passende Grundlage für die Diagnose
|
||||
- [ ] **Trennschärfe**: Konstatierend beschrieben (WAS ist) statt erklärt (WARUM)
|
||||
- **Methodenwahl** (1.5 P.): Sind die Analysemethoden passend gewählt, die Wahl begründet und die Darstellung korrekt?
|
||||
- **Kooperation** (1.5 P.): Ist die Kooperation mit Klient*in und Beteiligten differenziert und konkret dargestellt?
|
||||
- **Inhaltliche Tiefe** (1.5 P.): Enthält die Analyse relevante und vertiefende Aspekte?
|
||||
- **Hypothesen** (1.5 P.): Sind die konstatierenden Hypothesen schlüssig abgeleitet, korrekt formuliert und gewichtet? (Kein «weil», «deshalb»!)
|
||||
- **Fallthematik** (3 P.): Ist sie präzise und schlüssig formuliert? Bildet sie eine passende Grundlage für die Diagnose?
|
||||
- **Trennschärfe**: Wurde konstatierend beschrieben (WAS ist) statt erklärt (WARUM)?
|
||||
|
||||
13
050-analysis/guidance.md
Normal file
13
050-analysis/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,13 @@
|
||||
Führe eine vertiefte Analyse mit praxisrelevanten Methoden durch. Analyse ist das «Scharnier» zwischen Datenerhebung und Verstehen – Informationen ordnen, bewerten und gewichten. EPG-Bewertung: max. 9 Punkte. Zentrales Ziel: Bestimmung der FALLTHEMATIK («Worum geht es in diesem Fall eigentlich?») ([Buch S. 186](/book/arbeit/186)).
|
||||
|
||||
### Methodentipps
|
||||
- **Notationssysteme** (Genogramm, Zeitstrahl, Netzwerkkarte): Visualisieren Beziehungen, Biografien und Netzwerke ([Buch S. 199](/book/arbeit/199))
|
||||
- **Perspektivenanalyse:** Gemeinsam mit Beteiligten verschiedene Sichtweisen strukturiert zusammentragen ([Buch S. 193](/book/arbeit/193))
|
||||
- **Kompetenzanalyse / Ressourcen-Problemanalyse:** Kompetenzen und Ressourcen systematisch erfassen ([Buch S. 213](/book/arbeit/213))
|
||||
|
||||
### Checkliste
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||||
- Methodenwahl fallbezogen begründet und korrekt erläutert (1.5 P.)
|
||||
- Kooperation differenziert und konkret dargestellt (1.5 P.)
|
||||
- Relevante und vertiefende Aspekte erarbeitet (1.5 P.)
|
||||
- Konstatierende Hypothesen: schlüssig, korrekt, gewichtet (1.5 P.)
|
||||
- Fallthematik: präzise, schlüssig, Grundlage für Diagnose (3 P.)
|
||||
@ -3,12 +3,12 @@
|
||||
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/step.schema.json",
|
||||
"stepId": "050-analysis",
|
||||
"title": "3.2 Prozessschritt Analyse",
|
||||
"subTitle": "Methodische Auslegeordnung, Strukturierung, konstatierende Hypothesen und Fallthematik.",
|
||||
"subTitle": "Methodische Auslegeordnung, Strukturierung.",
|
||||
"accentColor": "var(--color-step-2)",
|
||||
"status": "pending",
|
||||
"progress": 0,
|
||||
"labels": [
|
||||
"Wie geordnet?"
|
||||
],
|
||||
"overview": "Ausgehend von der gegenwärtigen Situation und den vorläufigen Themen wird anhand praxisrelevanter Analysemethoden (min. 2) eine vertiefte Auslegeordnung vorgenommen. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in konstatierenden Hypothesen zusammengefasst, gewichtet und zur Fallthematik verdichtet: «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?»"
|
||||
"overview": "Ausgehend von der gegenwärtigen Situation und der Datenerfassung wird anhand praxisrelevanter Analysemethode(n) eine Analyse durchgeführt. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in konstatierenden Hypothesen zusammengefasst und gewichtet."
|
||||
}
|
||||
|
||||
@ -1,21 +1,20 @@
|
||||
---
|
||||
id: "diagnosis-epg-guidance"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "EPG Qualitätskriterien"
|
||||
variant: "amber"
|
||||
footnote: "📋 Beurteilungskriterien Diagnose gemäss EPG"
|
||||
title: "3.3 Diagnose (max. 9 Punkte)"
|
||||
variant: "sky"
|
||||
---
|
||||
|
||||
**Wahl geeigneter Wissensbestände** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 242](/book/arbeit/242)): Alle Theorien der Sozialen Arbeit und ihrer Nachbardisziplinen kommen in Frage — z. B.:
|
||||
- Kommunikation (z. B. Watzlawick, Schulz von Thun)
|
||||
- Entwicklung (z. B. Erikson, Piaget, Havighurst)
|
||||
- Bindung (z. B. Bowlby, Ainsworth)
|
||||
- Lebensbewältigung (z. B. Böhnisch) — Fallbeispiel ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 249](/book/arbeit/249))
|
||||
- Medizin (z. B. ICF, bio-psycho-soziales Modell)
|
||||
- Recht (z. B. KESB, Kindesschutz, Erwachsenenschutz)
|
||||
**Wahl geeigneter Wissensbestände** ([Buch S. 241](/book/arbeit/241)): Alle Theorien der Sozialen Arbeit und ihrer Nachbardisziplinen kommen in Frage — z. B.:
|
||||
- Kommunikation (z. B. Watzlawick, Schulz von Thun)
|
||||
- Entwicklung (z. B. Erikson, Piaget, Havighurst)
|
||||
- Bindung (z. B. Bowlby, Ainsworth)
|
||||
- Lebensbewältigung (z. B. Böhnisch)
|
||||
- Medizin (z. B. ICF, bio-psycho-soziales Modell)
|
||||
- Recht (z. B. KESB, Kindesschutz, Erwachsenenschutz)
|
||||
- Weitere je nach Fallkontext
|
||||
|
||||
**Erklärende Hypothesen & Arbeitshypothese** ([Praxis, S. 113](/book/praxis/113)): Aus den theoriegeleiteten Fallüberlegungen Weil-Hypothesen ableiten und zu einer Wenn-Dann-Arbeitshypothese verdichten ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 245](/book/arbeit/245)).
|
||||
**Erklärende Hypothesen & Arbeitshypothese** ([Buch S. 112](/book/praxis/112)): Aus den theoriegeleiteten Fallüberlegungen Weil-Hypothesen ableiten und zu einer Wenn-Dann-Arbeitshypothese verdichten.
|
||||
|
||||
**EPG-Bewertung (max. 9 Punkte):**
|
||||
- 2 Theorien passend gewählt und Wahl nachvollziehbar begründet (je 1.5 → 3 Punkte)
|
||||
|
||||
@ -2,18 +2,5 @@
|
||||
id: "diagnosis-kpg-principle"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "KPG-Prinzip: Diagnose"
|
||||
variant: "sky"
|
||||
footnote: "📚 Theoriegeleitetes Fallverstehen, Arbeitshypothese, Kooperation"
|
||||
variant: "amber"
|
||||
---
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||||
**Ziel:** In der Diagnose geht es um das Erhellen und Verstehen eines Falles — die Frage lautet: «Warum ist die Situation so, wie sie ist?» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 232](/book/arbeit/232)).
|
||||
|
||||
**Theoriegeleitetes Fallverstehen** — 5 Schritte ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 242](/book/arbeit/242)):
|
||||
1. Wahl geeigneter Wissensbestände (Theorien als «Scheinwerfer»)
|
||||
2. Theoriegeleitete Fallüberlegungen (Relationierung von Theorie und Fall)
|
||||
3. Erklärende Hypothesen formulieren als Weil-Hypothesen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 253](/book/arbeit/253))
|
||||
4. Handlungsleitende Arbeitshypothese als Wenn-Dann-Hypothese ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 245](/book/arbeit/245))
|
||||
5. Folgerungen für Professionelle ableiten
|
||||
|
||||
**Hypothesencharakter:** Diagnosen sind wissensbasierte Deutungen von Wirklichkeit, deren Richtigkeit offen bleibt — sie werden im Verlauf des Unterstützungsprozesses gemeinsam überprüft und weiterentwickelt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 235](/book/arbeit/235)).
|
||||
|
||||
**Kooperatives Fallverstehen:** Erklärende Hypothesen werden mit dem Klient*innensystem besprochen und validiert — vom Klient*innensystem als hilfreich beurteilte Erklärungen fliessen in die Arbeitshypothese ein ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 247](/book/arbeit/247)).
|
||||
|
||||
@ -3,10 +3,7 @@ id: "diagnosis-allowed-terms"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "JETZT DARFST du erklärende Begriffe verwenden!"
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||||
variant: "rose"
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||||
footnote: "✅ Hier erklären: Wirkungszusammenhänge formulieren und Veränderung eruieren"
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||||
---
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||||
Im Gegensatz zur Analyse (wo nur konstatiert wurde) DARFST du in der Diagnose jetzt erklären. Nutze erklärende Begriffe für deine theoriegeleiteten Hypothesen:
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||||
✅ Im Gegensatz zur Analyse DARFST du in der Diagnose jetzt erklären. Nutze "weil", "deshalb", "aufgrund von" für Erklärungshypothesen basierend auf deinen ausgewählten Theorien.
|
||||
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||||
✅ **WEIL...** • ✅ **DESHALB...** • ✅ **AUFGRUND VON...** • ✅ **INFOLGE VON...**
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||||
|
||||
Erklärende Hypothesen stellen Wirkungszusammenhänge zwischen Elementen der Ausstattung, Bedingungen und Vorkommnissen her ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 253](/book/arbeit/253)). Sie basieren stets auf den gewählten Theorien und sind durch theoriegeleitete Fallüberlegungen gestützt.
|
||||
"WEIL..." / "DESHALB..." / "AUFGRUND VON..." / "INFOLGE VON..."
|
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||||
@ -2,13 +2,11 @@
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id: "diagnosis-einleitung"
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type: "markdown"
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title: "Einleitungsabsatz"
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||||
hint: "Beschreibe das Ziel der Diagnose (Erhellen und Verstehen des Falls mithilfe wissenschaftlicher Theorien), den Bezug zur Analyse (Fallthematik als Ausgangspunkt) und die gewählte Diagnosemethode (Theoriegeleitetes Fallverstehen). Benenne die gewählten Theorien und begründe kurz, warum sie zur Fallthematik passen."
|
||||
footnote: "📚 Theoriegeleitetes und kooperatives Fallverstehen"
|
||||
hint: "Methode: Theoriegeleitetes Fallverstehen (Buch S. 242). Beschreibe das Ziel (Erhellen und Verstehen des Falls), den Bezug zur Analyse (Fallthematik als Ausgangspunkt) und die gewählte Diagnosemethode."
|
||||
footnote: "Theoriegeleitetes Fallverstehen ([Buch S. 241](/book/arbeit/241)) — Kooperatives Fallverstehen ([Buch S. 246](/book/arbeit/246))"
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||||
---
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||||
***Ziel des Prozessschrittes***
|
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||||
Diskussion und fachliche Auseinandersetzung der Fallthematik vor dem Hintergrund fallspezifisch ausgewählter fachlicher Wissensbestände / Theorien (theoriegeleitetes Fallverstehen).
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||||
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||||
***Bezug zum vorherigen Schritt***
|
||||
|
||||
***Methode(n)***
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||||
|
||||
@ -2,8 +2,8 @@
|
||||
id: "diagnosis-case-theme-display"
|
||||
type: "markdown-readonly"
|
||||
title: "Fallthematik (aus der Analyse)"
|
||||
hint: "Die Diagnose baut auf der Fallthematik und den konstatierenden Hypothesen aus der Analyse auf. Die Fallthematik ist der Ausgangspunkt für die Wahl geeigneter Wissensbestände — überprüfe sie, bevor du Theorien auswählst."
|
||||
footnote: "🔗 Schreibgeschützte Anzeige der Fallthematik aus der Analyse"
|
||||
hint: "Die Diagnose baut auf der Fallthematik und den Hypothesen aus der Analyse auf. Überprüfe diese, bevor du Theorien auswählst."
|
||||
footnote: "Dies ist eine schreibgeschützte Anzeige der in der Analyse definierten Fallthematik."
|
||||
sourcePageDir: "050-analysis"
|
||||
sourceBlockId: "analysis-fallthematik"
|
||||
---
|
||||
|
||||
@ -2,8 +2,8 @@
|
||||
id: "diagnosis-theorie-1"
|
||||
type: "markdown"
|
||||
title: "Theorie 1"
|
||||
hint: "Wähle einen Wissensbestand/Theorie als «Scheinwerfer» für die Fallthematik. Grundsätzlich kommen Theorien der Sozialen Arbeit und aller Nachbardisziplinen in Frage (Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Psychiatrie, Recht). Begründe die Wahl nachvollziehbar und erarbeite theoriegeleitete Fallüberlegungen, die konkret auf den Fall bezogen sind."
|
||||
footnote: "📚 Wahl geeigneter Wissensbestände für theoriegeleitete Erklärung"
|
||||
hint: "Wähle einen Wissensbestand/Theorie als «Scheinwerfer» für die Fallthematik (Buch S. 242). Begründe die Wahl nachvollziehbar und erarbeite theoriegeleitete Fallüberlegungen, die konkret auf den Fall bezogen sind."
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||||
footnote: "Wahl geeigneter Wissensbestände ([Buch S. 241](/book/arbeit/241)) — Beispiel mit Lebensbewältigungskonzept ([Buch S. 249](/book/arbeit/249))"
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***Theorie/Wissensbestand***
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@ -2,7 +2,7 @@
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id: "diagnosis-hypothese-1"
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type: "markdown"
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title: "Erklärende Hypothese(n) (Theorie 1)"
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hint: "Formulierung als erklärende Weil-Hypothese: «Weil [Theoriebezug], [Auswirkung auf Fallthematik].» Die Hypothesen müssen nachvollziehbar aus den theoretischen Ausführungen abgeleitet sein und Bezug zur Fallthematik haben. Bespreche die Hypothesen mit dem Klient*innensystem und prüfe, ob sie als hilfreich beurteilt werden."
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footnote: "📚 Erklärende Weil-Hypothesen als Kernstück der Diagnose"
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||||
hint: "Formulierung als erklärende Weil-Hypothese: «Weil [Theoriebezug], [Auswirkung auf Fallthematik].» Die Hypothesen müssen nachvollziehbar aus den theoretischen Ausführungen abgeleitet sein und Bezug zur Fallthematik haben."
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footnote: "Erklärende Hypothesen ([Buch S. 252](/book/arbeit/252)) — Praxisbeispiel ([Buch S. 112](/book/praxis/112))"
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@ -2,8 +2,8 @@
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id: "diagnosis-theorie-2"
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type: "markdown"
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title: "Theorie 2"
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hint: "Wähle einen zweiten Wissensbestand/Theorie als «Scheinwerfer» für die Fallthematik. Wähle eine Theorie, die einen anderen Aspekt der Fallthematik beleuchtet als Theorie 1 — z. B. Entwicklung (Erikson, Piaget), Bindung (Bowlby), Lebensbewältigung (Böhnisch), Kommunikation (Watzlawick) oder systemische Perspektive."
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footnote: "📚 Zweiter Theorierahmen für vertiefte Fallanalyse"
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||||
hint: "Wähle einen zweiten Wissensbestand/Theorie als «Scheinwerfer» für die Fallthematik (Buch S. 242). Wähle eine Theorie, die einen anderen Aspekt der Fallthematik beleuchtet als Theorie 1."
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||||
footnote: "Wahl geeigneter Wissensbestände ([Buch S. 241](/book/arbeit/241)) — Beispiel mit Entwicklungstheorie ([Buch S. 253](/book/arbeit/253))"
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---
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***Theorie/Wissensbestand***
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@ -2,7 +2,7 @@
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id: "diagnosis-hypothese-2"
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type: "markdown"
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title: "Erklärende Hypothese(n) (Theorie 2)"
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hint: "Formulierung als erklärende Weil-Hypothese: «Weil [Theoriebezug], [Auswirkung auf Fallthematik].» Auch hier: nachvollziehbar aus Theorie 2 abgeleitet, mit konkretem Fallbezug. Die ergiebigsten erklärenden Hypothesen beider Theorien fliessen später in die Arbeitshypothese ein."
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||||
footnote: "📚 Erklärende Hypothesen — Verdichtung zur Arbeitshypothese"
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||||
hint: "Formulierung als erklärende Weil-Hypothese: «Weil [Theoriebezug], [Auswirkung auf Fallthematik].» Auch hier: nachvollziehbar aus Theorie 2 abgeleitet, mit konkretem Fallbezug."
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footnote: "Erklärende Hypothesen ([Buch S. 253](/book/arbeit/253))"
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---
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@ -2,7 +2,7 @@
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||||
id: "diagnosis-arbeitshypothese"
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type: "markdown"
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||||
title: "Handlungsleitende Arbeitshypothese"
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||||
hint: "Formulierung als handlungsleitende Wenn-Dann-Hypothese: «Wenn [Intervention/Veränderung], dann [erwartetes Ergebnis für das Klient*innensystem].» Die Arbeitshypothese verdichtet die ergiebigsten erklärenden Hypothesen und leitet den Blickwechsel von der Erklärung zur Zukunft ein. Validiere sie gemeinsam mit dem Klient*innensystem."
|
||||
footnote: "📚 Handlungsleitende Arbeitshypothese als Wenn-Dann-Formulierung"
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||||
hint: "Formulierung als handlungsleitende Wenn-Dann-Hypothese: «Wenn [Intervention/Veränderung], dann [erwartetes Ergebnis für das Klient*innensystem].» Die Arbeitshypothese leitet den Blickwechsel von der Erklärung zur Zukunft ein (Buch S. 245)."
|
||||
footnote: "Handlungsleitende Arbeitshypothese ([Buch S. 244](/book/arbeit/244)) — Kooperatives Fallverstehen ([Buch S. 246](/book/arbeit/246))"
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||||
---
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||||
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||||
@ -3,12 +3,11 @@ id: "diagnosis-quality-check"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "Qualitätsprüfung: Diagnose"
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||||
variant: "slate"
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||||
footnote: "🔎 Prüfe anhand EPG-Kriterien und Methodenreflexion Diagnose"
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||||
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||||
Bevor du zur Zielsetzung übergehst, prüfe:
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||||
Bevor du zur Zielsetzung übergehst, prüfe anhand der EPG-Kriterien (max. 9 Punkte):
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||||
- [ ] **Theorieauswahl:** Mindestens 2 Theorien/Wissensbestände passend zur Fallthematik gewählt und Wahl jeweils nachvollziehbar begründet
|
||||
- [ ] **Theoriegeleitete Fallüberlegungen:** Ausführungen korrekt, konkret auf den Fall bezogen und nachvollziehbar; Theorien unterlegen die Fallthematik schlüssig
|
||||
- [ ] **Erklärende Hypothesen:** Als Weil-Hypothesen formuliert, nachvollziehbar aus den Theorien abgeleitet und mit Bezug zur Fallthematik
|
||||
- [ ] **Arbeitshypothese:** Als Wenn-Dann-Hypothese formuliert, nachvollziehbar aus den erklärenden Hypothesen abgeleitet
|
||||
- [ ] **Kooperatives Fallverstehen:** Perspektive des Klient*innensystems einbezogen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 246](/book/arbeit/246))
|
||||
- [ ] **Theorieauswahl (3 P.):** Mindestens 2 Theorien/Wissensbestände passend zur Fallthematik gewählt und Wahl jeweils nachvollziehbar begründet?
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||||
- [ ] **Theoriegeleitete Fallüberlegungen (3 P.):** Sind die Ausführungen korrekt, konkret auf den Fall bezogen und nachvollziehbar? Unterlegen die Theorien die Fallthematik schlüssig?
|
||||
- [ ] **Erklärende Hypothesen (1.5 P.):** Als Weil-Hypothesen formuliert, nachvollziehbar aus den Theorien abgeleitet und mit Bezug zur Fallthematik?
|
||||
- [ ] **Arbeitshypothese (1.5 P.):** Als Wenn-Dann-Hypothese formuliert, nachvollziehbar aus den erklärenden Hypothesen abgeleitet?
|
||||
- [ ] **Kooperatives Fallverstehen:** Wurde die Perspektive des Klient*innensystems einbezogen ([Buch S. 246](/book/arbeit/246))?
|
||||
|
||||
8
060-diagnosis/guidance.md
Normal file
8
060-diagnosis/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
|
||||
Theoriegeleitetes Fallverstehen ([Buch S. 241](/book/arbeit/241)): Nutze wissenschaftliche Theorien als «Scheinwerfer» zur Beleuchtung der Fallthematik. Wähle mindestens 2 Theorien, leite erklärende Weil-Hypothesen ab und verdichte diese zu einer handlungsleitenden Wenn-Dann-Arbeitshypothese ([Buch S. 244](/book/arbeit/244)). EPG-Bewertung: max. 9 Punkte.
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||||
|
||||
### Checkliste
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||||
- Theorie-Auswahl & Begründung (je 1.5 P.)
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||||
- Theoriegeleitete Fallüberlegungen (3 P.)
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||||
- Erklärende Hypothesen als Weil-Hypothesen (1.5 P.)
|
||||
- Arbeitshypothese als Wenn-Dann-Hypothese (1.5 P.)
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||||
@ -3,12 +3,12 @@
|
||||
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/step.schema.json",
|
||||
"stepId": "060-diagnosis",
|
||||
"title": "3.3 Prozessschritt Diagnose",
|
||||
"subTitle": "Theoriegeleitetes Fallverstehen: Wissensbestände als \u00abScheinwerfer\u00bb, erklärende Hypothesen und Arbeitshypothese.",
|
||||
"subTitle": "Theoriegeleitete soziale Diagnose.",
|
||||
"accentColor": "var(--color-step-3)",
|
||||
"status": "pending",
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||||
"progress": 0,
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||||
"labels": [
|
||||
"Warum?"
|
||||
],
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||||
"overview": "Diskussion und fachliche Auseinandersetzung der Fallthematik vor dem Hintergrund fallspezifisch ausgewählter Wissensbestände (min. 2 Theorien). Daraus werden erklärende Weil-Hypothesen abgeleitet und zu einer handlungsleitenden Wenn-Dann-Arbeitshypothese verdichtet."
|
||||
"overview": "Diskussion und fachliche Auseinandersetzung der Fallthematik vor dem Hintergrund fallspezifisch ausgewählter fachlicher Wissensbestände / Theorien (theoriegeleitetes Fallverstehen)."
|
||||
}
|
||||
|
||||
@ -2,18 +2,16 @@
|
||||
id: "goals-epg-guidance"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "3.4 Zielsetzung (max. 10 Punkte)"
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||||
variant: "amber"
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||||
variant: "sky"
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||||
---
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||||
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||||
**Zielfindungsmethoden:**
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||||
- **Lösungsorientierter Ansatz** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 277](/book/arbeit/277)) — Wunderfrage, Skalierung, Ausnahmen finden
|
||||
- **Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 279](/book/arbeit/279)) — Motto-Ziele, Embodiment, somatische Marker
|
||||
- **Formulierung von Zielen** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 284](/book/arbeit/284)) — Qualitätsanforderungen an gute Zielformulierungen
|
||||
- **Bildungs- und Unterstützungsziele** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 285](/book/arbeit/285)) — BZ ermöglichen Bildungsprozesse, UZ schaffen die Rahmenbedingungen
|
||||
- **Lösungsorientierter Ansatz** ([Buch S. 277](/book/arbeit/277)) — Wunderfrage, Skalierung, Ausnahmen finden
|
||||
- **Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)** ([Buch S. 278](/book/arbeit/278)) — Motto-Ziele, Embodiment, somatische Marker
|
||||
- **Formulierung von Zielen** ([Buch S. 283](/book/arbeit/283)) — Qualitätsanforderungen an gute Zielformulierungen
|
||||
- **Bildungs- und Unterstützungsziele** ([Buch S. 284](/book/arbeit/284)) — BZ ermöglichen Bildungsprozesse, UZ schaffen die Rahmenbedingungen
|
||||
|
||||
**Kopf, Herz, Hand** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286)): Prüfe jedes Bildungsziel auf drei Ebenen — ist es fachlich begründbar (Kopf), emotional bedeutsam für die/den Klient*in (Herz) und im Alltag umsetzbar (Hand)?
|
||||
|
||||
**Hierarchisierung** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 275](/book/arbeit/275)): Das KPG-Konzept unterscheidet Fernziele, Grobziele und Feinziele. In diesem Kapitel stehen Fernziel und Grobziele im Zentrum; die Feinziele werden in der Interventionsplanung konkretisiert, aber gemäss EPG-Kriterien unter **Zielsetzung** mitbeurteilt. Kriterien für gute Grobziele: den Klient*innen wichtig, bedeutsam, diagnosebasiert, motivierend, erreichbar und akzeptiert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 288](/book/arbeit/288)).
|
||||
**Kopf, Herz, Hand** ([Buch S. 285](/book/arbeit/285)): Prüfe jedes Ziel auf drei Ebenen — ist es fachlich begründbar (Kopf), emotional bedeutsam für die/den Klient*in (Herz) und im Alltag umsetzbar (Hand)?
|
||||
|
||||
**EPG-Bewertung (max. 10 Punkte):**
|
||||
- Kooperativer Zielbildungsprozess konkret und nachvollziehbar dargestellt (1.5 Punkte)
|
||||
@ -21,5 +19,3 @@ variant: "amber"
|
||||
- Ziele korrekt formuliert (Endzustand; Feinziele nach SMART; keine Verwechslung mit Massnahmen) (3 Punkte)
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||||
- Ziele fachlich begründet und in Zusammenhang mit vorangehenden Prozessschritten (3 Punkte)
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||||
- Unterscheidung BZ & UZ nachvollziehbar und korrekt (1 Punkt)
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||||
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||||
💡 **Wichtig:** Die **Feinziele** werden in Schritt 3.5 konkret formuliert, aber unter dem EPG-Kriterium **Zielsetzung** mitbewertet.
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||||
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||||
@ -2,13 +2,11 @@
|
||||
id: "goals-einleitung"
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||||
type: "markdown"
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||||
title: "Einleitungsabsatz"
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||||
hint: "Beschreibe das Ziel des Prozessschrittes, den Bezug zur Diagnose (Arbeitshypothese als Ausgangspunkt) und die gewählte(n) Zielfindungsmethode(n) — z. B. Lösungsorientierung (Wunderfrage, Skalierung), ZRM (Motto-Ziele, somatische Marker). Der Einleitungsabsatz muss die drei fett-kursiven Aspekte abdecken: Ziel, Bezug, Methode(n)."
|
||||
footnote: "📖 Zielsetzung = Übergang von Diagnose zu Intervention"
|
||||
hint: "Beschreibe das Ziel des Prozessschrittes, den Bezug zur Diagnose (Arbeitshypothese als Ausgangspunkt, Buch S. 274) und die gewählte(n) Zielfindungsmethode(n) — z. B. Lösungsorientierung (S. 278), ZRM (S. 279)."
|
||||
footnote: "Zielsetzung als Übergang von Diagnose zu Intervention ([Buch S. 273](/book/arbeit/273)) — Bedeutung der Zielfindung ([Buch S. 275](/book/arbeit/275))"
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---
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||||
***Ziel des Prozessschrittes***
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||||
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||||
Beschreibung des kooperativen Zielbildungsprozesses; hierarchisierte Zielformulierung mit jeweiliger Begründung (1 Fernziel, mind. 1 Grobziel). Unterscheidung zwischen Bildungszielen und Unterstützungszielen auf Grobzielebene.
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||||
|
||||
***Bezug zum vorherigen Schritt***
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||||
|
||||
***Methode(n)***
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||||
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||||
@ -2,8 +2,8 @@
|
||||
id: "goals-cooperation"
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||||
type: "markdown"
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||||
title: "Kooperativer Zielbildungsprozess"
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||||
hint: "Beschreibe konkret, wie die Ziele kooperativ mit dem/der Klient*in und dem Team erarbeitet wurden. Der Zielfindungsprozess vollzieht sich als Pendelbewegung: Blick zurück auf Anliegen, Ressourcen, Fallthematik, Arbeitshypothese — dann in die Zukunft. Berücksichtige: Machtverhältnisse, kulturelle Aushandlungsformen, die Rolle als ‹selbstreflexiver mitbetroffener Verhandlungspartner›. Im Zwangskontext: Zunächst Unterstützungsziele als Orientierungslinie formulieren."
|
||||
footnote: "🤝 Kooperation und dialogische Aushandlung von Zielen"
|
||||
hint: "Beschreibe konkret, wie die Ziele kooperativ mit dem/der Klient*in und dem Team erarbeitet wurden. Dialogisches Aushandeln (Buch S. 283): Pendelbewegung zwischen Vergangenheit (Anliegen, Ressourcen, Fallthematik) und Zukunft (Veränderungswünsche). Auch Zielfindung mit wenig motivierten Klient*innen berücksichtigen (Buch S. 281)."
|
||||
footnote: "Dialogisches Aushandeln von Zielen ([Buch S. 282](/book/arbeit/282)) — Zielfindung mit wenig motivierten Klient*innen ([Buch S. 280](/book/arbeit/280))"
|
||||
---
|
||||
***Kooperativer Zielbildungsprozess***
|
||||
|
||||
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||||
@ -4,8 +4,8 @@ type: "markdown"
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||||
title: "Fernziel"
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||||
subtitle: ""
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level: "fernziel"
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||||
hint: "Teilhabe-orientiertes Fernziel als anzustrebender Endzustand mit fachlicher Begründung. Das Fernziel gibt den übergeordneten Orientierungsrahmen, ist langfristig angelegt und beschreibt, was die Person in Bezug auf ihre Teilhabe erreichen soll. Begründe fachlich (sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch) und verknüpfe mit Arbeitshypothese und vorangehenden Prozessschritten."
|
||||
footnote: "🎯 Fernziel als übergeordneter Orientierungsrahmen"
|
||||
hint: "Teilhabe-orientiertes Fernziel als anzustrebender Endzustand mit fachlicher Begründung. Das Fernziel soll in Zusammenhang mit der Arbeitshypothese und den vorangehenden Prozessschritten stehen."
|
||||
footnote: "Fernziel ([Buch S. 286](/book/arbeit/286)) — Formulierung von Zielen ([Buch S. 283](/book/arbeit/283))"
|
||||
---
|
||||
***Fernziel***
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||||
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||||
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||||
@ -6,8 +6,8 @@ subtitle: ""
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||||
level: "grobziel"
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availableLabels: ["BZ","UZ"]
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||||
labels: ["BZ"]
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||||
hint: "BZ = Bildungsziel (Klient*in lernt/entwickelt etwas, Kompetenzzuwachs). Formuliere als anzustrebenden Endzustand, nicht als Massnahme. Kriterien für gute Grobziele: den Klient*innen wichtig, bedeutsam, diagnosebasiert, motivierend, erreichbar und akzeptiert. Begründe fachlich und verknüpfe mit Analyse/Diagnose. Prüfe: Kopf (fachlich begründbar?), Herz (emotional bedeutsam?), Hand (im Alltag umsetzbar?)."
|
||||
footnote: "📚 Bildungsziele ermöglichen Kompetenzzuwachs — Kopf, Herz, Hand"
|
||||
hint: "BZ = Bildungsziel (Klient*in lernt/entwickelt etwas). Formuliere als anzustrebenden Endzustand, nicht als Massnahme. Begründe fachlich (sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch) und prüfe mit Kopf, Herz, Hand (Buch S. 286)."
|
||||
footnote: "Bildungs- und Unterstützungsziele ([Buch S. 284](/book/arbeit/284)) — Kopf, Herz, Hand ([Buch S. 285](/book/arbeit/285))"
|
||||
---
|
||||
***Grobziel***
|
||||
|
||||
|
||||
@ -6,11 +6,11 @@ subtitle: ""
|
||||
level: "grobziel"
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||||
availableLabels: ["BZ","UZ"]
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||||
labels: ["UZ"]
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||||
hint: "UZ = Unterstützungsziel (Fachperson/System schafft Rahmenbedingungen, um den Bildungsprozess zu ermöglichen). Formuliere als anzustrebenden Endzustand (nicht als Vorgehensschritt). Beispiel: ‹Die Vernetzung mit dem ambulanten Dienst ist etabliert› statt ‹Vernetzung aufbauen›. Begründe fachlich und mache die Unterscheidung zu Bildungszielen nachvollziehbar."
|
||||
footnote: "🔧 Unterstützungsziele für Professionelle — Bildungsprozess ermöglichen"
|
||||
hint: "UZ = Unterstützungsziel (Fachperson/System schafft Rahmenbedingungen). Min. 1 BZ + 1 UZ erforderlich. Formuliere als anzustrebenden Endzustand, fachlich begründet."
|
||||
footnote: "Bildungs- und Unterstützungsziele ([Buch S. 284](/book/arbeit/284)) — Kopf, Herz, Hand ([Buch S. 285](/book/arbeit/285))"
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||||
---
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||||
***Grobziel***
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||||
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||||
***Fachliche Begründung***
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||||
|
||||
***Bedeutsamkeit (Kopf, Herz, Hand)***
|
||||
***Bedeutsamkeit (Kopf, Herz, Hand)***
|
||||
@ -6,8 +6,8 @@ subtitle: ""
|
||||
level: "grobziel"
|
||||
availableLabels: ["BZ","UZ"]
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||||
labels: []
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||||
hint: "Formuliere ein weiteres Grobziel (BZ oder UZ) mit fachlicher Begründung und Kopf-Herz-Hand-Prüfung. Achtung: Ziele sind als anzustrebender Endzustand zu formulieren, nicht als Vorgehensschritte/Massnahmen. Prüfe: Steht dieses Ziel in logischer Beziehung zum Fernziel und zu den anderen Grobzielen? Ist es diagnosebasiert?"
|
||||
footnote: "📝 Gute Zielformulierungen: als Endzustand, positiv, motivierend"
|
||||
hint: "Formuliere ein weiteres Grobziel (BZ oder UZ) mit fachlicher Begründung und Kopf-Herz-Hand-Prüfung. Achtung: Ziele sind als anzustrebender Endzustand zu formulieren, nicht als Vorgehensschritte/Massnahmen."
|
||||
footnote: "Formulierung von Zielen ([Buch S. 283](/book/arbeit/283)) — Kopf, Herz, Hand ([Buch S. 285](/book/arbeit/285))"
|
||||
---
|
||||
***Grobziel***
|
||||
|
||||
|
||||
@ -4,13 +4,10 @@ type: "guidance-box"
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||||
title: "Qualitätsprüfung: Zielsetzung"
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||||
variant: "slate"
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||||
---
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||||
Bevor du zur Interventionsplanung übergehst, prüfe:
|
||||
Bevor du zur Interventionsplanung übergehst, prüfe anhand der EPG-Kriterien (max. 10 Punkte):
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||||
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||||
- [ ] **Kooperativer Zielbildungsprozess:** Prozess der gemeinsamen Zielfindung konkret und nachvollziehbar; dialogisches Aushandeln sichtbar ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 283](/book/arbeit/283))
|
||||
- [ ] **Zielhierarchie:** Hierarchisierte Zielformulierung (Fernziel → Grobziele); Zielebenen in logischer Beziehung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 275](/book/arbeit/275))
|
||||
- [ ] **Korrekte Formulierung:** Ziele als Endzustand formuliert, keine Verwechslung mit Massnahmen; Feinziele nach SMART ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 284](/book/arbeit/284))
|
||||
- [ ] **Fachliche Begründung:** Ziele sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch begründet, Zusammenhang mit vorangehenden Prozessschritten
|
||||
- [ ] **BZ/UZ-Unterscheidung:** Auf Grobzielebene nachvollziehbar und korrekt vorgenommen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 285](/book/arbeit/285))
|
||||
- [ ] **Kopf, Herz, Hand:** Bedeutsamkeit der Bildungsziele auf allen drei Ebenen geprüft ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286))
|
||||
|
||||
Hinweis: **Feinziele** werden in der Interventionsplanung formuliert, aber unter **Zielsetzung** mitbewertet.
|
||||
- [ ] **Kooperativer Zielbildungsprozess (1.5 P.):** Ist der Prozess der gemeinsamen Zielfindung konkret und nachvollziehbar beschrieben?
|
||||
- [ ] **Zielhierarchie (1.5 P.):** Ist eine hierarchisierte Zielformulierung vorgenommen (Fernziel → Grobziele)? Stehen die Zielebenen in logischer Beziehung zueinander?
|
||||
- [ ] **Korrekte Formulierung (3 P.):** Sind die Ziele als anzustrebender Endzustand formuliert? Keine Verwechslung mit Vorgehensschritten/Massnahmen?
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||||
- [ ] **Fachliche Begründung (3 P.):** Sind die Ziele sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch begründet und stehen in Zusammenhang mit den vorangehenden Prozessschritten (Analyse, Diagnose)?
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||||
- [ ] **BZ/UZ-Unterscheidung (1 P.):** Ist die Unterscheidung zwischen Bildungszielen und Unterstützungszielen nachvollziehbar und korrekt vorgenommen ([Buch S. 284](/book/arbeit/284))?
|
||||
|
||||
8
070-goalSetting/guidance.md
Normal file
8
070-goalSetting/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
|
||||
Kooperative Erarbeitung einer Zielhierarchie ([Buch S. 282](/book/arbeit/282)). Definiere ein Fernziel (Teilhabe) und funktionale Grobziele (Meilensteine). Unterscheide Bildungsziele (BZ) und Unterstützungsziele (UZ) ([Buch S. 284](/book/arbeit/284)). Hinweis: Feinziele (SMART-Kriterien) werden in der Interventionsplanung definiert. EPG-Bewertung: max. 10 Punkte.
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||||
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### Checkliste
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- Fernziel & Grobziele als Endzustand formuliert
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||||
- Bildungs- vs. Unterstützungsziele unterschieden
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||||
- Fachliche Begründung mit Bezug zu vorangehenden Schritten
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||||
- Kooperativer Zielbildungsprozess dokumentiert
|
||||
@ -2,23 +2,19 @@
|
||||
id: "planning-epg-guidance"
|
||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "3.5 Interventionsplanung (max. 10 Punkte)"
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||||
variant: "amber"
|
||||
variant: "sky"
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||||
---
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||||
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||||
**Handlungsleitende Konzepte** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 299](/book/arbeit/299)): Wähle aus der «Füllung des KPG-Modells» ein oder mehrere handlungsleitende Konzepte, die deine Intervention leiten — z. B. Empowerment, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, systemisches Denken. Begründe die Wahl fachlich und verknüpfe zentrale Aspekte explizit mit der Interventionsplanung.
|
||||
**Handlungsleitende Konzepte** ([Buch S. 299](/book/arbeit/299)): Wähle aus der «Füllung des KPG-Modells» ein oder mehrere handlungsleitende Konzepte, die deine Intervention leiten — z. B. Empowerment, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, systemisches Denken. Begründe die Wahl fachlich und verknüpfe zentrale Aspekte explizit mit der Interventionsplanung.
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||||
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||||
**Best/Worst Case & Nichts-tun** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 309](/book/arbeit/309)): Reflektiere vor der Entscheidung: Was passiert im besten Fall? Im schlimmsten Fall? Was, wenn nichts unternommen wird? Diese Reflexion hilft, Interventionen abzuwägen und unerwünschte Nebeneffekte zu antizipieren.
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**Best/Worst Case & Nichts-tun** ([Buch S. 308](/book/arbeit/308)): Reflektiere vor der Entscheidung: Was passiert im besten Fall? Im schlimmsten Fall? Was, wenn nichts unternommen wird? Diese Reflexion hilft, Interventionen abzuwägen und unerwünschte Nebeneffekte zu antizipieren.
|
||||
|
||||
**SMART-Kriterien für Feinziele** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286)): Formuliere Feinziele nach SMART — **S**pezifisch, **M**essbar, **A**ttraktiv/Akzeptiert, **R**ealistisch, **T**erminiert. Ordne jedem Feinziel ein Grobziel zu und unterscheide zwischen Bildungs- und Unterstützungszielen.
|
||||
**SMART-Kriterien für Feinziele** ([Buch S. 286](/book/arbeit/286)): Formuliere Feinziele nach SMART — **S**pezifisch, **M**essbar, **A**ttraktiv/Akzeptiert, **R**ealistisch, **T**erminiert. Ordne jedem Feinziel ein Grobziel zu und unterscheide zwischen Bildungs- und Unterstützungszielen.
|
||||
|
||||
**Interventionsmodi** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 295](/book/arbeit/295)): Eingriff (nur bei Gefährdung), Angebot (freiwillig) und gemeinsames Handeln (koproduktiv). Leitlinie: Eingriffshandeln möglichst beschränken. Unterscheide situations- und personenbezogene Interventionen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 296](/book/arbeit/296)).
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**Kriterien (EPG-Bewertung, max. 10 Punkte):**
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**Kriterien (EPG-Bewertung):**
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- Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse und Bedeutung für die Interventionsplanung (1 Pkt.)
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||||
- Handlungsleitende Konzepte: benannt, begründet und mit der Planung verknüpft (1.5 Pkt.)
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- Interventionsmöglichkeiten entworfen und reflektiert (1.5 Pkt.)
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||||
- Auswahl fachlich begründet mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung (1.5 Pkt.)
|
||||
- Konkrete Interventionsplanung: «Wer macht wann, was, wie, warum?» — methodisch-strukturiert und fallbezogen (3 Pkt.)
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||||
- Klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperation konkret dargestellt (1.5 Pkt.)
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||||
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||||
💡 **Hinweis:** Die **Feinziele** werden hier konkret formuliert, aber unter dem EPG-Kriterium **Zielsetzung** bepunktet.
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@ -2,11 +2,11 @@
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||||
id: "planning-kpg-process"
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||||
type: "guidance-box"
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title: "KPG 4-Schritte-Prozess"
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variant: "sky"
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||||
variant: "amber"
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||||
💡 Die Interventionsplanung folgt vier Schritten ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 306–311](/book/arbeit/306)):
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||||
💡 Die Interventionsplanung folgt vier Schritten ([Buch S. 306–310](/book/arbeit/306)):
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||||
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||||
1. **Vorüberlegungen** — Erkenntnisse zusammenfassen (Fakten, Fallthematik, Arbeitshypothese, Grobziele), handlungsleitendes Konzept wählen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 307](/book/arbeit/307))
|
||||
2. **Entwerfen** (Öffnung) — Interventionsmöglichkeiten kooperativ sammeln, Blickfeld weit öffnen, mind. 20–25 Ideen anstreben ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 308](/book/arbeit/308))
|
||||
3. **Reflexion** (Szenarien) — Best Case / Worst Case / Nichtstun durchspielen, Wirkungen und Nebenfolgen abschätzen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 309](/book/arbeit/309))
|
||||
4. **Entscheiden & Planen** (Schliessung) — Beste Interventionen auswählen, «Wer macht wann, was, wie, warum?», rollende Planung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 311](/book/arbeit/311))
|
||||
1. **Vorüberlegungen** — Erkenntnisse zusammenfassen, handlungsleitendes Konzept wählen
|
||||
2. **Entwerfen** (Öffnung) — Interventionsmöglichkeiten kooperativ sammeln
|
||||
3. **Reflexion** (Szenarien) — Best Case / Worst Case / Nichtstun durchspielen
|
||||
4. **Entscheiden & Planen** (Schliessung) — «Wer macht wann, was, wie, warum?»
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||||
|
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@ -2,11 +2,9 @@
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||||
id: "planning-einleitung"
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type: "markdown"
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title: "Einleitungsabsatz"
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||||
hint: "Beschreibe das Ziel des Prozessschrittes und den Bezug zur Zielsetzung (Arbeitshypothese, Grob-/Feinziele). Kein separater Methode(n)-Abschnitt — Methoden ergeben sich aus den vier KPG-Schritten. Erläutere kurz, wie die Interventionsplanung auf Analyse, Diagnose und Zielsetzung aufbaut."
|
||||
footnote: "📖 Interventionsplanung: entwerfen, reflektieren, auswählen, planen"
|
||||
hint: "Beschreibe das Ziel des Prozessschrittes und den Bezug zur Zielsetzung (Arbeitshypothese, Grob-/Feinziele). Kein separater Methode(n)-Abschnitt — Methoden ergeben sich aus den Schritten."
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||||
footnote: "Vgl. Hochuli Freund/Stotz: Kap. 12 Interventionsplanung, S. 293 ff."
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---
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***Ziel des Prozessschrittes***
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Interventionsmöglichkeiten kooperativ entwerfen, reflektieren und fachlich begründet auswählen. Daraus werden kooperativ 2–3 Feinziele abgeleitet, dem/einem Grobziel zugeordnet und in Bildungs- und Unterstützungsziele unterteilt.
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||||
***Bezug zum vorherigen Schritt***
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@ -2,8 +2,8 @@
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id: "planning-arbeitshypothese-display"
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type: "markdown-readonly"
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title: "Arbeitshypothese (aus Kap. 3.3)"
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||||
hint: "Die Arbeitshypothese (Wenn-dann-Hypothese) bildet den Ausgangspunkt für die Interventionsplanung. Sie verdichtet die ergiebigsten erklärenden Hypothesen und leitet den Blickwechsel von der Erklärung zur Zukunft ein."
|
||||
footnote: "🔗 Schreibgeschützte Anzeige — Arbeitshypothese leitet Intervention"
|
||||
hint: "Die Arbeitshypothese (Wenn-dann-Hypothese) bildet den Ausgangspunkt für die Interventionsplanung."
|
||||
footnote: "Schreibgeschützte Anzeige aus Kap. 3.3 Diagnose. Die Arbeitshypothese leitet den gesamten Interventionsprozess."
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||||
sourcePageDir: "060-diagnosis"
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||||
sourceBlockId: "diagnosis-arbeitshypothese"
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||||
@ -2,8 +2,8 @@
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||||
id: "planning-vorueberlegungen"
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type: "markdown"
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title: "Schritt 1 — Vorüberlegungen"
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||||
hint: "Fasse die wichtigsten Erkenntnisse aus Analyse, Diagnose und Zielsetzung zusammen: relevante Fakten, Fallthematik, Arbeitshypothese, vereinbarte Grobziele. Benenne mind. ein handlungsleitendes Konzept (z. B. Empowerment, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, systemisches Denken) und begründe dessen Wahl fachlich. Zeige auf, wie dieses Konzept die Interventionsplanung leitet."
|
||||
footnote: "💡 Schritt 1: Diagnostische Erkenntnisse als Rahmen nutzen"
|
||||
hint: "Fasse die wichtigsten Erkenntnisse aus Analyse, Diagnose und Zielsetzung zusammen. Benenne mind. ein handlungsleitendes Konzept (z. B. Empowerment, Lebensweltorientierung) und begründe dessen Wahl fachlich."
|
||||
footnote: "EPG: «Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse … und deren Bedeutung für die Interventionsplanung ist herausgearbeitet» (1 Pkt.) + «Passende handlungsleitende Konzepte benannt und fachlich begründet» (1.5 Pkt.)"
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||||
***Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse***
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@ -2,7 +2,7 @@
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id: "planning-entwerfen"
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type: "markdown"
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title: "Schritt 2 — Interventionsmöglichkeiten entwerfen"
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||||
hint: "Öffnungsphase: Sammle kooperativ möglichst viele Interventionsideen (mind. 20–25 Ideen als Faustregel). Beziehe Klient*in und Team ein. Blickfeld weit öffnen, kreativ sein, Erfahrungswissen der Organisation nutzen. Noch keine Bewertung — erst sammeln, dann reflektieren. Konzentriere die Suche besonders auf mögliche Veränderungen von Situationen (nicht nur personenbezogen). Unterscheide Interventionsmodi: Eingriff, Angebot, gemeinsames Handeln."
|
||||
footnote: "💡 Schritt 2: Blickfeld öffnen, kreativ neue Möglichkeiten erfinden"
|
||||
hint: "Öffnungsphase: Sammle kooperativ möglichst viele Interventionsideen (Brainstorming). Beziehe Klient*in und Team ein. Noch keine Bewertung — erst sammeln, dann reflektieren."
|
||||
footnote: "EPG: «Interventionsmöglichkeiten sind entworfen und reflektiert» (1.5 Pkt.)"
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---
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@ -2,7 +2,7 @@
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||||
id: "planning-reflektieren"
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type: "markdown"
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title: "Schritt 3 — Interventionsmöglichkeiten reflektieren"
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||||
hint: "Reflektiere die gesammelten Interventionsmöglichkeiten anhand von Szenarien: Best Case (bestmöglicher Verlauf), Worst Case (schlechtmöglichster Verlauf/Katastrophengeschichte), Nichtstun (was passiert ohne Intervention?). Diese Reflexionsmethode hilft, Wirkungen und unerwünschte Nebenfolgen abzuschätzen. Zusätzlich reflektieren: Ressourcen, Einflussfaktoren, ethische Aspekte, Handlungsbedarf. Begründe die finale Auswahl fachlich mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung."
|
||||
footnote: "💡 Schritt 3: Reflexion mittels Szenarien — fachlich begründet auswählen"
|
||||
hint: "Reflektiere die gesammelten Interventionsmöglichkeiten anhand von Szenarien: Best Case (bestmöglicher Verlauf), Worst Case (schlechtmöglichster Verlauf), Nichtstun (was passiert ohne Intervention?). Begründe die Auswahl fachlich mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung."
|
||||
footnote: "Vgl. Hochuli Freund/Stotz, S. 309: «Schritt 3: Reflexion der Interventionsmöglichkeiten». EPG: «Die Auswahl von Interventionsmöglichkeiten ist fachlich begründet» (1.5 Pkt.)"
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||||
---
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||||
@ -2,8 +2,8 @@
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id: "planning-interventionsplan"
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type: "markdown"
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title: "Konkrete Interventionsplanung"
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||||
hint: "Plane konkret anhand EINES ausgewählten Feinziels. Beantworte: «Wer macht wann, was, wie, warum?» Verknüpfe die Planung methodisch-strukturiert mit dem handlungsleitenden Konzept. Stelle klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dar. Denke an die rollende Planung: nur die erste Interventionsphase detailliert planen, weitere erst nach Zwischenevaluation."
|
||||
footnote: "💡 Schritt 4: Entscheiden, planen und W-Fragen beantworten"
|
||||
hint: "Plane konkret anhand EINES ausgewhlten Feinziels. Beantworte: «Wer macht wann, was, wie, warum?» Verknüpfe die Planung methodisch-strukturiert mit dem handlungsleitenden Konzept. Stelle klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dar."
|
||||
footnote: "EPG: «Die konkrete Interventionsplanung anhand eines der formulierten Feinziele beantwortet ganz konkret die Frage ‹Wer macht wann, was, wie, warum?›» (3 Pkt.) + «Kooperationen konkret dargestellt» (1.5 Pkt.)"
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||||
---
|
||||
| Wer? | Wann? | Was? | Wie? | Warum? |
|
||||
|------|-------|------|------|--------|
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||||
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||||
@ -6,11 +6,9 @@ variant: "slate"
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---
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||||
Bevor du zur Reflexion übergehst, prüfe:
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||||
- [ ] **Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse:** Wichtigste Erkenntnisse zusammengefasst und Bedeutung für Interventionsplanung herausgearbeitet ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 307](/book/arbeit/307))
|
||||
- [ ] **Handlungsleitendes Konzept:** Mind. ein Konzept benannt, fachlich begründet und mit Planung verknüpft ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 299](/book/arbeit/299))
|
||||
- [ ] **Entwerfen & Reflexion:** Interventionsmöglichkeiten kooperativ entworfen und mit Szenarien reflektiert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 308–309](/book/arbeit/308))
|
||||
- [ ] **Auswahl fachlich begründet:** Mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung
|
||||
- [ ] **Feinziele (SMART):** Nach SMART formuliert und Grobzielen zugeordnet (BZ/UZ); Bewertung läuft unter Zielsetzung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286))
|
||||
- [ ] **W-Fragen:** «Wer macht wann, was, wie, warum?» — methodisch-strukturiert und fallbezogen
|
||||
- [ ] **Kooperation:** Klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dargestellt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 305](/book/arbeit/305))
|
||||
- [ ] **Rollende Planung:** Nur erste Interventionsphase detailliert geplant ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 298](/book/arbeit/298))
|
||||
- Vorüberlegungen: Sind die bisherigen Erkenntnisse zusammengefasst und deren Bedeutung für die Planung herausgearbeitet?
|
||||
- Handlungsleitendes Konzept: Ist mind. ein Konzept benannt, begründet und mit der Planung verknüpft?
|
||||
- Entwerfen & Reflexion: Wurden Interventionsmöglichkeiten kooperativ entworfen und mit Szenarien (Best/Worst/Nichtstun) reflektiert?
|
||||
- Feinziele: Sind sie nach SMART formuliert und Grobzielen zugeordnet (BZ/UZ)?
|
||||
- W-Fragen: Beantwortet der Interventionsplan für ein Feinziel konkret «Wer macht wann, was, wie, warum?»
|
||||
- Kooperation: Sind klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dargestellt?
|
||||
|
||||
10
080-interventionPlanning/guidance.md
Normal file
10
080-interventionPlanning/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,10 @@
|
||||
Plane konkrete Interventionen kooperativ im KPG-4-Schritte-Prozess: Vorüberlegungen → Entwerfen → Reflektieren → Entscheiden & Planen. Beantworte die W-Fragen (Wer? Was? Wann? Wie? Warum?) und begründe deine Planung mit handlungsleitenden Konzepten. EPG-Bewertung: max. 10 Punkte.
|
||||
|
||||
### Checkliste
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||||
- Vorüberlegungen: Erkenntnisse zusammengefasst, handlungsleitendes Konzept gewählt & begründet
|
||||
- Entwerfen: Interventionsmöglichkeiten kooperativ gesammelt
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||||
- Reflexion: Best Case / Worst Case / Nichtstun durchgespielt
|
||||
- Feinziele: SMART-formuliert, Grobzielen zugeordnet, BZ/UZ unterschieden
|
||||
- Interventionsplan: W-Fragen für ein Feinziel beantwortet
|
||||
- Kooperation: Klient*in und inter-/intraprofessionell dargestellt
|
||||
@ -3,12 +3,12 @@
|
||||
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/step.schema.json",
|
||||
"stepId": "080-interventionPlanning",
|
||||
"title": "3.5 Prozessschritt Interventionsplanung",
|
||||
"subTitle": "Konkrete Planung von Massnahmen im KPG-4-Schritte-Prozess.",
|
||||
"subTitle": "Konkrete Planung von Massnahmen.",
|
||||
"accentColor": "var(--color-step-5)",
|
||||
"status": "pending",
|
||||
"progress": 0,
|
||||
"labels": [
|
||||
"Wie und womit?"
|
||||
],
|
||||
"overview": "Interventionsmöglichkeiten kooperativ entwerfen, reflektieren und fachlich begründet auswählen (4-Schritte-Prozess: Vorüberlegungen → Entwerfen → Reflektieren → Entscheiden & Planen). Daraus werden kooperativ 2–3 Feinziele nach SMART abgeleitet, Grobzielen zugeordnet und in BZ/UZ unterteilt. Konkrete Interventionsplanung anhand eines Feinziels: «Wer macht wann, was, wie, warum?»"
|
||||
"overview": "Interventionsmöglichkeiten kooperativ entwerfen, reflektieren und fachlich begründet auswählen. Daraus werden kooperativ 2–3 Feinziele abgeleitet, dem/einem Grobziel zugeordnet und in Bildungs- und Unterstützungsziele unterteilt."
|
||||
}
|
||||
|
||||
@ -2,20 +2,11 @@
|
||||
id: "reflection-epg-guidance"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "4. Fachliche Reflexion (max. 9 Punkte)"
|
||||
variant: "amber"
|
||||
variant: "sky"
|
||||
---
|
||||
📝 Abschliessende fachliche, kritische Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 332](/book/arbeit/332)). Reflektiere dein Vorgehen distanziert und selbstkritisch — keine blosse Zusammenfassung, sondern eine bewertende Rückschau. Die Begriffe Reflexion und Evaluation sind wenig trennscharf; Reflexion gilt als allgemeine Aufgabe, Evaluation als strukturierte, kriteriengeleitete Überprüfung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 335](/book/arbeit/335)).
|
||||
📝 Abschliessende fachliche, kritische Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses ([Buch S. 344](/book/arbeit/344)). Reflektiere dein Vorgehen distanziert und selbstkritisch — keine blosse Zusammenfassung, sondern eine bewertende Rückschau.
|
||||
|
||||
**EPG-Leitfragen:**
|
||||
1. Welche Bedeutung/Relevanz haben Theorien/Fachwissen für meine Praxis? Stärken/Schwächen? Alternativen?
|
||||
2. Welche Bedeutung/Relevanz haben die beigezogenen methodischen Zugänge? Stärken/Schwächen? Alternativen?
|
||||
3. Wie ist es mir gelungen, meine Rolle als Fachperson zu gestalten?
|
||||
4. Welche Werte/Haltungen haben mich geleitet? Auswirkungen? Verändert/bestätigt/differenziert?
|
||||
5. Welche Schwierigkeiten haben sich im Handlungsprozess ergeben? Ursachen? Umgang? Alternativen?
|
||||
6. Was hätte ich rückblickend noch berücksichtigen können?
|
||||
7. Was würde ich genauso und was anders machen? Weshalb?
|
||||
|
||||
**Kriterien (EPG-Bewertung, max. 9 Punkte):**
|
||||
**Kriterien (EPG-Bewertung):**
|
||||
- Fachliches sowie methodisches Vorgehen inkl. Bedeutung und Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität) (3 Pkt.)
|
||||
- Klient*innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation (1.5 Pkt.)
|
||||
- Eigene Rolle als Fachperson (1.5 Pkt.)
|
||||
|
||||
9
090-reflection/02-reflection-fachliches-vorgehen.md
Normal file
9
090-reflection/02-reflection-fachliches-vorgehen.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
|
||||
---
|
||||
id: "reflection-fachliches-vorgehen"
|
||||
type: "markdown"
|
||||
title: "Fachliches und methodisches Vorgehen"
|
||||
hint: "Reflektiere dein fachliches und methodisches Vorgehen über den gesamten Gestaltungsprozess. Gehe auf die Bedeutung und den Zusammenhang der einzelnen Prozessschritte ein (Zirkularität): Wo hast du Schritte wiederholt? Wo hätte eine Rückkehr zu einem früheren Schritt geholfen?"
|
||||
footnote: "EPG: «Fachliches sowie methodisches Vorgehen inkl. Bedeutung und Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität)» (3 Pkt.). Vgl. Hochuli Freund/Stotz, S. 345: Reflexion des Prozessschrittes."
|
||||
---
|
||||
***Fachliches sowie methodisches Vorgehen inkl. Zirkularität***
|
||||
|
||||
8
090-reflection/03-reflection-kooperation.md
Normal file
8
090-reflection/03-reflection-kooperation.md
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
|
||||
---
|
||||
id: "reflection-kooperation"
|
||||
type: "markdown"
|
||||
title: "Kooperation"
|
||||
hint: "Reflektiere die klient*innenspezifische und die intra-/interprofessionelle Kooperation über den gesamten Prozess. Wo gelang die Zusammenarbeit gut? Wo gab es Schwierigkeiten? Wie wurde Multiperspektivität sichergestellt?"
|
||||
footnote: "EPG: «Klient*innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation» (1.5 Pkt.). Vgl. Hochuli Freund/Stotz, S. 90 ff. (Kap. 5 Kooperation)."
|
||||
---
|
||||
***Klient*****innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation**\*
|
||||
9
090-reflection/04-reflection-eigene-rolle.md
Normal file
9
090-reflection/04-reflection-eigene-rolle.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
|
||||
---
|
||||
id: "reflection-eigene-rolle"
|
||||
type: "markdown"
|
||||
title: "Eigene Rolle als Fachperson"
|
||||
hint: "Reflektiere deine eigene Rolle als Fachperson: professionelle Haltung, Werte, Nähe-Distanz-Verhältnis, Umgang mit Ungewissheit und Macht. Wo bist du an Grenzen gestossen? Was hat dich persönlich herausgefordert?"
|
||||
footnote: "EPG: «Eigene Rolle als Fachperson» (1.5 Pkt.). Vgl. Hochuli Freund/Stotz, S. 322 f.: Rollenwechsel und emotionale Verstrickungen."
|
||||
---
|
||||
***Eigene Rolle als Fachperson***
|
||||
|
||||
9
090-reflection/05-reflection-konsequenzen.md
Normal file
9
090-reflection/05-reflection-konsequenzen.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
|
||||
---
|
||||
id: "reflection-konsequenzen"
|
||||
type: "markdown"
|
||||
title: "Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse"
|
||||
hint: "Formuliere mögliche Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse: Was würdest du beim nächsten Mal anders machen? Was hat sich bewhrt? Welche Erkenntnisse nimmst du für dein weiteres professionelles Handeln mit? Gibt es einen Fallabschluss oder Weiterführung?"
|
||||
footnote: "EPG: «Mögliche Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse werden dargestellt» (3 Pkt.)."
|
||||
---
|
||||
***Mögliche Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse***
|
||||
|
||||
@ -6,9 +6,8 @@ variant: "slate"
|
||||
---
|
||||
Bevor du den Prozess abschliesst, prüfe:
|
||||
|
||||
- [ ] **Fachliches Vorgehen & Zirkularität:** Methodisches Vorgehen kritisch reflektiert, Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität) aufgezeigt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 345](/book/arbeit/345))
|
||||
- [ ] **Kooperation:** Zusammenarbeit mit Klient*in und Fachpersonen (intra-/interprofessionell) differenziert reflektiert ([Praxis, S. 90](/book/praxis/90))
|
||||
- [ ] **Eigene Rolle:** Professionelle Haltung, Werte und Herausforderungen selbstkritisch beleuchtet; Veränderungen im Prozess reflektiert
|
||||
- [ ] **Konsequenzen:** Konkrete Erkenntnisse und Konsequenzen für weiteres professionelles Handeln formuliert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 344](/book/arbeit/344))
|
||||
- [ ] **Tiefe:** Bewertende, kritische Reflexion — nicht nur Zusammenfassung
|
||||
- [ ] **Reflexionsnotizen:** Während der Arbeit gesammelte Reflexionsnotizen als Grundlage einbezogen
|
||||
- Fachliches Vorgehen: Hast du dein methodisches Vorgehen kritisch reflektiert und den Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität) aufgezeigt?
|
||||
- Kooperation: Ist die Zusammenarbeit mit Klient*in und Fachpersonen (intra-/interprofessionell) differenziert reflektiert?
|
||||
- Eigene Rolle: Hast du deine professionelle Haltung, Werte und Herausforderungen selbstkritisch beleuchtet?
|
||||
- Konsequenzen: Sind konkrete Erkenntnisse und Konsequenzen für dein weiteres professionelles Handeln formuliert?
|
||||
- Tiefe: Ist dies eine bewertende Reflexion (nicht nur eine Zusammenfassung)?
|
||||
|
||||
8
090-reflection/guidance.md
Normal file
8
090-reflection/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
|
||||
Abschliessende fachliche, kritische Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses. Keine Zusammenfassung — eine bewertende Rückschau auf dein Vorgehen, die Kooperation, deine Rolle und die Konsequenzen. EPG-Bewertung: max. 9 Punkte.
|
||||
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||||
### Checkliste
|
||||
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||||
- Fachliches/methodisches Vorgehen & Zirkularität der Prozessschritte
|
||||
- Kooperation: klient*innenspezifisch und inter-/intraprofessionell
|
||||
- Eigene Rolle: Haltung, Werte, Herausforderungen
|
||||
- Konsequenzen & zentrale Erkenntnisse für weiteres Handeln
|
||||
@ -3,12 +3,12 @@
|
||||
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/step.schema.json",
|
||||
"stepId": "090-reflection",
|
||||
"title": "4. Fachliche Reflexion",
|
||||
"subTitle": "Kritische Reflexion des gesamten Vorgehens: Prozesslogik, Kooperation, Rolle, Ausblick.",
|
||||
"subTitle": "Reflexion des gesamten Vorgehens: Prozesslogik, Kooperation, Rolle, Ausblick.",
|
||||
"accentColor": "var(--color-step-6)",
|
||||
"status": "pending",
|
||||
"progress": 0,
|
||||
"labels": [
|
||||
"Reflexion"
|
||||
],
|
||||
"overview": "Abschliessende fachliche, kritische Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses — keine blosse Zusammenfassung, sondern eine bewertende Rückschau. Reflektiere: Fachliches und methodisches Vorgehen inkl. Zirkularität der Prozessschritte, klient*innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation, die eigene professionelle Rolle und Haltung sowie Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse für weiteres Handeln."
|
||||
"overview": "Abschließende fachliche Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses. Reflektiere: Prozessschritte und Zirkularität, Kooperation und Koproduktion, die eigene professionelle Rolle und Haltung sowie Konsequenzen für weiteres Handeln oder Fallabschluss."
|
||||
}
|
||||
|
||||
@ -2,7 +2,6 @@
|
||||
id: "references-einleitung"
|
||||
type: "markdown"
|
||||
title: "Einleitung"
|
||||
hint: "Optionaler einführender Absatz zum Quellenverzeichnis. Kann leer bleiben oder kurz erläutern, dass die Quellen gemäss APA 7th Edition aufgeführt sind und KI-basierte Tools in einer separaten Zitationstabelle dokumentiert werden."
|
||||
footnote: "📚 Quellenverzeichnis gemäss Richtlinien für schriftliche Facharbeiten"
|
||||
hint: "Einführender Absatz zum Quellenverzeichnis."
|
||||
---
|
||||
|
||||
|
||||
@ -2,8 +2,7 @@
|
||||
id: "references-literature"
|
||||
type: "markdown"
|
||||
title: "Literaturverzeichnis (APA 7)"
|
||||
hint: "Alle verwendeten Quellen gemäss APA 7th Edition. Alphabetisch nach Erstautor*in sortiert. Hängende Einzüge verwenden. DOI als Link angeben (https://doi.org/xxx). Alle im Text zitierten Quellen müssen hier aufgeführt sein — und umgekehrt."
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footnote: "📚 APA 7th Edition — alphabetisch, hängende Einzüge, DOI als Link"
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hint: "Alle verwendeten Quellen gemäss APA 7th Edition. Alphabetisch nach Autor*in sortiert."
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***Literaturverzeichnis***
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@ -2,8 +2,7 @@
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id: "references-ai-citations"
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type: "markdown"
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title: "Zitationstabelle KI-basierte Tools"
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hint: "Dokumentation der Nutzung KI-basierter Tools gemäss Agogis-Leitfaden. Tabellarische Darstellung: Welches Tool? Wofür und wo eingesetzt? Welcher Prompt? Welche Anpassungen an der Ausgabe? Es muss klar ersichtlich sein, was übernommene Gedanken und was Eigenleistung ist. Auch wenn kein KI-Tool eingesetzt wurde: leere Tabelle mit Vermerk."
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footnote: "🤖 KI-Zitationstabelle gemäss Agogis-Leitfaden zum Umgang mit KI"
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hint: "Dokumentation der Nutzung KI-basierter Tools gemäss Agogis-Richtlinien."
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***Zitationstabelle KI-basierte Tools***
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@ -2,8 +2,7 @@
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id: "references-figures"
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type: "markdown"
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title: "Abbildungsverzeichnis"
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hint: "Verzeichnis aller Abbildungen mit Nummer, Titel und Seitenzahl. Falls keine Abbildungen vorhanden sind, kann dieses Verzeichnis entfallen oder mit einem Vermerk «keine Abbildungen» versehen werden."
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footnote: "🖼️ Abbildungsverzeichnis gemäss APA 7 — fortlaufend nummeriert"
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hint: "Verzeichnis aller Abbildungen mit Titel und Seitenzahl (falls vorhanden)."
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***Abbildungsverzeichnis***
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@ -2,8 +2,7 @@
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id: "references-tables"
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type: "markdown"
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title: "Tabellenverzeichnis"
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hint: "Verzeichnis aller Tabellen mit Nummer, Titel und Seitenzahl. Falls keine Tabellen vorhanden sind, kann dieses Verzeichnis entfallen oder mit einem Vermerk «keine Tabellen» versehen werden."
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footnote: "📊 Tabellenverzeichnis gemäss APA 7 — fortlaufend nummeriert"
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||||
hint: "Verzeichnis aller Tabellen mit Titel und Seitenzahl (falls vorhanden)."
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***Tabellenverzeichnis***
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8
100-references/guidance.md
Normal file
8
100-references/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
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||||
Quellenverzeichnis gemäss APA 7th Edition. Literaturverzeichnis, Zitationstabelle KI-basierte Tools, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis.
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### Checkliste
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- Literaturverzeichnis (APA 7)
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- Zitationstabelle KI-basierte Tools
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- Abbildungsverzeichnis (falls vorhanden)
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- Tabellenverzeichnis (falls vorhanden)
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@ -3,7 +3,7 @@
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"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
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"stepId": "100-references",
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"title": "5. Quellenverzeichnis",
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"subTitle": "Literaturverzeichnis (APA 7), Zitationstabelle KI-Tools, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis.",
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||||
"subTitle": "Literaturverzeichnis, Zitationstabelle KI-Tools, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis.",
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||||
"accentColor": "#666666",
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||||
"status": "pending",
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||||
"progress": 0,
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68
README.md
68
README.md
@ -3,55 +3,43 @@
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## General
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- Hints can be 5-10 lines long and multiple paragraphs. Can contain references to the source material.
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- Footnotes should contain a one-liner that provides additional information about the content expected in the markdown block. Always start with an icon that gives a quick visual hint about the content of the footnote. No references here.
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## Page structure
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01-*-epg-guidance.md (amber box)
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02-*-kpg-principle.md (sky box)
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03-*-...md onwards (other guidance boxes)
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04-*-einleitung.md (markdown block)
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... content blocks (markdown, reflection, etc.)
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99-*-quality-check.md (slate box)
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vertical-hint-column.md (always visible on the right side of the page, contains the guidance section)
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1. Guidance (guidance.md)
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This section will always be visible while the user is on this page. Provide a short explanation, list of quick references and a TODO checklist.
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Avoid using tables in this section.
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1. KPG Guidance
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- type: "guidance-box"
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- variant: "sky"
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Provide a concise summary of the key concepts and principles of KPG related to the page.
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2. EPG Guidance
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||||
- type: "guidance-box"
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- variant: "amber"
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### EPG Guidance
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Provide a concise summary of the key concepts and principles of EPG related to the page, detailing the scoring criteria.
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This is the **only** place where scoring criteria should be mentioned.
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||||
### KPG Guidance
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||||
Provide a concise summary of the key concepts and principles of KPG related to the page.
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3. Einleitungsabsatz
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- type: "markdown"
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### Einleitungsabsatz
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This is the section where the user describes the goal of the current chapter. Provide a hint accordingly. No footnote is necessary here.
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### Qualitätsprüfung
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...
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Content boxes, prepended by guidance boxes if necessary.
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...
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N. Qualitätsprüfung
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- type: "guidance-box"
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- variant: "slate"
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The final checklist to ensure that all necessary elements are included and correctly filled out on the page. This should be a comprehensive list that covers all aspects of the page's content and structure, ensuring that it meets the standards for both KPG and EPG.
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Do not repeat the scoring points here.
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## Writing style and language guide
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When helping the user to write the content blocks, follow these guidelines:
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## Die 10 wichtigsten Schreibregeln
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1. **Ich-Perspektive, aktiv und direkt** – Aus der Ich-Perspektive schreiben, kurze aktive Sätze, sofort auf den Punkt kommen.
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2. **Kein «Beamtendeutsch»** – Keine Passivkonstruktionen («Es wurde festgestellt …»), keine Schachtelsätze, keine aufblähenden Füllwörter («im Rahmen von», «es handelt sich um»).
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3. **Kein Nominalstil** – Verben statt Substantivierungen: nicht «Verwahrlosung», sondern beschreiben, was konkret passiert ist.
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4. **Fakten und Hypothesen sauber trennen** – Beobachtungen («Ich beobachtete …»), Vermutungen («Ich vermute …») und gesicherte Fakten immer sprachlich klar unterscheiden.
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5. **Alle Akteure benennen** – Wer handelt, entscheidet oder urteilt, muss im Text sichtbar sein – sowohl Fachperson als auch Adressatin/Adressat.
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6. **Ressourcenorientiert formulieren** – Verhalten konkret beschreiben statt kategorisieren («aggressiv», «depressiv»). Veränderungsmöglichkeiten sichtbar machen.
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7. **Roter Faden sicherstellen** – Kapitel mit kurzer Einleitung beginnen, am Ende zusammenfassen, Überleitungen explizit gestalten.
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8. **Fachsprache dosiert einsetzen** – Theorien und Fachbegriffe nur dort, wo sie im Kapitel wirklich behandelt werden – nicht als Dekoration.
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9. **APA-Zitation konsequent und dicht** – Jede fremde Idee mit Kurzverweis (Autor, Jahr, Seite) belegen, direkt beim betreffenden Abschnitt – nicht erst am Kapitelende.
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10. **Standarddeutsch (de-CH), keine Helvetismen** – Korrekte Orthografie, keine Alltagssprache; KI-Einsatz im separaten Verzeichnis deklarieren.
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See the full set of guidelines here: documents/WRITING-STYLE.md
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105
documents/Kapitel_3_1_Situationserfassung_Entwurf.md
Normal file
105
documents/Kapitel_3_1_Situationserfassung_Entwurf.md
Normal file
@ -0,0 +1,105 @@
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# 3.1 Prozessschritt Situationserfassung — ENTWURF
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In der Situationserfassung mache ich mir ein umfassendes Bild der Fallsituation. Ich setze den Realitätsausschnitt und trage zusammen, was ist. Es geht ausschliesslich um das Sammeln von Informationen. Dazu habe ich verschiedene Methoden eingesetzt: Erkundungsgespräche, Beobachtungen im sozialpädagogischen Alltag, Journal-Einträge anderer Fachpersonen, Rückmeldungen an Sitzungen, Standortgespräche sowie das Studium bestehender Berichte und Akten.
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***Auftrag***
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Der Auftrag richtet sich nach der Indikation und wird individuell festgelegt. Ziel ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, ihre Ressourcen zu erkennen und zu stärken sowie neue Verhaltensmuster einzuüben. Der Auftrag des sozialpädagogischen Teams besteht im Erlernen und Festigen alltagspraktischer Basiskompetenzen sowie in der Unterstützung einer altersgemässen Entwicklung.
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***Organisationsstruktur (Teamkonstellation)***
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Leny lebt im Wocheninternat und wird im Alltag vom sozialpädagogischen Team begleitet. Er besucht die interne Schule und nimmt wöchentlich an Einzel- sowie Gruppentherapie teil. Aus jedem Bereich hat er eine Bezugsperson. Es finden regelmässig fachübergreifende Austausche statt. An den Standortgesprächen nehmen die internen Bezugspersonen sowie externe Fachpersonen wie die Beiständin und der Schulpsychologische Dienst teil. Die Kinder arbeiten einmal wöchentlich mit der Köchin zusammen. Zudem findet eine freie Förderstunde statt, in der eigene Projekte umgesetzt werden können. Im Rahmen der sozialpädagogischen Begleitung finden Schwimm- und Turneinheiten statt. Die Freizeit wird sozialpädagogisch gestaltet und partizipativ mit den Kindern geplant. Es besteht die Möglichkeit, externe Hobbys zu besuchen. Wöchentlich findet ein externes Angebot statt (Malort nach Arno Stern). Zum Jahresprogramm gehören zudem Projekttage sowie ein Ski- und ein Sommerlager.
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***Einweisungsgrund und einweisende Stelle***
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Der Schulpsychologische Dienst des Wohnortes war bereits länger in den Unterstützungsprozess der Familie eingebunden. In der öffentlichen Schule zeigte sich zunehmend, dass Leny Mühe hatte, sich auf Aufgaben zu konzentrieren. Er ist mehrmals im Unterricht eingeschlafen und konnte den Schulstoff nicht entsprechend erarbeiten. Seitens der Schule wurde festgehalten, dass er sich stark um seine Mutter sorgt. Im Jahr 2022 wurde durch den Schulpsychologischen Dienst die Diagnose PTS gestellt und der Besuch eines Sonderschulheims empfohlen. Die Mutter erklärte sich einverstanden.
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***Rechtliche Situation***
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Die Obhut liegt bei der Kindsmutter. Für Leny besteht eine Beistandschaft mit dem Auftrag, sein Kindeswohl sicherzustellen.
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***Auftrag bezüglich Klient***
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Der Auftrag bezüglich Leny besteht darin, ihn in seiner persönlichen, schulischen und sozialen Entwicklung zu begleiten. Er soll sich abgrenzen können von der Verantwortung gegenüber seiner Mutter, damit er seine Entwicklungsschritte nachholen und machen kann. Im schulischen Bereich soll er seine Aufmerksamkeit besser fokussieren und Aufgaben zunehmend selbstständig bearbeiten können. Im sozialpädagogischen Alltag geht es um mehr Orientierung und Struktur sowie um das Festigen alltagspraktischer Kompetenzen. ***(nochmals in Akte lesen)***
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***Person***
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Leny ist Anfang dieses Jahres 12 Jahre alt geworden. Er ist ein Junge mit altersgemässem, eher robustem Körperbau und wirkt gepflegt.
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***Vorgeschichte vom Klienten***
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Leny ist das älteste Kind der Familie. Seine Eltern trennten sich in seiner frühen Kindheit. Er lebte einige Jahre mit seiner Mutter im Ausland beim Vater. Die dortige Situation war von schwierigen und gewaltbelasteten Verhältnissen geprägt. Mit Unterstützung ihrer Eltern kehrte die Mutter mit Leny in die Schweiz zurück.
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Leny lebt seither bei seiner Mutter. Der Kontakt zum Vater ist gering, es besteht jedoch regelmässiger Kontakt zu einer in der Schweiz lebenden Schwester des Vaters.
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Auch eine spätere Beziehung der Mutter war von Gewalt geprägt. Aus dieser Beziehung stammen Zwillingsschwestern (2019). Aus der aktuellen Beziehung der Mutter wurde 2023 ein weiterer Bruder geboren. Leny lebt heute mit seiner Mutter, deren Partner sowie seinen Geschwistern im gemeinsamen Haushalt.
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***Soziales Umfeld***
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Die Grosseltern mütterlicherseits leben in kurzer Gehdistanz und sind stark in die Alltagsbewältigung der Familie eingebunden (Kinderbetreuung, Mahlzeiten, finanzielle Unterstützung). Die Mutter äussert wiederholt den Wunsch nach mehr Autonomie und beschreibt die Situation teilweise als fremdbestimmt.
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Leny hat mehrere Freunde in seiner Wohnumgebung. Er erzählt im Alltag häufig von gemeinsamen Erlebnissen und vermisst seine Freunde während der Aufenthalte im Wocheninternat. Ein enger Freund ist kürzlich ins Ausland gezogen, was Leny beschäftigte und über das er mehrfach sprach.
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***Fähigkeiten, Ressourcen***
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Die Mutter beschreibt Leny in Gesprächen als herzlich und gutmütig.
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Im Alltag auf der Wohngruppe fällt dem sozialpädagogischen Team seine Freundlichkeit und sein Humor auf. Er ist im 1:1 gut erreichbar. In der Zusammenarbeit mit der Köchin wird berichtet, dass er gerne mithilft und die Zusammenarbeit als angenehm erlebt wird. In der freien Förderstunde setzt er kreativ eigene Projekte um.
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Leny hat ein gutes Körperbewusstsein und lernt schnell Bewegungsabläufe. Dies zeigt sich zum Beispiel beim Skifahren lernen oder im besuchten Fechtkurs.
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***Schwierigkeiten, Probleme***
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Die Mutter berichtet, dass sie Leny auf Appelle hin häufig nicht erreicht.
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Die Lehrpersonen beschreiben weiterhin Konzentrationsschwierigkeiten und einen erhöhten Begleitbedarf im Unterricht.
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Im Alltag auf der Wohngruppe wird wiederholt seine Vergesslichkeit und fehlende Orientierung im Wochenablauf beobachtet. Leny selbst sagt in solchen Situationen häufig „ich weiss nicht" oder „ich habe es vergessen".
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Bei Konflikten wird von Seiten des Teams wahrgenommen, dass er sich eher zurückzieht. Er äussert zudem, dass er „Ämtli" nicht gerne erledigt.
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***Biografische Verlaufsdaten / Beeinträchtigungen***
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Nach der Rückkehr in die Schweiz besuchte Leny den Kindergarten. Die Mutter berichtet, dass diese Zeit für ihn schwierig war.
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In der öffentlichen Primarschule wurde er als beliebtes Klassenmitglied beschrieben. Gleichzeitig zeigten sich zunehmende Konzentrationsschwierigkeiten. Aus schulischen Berichten geht hervor, dass Leny wiederholt im Unterricht eingeschlafen ist und den Schulstoff nicht altersentsprechend erarbeiten konnte. Zum Zeitpunkt der Platzierung befand er sich in der 4. Primarschulklasse.
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Der Schulpsychologische Dienst wurde beigezogen und begleitete den weiteren Prozess.
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Im Jahr 2022 wurde durch den Schulpsychologischen Dienst die Diagnose PTS gestellt. Im Bericht wird zudem eine enge emotionale Bindung an die Mutter beschrieben.
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In der Folge wurde eine stationäre schulische Lösung empfohlen. Eine Beiständin wurde eingesetzt mit dem Auftrag, das Kindeswohl sicherzustellen und geeignete Lösungen zu prüfen.
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***Vorgeschichte in Organisation***
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Leny ist seit einem Jahr im Praxisbetrieb. Er hat sich rasch eingelebt und Freundschaften geschlossen. Bei Eintritt wurde er schulisch auf der Stufe der 4. Klasse unterrichtet. Seitens der Lehrpersonen wurde ein schulischer Rückstand von etwa einem Jahr beschrieben. Zu Beginn zeigte sich eine deutliche Entwicklung, nach den Sommerferien wurden teilweise wieder Rückschritte wahrgenommen.
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Im sozialpädagogischen Alltag wurde besonders an seiner Ordnung und seiner Präsenz gearbeitet.
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***Fähigkeiten, Ressourcen***
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In der Schule haben sich Präsenz und Konzentration verbessert. In der Einzeltherapie fühlt er sich von Beginn an wohl und genoss den Raum dort. Er lässt sich zunehmend auf den Prozess ein und öffnet sich für seine Thematiken.
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***Schwierigkeiten, Probleme***
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Es wurde beobachtet, dass er sich nicht gut abgrenzen kann und oft Unruhe in die Gruppe bringt.
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Zuhause gab es immer wieder schwierige Phasen bezüglich des Partners der Mutter. Die Mutter zieht sich teils stark zurück und ist phasenweise schwer bis gar nicht erreichbar. Es wurde versucht, verschiedene Stressoren abzubauen.
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***Gegenwärtige Situation***
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***Veränderungen / Besonderheiten***
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Im Alltag zeigt sich bei Leny weiterhin eine deutliche Vergesslichkeit und wenig Orientierung im Tages- und Wochenablauf. Er weiss oft nicht, was ansteht, und übernimmt Verantwortung nur zögerlich. Aufgaben gibt er rasch ab oder benötigt klare Anleitung.
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Im Team wird wiederholt eingefordert, dass er mehr Struktur übernimmt und Absprachen einhält. Sein Verhalten wird dabei teilweise unterschiedlich eingeschätzt, insbesondere in Bezug auf seine Vergesslichkeit.
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Zudem erlebt Leny immer wieder Heimweh. Er äusserte kürzlich, dass ihn dieses Gefühl belastet und er daran arbeiten möchte.
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Gleichzeitig beschäftigt ihn die Frage seiner schulischen Zukunft. Er war enttäuscht, nicht in seine alte Klasse zurückkehren zu können, und äussert inzwischen, dass er sich ein weiteres Bleiben vorstellen kann. Die Perspektive ist derzeit noch offen.
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*(Evtl. noch ergänzen: tagträumen, nicht zuhören, lebt in den Tag hinein)*
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***Vorläufige Themen***
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*(Noch offen — wird noch erarbeitet)*
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@ -1,48 +0,0 @@
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# Documents
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This directory contains documents related to the project. This document serves as an index and overview of the contents.
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Documents should be added into the collection in subdirectories. Each document should contain a README.md file with the following structure:
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```markdown
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# Document Role
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Describe the role of this document in the project. For example, is it a reference book, a case study, a methodological guide, etc.?
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# Clean up
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Describe the conditions under which this document can be removed from the collection. For example, if it is a reference book, it might be kept indefinitely, while a case study might be removed after the project is completed.
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||||
```
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||||
# Document Metadata
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||||
Each folder contains a `metadata.jsonc` file that provides metadata for the document. This metadata is used for rendering the document in the KPG app. The structure of the metadata file is as follows:
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||||
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||||
```jsonc
|
||||
{
|
||||
"id": "unique-document-id",
|
||||
"title": "Document Title", // The title of the document to be displayed in the app
|
||||
"pdfPath": "path/to/document.pdf", // The relative path to the original PDF document
|
||||
"markdownPath": "path/to/document.md", // The relative path to the markdown transcription of the PDF
|
||||
"pageIndexPath": "path/to/pageIndex.json", // The relative path to the page index file
|
||||
"iconPath": "path/to/icon.png", // (Optional) The relative path to an icon representing the document
|
||||
"pageCount": totalNumberOfPages, // The total number of pages in the original PDF document
|
||||
"startPage": 0 // Whether we start the numbering with page 0 (cover page) or page 1 - essentially, whether the page has a non-numbered cover page or not.
|
||||
}
|
||||
```
|
||||
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||||
**Note:** All paths are relative to the location of the `metadata.jsonc` file.
|
||||
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||||
Example:
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||||
```jsonc
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||||
{
|
||||
// This file contains metadata used for rendering this document in the KPG app.
|
||||
"id": "praxis",
|
||||
"title": "Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis",
|
||||
"pdfPath": "PDF Buch_Kooperative-Prozessgestaltung in der praxis.pdf",
|
||||
"markdownPath": "PDF Buch_Kooperative-Prozessgestaltung in der praxis.md",
|
||||
"pageIndexPath": "praxis.index.json",
|
||||
"pageCount": 297,
|
||||
"startPage": 0
|
||||
}
|
||||
```
|
||||
@ -99,106 +99,4 @@ Source document: [arbeit](../../documents/arbeit/arbeit.md)
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||||
- **Pages:** 21
|
||||
- **Lines:** 137-139
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||||
- **Quote:** "Nach dieser Einleitung werden in einem ersten Teil die Grundlagen der Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit vorgestellt, die den Rahmen für professionelles Handeln bilden. Dabei werden zunächst Gegenstand, Auftrag und Praxisfelder der Sozialen Arbeit dargelegt."
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## Reference 13
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
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||||
- **Section:** Vorwort zur ersten Auflage
|
||||
- **Pages:** 7
|
||||
- **Lines:** 35-35
|
||||
- **Quote:** "Es erscheint mir besonders wichtig, dass die Professionellen der Sozialen Arbeit durchgehend wissen, dass es diesen Gesamtzusammenhang gibt und geben muss, wenn das Prädikat ›professionell‹ gerechtfertigt sein soll."
|
||||
|
||||
## Reference 14
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
|
||||
- **Section:** Vorwort zur ersten Auflage
|
||||
- **Pages:** 7
|
||||
- **Lines:** 35-35
|
||||
- **Quote:** "Professionelle Soziale Arbeit ist nicht eine monomethodische Veranstaltung. Es reicht bei weitem nicht, eine Methode zu beherrschen."
|
||||
|
||||
## Reference 15
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
|
||||
- **Section:** Vorwort zur ersten Auflage
|
||||
- **Pages:** 8
|
||||
- **Lines:** 37-37
|
||||
- **Quote:** "Es geht um die in die Methodik eingelassene Grundtatsache, dass mindestens die Problembeschreibung, die Interventionsplanung und die Umsetzung dieser Planung ein koproduktives Geschehen ist, ein Arbeitsbündnis voraussetzt und dass das angestrebte Ergebnis insofern ohne Kooperation mit Klienten(systemen) in der Regel nicht erzielt werden kann."
|
||||
|
||||
## Reference 16
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
|
||||
- **Section:** Vorwort zur ersten Auflage
|
||||
- **Pages:** 8
|
||||
- **Lines:** 37-37
|
||||
- **Quote:** "Die Elemente dieses Buches sind längstens im Lehrbetrieb an der Hochschule für Soziale Arbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz erprobt und sozusagen im Testbetrieb immer weiter entwickelt und weiter veredelt worden."
|
||||
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||||
## Reference 17
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
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||||
- **Section:** Vorwort zur fünften Auflage
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||||
- **Pages:** 9
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||||
- **Lines:** 47-48
|
||||
- **Quote:** "Mit großer Zufriedenheit stellen wir fest, dass sich das Konzept nicht nur in der Lehre an Hochschulen und Höheren Fachschulen im deutschsprachigen Raum etablieren konnte, sondern mittlerweile auch in vielen Praxisorganisationen der Deutschschweiz als Orientierung oder gar als handlungsleitendes Konzept genutzt wird."
|
||||
|
||||
## Reference 18
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
|
||||
- **Section:** 1 Einleitung
|
||||
- **Pages:** 17
|
||||
- **Lines:** 127-127
|
||||
- **Quote:** "Von Sozialer Arbeit als Disziplin und Profession zu sprechen - noch vor zwanzig Jahren galt dies als Hybris, als Ausdruck von Profilierungssehnsüchten von Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagogen, die an Universitäten lehrten."
|
||||
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||||
## Reference 19
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
|
||||
- **Section:** 1 Einleitung
|
||||
- **Pages:** 17
|
||||
- **Lines:** 127-127
|
||||
- **Quote:** "Wenn Dewe et al. Professionalität in der Sozialen Arbeit als »Strukturort der Relationierung von Theorie und Praxis im Kontext dialogischer Prozesse« (2001:16) verstehen, dann kann es als die Aufgabe der Ausbildung an einer Hochschule bezeichnet werden, diese Verknüpfung von Theorie und Praxis zu lehren."
|
||||
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||||
## Reference 20
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
|
||||
- **Section:** 1 Einleitung
|
||||
- **Pages:** 18
|
||||
- **Lines:** 131-131
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||||
- **Quote:** "Heiner beschrieb diese Lücke im methodischen Fachdiskurs 2004 wie folgt: »Die Soziale Arbeit in der Bundesrepublik und im deutschsprachigen Europa verfügt derzeit nicht über ein tätigkeitsfeldübergreifendes, erfolgreich erprobtes, getestetes und weitgehend konsensfähiges Diagnoseverfahren« (2004:7)."
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## Reference 21
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
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- **Section:** 1 Einleitung
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- **Pages:** 19
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- **Lines:** 131-132
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- **Quote:** "Dazu haben wir ein Konzept entwickelt ›Kooperative Prozessgestaltung‹ (KPG) das sich auf professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit insgesamt bezieht."
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## Reference 22
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
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- **Section:** 1 Einleitung
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- **Pages:** 20
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- **Lines:** 134-134
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- **Quote:** "Im Zentrum steht ein verstehender Zugang zu Klienten und Problemlagen denn nur auf der Grundlage eines vertieften Verständnisses von Entstehungsbedingungen, aktueller Lebenslage, Ursachen für ein Verhaltensmuster etc. können sinnvolle Interventionen geplant und umgesetzt werden."
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## Reference 23
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
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- **Section:** 1 Einleitung
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- **Pages:** 20
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- **Lines:** 134-135
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- **Quote:** "Dreh- und Angelpunkt des Konzepts ist ein Prozessmodell. Dieses bietet eine Struktur für die Gestaltung des professionellen Handelns, bei der die Komplexität in einem Fall in einzelnen Prozessschritten stets angemessen berücksichtigt und immer wieder auch so reduziert wird, dass sie handhabbar wird und keine wesentlichen Aspekte wegfallen."
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## Reference 24
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
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- **Section:** 1 Einleitung
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- **Pages:** 21
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- **Lines:** 138-138
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- **Quote:** "Vor dieser Hintergrundfolie wird in einem zweiten Teil das Prozessmodell vorgestellt, das den Kern des Konzepts darstellt. Dieses unterscheidet zwei Phasen und sieben Prozessschritte: die analytisch-diagnostische Phase - zu der Situationserfassung, Analyse, Diagnose und später Evaluation gehören sowie die Handlungsphase mit den Prozessschritten Zielsetzung, Interventionsplanung und Interventionsdurchführung."
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## Reference 25
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** Einleitung und Vorworte
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- **Section:** Anmerkung
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- **Pages:** 22
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- **Lines:** 145-145
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- **Quote:** "Wir verwenden in diesem Lehrbuch alle drei Begriffe Professionelle der Sozialen Arbeit, Fachkraft, Sozialpädagogin und Sozialarbeiter - abwechslungsweise und synonym."
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@ -1,45 +1,35 @@
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# Einleitung und Vorworte
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Das Lehrbuch «Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit» von Ursula Hochuli Freund und Walter Stotz fasst die Entstehungsgeschichte und konzeptionellen Grundlagen dieses generalistischen, methodenintegrativen Handlungskonzepts zusammen (Seiten 3–22).
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Die Einleitung und Vorworte führen in das Lehrbuch "Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit" ein. Das Buch wurde von Ursula Hochuli Freund und Walter Stotz verfasst und liegt in der 5., erweiterten und überarbeiteten Auflage vor. Es stellt ein generalistisches, methodenintegratives Handlungskonzept für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit vor, das auf Kooperation mit Klientinnen und Klientensystemen ausgerichtet ist.
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## Die Autorinnen und das Werk
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**Seiten:** 3-22
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**Zeilen im Quelldokument:** 1-146
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Prof. Dr. Ursula Hochuli Freund und Walter Stotz verantworten dieses Standardwerk aus der Hochschullehre an der FHNW. Die fünfte, überarbeitete Auflage (2021) erscheint bei W. Kohlhammer mit Mitarbeit von Raphaela Sprenger.
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([Angaben zu den AutorInnen](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-1))
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([Verlagsangaben](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-2))
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## Key Concepts
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## Vorworte und Grundprinzipien
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- Die AutorInnen
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- Ursula Hochuli Freund, Walter Stotz
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- Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- Vorwort zur ersten Auflage
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- Peter Sommerfeld
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- Vorwort zur fünften Auflage
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- Inhaltsverzeichnis
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- Situationserfassung
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- Analyse
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- Anmerkung
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Der professionelle Handlungsbogen — assessment, inference, treatment — erfordert Methodisierung zur Theorie-Praxis-Integration. Die Methodenintegration bleibt durch theoretisch hergeleitete Grundprinzipien systematisch, nicht beliebig, und gilt praxisfeldübergreifend.
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([Entstehungsgeschichte des Lehrbuchs](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-3))
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([Systematik durch Grundprinzipien](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-4))
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## Evidence References
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Ein Kernprinzip ist Kooperation: Problembeschreibung, Interventionsplanung und Umsetzung sind ko-produktive Prozesse mit Klientensystemen, in denen Professionelle und Klienten gemeinsam an Lösungen arbeiten.
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([Koproduktion als Grundtatsache](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-15))
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||||
- [Die AutorInnen](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-1) (S. 3, Z. 5)
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||||
- [Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-2) (S. 5, Z. 23)
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||||
- [Vorwort zur ersten Auflage](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-3) (S. 6, Z. 31)
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||||
- [Vorwort zur ersten Auflage](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-4) (S. 7, Z. 37)
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||||
- [Vorwort zur fünften Auflage](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-5) (S. 9, Z. 47)
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||||
- [Vorwort zur fünften Auflage](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-6) (S. 10, Z. 51)
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||||
- [Inhaltsverzeichnis](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-7) (S. 12, Z. 59)
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||||
- [9 Analyse](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-8) (S. 14, Z. 119)
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||||
- [9 Analyse](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-9) (S. 16, Z. 123)
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||||
- [9 Analyse](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-10) (S. 17, Z. 129)
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||||
- [9 Analyse](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-11) (S. 19, Z. 133)
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||||
- [9 Analyse](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-12) (S. 21, Z. 137)
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Seit 2011 wurde das Konzept kontinuierlich in Lehre und Praxis erprobt und bewährt. Die fünfte Auflage (2020) bringt Präzisierungen zu Grundlagen, professioneller Beziehungsgestaltung und Evaluation mit neuen Analysefragen und Evaluationsbeispielen.
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([Positive Rückmeldungen seit 2011](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-5))
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([Überarbeitungen in der fünften Auflage](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-6))
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## Methodische Lücke im Fachdiskurs
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Trotz vieler Methodenbücher bestand eine markante Lücke: kein umfassendes, praxisfeldübergreifendes Diagnoseverfahren und keine konsistente Systematik für methodisches Handeln. Begriffe waren inkohärent, Methodenreflexion vernachlässigt.
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([Defizite im Methodendiskurs](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-10))
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## Das KPG-Konzept
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Ein generalistisches, methodenintegratives Konzept entstand als systematische Antwort auf diese Lücke — anwendbar auf alle Praxisfelder. Im Zentrum steht ein verstehender Zugang zu Klienten und Problemlagen als Grundlage sinnvoller Interventionen.
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([Entwicklung des KPG-Konzepts](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-21))
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Das Prozessmodell strukturiert in zwei Phasen und sieben Schritte: analytisch-diagnostisch (Erfassung, Analyse, Diagnose, Evaluation) und handlungsorientiert (Zielsetzung, Planung, Durchführung). Jeder Schritt wird mit Methoden, Instrumenten und Standards systematisch aufgearbeitet.
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([Zwei Phasen und sieben Prozessschritte](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-24))
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Das Lehrbuch bietet ein kapitelweise bearbeitbares Nachschlagewerk mit didaktischer Struktur für Studierende und Praktizierende — als Studienhandbuch, Orientierungsrahmen und Fundgrube für vertiefte Methodenauseinandersetzung.
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([Struktur des Grundlagenteils](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-12))
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## Terminologie
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Das Lehrbuch verwendet ›Professionelle der Sozialen Arbeit‹, ›Fachkraft‹ und ›Sozialpädagogin/Sozialarbeiter‹ synonym — den generalistischen Anspruch einer einheitlichen Profession unterstreichen, unabhängig historischer Unterschiede zwischen Sozialarbeit und Sozialpädagogik.
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([Praxisfeldübergreifende Einsetzbarkeit](./chapter_00_einleitung.evidence.md#reference-11))
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Mit diesem Lehrbuch liegt ein generalistisches, methodenintegratives, kooperationsorientiertes Konzept vor, das theoretische Fundierung mit praktischer Anwendbarkeit verbindet.
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@ -99,218 +99,4 @@ Source document: [arbeit](../../documents/arbeit/arbeit.md)
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- **Pages:** 43
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- **Lines:** 324-326
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- **Quote:** "Soziale Arbeit ist ein gesellschaftliches Funktionssystem, das soziale Gerechtigkeit und die Wahrung der Würde von Menschen sichern soll. Sie leistet einen Beitrag zu sozialer Grundversorgung und Bildung, sie bietet Unterstützung in der Alltagsgestaltung und Lebensbewältigung an und trägt bei zu sozialer Integration."
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## Reference 13
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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- **Section:** 2.1 Gegenstand Sozialer Arbeit
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- **Pages:** 24-25
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- **Lines:** 154-156
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- **Quote:** "Professionelle der Sozialen Arbeit können offenbar vieles, das Arbeitsfeld ist äußerst breit. ›Vielfältig und spannend‹ - so könnte der erste Eindruck bei einem pragmatischen, tätigkeitsorientierten Zugang zur Sozialen Arbeit lauten."
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## Reference 14
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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- **Section:** 2.1.1 Historische Wurzeln: Sozialpädagogik und Sozialarbeit
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- **Pages:** 25
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- **Lines:** 158-159
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||||
- **Quote:** "Die Schwierigkeiten, den Gegenstand der Sozialen Arbeit zu fassen, zeigen sich bereits bei der Begrifflichkeit. Soziale Arbeit hat sich etwa seit Beginn des 21. Jahrhunderts als neuer Leitbegriff etabliert."
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## Reference 15
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Sozialpädagogik
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- **Pages:** 25
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- **Lines:** 160-160
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||||
- **Quote:** "Die Sozialpädagogik hat einen bildungstheoretischen Ursprung, der in den Beginn der europäischen Moderne zurückgeht. Damals hat sich die Idee eines eigenständigen, freien, bildsamen Individuums etabliert, eines Individuums also, das sich selbst bilden und entwickeln kann."
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## Reference 16
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Sozialpädagogik
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- **Pages:** 25-26
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- **Lines:** 160-161
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||||
- **Quote:** "Genau dies ist das Thema der Sozialpädagogik: Sie befasst sich mit dem Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft und fragt nach Möglichkeiten und praktischer Gestaltbarkeit der Vermittlung zwischen Individuum und Gemeinschaft , zwischen Mensch und Gesellschaft."
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## Reference 17
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Sozialpädagogik
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||||
- **Pages:** 26
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||||
- **Lines:** 161-162
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||||
- **Quote:** "Sozialpädagogik kann also auch verstanden werden als gesellschaftliche und pädagogische Antwort auf die sozialen Probleme des 19. Jahrhunderts, als Versuch, diesen mit Mitteln der Erziehung zu begegnen"
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||||
## Reference 18
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Sozialpädagogik
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||||
- **Pages:** 26
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||||
- **Lines:** 163-164
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||||
- **Quote:** "Böhnisch bezeichnet die Sozialpädagogik einerseits als erziehungswissenschaftliche Disziplin und gleichzeitig als Theorie besonderer Praxisinstitutionen, insbesondere der Jugendhilfe."
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||||
## Reference 19
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Sozialarbeit
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||||
- **Pages:** 27
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||||
- **Lines:** 166-167
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||||
- **Quote:** "Das Armutsproblem verschärfte sich und verwandelte sich in die sog. ›soziale Frage‹, der allein mit polizei- und ordnungspolitischen Strategien nicht mehr begegnet werden konnte."
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## Reference 20
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Sozialarbeit
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||||
- **Pages:** 28
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||||
- **Lines:** 169-170
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||||
- **Quote:** "Damit begann die erste Phase der Verberuflichung der ehemals meist weiblichen ehrenamtlichen Fürsorgetätigkeit durch die Gründung sog. ›sozialer Frauenschulen‹."
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||||
## Reference 21
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Sozialarbeit
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- **Pages:** 28
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||||
- **Lines:** 170-171
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||||
- **Quote:** "Die drei sog. ›klassischen Methoden‹ der Sozialarbeit - Einzelfallhilfe, soziale Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit - verweisen auf die Ausdifferenzierung der Praxisfelder der Sozialarbeit im Laufe des 20. Jahrhunderts."
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||||
## Reference 22
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
|
||||
- **Section:** 2.1.2 Soziale Arbeit als neuer Leitbegriff
|
||||
- **Pages:** 29
|
||||
- **Lines:** 176-177
|
||||
- **Quote:** "So bezeichnete Pfaffenberger bereits 1966 die Zweiteilung als historisch zufällig und überholt und skizzierte demgegenüber die Soziale Arbeit als »einheitliches Funktionssystem gesellschaftlicher Hilfen«"
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||||
## Reference 23
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
|
||||
- **Section:** 2.1.2 Soziale Arbeit als neuer Leitbegriff
|
||||
- **Pages:** 29
|
||||
- **Lines:** 180-181
|
||||
- **Quote:** "Thole (2012a:20) beispielsweise argumentiert, dass die beiden Begriffe Sozialarbeit und Sozialpädagogik heute keine verschiedenen wissenschaftlichen Fächer mehr kodieren, und auch keine voneinander klar abgrenzbare Praxisfelder, und schließlich auch keine klar unterschiedlichen Ausbildungswege und -inhalte mehr."
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||||
## Reference 24
|
||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
|
||||
- **Section:** 2.1.3 Soziale Arbeit als Disziplin und Profession
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||||
- **Pages:** 30
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||||
- **Lines:** 200-202
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||||
- **Quote:** "Gemäß Thole wird mit dem Begriff Profession »das gesamte fachlich ausbuchstabierte Handlungssystem, also die berufliche Wirklichkeit eines Faches« beschrieben, der Begriff bezeichne »die Realität der hier beruflich engagierten Personen sowie die von ihnen offerierten Hilfe-, Beratungs- und Bildungsleistungen auf der Basis der von der Gesellschaft an sie adressierten Ansprüche und Wünsche«"
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## Reference 25
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** 2.1.3 Soziale Arbeit als Disziplin und Profession
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||||
- **Pages:** 30-31
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||||
- **Lines:** 202-205
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||||
- **Quote:** "Professionen zeichnen sich aus durch Handlungsorientierung, sie zielen ab auf Veränderung von Situationen oder Personen. In der Disziplin hingegen ist Handlungsentlastetheit eine unabdingbare Bedingung für die Möglichkeit wissenschaftlicher Tätigkeit."
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## Reference 26
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** 2.1.3 Soziale Arbeit als Disziplin und Profession
|
||||
- **Pages:** 31
|
||||
- **Lines:** 211-213
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||||
- **Quote:** "Professionelle der Sozialen Arbeit müssen nicht nur in der Lage sein, wissenschaftliches Wissen auf den Fall zu übertragen, zu transformieren, sondern darüber hinaus auch zu verknüpfen mit den Informationen von Klientinnen zu ihrer Lebenssituation und zu ihrer eigenen Deutung dieser Situation"
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||||
## Reference 27
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** 2.2.1 Praxisfelder
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- **Pages:** 32
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||||
- **Lines:** 219-220
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- **Quote:** "Die Antwort der Sozialen Arbeit auf den beschleunigten gesellschaftlichen Wandel lässt sich zunächst als Expansion beschreiben, als quantitativer Ausbau ihrer Angebote."
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## Reference 28
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Systematisierungsmöglichkeiten des Feldes
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||||
- **Pages:** 33
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||||
- **Lines:** 231-232
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||||
- **Quote:** "Thole (vgl. 2012a:23 f.) bezieht sich in seiner Systematisierung zunächst auf die beiden Traditionslinien der Sozialarbeit und Sozialpädagogik, und er schlägt vor, dann von einem Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit zu sprechen, wenn »öffentlich organisierte, soziale, unterstützende beziehungsweise pädagogische Hilfen und Dienste zur sozialen Lebensbewältigung oder Bildung angeboten oder organisiert werden«."
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||||
## Reference 29
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Parteiliche Vermittlung zwischen Individuum und Gesellschaft
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||||
- **Pages:** 36-37
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- **Lines:** 259-261
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- **Quote:** "»Soziale Arbeit ist engagiert in den Problemen, die die Menschen in sich und mit sich selbst haben und erst in zweiter Linie an den Problemen, die die Gesellschaft mit ihnen hat. (Dafür sind im Rahmen unserer Gesellschaft Gesetz, Justiz und Polizei zuständig.) Soziale Arbeit vermittelt also zwischen Subjekt und Gesellschaft in der Perspektive des Subjekts«"
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## Reference 30
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Parteiliche Vermittlung zwischen Individuum und Gesellschaft
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||||
- **Pages:** 37
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||||
- **Lines:** 262-264
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- **Quote:** "Der Auftrag der Sozialen Arbeit sei ein nachrangiger , betont u. a. Heiner: In der sozialstaatlichen Arbeitsteilung soll die Soziale Arbeit in der Regel erst dann aktiv werden, wenn andere gesellschaftliche Systeme versagt haben beziehungsweise deren Problemlösungsansätze nicht greifen."
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## Reference 31
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Bearbeitung sozialer Probleme
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||||
- **Pages:** 37-38
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||||
- **Lines:** 265-267
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||||
- **Quote:** "Soziale Arbeit ist in dieser individuellen Perspektive »für das Wohlergehen, die Entwicklung und Selbstverwirklichung von Menschen zuständig. (…) Es geht also darum, Menschen zu befähigen, ihre Bedürfnisse so weit wie möglich aus eigener Kraft, d. h. dank geförderter und geforderter Lernprozesse zu befriedigen«"
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||||
## Reference 32
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Bearbeitung sozialer Probleme
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- **Pages:** 38
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||||
- **Lines:** 267-268
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||||
- **Quote:** "Der Fokus bei der Bearbeitung von Problemen sei immer ein doppelter, so Heiner (2004:157): Es gehe sowohl um Veränderungen der Lebensbedingungen als auch der Lebensweise der Klientinnen."
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## Reference 33
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Soziale Gerechtigkeit, Integration und Autonomie
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||||
- **Pages:** 38-39
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||||
- **Lines:** 270-271
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||||
- **Quote:** "In systemtheoretischen Entwürfen wird die Funktion der Sozialen Arbeit bestimmt als Exklusionsvermeidung, Inklusionsvermittlung und Exklusionsverwaltung."
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||||
## Reference 34
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
|
||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Soziale Gerechtigkeit, Integration und Autonomie
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||||
- **Pages:** 39
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||||
- **Lines:** 272-273
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||||
- **Quote:** "So bestimmen beispielsweise Dewe et al. Soziale Arbeit als Hilfe, »die in dialogischen Prozessen erbracht wird, und die auf die Wiedergewinnung und Steigerung der Handlungsautonomie ihrer Adressaten ausgerichtet ist«"
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## Reference 35
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Soziale Gerechtigkeit, Integration und Autonomie
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||||
- **Pages:** 39-40
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||||
- **Lines:** 278-282
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||||
- **Quote:** "Vor diesem Hintergrund umreißen Rauschenbach/Zürcher die gesellschaftliche Bedeutung und fachliche Identität der Sozialen Arbeit in der Summe als »öffentliche Reaktion auf einen politisch anerkannten Hilfebedarf von Personen und Personengruppen - gleich welcher Art und welchen Alters - in modernen Gesellschaften«"
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## Reference 36
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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||||
- **Section:** Grundorientierungen und Grundprinzipien
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- **Pages:** 41
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- **Lines:** 295-297
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- **Quote:** "Theoretische Grundlage sei überall eine bio-psycho-soziale Perspektive, so Pauls (2013:32 ff.). Alle Theorien weisen eine inhaltliche Nähe zum Person-in-Umwelt Modell (person-in-environment) und zum biopsychosozialen Modell auf, konstatiert auch Röh (2018a:103)."
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## Reference 37
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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- **Section:** Grundorientierungen und Grundprinzipien
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- **Pages:** 41
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- **Lines:** 297-298
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- **Quote:** "Neben dem Blick auf die ›Person in ihrer Umwelt‹ und dem Fokus auf die soziale Dimension kann auch Ressourcenorientierung als allgemeines Grundprinzip der Sozialen Arbeit gelten"
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## Reference 38
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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- **Section:** Grundorientierungen und Grundprinzipien
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- **Pages:** 41-42
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- **Lines:** 305-307
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- **Quote:** "Das Arbeitsbündnis zwischen Sozialarbeiterin und Klient gilt als ein Kernelement professionellen Handelns"
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## Reference 39
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 02 Soziale Arbeit
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- **Section:** Bedeutung von wissenschaftlichem Wissen
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- **Pages:** 42
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- **Lines:** 309-311
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- **Quote:** "Zum Wissenskorpus der Sozialen Arbeit gehören nicht nur die spezifischen Theorien und Konzepte der Disziplin, welche den Gegenstand und die Aufgaben der Sozialen Arbeit in einen schlüssigen Gesamtzusammenhang stellen sowie das aus Forschung generierte empirische Wissen."
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@ -1,54 +1,35 @@
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# 02 Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft
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# 02 Soziale Arbeit
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Dieses Kapitel klärt den Kontext professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit — von historischen Traditionslinien über die Etablierung als Disziplin und Profession bis hin zum Professionsauftrag und wissenschaftlichem Wissen (Seiten 24–43).
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Dieses Kapitel legt die Grundlagen der Sozialen Arbeit dar, beginnend mit den historischen Wurzeln von Sozialpädagogik und Sozialarbeit bis hin zum modernen Verständnis als Disziplin und Profession. Es werden Gegenstand, Praxisfelder, Professionsauftrag und Grundorientierungen der Sozialen Arbeit behandelt, einschließlich der Bedeutung von wissenschaftlichem Wissen für die professionelle Praxis.
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## Historische Traditionslinien
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**Seiten:** 24-43
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**Zeilen im Quelldokument:** 147-335
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Zwei historische Linien integrierten sich in der Sozialen Arbeit. Die **Sozialpädagogik** untersucht die Vermittlung zwischen Individuum und Gesellschaft mit bildungstheoretischen Wurzeln, entstand als Antwort auf Industrialisierungsfolgen und befasst sich mit Sozialisationskonflikten zwischen subjektiven Fähigkeiten und gesellschaftlichen Anforderungen.
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([Historische Wurzeln](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-14))
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([Böhnisch über Sozialpädagogik](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-18))
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## Key Concepts
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Die **Sozialarbeit** entwickelte sich aus der Armenfürsorge im 19. Jahrhundert als individuelle Hilfe und Begleitung, wurde verberufsslichung durch ›soziale Frauenschulen› und integrierte sich in den Wohlfahrtsstaat mit Fokus auf Existenzsicherung und Beratung. Drei klassische Methoden entstanden: Einzelfallhilfe, Soziale Gruppenarbeit, Gemeinwesenarbeit.
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([Sozialarbeit](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-2))
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([Klassische Methoden](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-21))
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- Gegenstand Sozialer Arbeit
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- Historische Wurzeln: Sozialpädagogik und Sozialarbeit
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- Sozialpädagogik
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- Sozialarbeit
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- Soziale Arbeit als neuer Leitbegriff
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- Soziale Arbeit als Disziplin und Profession
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- Praxisfelder, Professionsauftrag und Grundorientierungen
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- Praxisfelder
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- Systematisierungsmöglichkeiten des Feldes
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- Trägerschaft
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## Soziale Arbeit als Disziplin und Profession
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## Evidence References
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Seit Anfang 21. Jahrhundert hat sich ›Soziale Arbeit‹ als einheitlicher Leitbegriff etabliert. Die historische Zweiteilung wurde hinterfragt und gilt heute als überholt — empirisch keine signifikanten Unterschiede mehr zwischen den Traditionen.
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([Historische Wurzeln](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-14))
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([Pfaffenberger](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-22))
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- [2 Soziale Arbeit](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-1) (S. 24, Z. 149)
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||||
- [Sozialarbeit](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-2) (S. 26, Z. 165)
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||||
- [2.1.2 Soziale Arbeit als neuer Leitbegriff](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-3) (S. 29, Z. 183)
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||||
- [2.1.3 Soziale Arbeit als Disziplin und Profession](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-4) (S. 30, Z. 206)
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||||
- [Systematisierungsmöglichkeiten des Feldes](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-5) (S. 32, Z. 226)
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||||
- [Systematisierungsmöglichkeiten des Feldes](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-6) (S. 33, Z. 234)
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||||
- [Parteiliche Vermittlung zwischen Individuum und Gesellschaft](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-7) (S. 36, Z. 257)
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||||
- [Soziale Gerechtigkeit, Integration und Autonomie](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-8) (S. 38, Z. 269)
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||||
- [Soziale Gerechtigkeit, Integration und Autonomie](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-9) (S. 40, Z. 285)
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||||
- [Grundorientierungen und Grundprinzipien](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-10) (S. 41, Z. 299)
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||||
- [Bedeutung von wissenschaftlichem Wissen](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-11) (S. 42, Z. 314)
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||||
- [2.3 Zusammenfassung der Erkenntnisse](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-12) (S. 43, Z. 324)
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Soziale Arbeit ist zugleich **Disziplin** (wissenschaftliche Fragestellung mit spezifischen Methoden) und **Profession** (Berufsgruppe, Praxisorganisationen, Dienstleistungen). Zwischen ihnen zeigen sich Unterschiede: Die Profession zielt auf Wirksamkeit und Angemessenheit; die Disziplin auf Wahrheit und Schlüssigkeit. Idealerweise bereichern sie sich gegenseitig durch Wissensvermittlung und Praxisbezug.
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([Disziplin und Profession](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-4))
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([Thole über Profession](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-24))
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([Wissen transformieren](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-26))
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## Praxisfelder und Trägerschaft
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Das Feld der Sozialen Arbeit ist hochgradig heterogen mit vielfältigen Praxisfeldern (Kinder-/Jugendhilfe, Erwachsenenhilfen, Altenhilfe, Gesundheit, Stadtteilarbeit). Unterschiede entstehen durch Trägerschaft: öffentliche (staatliche) und private Träger (Verbände, Vereine, philanthropische Organisationen) sowie Freiwilligen- und Selbsthilfeangebote.
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([Systematisierungsschwierigkeiten](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-5))
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([Thole Systematisierung](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-28))
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([Systematik Thole Lehrbuch](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-6))
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## Professionsauftrag und Zielsetzung
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Soziale Arbeit ist ein Moment des Sozialstaatsprinzips, das auf Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit setzt. Sie vermittelt **parteilich zwischen Individuum und Gesellschaft** aus der Perspektive des Subjekts — eine doppelte oder trifokale Aufgabe: Veränderung von Lebensweise, Lebensbedingungen und ggf. Infrastruktur.
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||||
([Sozialstaatsprinzip](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-7))
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||||
([Parteiliche Vermittlung nach Thiersch](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-29))
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([Doppelter und trifokaler Fokus](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-32))
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Die Zielsetzung lässt sich mit drei Begriffen umschreiben: **soziale Gerechtigkeit**, **soziale Integration** und **Autonomie in der individuellen Lebenspraxis**. Der Auftrag folgt der Nachrangigkeit: Soziale Arbeit wird aktiv, wenn andere gesellschaftliche Systeme versagt haben.
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([Nachrangiger Auftrag](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-30))
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([Handlungsautonomie](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-34))
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## Grundorientierungen
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Alle aktuellen Theorien der Sozialen Arbeit gehen von einem **Person-in-Umwelt-Modell** aus und sehen Probleme als komplexes Interaktionsgeschehen zwischen bio-psychischen, sozialen und kulturellen Dimensionen. Als allgemeine Grundprinzipien gelten: systemischer Zugang, Lebensweltorientierung und Ressourcenorientierung.
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([Bio-psycho-soziale Perspektive](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-36))
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([Ressourcenorientierung](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-37))
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([Grundorientierungen](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-10))
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Die Arbeitsweise ist **dialogisch-partizipativ** mit Arbeitsbündnis als Kernelement. Zum Wissenskorpus gehören Theorien, empirisches Wissen, Erklärungen und Verfahrenswissen aus Disziplin und relevanten Nachbardisziplinen.
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([Arbeitsbündnis](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-38))
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||||
([Wissenskorpus](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-39))
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||||
([Wissensformen](./chapter_02_soziale-arbeit.evidence.md#reference-11))
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@ -99,66 +99,4 @@ Source document: [arbeit](../../documents/arbeit/arbeit.md)
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- **Pages:** 65
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- **Lines:** 510-512
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||||
- **Quote:** "Professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit folgt keiner Herstellungslogik und ist kaum standardisierbar. Rezeptwissen, einheitliche Lösungen und festgeschriebene Vorgehensweisen, mit denen sich eine bestimmte Wirkung herstellen lässt, die eine Methode - das gibt es in der Sozialen Arbeit nicht."
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## Reference 13
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 03 Professionstheoretische Grundlagen
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- **Section:** 3.1 Professionstheoretischer Diskurs
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||||
- **Pages:** 44
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- **Lines:** 343-343
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||||
- **Quote:** "Seit Anfang der 1970er Jahre wird im deutschsprachigen Raum eine intensive fachliche Diskussion geführt über die Professionalisierbarkeit der Sozialen Arbeit: über deren Rahmenbedingungen, Möglichkeiten und Grenzen."
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## Reference 14
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 03 Professionstheoretische Grundlagen
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||||
- **Section:** 3.1.1 Modell der klassischen Profession
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||||
- **Pages:** 45
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||||
- **Lines:** 349-351
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||||
- **Quote:** "Bei Professionen nun sind die Anforderungen an Mandat und Lizenz besonders hoch. Solche hohen Anforderungen sind dann nötig, wenn die Berufstätigkeit zentrale Bereiche menschlichen Lebens betrifft, wenn der Privat- oder sogar Intimbereich von Menschen berührt ist und deshalb auch Verletzungen in diesem sensiblen Bereich möglich sind."
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## Reference 15
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 03 Professionstheoretische Grundlagen
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- **Section:** Positionen
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- **Pages:** 48
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- **Lines:** 382-384
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- **Quote:** "Das Konzept der ›Semi-Profession‹ stammt aus dem US-amerikanischen Diskurs und bezeichnet Berufe, die nur teilweise und unvollkommen eine eigene Kompetenz gegenüber Laien wie auch der Gesellschaft durchsetzen können, die also kein klares gesellschaftliches Mandat für Probleme in einem spezifischen Lebensbereich haben."
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## Reference 16
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 03 Professionstheoretische Grundlagen
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||||
- **Section:** Wurzeln eines eigenständigen Professionalitätsmodells
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||||
- **Pages:** 49
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- **Lines:** 389-390
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||||
- **Quote:** "Alice Salomon steht mit ihrem 1926 veröffentlichten Buch ›Soziale Diagnose‹ für die Begründungslinie der Methodisierung . Sie stellte den neuen Beruf der Sozialarbeiterin neben die klassischen Professionen (Pfarrer, Ärztin, Richter) und begründete dies mit der Entwicklung einer eigenen Methodik der Diagnose und Intervention."
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## Reference 17
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 03 Professionstheoretische Grundlagen
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- **Section:** 3.2 Strukturmerkmale professionellen Handelns
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- **Pages:** 50
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- **Lines:** 399-400
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||||
- **Quote:** "Die Soziale Arbeit ist gekennzeichnet durch besondere Konstitutionsbedingungen und durch strukturelle Widersprüchlichkeiten, welche als Strukturprobleme des professionellen Handelns bezeichnet werden."
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||||
## Reference 18
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 03 Professionstheoretische Grundlagen
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||||
- **Section:** Doppeltes bzw. Triple-Mandat
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- **Pages:** 55
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||||
- **Lines:** 441-442
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||||
- **Quote:** "Die Professionellen der Sozialen Arbeit werden als Träger eines sog. ›doppelten Mandates‹ gesehen: Sie sind einerseits den Anliegen und Interessen der Hilfesuchenden verpflichtet, andererseits ihrem Auftraggeber, dem Staat bzw. der Kommune"
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## Reference 19
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 03 Professionstheoretische Grundlagen
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- **Section:** Strukturelles Technologiedefizit
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- **Pages:** 57
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- **Lines:** 454-456
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||||
- **Quote:** "Soziale Prozesse sind komplex und unvorhersehbar. Die Soziale Arbeit verfügt über keine Technologien, mit denen Wirkungen planvoll hergestellt werden können. Luhmann/Schorr haben diesen Umstand in einem viel beachteten Aufsatz als das »strukturell begründete Technologiedefizit« des Erziehungssystems bezeichnet (1982:14)."
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## Reference 20
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 03 Professionstheoretische Grundlagen
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- **Section:** (Un-)Freiwilligkeit
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- **Pages:** 61
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- **Lines:** 480-481
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||||
- **Quote:** "Es gelte das Paradoxon zu bewältigen, »die anfängliche Unmöglichkeit eines Bündnisses als Voraussetzung für die Möglichkeit der Entwicklung eines Bündnisses zu akzeptieren«, so Müller (1991:119, Hervorh. original)."
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@ -1,88 +1,35 @@
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# 03 Professionstheoretische Grundlagen
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Dieses Kapitel erläutert den professionstheoretischen Diskurs der Sozialen Arbeit, das Modell der klassischen Profession und die spezifischen Strukturmerkmale professionellen Handelns: diffuse Allzuständigkeit, doppelte Loyalitätsverpflichtung, geringe Standardisierbarkeit, Koproduktion und Involviertheit der ganzen Person.
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Das Kapitel behandelt die professionstheoretischen Grundlagen der Sozialen Arbeit. Es zeichnet den professionstheoretischen Diskurs nach, diskutiert das Modell der klassischen Profession und die Frage, ob Soziale Arbeit eine Profession ist. Zentral sind die Strukturmerkmale professionellen Handelns: diffuse Allzuständigkeit, doppelte Loyalitätsverpflichtung, geringe Standardisierbarkeit, Koproduktion und die Involviertheit der Professionellen als ganze Person.
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**Seiten:** 44–66
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**Zeilen im Quelldokument:** 336–521
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**Seiten:** 44-66
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**Zeilen im Quelldokument:** 336-521
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## Professionstheoretischer Diskurs
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## Key Concepts
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Seit Anfang der 1970er Jahre wird im deutschsprachigen Raum intensiv über die Professionalisierbarkeit der Sozialen Arbeit diskutiert. Die Expandierung des Arbeitsfeldes seit den 1960er Jahren bildete eine wichtige Grundlage. Es ging zunächst um Berufsbild, Status und wissenschaftliche Fundierung der Ausbildung — eine vornehmlich standespolitische Debatte um Legitimationsfragen und das ›Aufstiegsprojekt‹ Soziale Arbeit. In dieser Phase entstanden Professionalisierungstheorien, die sich am Vorbild-Modell der klassischen Professionen orientierten.
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([Professionstheoretischer Diskurs](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-13))
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- Professionstheoretischer Diskurs
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- Modell der klassischen Profession
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- Gemeinnützige Aufgabe
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- Wissensbasis und wissenschaftliche Ausbildung
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- Autonomie in der Berufsausübung
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- Berufsethische Codices
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- Soziale Arbeit - eine Profession?
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- Positionen
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- Wurzeln eines eigenständigen Professionalitätsmodells
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- Eigenständiges handlungsorientiertes Professionalitätsmodell
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## Modell der klassischen Profession
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## Evidence References
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Professionen wie Ärzte, Geistliche und Juristinnen zeichnen sich durch besonders hohe Anforderungen an Mandat und Lizenz aus, da sie zentrale und sensible Bereiche menschlichen Lebens betreffen — Körper, Seele und Rechte. Aus diesem gesellschaftlichen Auftrag ergeben sich exklusive Merkmale: eine gemeinnützige Funktion mit Handlungsmonopol, eine exklusive wissenschaftliche Wissensbasis mit langen akademischen Ausbildungsgängen, weitestgehende Autonomie in der Berufsausübung (gesichert durch Zeugnisverweigerungsrecht, materielle Privilegierung und berufsständische Selbstkontrolle) sowie berufsethische Codices mit einem internalisierten professionellen Habitus.
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([Mandat und Lizenz](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-14))
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- [3 Professionstheoretische Grundlagen](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-1) (S. 44, Z. 338)
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||||
- [Gemeinnützige Aufgabe](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-2) (S. 45, Z. 352)
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||||
- [3.1.2 Soziale Arbeit - eine Profession?](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-3) (S. 47, Z. 374)
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||||
- [Eigenständiges handlungsorientiertes Professionalitätsmodell](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-4) (S. 49, Z. 392)
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||||
- [Eingrenzung der Zuständigkeit](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-5) (S. 51, Z. 408)
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||||
- [Eingrenzung der Zuständigkeit](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-6) (S. 52, Z. 418)
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||||
- [Widersprüchliche Handlungslogiken](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-7) (S. 53, Z. 436)
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||||
- [3.2.3 Geringe Standardisierbarkeit](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-8) (S. 56, Z. 450)
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||||
- [Status der Klientin als Ko-Produzentin](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-9) (S. 59, Z. 470)
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||||
- [Strukturelle Asymmetrie](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-10) (S. 62, Z. 484)
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||||
- [3.2.5 Involviertheit der Professionellen als ganze Pe...](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-11) (S. 64, Z. 498)
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||||
- [3.3 Zusammenfassung der Erkenntnisse](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-12) (S. 65, Z. 510)
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Professionelle Hilfe wird quasi gemeinwirtschaftlich organisiert: Die Gesellschaft beauftragt Professionen zur Problembearbeitung bei gesellschaftlich und individuell hoch bedeutsamen Problemen, die Klienten allein nicht lösen können. Marktförmige Hilfe wäre hier unangemessen, da sie existentielle Abhängigkeit schaffen würde.
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([Gemeinnützige Aufgabe](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-2))
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## Soziale Arbeit — eine Profession?
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In der Aufbruchsphase der 1960er/70er Jahre orientierte sich die Soziale Arbeit am klassischen Professionsmodell, doch rasch zeigte sich: Gemessen an dessen Merkmalen ist sie keine vollständige Profession. Es fehlten eine einheitliche wissenschaftliche Grundlage, ein exklusiver Zuständigkeitsbereich, fachliche Autonomie, materielle Privilegierung und eine wirksame berufsständische Selbstorganisation.
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([Aufbruchsphase](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-3))
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Verschiedene Positionen entstanden: Soziale Arbeit als »halb professionalisierter Beruf« in einem Entwicklungsprozess, als ›Semi-Profession‹ — ein Konzept, das Berufe bezeichnet, die nur unvollkommen eigene Kompetenz durchsetzen können — oder als ›bescheidene Profession‹ (Schütze 1992), die trotz fehlenden Wissensmonopols ein gesellschaftliches Mandat für einen besonderen Dienst hat, einschließlich der damit verbundenen Paradoxien professionellen Handelns.
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([Positionen zur Semi-Profession](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-15))
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## Wurzeln und Entwicklung eines eigenständigen Professionalitätsmodells
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Bereits Gründerinnen der Sozialen Arbeit begründeten einen eigenständigen Professionalitätsanspruch auf zwei Wegen: Alice Salomon legte 1926 mit ›Soziale Diagnose‹ den Grundstein über die Methodisierung — eine eigene Diagnostik und Intervention für den »ganzen Menschen« und das Prinzip der Individualisierung der Hilfe. Gertrud Bäumer leitete den Anspruch aus der Institutionalisierung ab: Die Vergesellschaftung sozialer Aufgaben erfordere eigene Einrichtungen mit beruflichem Personal und institutionalisiertem Wissen. Soziale Arbeit könne sich nur im Kontext ihrer organisatorischen Struktur professionalisieren.
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([Salomon und Methodisierung](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-16))
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Seit den 1980er Jahren vollzog sich ein Paradigmenwechsel: weg von der ›indikatorischen‹ Perspektive, die Soziale Arbeit an Merkmalen klassischer Professionen misst, hin zu einer ›strukturtheoretischen‹ Perspektive. Die Binnenstrukturen und die Logik professionellen Handelns rücken ins Zentrum, der Organisationskontext wird mitanalysiert, und auf dieser Grundlage werden konkrete Handlungsspielräume und notwendige Kompetenzen bestimmt.
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([Paradigmenwechsel](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-4))
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## Strukturmerkmale professionellen Handelns
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Die Soziale Arbeit ist durch besondere Konstitutionsbedingungen und strukturelle Widersprüchlichkeiten gekennzeichnet, die als Strukturprobleme des professionellen Handelns bezeichnet werden. Schütze (1992) arbeitete erstmals heraus, dass es aufgrund dieser Bedingungen »immer wieder zu Paradoxien professionellen Handelns« kommt — zu nicht aufhebbaren und nicht umgehbaren Schwierigkeiten und Dilemmata, in die sich Professionelle mit Notwendigkeit verstricken. Professionelles Handeln zeichnet sich durch das Ausbalancieren dieser Widersprüchlichkeiten aus.
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([Strukturmerkmale](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-17))
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([Kapiteleinleitung](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-1))
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## Diffuse Allzuständigkeit für komplexe Probleme
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Anders als klassische Professionen mit klarem Zuständigkeitsmonopol befasst sich die Soziale Arbeit mit potentiell sehr komplexen und diffusen Problemen sozialer Lebenssituationen. Ein klarer Fokus fehlt; alles, was das Alltagsleben an Problemen mit sich bringt, kann Gegenstand werden. Diese Allzuständigkeit ist auf der Makroebene problematisch (Schwierigkeit der Gegenstandsbestimmung, Heterogenität der Arbeitsfelder, fehlende Monopolisierung) wie auf der Mikroebene (Eingrenzung der Zuständigkeit im Einzelfall).
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([Allzuständigkeit](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-5))
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Müller warnt vor der Gefahr eines »prinzipiell grenzenlosen Zugriffs auf den Alltag der Klienten«. Was ›der Fall ist‹, muss stets eingeschätzt und diskursiv ausgehandelt werden — die Bewältigung von Ungewissheit gilt als Kern professioneller Handlungskompetenz. Der Fokus ist dabei mindestens doppelt: Veränderung der Person und Lebensweise einerseits, Veränderung der Lebensbedingungen andererseits, ergänzt um fallübergreifende Infrastrukturoptimierung. Mit der diffusen Allzuständigkeit geht auch eine geringe gesellschaftliche Anerkennung einher, weil es für Laien schwer zu durchschauen ist, warum Alltagsprobleme spezifische Kompetenz erfordern.
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([Gefahr grenzenloser Zugriff](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-6))
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## Doppelte Loyalitätsverpflichtung
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Soziale Arbeit ist stark abhängig von staatlicher Steuerung und eingebunden in bürokratische Organisationen mit geregelten Verfahrensabläufen. Professionelle unterliegen gleichzeitig zwei Handlungslogiken: dem lebensweltorientierten, auf Individualität ausgerichteten Unterstützungshandeln einerseits und dem standardisierten bürokratischen Rechtshandeln mit Normierung und Gleichbehandlung andererseits — ein handlungslogisches Dilemma.
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([Bürokratische Einbindung](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-7))
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Die Professionellen werden als Träger eines ›doppelten Mandates‹ gesehen: verpflichtet den Anliegen der Hilfesuchenden, zugleich ihrem Auftraggeber, dem Staat. Die Gesellschaft erwartet neben der Hilfe auch Kontrolle und Anpassung der Klientinnen. Diese doppelte Loyalitätsbindung — von Thiersch als »kontrollierte Schizophrenie« bezeichnet — ist eine unaufhebbare Paradoxie. Die meisten Autorinnen fordern reflexiven Umgang und Integration beider Orientierungen ins professionelle Selbstverständnis. Staub-Bernasconi ergänzte das ›dritte Mandat‹ seitens der Profession selbst: wissenschaftliche Fundierung und ein unabhängiger Ethikkodex als Orientierungshilfe.
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([Doppeltes Mandat](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-18))
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## Geringe Standardisierbarkeit
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Soziale Prozesse sind komplex und unvorhersehbar; klare Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge fehlen. Luhmann/Schorr bezeichneten dies als »strukturell begründetes Technologiedefizit«. Professionelles Handeln folgt keiner Herstellungslogik — Rezeptwissen, einheitliche Lösungen und standardisierte Vorgehensweisen gibt es nicht. Mittlerweile stehen jedoch Modelle zur Verfügung, die die Fallbearbeitung strukturieren.
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([Technologiedefizit](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-19))
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([Keine Herstellungslogik](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-12))
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Kompensiert wird das Technologiedefizit durch fallspezifisches Verstehen: Theoriewissen und fallbezogenes Wissen müssen aufeinander bezogen und in Handeln übersetzt werden. Diese ›widersprüchliche Einheit‹ von Wissenschaftsorientierung und Fallverstehen ist selbst ein Strukturmerkmal. Die geringe Standardisierbarkeit begründet letztlich den Professionsstatus — professionelles Handeln wäre überflüssig, wenn routinemäßige Bewältigung von Ungewissheit möglich wäre.
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([Aufgabe und Gegenstand](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-8))
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## Koproduktion
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Personenbezogene soziale Dienstleistungen zeichnen sich durch das Uno-actu-Prinzip aus: Produktion und Konsumption fallen zusammen. Ohne Zutun des Klienten kommt keine Leistung zustande — die Klientin hat den Status einer Ko-Produzentin. Dies verweist auf die Notwendigkeit von Kooperation als gemeinsame Ausrichtung auf ein ausgehandeltes Ziel.
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([Dienstleistungsansatz](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-9))
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Besonders in Zwangskontexten (Straf-/Justizvollzug, stationäre Jugendhilfe) kann Kooperationsbereitschaft nicht vorausgesetzt werden. Professionelle müssen das Paradoxon bewältigen, »die anfängliche Unmöglichkeit eines Bündnisses als Voraussetzung für die Möglichkeit der Entwicklung eines Bündnisses zu akzeptieren«. Die Arbeitsbeziehung ist zudem strukturell asymmetrisch: Professionelle verfügen aufgrund ihres institutionellen Hintergrunds, des Doppelmandats und ihres Wissensvorsprungs über mehr Macht. Dieses Machtgefälle zu reflektieren und die subjektive Wirklichkeitskonstruktion der Klientinnen als gleichwertig anzuerkennen sind zentrale Anforderungen.
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([Kooperationsparadoxon](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-20))
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([Asymmetrie und Macht](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-10))
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## Involviertheit der Professionellen als ganze Person
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Die Sozialpädagogin ist als ganze Person in die Arbeitsbeziehung involviert — sie ist »Person als Werkzeug« (von Spiegel). Biografische Erfahrungen fließen in jede Interaktion ein. Bereits Alice Salomon bezeichnete die Persönlichkeit als »wesentliches Hilfsmittel«. Professionelles Handeln vermittelt sich wesentlich über die Person — die Art und Weise, wie eine Sozialpädagogin handelt, ist geprägt von biografischen Erfahrungen, Orientierungs- und Deutungssystemen.
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([Selbstreflexion als Kernelement](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-11))
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Die reflexive Auseinandersetzung mit eigenen Emotionen und der eigenen Biografie ist unabdingbar; die Fähigkeit zur Selbstreflexion gilt als Kernelement von Professionalität. Grasshoff/Schweppe sprechen von einer »biografischen Zumutung«, die sich nicht auf die Ausbildung beschränkt, sondern die gesamte berufliche Tätigkeit begleitet. Daraus folgt die Notwendigkeit institutionalisierter Gefäße wie Supervision und Intervision — Gildemeister bezeichnete Supervision als »einen der wenigen Anker für die berufliche Identität«. Ohne solche Settings können Organisationen Professionalität und Qualität nicht sicherstellen.
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([Selbstreflexion als Kernelement](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-11))
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## Zusammenfassung
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Der Anspruch auf ein eigenständiges Professionalitätsmodell der Sozialen Arbeit ist historisch begründet und löst sich vom Maßstab der klassischen Professionen. Die fünf Strukturmerkmale — diffuse Allzuständigkeit, doppelte Loyalitätsverpflichtung, geringe Standardisierbarkeit, Koproduktion und Involviertheit der ganzen Person — bilden den Rahmen, innerhalb dessen sich professionelles Handeln bewähren muss. Sie begründen zugleich die Notwendigkeit eines methodisch strukturierten, fallverstehenden und kooperativen Vorgehens, wie es in den folgenden Kapiteln als Kooperative Prozessgestaltung entwickelt wird.
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([Zusammenfassung](./chapter_03_professionstheoretische-grundlagen.evidence.md#reference-12))
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@ -99,66 +99,4 @@ Source document: [arbeit](../../documents/arbeit/arbeit.md)
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- **Pages:** 88
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- **Lines:** 704-707
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- **Quote:** "Soziale Arbeit richtet sich in ihrer Zielsetzung immer nach bestimmten Werten und Normen, fragt nach dem Sinn ihrer Tätigkeit; zudem ist der sozialarbeiterische Alltag oft durch moralisch verzwickte Situationen gekennzeichnet. Zielsetzungen, Sinnorientierung, Werte, Normen verlangen eine kontinuierliche, kritische, ethische Reflexion ."
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## Reference 13
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 04 Ethische und rechtliche Grundlagen
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- **Section:** 4.1 Professionsethik
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- **Pages:** 68
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- **Lines:** 530-532
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||||
- **Quote:** "Weil Sozialarbeiterinnen zudem oft in Lebenszusammenhänge von Menschen eingreifen und dies häufig in einem unfreiwilligen oder halbfreiwilligen Rahmen geschieht, stellt dies Soziale Arbeit vor die Aufgabe einer kontinuierlichen Reflexion von Werten, Zielvorstellungen und Konsequenzen professionellen Handelns und des daraus entstehenden Machtgefälles (vgl. Heiner 2010:169)."
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## Reference 14
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 04 Ethische und rechtliche Grundlagen
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- **Section:** 4.1.2 Menschenbild
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- **Pages:** 70
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- **Lines:** 544-546
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||||
- **Quote:** "Zunächst ist festzuhalten, dass der Mensch nicht als eine feste unveränderbare Größe betrachtet, sondern nur in seinem kontinuierlichen Werden verstanden werden kann. Dieses menschliche Werden steht in Wechselwirkung mit der natürlichen und sozialen Umwelt, die sich ebenfalls in einem ständigen Prozess der Weiterentwicklung befindet."
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## Reference 15
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 04 Ethische und rechtliche Grundlagen
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- **Section:** Menschenwürde
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- **Pages:** 72
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- **Lines:** 555-557
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- **Quote:** "Hinter dem kategorischen Imperativ steht die Vorstellung, dass Menschen als Vernunftwesen zur Autonomie (vor griech. autos = selbst und griech. nomos = Gesetz) bestimmt sind. Nach Hoerster (2002:7) bedeutet Menschenwürde eine Grenze, die verbietet, sich den Mitmenschen zum Werkzeug zur Erreichung der eigenen Ziele zu machen. Dieses Instrumentalisierungsverbot bildet nach Schlittmaier (2004:17) somit den Kern der Menschenwürde."
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## Reference 16
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 04 Ethische und rechtliche Grundlagen
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- **Section:** Soziale Gerechtigkeit
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- **Pages:** 73
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- **Lines:** 561-563
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- **Quote:** "Lob-Hüdepohl versteht darunter das Gewährleisten von gleichen Rechten und Einfordern gleicher Pflichten, den Ausgleich von Leistungen, die Mindestausstattung von Grundgütern sowie den Abbau struktureller Ursachen von ungleichen gesellschaftlichen Beteiligungschancen."
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## Reference 17
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 04 Ethische und rechtliche Grundlagen
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- **Section:** Nachhaltigkeit und Subsidiarität
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- **Pages:** 74
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- **Lines:** 574-576
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- **Quote:** "Für das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit lässt sich aus den genannten Grundwerten ableiten, dass sie sich als subsidiäre vor- und nachsorgende Profession zu betrachten hat. Hilfe und Unterstützung haben zum Ziel, Menschen zu befähigen, ihr Leben in der Gesellschaft gelingend zu gestalten, haben aber gleichzeitig darauf zu achten, dass durch die Hilfeleitung keine Kompetenzen beschnitten oder unterlaufen werden."
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## Reference 18
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 04 Ethische und rechtliche Grundlagen
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||||
- **Section:** 4.1.5 Professionsmoralische Grundhaltungen und Care-Ethik
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- **Pages:** 76
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- **Lines:** 593-595
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||||
- **Quote:** "Hier erweisen sich Positionen der Care-Ethik als sehr hilfreich, die »wechselseitige Hilfe und Aufmerksamkeit für Andere, Verantwortung und Wertschätzung des In-BezugSeins« (Grossmass 2006:9) ins Zentrum rücken."
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## Reference 19
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 04 Ethische und rechtliche Grundlagen
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- **Section:** 4.1.6 Berufsethische Richtlinien
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- **Pages:** 78
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- **Lines:** 612-614
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- **Quote:** "Der aktuellste Berufskodex Soziale Arbeit Schweiz wurde per Juni 2010 in Kraft gesetzt und wird als Argumentarium für die Praxis der Professionellen bezeichnet. Darin werden ethische Richtlinien für das moralische berufliche Handeln in der Sozialen Arbeit dargelegt."
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## Reference 20
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 04 Ethische und rechtliche Grundlagen
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- **Section:** Gesetzmäßigkeit
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- **Pages:** 82
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- **Lines:** 644-646
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- **Quote:** "Den ersten Orientierungspunkt bildet das Prinzip der Gesetzmäßigkeit , das insbesondere im Strafrecht (und dessen Vollzug, an dem auch Sozialarbeiterinnen beteiligt sind) Gültigkeit hat. Laut diesem Prinzip gilt der Vorrang des Gesetzes; jedes staatliche Handeln - und soziales Handeln ist in der Regel staatliches Handeln - hat sich ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Grenzen zu bewegen"
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@ -1,89 +1,35 @@
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# 04 Ethische und rechtliche Grundlagen
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Kapitel 4 behandelt die ethischen und rechtlichen Grundlagen professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit, einschließlich Menschenbild, Professionsethik, Menschenrechte und den gesetzlichen Rahmen.
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Dieses Kapitel erarbeitet die ethischen und rechtlichen Grundlagen professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit. Es umfasst Themen wie Menschenbild, Menschenwürde, Menschenrechte, Care-Ethik, Verantwortungsethik und professionsmoralische Grundhaltungen. Der rechtliche Rahmen wird mit Blick auf die Rechtsgebiete, das Subsidiaritätsprinzip und die Verhältnismigkeit dargestellt.
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**Seiten:** 67–89
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**Zeilen im Quelldokument:** 522–715
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**Seiten:** 67-89
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**Zeilen im Quelldokument:** 522-715
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## Professionsethik und Begriffsklärung
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## Key Concepts
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Soziale Arbeit wird als öffentliche Reaktion auf politisch anerkannte Hilfebedarfe verstanden und stützt sich stets auf gesellschaftliche Normen und Werte. Da Sozialarbeiterinnen oft in Lebenszusammenhänge eingreifen — häufig in unfreiwilligen Kontexten —, ist eine kontinuierliche Reflexion von Werten und Konsequenzen professionellen Handelns erforderlich.
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- Professionsethik
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- Begriffsklärung und Dimensionen einer Ethik Sozialer Arbeit
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- Menschenbild
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- Grundlegende ethische Normen
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- Menschenwürde
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- Menschenrechte
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- Soziale Gerechtigkeit
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- Solidarität
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- Nachhaltigkeit und Subsidiarität
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- Verantwortungsethik
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Ethik Sozialer Arbeit meint die kritisch-konstruktive Reflexion moralischer Dimensionen beruflicher Praxis. Schlittmaier benennt mehrere Dimensionen: die Praxis als komplexe Konstitutionsleistung, die Wissenschaft Sozialer Arbeit, die Methoden mit ihren normativen Zielsetzungen und die Berufsethiken der Verbände. Diese Berufsethiken weisen nach Schlittmaier ein Begründungs- und ein Applikationsdefizit auf und gewinnen erst durch einen wechselseitigen Diskurs Praxisrelevanz.
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([Professionsethik](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-13))
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([Dimensionen der Ethik](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-2))
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## Evidence References
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## Menschenbild
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- [4 Ethische und rechtliche Grundlagen](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-1) (S. 67, Z. 524)
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||||
- [4.1.1 Begriffsklärung und Dimensionen einer Ethik Soz...](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-2) (S. 69, Z. 536)
|
||||
- [4.1.3 Grundlegende ethische Normen](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-3) (S. 72, Z. 550)
|
||||
- [Solidarität](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-4) (S. 73, Z. 566)
|
||||
- [4.1.4 Verantwortungsethik](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-5) (S. 75, Z. 587)
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||||
- [Haltung der Anwaltlichkeit](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-6) (S. 77, Z. 605)
|
||||
- [4.1.7 Ethische Entscheidungsfindung](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-7) (S. 79, Z. 623)
|
||||
- [4.2.1 Grundlagen](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-8) (S. 81, Z. 635)
|
||||
- [Verhältnismäßigkeit](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-9) (S. 82, Z. 651)
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||||
- [4.2.3 Menschenrechte](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-10) (S. 84, Z. 665)
|
||||
- [Datenschutz Schweigepflicht, Amt und Berufsgeheimnis in d...](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-11) (S. 86, Z. 692)
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||||
- [4.3 Zusammenfassung der Erkenntnisse](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-12) (S. 88, Z. 704)
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Der Mensch wird nicht als feste Größe betrachtet, sondern in seinem kontinuierlichen Werden verstanden — in Wechselwirkung mit seiner natürlichen und sozialen Umwelt. Das Selbst befindet sich zeitlebens in einem potentiellen Zustand, was Offenheit und Fragilität mit sich bringt. Menschen sind auf fremde Hilfe angewiesen und bieten zugleich anderen Halt. Entwicklung ist immer Co-Entwicklung; der Mensch ist ein ›freier Unfreier‹, fähig zur Selbstbestimmung und gleichzeitig auf andere angewiesen. Die soziokulturell bedingte Erziehungsbedürftigkeit ergibt sich daraus, dass der Mensch Naturalisations-, Enkulturations-, Sozialisations- und Personalisationshilfe braucht. Lebenslanges Lernen ist die Konsequenz: Man kann sich nicht nicht entwickeln.
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([Menschenbild](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-14))
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## Menschenwürde und Menschenrechte
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Menschenwürde ist dem Menschen inhärent und nicht an bestimmte Eigenschaften gebunden. Kants kategorischer Imperativ fordert, die Menschheit in jeder Person stets als Zweck und niemals bloß als Mittel zu behandeln; das Instrumentalisierungsverbot bildet den Kern der Menschenwürde. In der Bioethik ist umstritten, ob Würde an bestimmte Fähigkeiten gebunden ist — die Soziale Arbeit folgt der traditionellen Position, die Menschenwürde allen Menschen unabhängig von ihren Fähigkeiten zuschreibt.
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Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948) konkretisiert den Kerngehalt der Menschenwürde durch persönliche Freiheitsrechte (z. B. Gedankenfreiheit), politische Mitwirkungsrechte (z. B. Wahlrecht) und soziale Anspruchsrechte (z. B. Recht auf Bildung) — in engem Bezug zu Freiheit, Gleichheit und Teilhabe. Persönliche Freiheit wird erst realisiert, wenn sie im öffentlichen Raum mit anderen gelebt werden kann. Daraus folgt, dass die im Sozialstaat organisierte Soziale Arbeit die Wahrung der Menschenrechte und Menschenwürde zu gewährleisten hat.
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([Menschenwürde](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-15))
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([Grundlegende Normen](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-3))
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## Soziale Gerechtigkeit und Solidarität
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Soziale Gerechtigkeit umfasst das Gewährleisten gleicher Rechte, den Ausgleich von Leistungen, die Mindestausstattung von Grundgütern und den Abbau struktureller Ursachen ungleicher Beteiligungschancen. Es lassen sich drei Dimensionen unterscheiden: Gesetzesgerechtigkeit (gleiche Rechte für alle), Tausch- oder Leistungsgerechtigkeit (Gleichheit von Leistung und Gegenleistung) und Verteilungsgerechtigkeit (notwendige Ressourcen zur Existenzbestreitung). Rawls setzt sich für gesellschaftliche Rahmenbedingungen ein, die durch angemessene Verteilung zu einem dynamischen Ausgleich führen.
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Mit sozialer Gerechtigkeit korrespondiert der Gedanke der Solidarität. Die sogenannte Beistandssolidarität stellt eine grundsätzliche Verpflichtung gegenüber Notleidenden und Benachteiligten dar, die nicht auf Reziprozitätserwartungen aufbaut, sondern eine gerechtere Verteilung materieller wie immaterieller Güter anstrebt.
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([Soziale Gerechtigkeit](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-16))
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([Solidarität](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-4))
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## Nachhaltigkeit und Subsidiarität
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Die Grundwerte bilden einen Orientierungsrahmen, der durch nachhaltige Sicherung aller Ressourcen durch den Generationenkontrakt ergänzt wird. Nachhaltigkeit in der Sozialen Arbeit ist ein Qualitätsmerkmal sozialen Wandels, das bei größtmöglicher Effektivität die Finanzierungsbasis sozialer Sicherungssysteme dauerhaft belastbar hält.
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Soziale Arbeit versteht sich als subsidiäre, vor- und nachsorgende Profession: Hilfe zielt darauf, Menschen zu befähigen, ihr Leben gelingend zu gestalten, ohne bestehende Kompetenzen zu beschneiden. Nach dem Subsidiaritätsprinzip besteht die Hilfeverpflichtung des Staates insbesondere in seiner Vorleistungsverpflichtung, die Voraussetzungen für Selbsthilfekompetenzen zu schaffen.
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([Nachhaltigkeit und Subsidiarität](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-17))
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## Verantwortungsethik
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Professionsethik wird als Verantwortungsethik aufgefasst, die unter Berücksichtigung situativer Gegebenheiten einen Ausgleich zwischen Grundwerten und Handlungseffizienz herstellt. Professionelle sind mit unterschiedlichen, teils konfligierenden Interessen konfrontiert und tragen Verantwortung gegenüber Klientinnen (Achtung der Menschenwürde), der Gesellschaft (Gemeinwohl und soziale Gerechtigkeit), dem Anstellungsträger (Qualitätssicherung), den Kolleginnen (berufliche Sorgfalt), der Profession (Weiterentwicklung) und der eigenen Person (berufliche Identität und Fortbildung). Im Berufsalltag entstehen regelmäßig ethische Dilemmata und Rollenkonflikte, die auf Grundlage eines gesicherten Selbstverständnisses konstruktiv zu lösen sind — oftmals als ausgehandelte Kompromisslösungen.
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([Verantwortungsethik](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-5))
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## Care-Ethik und professionsmoralische Grundhaltungen
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Da Beziehungen zwischen Professionellen und Klientinnen asymmetrisch sind, rücken Positionen der Care-Ethik wechselseitige Hilfe, Aufmerksamkeit und Wertschätzung ins Zentrum. Der wichtigste moralische Aspekt der helfenden Interaktion besteht im Ausbalancieren dieser Asymmetrie. Da professionelles Handeln oft intuitiv geschieht und die Gefahr von Stereotypenbildungen birgt, ist eine ethische Reflexion in jeder Phase des Hilfeprozesses nötig.
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Drei Grundhaltungen leiten das Handeln: Eine *Haltung der Aufmerksamkeit*, die Bedürftigkeit und Verletzlichkeit beachtet und würdevoll mit dem Ringen der Klientinnen um Anerkennung umgeht; eine *Haltung der Achtsamkeit*, die trotz einschränkender Ausstattungsprobleme den Blick auf Ressourcen richtet; und eine *Haltung der Anwaltlichkeit* (advokatorische Ethik), die stellvertretend Verantwortung übernimmt, wenn Menschen ihr Leben nicht selbständig meistern können.
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([Care-Ethik](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-18))
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([Anwaltlichkeit](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-6))
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## Berufsethische Richtlinien
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AvenirSocial (Schweiz) und der DBSH (Deutschland) haben berufsethische Richtlinien auf Basis der IFSW-Grundsätze und der internationalen Menschenrechte entwickelt. Der Schweizer Berufskodex (2010) dient als Argumentarium für die Praxis und formuliert Handlungsmaximen bezüglich Klientinnen, Organisationen, Gesellschaft und Profession. Die DBSH-Richtlinien basieren auf dem gesellschaftlichen Auftrag, der Wahrung universeller Werte und der Würde des einzelnen Menschen.
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([Berufsethische Richtlinien](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-19))
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## Ethische Entscheidungsfindung
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Für die ethische Entscheidungsfindung wird ein strukturiertes Vorgehen beschrieben: Zunächst geht es um die Identifikation ethisch relevanter Situationen und die Schärfung einer Sensibilität für moralische Fragen. Darauf folgt die beschreibende Wahrnehmung der faktischen Situation einschließlich eigener Gefühle. Im nächsten Schritt werden die eingelagerten moralischen Werte benannt, bevor eine Urteilsbildung auf Basis professionsethischer Grundlagen und normativer Vorgaben stattfindet. Die begründet ausgewählte Handlungsoption wird schließlich — möglichst im Team oder gemeinsam mit Klientinnen — umgesetzt.
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([Ethische Entscheidungsfindung](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-7))
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## Rechtliche Aspekte des professionellen Handelns
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Professionelles Handeln geschieht im Vollzug von Recht, das Eingriffe sowohl erlaubt als auch begrenzt. Der Sozialstaat verpflichtet sich zu sozialer Gerechtigkeit und erträglichen Lebensbedingungen. Ähnlich dem Prinzip ›Hilfe zur Selbsthilfe‹ gilt das Nachrang- bzw. Subsidiaritätsprinzip, das Bürger zur Übernahme von Eigenverantwortung befähigen soll. In Deutschland basiert die soziale Sicherung auf einem Sozialrecht mit vier Säulen (Vorsorge, Versorgung, Förderung, Hilfe); in der Schweiz ist die Zuständigkeit zwischen Bund und Kantonen aufgeteilt. Professionelle verfügen über Ermessensspielräume, die an der Einzelfallgerechtigkeit orientiert sein müssen. Klientinnen haben zudem Anrecht auf rechtliches Gehör, Akteneinsicht, Verbeiständung und Begründung behördlicher Entscheide.
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([Rechtliche Grundlagen](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-8))
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## Verfassungsgrundsätze
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Das Prinzip der *Gesetzmäßigkeit* verlangt, dass staatliches Handeln sich im Rahmen gesetzlicher Grenzen bewegt. Der Grundsatz der *Verhältnismäßigkeit* fordert, dass Eingriffe geeignet, erforderlich und zumutbar sind. Das *Gleichheitsgebot* verlangt, Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln. Das *Willkürverbot* schützt vor Verletzung von Gerechtigkeitserwartungen. *Treu und Glauben* gewährt Klientinnen Vertrauensschutz und verpflichtet zu konsequentem, konsistentem Handeln.
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([Gesetzmäßigkeit](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-20))
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([Verhältnismäßigkeit](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-9))
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## Menschenrechte im rechtlichen Kontext
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In der Schweiz sind Menschenrechtsverträge Teil der Rechtsordnung und verpflichten den Staat auf drei Ebenen: Unterlassungspflichten (Respektierung der Rechte), Schutzpflichten (Wahrung vor Verletzungen) und Leistungspflichten (Ermöglichung des Genusses der Rechte). Zentrale Grundrechte der Bundesverfassung umfassen den Schutz der Menschenwürde (Art. 7), die Rechtsgleichheit (Art. 8) und das Recht auf Hilfe in Notlagen (Art. 12).
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In Deutschland steht das Europäische Gemeinschaftsrecht über dem nationalen Recht. Von besonderem Interesse für die Soziale Arbeit sind das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das Recht auf Identität sowie das Elterngrundrecht (Art. 6 GG). Die IFSW definiert Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit als zentrale Motivation sozialarbeiterischen Handelns.
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([Menschenrechte](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-10))
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## Daten- und Vertrauensschutz
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Der Datenschutz dient dem Persönlichkeitsschutz und schützt vor widerrechtlichem Umgang mit Daten. Für Professionelle gilt eine berufliche Schweigepflicht. In der Schweiz bestehen vier Rechtfertigungsgründe für die Datenweitergabe (gesetzliche Gründe, Zeugnispflicht, Einwilligung, öffentliches Interesse); in Deutschland ist der Daten- und Vertrauensschutz strafrechtlich abgesichert. Klientinnen haben Anrecht auf Akteneinsicht, und der sorgfältige Umgang mit Daten gilt als vertrauensbildende Maßnahme.
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([Datenschutz](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-11))
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([Zusammenfassung](./chapter_04_ethische-rechtliche-grundlagen.evidence.md#reference-12))
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@ -99,58 +99,4 @@ Source document: [arbeit](../../documents/arbeit/arbeit.md)
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- **Pages:** 120
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- **Lines:** 937-939
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- **Quote:** "Ein weiteres Kennzeichen einer Arbeitsbeziehung ist die widersprüchliche Einheit einer spezifischen und diffusen Sozialbeziehung: Professionelle handeln in einer rollenförmigen spezifischen Sozialbeziehung, in der sie austauschbar sind, zugleich agieren sie als unverwechselbare Person auch in einer [...]"
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## Reference 13
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 05 Kooperation
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- **Section:** 5 Kooperation
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- **Pages:** 90
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- **Lines:** 718-718
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- **Quote:** "Die personenbezogene soziale Dienstleistung kann nur in einem dialogischen Verständigungsprozess von Sozialarbeiter und Klientin gemeinsam erbracht werden."
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## Reference 14
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 05 Kooperation
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- **Section:** Entstehen der Arbeitsbeziehung
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- **Pages:** 92
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- **Lines:** 742-742
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- **Quote:** "In der Regel wählen weder Klienten eine bestimmte Professionelle aus noch haben Professionelle die Wahl, ob sie mit einer bestimmten Klientin arbeiten möchten."
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## Reference 15
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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||||
- **Chapter:** 05 Kooperation
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||||
- **Section:** Aufgabenorientierung
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- **Pages:** 93
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||||
- **Lines:** 746-746
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- **Quote:** "Die Arbeitsbeziehung verfolgt keinen Selbstzweck, es geht nicht um eine ›gute Beziehung‹ zwischen Sozialarbeiter und Klientin, sondern darum, diese Beziehung als Mittel zur Erreichung eines Zieles zu nutzen."
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## Reference 16
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 05 Kooperation
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- **Section:** Psychoanalytische Traditionslinien in der Sozialen Arbeit
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- **Pages:** 99
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- **Lines:** 788-788
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- **Quote:** "Psychoanalytisches Wissen wurde demnach in der Sozialen Arbeit vor allem in zweierlei Hinsicht genutzt: einerseits für die Diagnose der Problematik eines Klienten mit Hilfe psychoanalytischer Theorie, andererseits zur Reflexion der Übertragungs-GegenübertragungsBeziehung zwischen Klient und Sozialpädagoge."
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||||
## Reference 17
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||||
- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 05 Kooperation
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- **Section:** Elemente eines Arbeitsbündniskonzepts bei Müller
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- **Pages:** 106
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- **Lines:** 814-814
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- **Quote:** "Sie zeigen auf, dass sich Professionalität des Handelns auszeichnet durch eine kunstvolle Verschränkung von Nähe und Distanz zu ihren Adressaten und deren Problemen."
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## Reference 18
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 05 Kooperation
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- **Section:** Modell ›Beziehungsfundierte Passung‹ von Heiner
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- **Pages:** 107
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- **Lines:** 828-828
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- **Quote:** "Beziehungsorientierung und Autonomieorientierung bildeten die Eckpfeiler für eine gelingende Passung von Problemlage und Problembearbeitungsmöglichkeiten"
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## Reference 19
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 05 Kooperation
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- **Section:** 5.2.2 Interprofessionelle Kooperation
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- **Pages:** 117
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- **Lines:** 900-900
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- **Quote:** "Der Aufgabenschwerpunkt und die spezifische Kompetenz der Sozialen Arbeit sind weniger klar zu beschreiben als bei anderen Professionen. Dieser Umstand beeinflusst die interprofessionelle Kooperation wesentlich."
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@ -1,90 +1,35 @@
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# 05 Kooperation
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Kapitel 5 behandelt Kooperation als tragendes Prinzip professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit auf zwei Ebenen: die Arbeitsbeziehung mit Klientinnen und die Zusammenarbeit auf der Fachebene mit Kolleginnen und anderen Professionen.
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Das Kapitel widmet sich der Kooperation als zentralem Element professionellen Handelns. Es behandelt die Kooperation auf Klientenebene (Arbeitsbeziehung, Arbeitsbündnis, professionelle Beziehungsgestaltung) sowie die Kooperation auf Fachebene (multiprofessionelle Zusammenarbeit, Teamarbeit). Besonders wird die Bedeutung der Kooperation mit unfreiwilligen Klientinnen herausgearbeitet.
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**Seiten:** 90–121
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**Zeilen im Quelldokument:** 716–952
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**Seiten:** 90-121
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**Zeilen im Quelldokument:** 716-952
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## Koproduktion als Grundprinzip
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## Key Concepts
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Professionelle der Sozialen Arbeit stellen keine Produkte her – sie handeln: Sie unterstützen bei der Lebensbewältigung, ermöglichen Bildungsprozesse und fördern soziale Integration ([S. 90, Z. 718](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-1)). Da an jeder personenbezogenen Dienstleistung stets Professionelle und Klientinnen gleichzeitig beteiligt sind, kann diese nur in einem gemeinsamen dialogischen Verständigungsprozess erbracht werden ([S. 90, Z. 718](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-13)). Die Koproduktion ist damit ein Strukturmerkmal professionellen Handelns.
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- Arbeitsbeziehung mit Klientinnen
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- Rahmenbedingungen
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- Freiwilligkeit, Dauer, Verbindlichkeit
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- Entstehen der Arbeitsbeziehung
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- Aufgabenorientierung
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- Begrenzungen der Arbeitsbeziehung
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- Pädagogische Beziehungskonzepte
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- Nohls Konzept des Pädagogischen Bezugs
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- Gieseckes Konzept einer öffentlichen pädagogischen Beziehung
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- Psychoanalytische Beziehungskonzepte
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Das Kapitel arbeitet zunächst heraus, wie die Arbeitsbeziehung theoretisch konzipiert wird, und geht dann auf die Kooperation auf der Fachebene ein.
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## Evidence References
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## Arbeitsbeziehung mit Klientinnen
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- [5 Kooperation](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-1) (S. 90, Z. 718)
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- [5.1.1 Rahmenbedingungen](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-2) (S. 91, Z. 734)
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- [5.1.2 Pädagogische Beziehungskonzepte](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-3) (S. 94, Z. 756)
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||||
- [Gieseckes Konzept einer öffentlichen pädagogischen Beziehung](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-4) (S. 97, Z. 772)
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||||
- [Arbeitsbündnis-Modell von Oevermann](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-5) (S. 100, Z. 792)
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||||
- [›Emotionelles Angebot‹: Arbeitsbeziehungs-Modell von Bang](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-6) (S. 103, Z. 808)
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||||
- [Arbeitsprinzipien einer Beratungsbeziehung nach Schäfter](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-7) (S. 108, Z. 832)
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- [Professionelle Beziehungsgestaltung nach Gahleitner](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-8) (S. 113, Z. 860)
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- [Teamarbeit](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-9) (S. 114, Z. 878)
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- [Kompetenzen](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-10) (S. 116, Z. 892)
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- [Konstellationen](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-11) (S. 119, Z. 921)
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- [5.3 Zusammenfassung der Erkenntnisse](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-12) (S. 120, Z. 937)
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Dass die Beziehung zwischen Sozialpädagoge und Klientin eine zentrale Voraussetzung für professionelles Handeln darstellt, gilt in der Sozialen Arbeit als weitgehend unbestritten. Allerdings wird diese Grundannahme in der Fachliteratur insgesamt wenig elaboriert. Schäfter (2010) definiert die professionelle Beziehung als Basis und Mittel der Zusammenarbeit; auf Ausführungen zur konkreten Gestaltung einer solchen Arbeitsbeziehung werde jedoch weitgehend verzichtet. Gahleitner (2017) hat ein empirisch fundiertes Konzept zur Beziehungsgestaltung vorgelegt.
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Insbesondere in Praxisfeldern, in denen Professionelle über längere Zeit Klientinnen begleiten, kommt der beruflichen Beziehungsarbeit eine besondere Bedeutung zu. Heiner (2010) konstatiert, das Wesen und die Qualität der Beziehung erscheine so individuell und situationsabhängig, dass Beziehungsarbeit oft als nicht planbares Element gesehen werde – sie betont jedoch, es ließen sich durchaus charakteristische Merkmale benennen.
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### Rahmenbedingungen
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Die Kontextbedingungen der Sozialen Arbeit prägen die Möglichkeiten der Ausgestaltung der Arbeitsbeziehung maßgeblich ([S. 91, Z. 734](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-2)). Die Praxisfelder unterscheiden sich stark hinsichtlich Freiwilligkeit, Dauer und Verbindlichkeit – von der stationären Kinder- und Jugendhilfe mit genereller Alltagszuständigkeit über Einrichtungen des Straf- und Justizvollzugs mit unfreiwilligem Aufenthalt bis zur zeitlich begrenzten sozialarbeiterischen Beratung.
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Ein gemeinsames Merkmal fast aller Praxisfelder ist die spezifische Art des Zustandekommens: Hilfesuchende wenden sich an eine Organisation oder werden dorthin eingewiesen, und dort wird ihnen eine Fachperson zugeteilt. In der Regel wählen weder Klienten noch Professionelle einander aus ([S. 92, Z. 742](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-14)). Der Organisationsauftrag bildet den Rahmen der Arbeitsbeziehung; innerhalb der institutionellen Vorgaben haben Professionelle jedoch einen großen Spielraum. Insbesondere in Zwangskontexten müssen Motivation und Kooperationswille zunächst erarbeitet werden.
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### Aufgabenorientierung und Asymmetrie
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Die Arbeitsbeziehung ist stets auf eine spezifische Aufgabe ausgerichtet: Sie verfolgt keinen Selbstzweck, sondern dient als Mittel zur Erreichung eines Unterstützungszieles ([S. 93, Z. 746](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-15)). Diese Aufgabenorientierung impliziert eine strukturelle Asymmetrie, da die Professionelle als Repräsentantin einer Organisation und aufgrund ihrer Kompetenz über mehr Macht verfügt als die hilfesuchende Klientin. Sie kann Ansprüche unterstützen oder verweigern und hat neben dem Hilfe- auch einen Kontrollauftrag.
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Innerhalb dieser asymmetrischen Struktur geht es jedoch um kommunikative Verständigung. Heiner postuliert, dass Verständigungsorientierung und strategische Aufgabenorientierung ausbalanciert sein müssen. Lotz weist darauf hin, dass im Begriff Beziehungsarbeit zwei Rationalitätstypen erkennbar sind: Arbeit als zielbezogene, steuerbare Tätigkeit einerseits, Beziehung als offener Verständigungsprozess andererseits.
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### Begrenzungen
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Professionelle Arbeitsbeziehungen sind zeitlich befristet und durch ökonomische wie intentionale Grenzen institutionalisierter Hilfen gekennzeichnet. Die Organisation garantiert zwar kontinuierliche Begleitung, nicht aber die Kontinuität der Beziehung zu bestimmten Mitarbeitenden. Professionelle Hilfe soll – von Ausnahmen dauerhaften Unterstützungsbedarfs abgesehen – dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe verpflichtet sein und allmählich überflüssig werden.
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## Pädagogische Beziehungskonzepte
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Die Sozialpädagogik befasste sich historisch insbesondere mit den Entwicklungsproblemen junger Menschen und konzipierte die professionelle Beziehung als Verhältnis zwischen Erziehenden und zu Erziehenden ([S. 94, Z. 756](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-3)). Nohl entwickelte den ›Pädagogischen Bezug‹ als leidenschaftliches, wechselseitiges Verhältnis zwischen reifem Erwachsenen und werdendem Kind. Ausgangspunkt ist die Subjektivität des Kindes – seine gegenwärtige Bedürftigkeit und seine zukünftigen Möglichkeiten. Die Beziehung ist geprägt von Nähe und Distanz zugleich und auf Auflösung hin angelegt: Ziel ist, sich als Pädagoge überflüssig zu machen.
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Giesecke revidierte Nohls Konzept grundlegend und entwickelte eine Theorie öffentlicher pädagogischer Beziehungen. Er betont den Charakter einer bezahlten Tätigkeit im öffentlichen Auftrag: zeitliche Begrenzung auf die Arbeitszeit, spezifischer (nicht ganzheitlicher) Zweck, Distanz statt Identifikation. Die Beziehung ist asymmetrisch konzipiert; der Pädagoge definiert deren Art und Weise. Pädagogische Beziehungskonzepte tragen stets der Tatsache Rechnung, dass Erwachsene gegenüber Kindern einen Erziehungsauftrag haben und sich dadurch von allen anderen Beziehungskonzepten unterscheiden ([S. 97, Z. 772](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-4)).
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## Psychoanalytische Beziehungskonzepte
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Die psychoanalytische Theorie Freuds wurde seit den 1920er Jahren in der Sozialen Arbeit rezipiert, zunächst durch Aichhorn und Bernfeld im Feld der Pädagogik, später durch die sozialarbeiterisch-psychoanalytische Traditionslinie der Einzelfallhilfe. Zentrale Konzepte sind Übertragung – die Tendenz, verinnerlichte Beziehungsmuster in aktuellen Interaktionen zu wiederholen – und Gegenübertragung als emotionale Reaktion der Professionellen darauf.
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Während Aichhorn die positive Übertragungsbeziehung als Mittel zur Einflussnahme sah, betonte Bernfeld die Grenzen erzieherischer Einflussnahme: Diese lägen im Pädagogen selbst, der mit eigenen unbewussten Reaktionen auf Übertragungen des Kindes reagiere. Psychoanalytisches Wissen wurde in der Sozialen Arbeit vor allem für die Diagnose der Problematik eines Klienten sowie zur Reflexion der Übertragungs-Gegenübertragungsbeziehung genutzt ([S. 99, Z. 788](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-16)).
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## Arbeitsbündnis-Modell von Oevermann
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Oevermann konzipierte ein Arbeitsbündnismodell analog dem psychoanalytischen Arzt-Patient-Verhältnis, in dem stellvertretende Krisenbewältigung die Kernaufgabe bildet ([S. 100, Z. 792](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-5)). Konstitutiv sind der Leidensdruck und die freiwillige Entscheidung des Patienten. Jedes Arbeitsbündnis ist gekennzeichnet durch die widersprüchliche Einheit spezifischer und diffuser Beziehungskomponenten: Professionelle binden sich als ganze Personen in einer diffusen Sozialbeziehung, bleiben aber in der spezifischen Rolle von Vertragspartnern.
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Für Klienten gelte die Grundregel ›sei diffus‹, also alles zu thematisieren, für den Sozialarbeiter hingegen ›sei spezifisch‹, sich an die Rollenvorgaben zu halten (Abstinenzregel). Kritisiert wird insbesondere die Betonung der Freiwilligkeit als Voraussetzung, die in vielen Praxisfeldern nicht gegeben ist, sowie die kontextunabhängige, statische Formulierung des Modells.
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## Weitere Konzepte der Arbeitsbeziehung
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Ruth Bang beschrieb bereits in den 1960er Jahren die helfende Beziehung als methodisches Hilfsmittel und unterschied vier Phasen des Hilfeprozesses. In der ersten Phase ist das Arbeitsklima geprägt von widersprüchlichen Gefühlen der Beteiligten; die Aufgabe der Professionellen besteht darin, ein ›emotionelles Angebot‹ zu machen ([S. 103, Z. 808](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-6)). Dieses Angebot umfasst Wohlwollen, Wärme und Interesse und stützt sich auf die latente Beziehungsbereitschaft des Klienten. Es gibt dafür keine Techniken – erforderlich sind eine akzeptierende Grundeinstellung und diagnostische Vorarbeit.
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Müller und Dörr haben herausgearbeitet, dass sich Professionalität durch eine kunstvolle Verschränkung von Nähe und Distanz zu Adressaten und deren Problemen auszeichnet ([S. 106, Z. 814](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-17)). Die Bewältigung dieser Anforderung ist nur unter Akzeptanz nicht hintergehbarer Ungewissheit möglich. Müller sieht die Fähigkeit zur Gegenübertragungskontrolle – als Kompetenz zu qualifizierter Selbstkritik in der Expertenrolle – als unabdingbar für jede professionelle Praxis.
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Heiner entwickelte das Modell der ›beziehungsfundierten Passung‹: Beziehungsorientierung und Autonomieorientierung bilden die Eckpfeiler für eine gelingende Passung von Problemlage und Problembearbeitungsmöglichkeiten ([S. 107, Z. 828](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-18)). Sie betont ein exploratives, tentatives Vorgehen, das durch behutsame Annäherung und bewusste Zurückhaltung Vertrauen gewinnt und zugleich Autonomie fördert. Professionelle müssen eine Balance finden zwischen Personen- und Zielorientierung, Symmetrie und Asymmetrie, Einflussnahme und Zurückhaltung.
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Schäfter hat ein Konzept der Beziehungsgestaltung als Querschnittsaufgabe entwickelt und vier Arbeitsprinzipien formuliert: reflexive kontextbezogene Zuwendung, selektive persönliche Öffnung, Ressourcenorientierung und Kompetenzpräsentation ([S. 108, Z. 832](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-7)). Diese Prinzipien sollen wechselseitiges Vertrauen, Verständnis, Wertschätzung und gemeinsame Hoffnung bewirken. Interessant ist, dass Fachkräfte nicht wahrnehmen konnten, welches Wissen und Können sie einbringen, während Klientinnen die Kompetenzen leicht benennen konnten.
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Eigene Evaluationsstudien der Autorinnen bestätigen diese Befunde: Von Klienten als hilfreich erlebt werden echtes Interesse, Wertschätzung der Person, Ressourcenorientierung, Zuhören und einfühlendes Bemühen um Verständnis. Auch zeigte sich, dass fehlende Freiwilligkeit höchstens anfänglich von Bedeutung war und nicht die zeitlichen Ressourcen, sondern die Präsenz des Sozialarbeiters während der zur Verfügung stehenden Zeit entscheidend ist.
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## Professionelle Beziehungsgestaltung nach Gahleitner
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Gahleitner hat unter dem Titel ›Soziale Arbeit als Beziehungsprofession‹ ein forschungsbasiertes Prozessmodell entwickelt. Im Kern steht das Erleben aufrichtiger, persönlich geprägter menschlicher Begegnungen als Alternativerfahrung zur bisherigen Beziehungsverunsicherung ([S. 113, Z. 860](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-8)). Gerade ›hard-to-reach‹-Klientinnen bedürften eines tragfähigen Beziehungsangebots, das als Lotsin durch den Hilfeprozess dient.
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Das Prozessmodell umfasst fünf Schritte: beziehungsorientiertes Verstehen, neue Beziehungserfahrungen als ›schützende Inselerfahrung‹ ermöglichen, Chancen zu persönlichen Veränderungsprozessen öffnen, ein vertrauensvolles professionelles Umgebungsmilieu schaffen und eine tragfähige, zukunftsstabile Basis für das spätere Leben aufbauen. Die dyadische Beziehung dient als Türöffner für Veränderungen im gesamten Netzwerkgefüge. Beziehungs- und Netzwerkarbeit prägen die Qualität des gesamten Unterstützungsprozesses. Voraussetzung ist ein professionelles Selbstverständnis, das theoretisches Wissen als Basis für ›strukturierte Intuition‹ nutzt und das Prinzip ›strukturierter Offenheit‹ berücksichtigt.
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## Kooperation auf der Fachebene
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Neben der Arbeitsbeziehung mit Klientinnen umfasst professionelles Handeln die Zusammenarbeit mit Fachkolleginnen und anderen Professionen. Teamarbeit – als formell institutionalisierte Gruppe mit gemeinsam geteilten Zielen und gegenseitiger Rechenschaftspflicht – ist ein zentrales Gefäß dafür ([S. 114, Z. 878](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-9)). Je nach Arbeitsform koagieren oder interagieren Teammitglieder, was unterschiedliche Koordinationsbedarfe erzeugt.
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Sozialpädagoginnen benötigen spezifische soziale Kompetenzen: kommunikative Fähigkeiten, Kritik- und Konfliktfähigkeit sowie Teamfähigkeit ([S. 116, Z. 892](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-10)). Förderlich sind gemäß des Fünf-Faktoren-Modells der Persönlichkeitspsychologie emotionale Stabilität, Extraversion, Offenheit, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Empathie.
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## Interprofessionelle Kooperation
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Da der Sozialen Arbeit ein Tätigkeitsmonopol fehlt, ist sie auf Zusammenarbeit mit anderen Professionen angewiesen. Der Aufgabenschwerpunkt der Sozialen Arbeit ist weniger klar beschreibbar als bei anderen Professionen, was die interprofessionelle Kooperation wesentlich beeinflusst ([S. 117, Z. 900](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-19)). Oft befinden sich Professionelle in der unterlegenen Position; die Klärung der Aufgabenstellung und Arbeitsteilung zwischen Professionen ist eine zentrale Herausforderung.
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Drei Kooperationsformen lassen sich unterscheiden: asymmetrisch-komplementär (klare Aufgabenteilung), additiv (informiertes Nebeneinander) und integrativ bzw. transprofessionell (gemeinsame Fallbesprechung mit dem größten Mehrwert). Von Sozialpädagoginnen wird erwartet, sich in allen Konstellationen angemessen einzubringen und ihre fachliche Position zu vertreten ([S. 119, Z. 921](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-11)). Die Soziale Arbeit kann dabei Prozesse der fallbezogenen Zusammenarbeit initiieren und koordinieren (Case-Management).
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## Zentrale Erkenntnisse
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Ein Kennzeichen der Arbeitsbeziehung ist die widersprüchliche Einheit einer spezifischen und diffusen Sozialbeziehung: Professionelle handeln in einer rollenförmigen Beziehung, in der sie austauschbar sind, und zugleich als unverwechselbare Person in einer diffusen Beziehung ([S. 120, Z. 937](./chapter_05_kooperation.evidence.md#reference-12)). Es gibt keine Techniken zur Herstellung einer Arbeitsbeziehung – entscheidend ist eine akzeptierende, wertschätzende Grundhaltung, verbunden mit professioneller Selbstreflexion und institutionalisierter Supervision.
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Die doppelte Verortung – Vertretung des institutionellen Auftrags und Eingehen auf die Person als Ganzes – macht die Arbeitsbeziehung in der Sozialen Arbeit zu einem permanenten Balanceakt. Theoretische Modelle von Oevermann, Müller, Heiner und Gahleitner liefern unterschiedliche, sich ergänzende Perspektiven auf diese Spannung.
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Zur Realisierung des Auftrags der Sozialen Arbeit ist intra- und interprofessionelle Kooperation unabdingbar; Professionelle übernehmen dabei häufig die Koordination interprofessioneller Prozesse und sind herausgefordert, ihre Kompetenz und den professionsspezifischen Standpunkt in den Fachdiskurs einzubringen.
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@ -99,26 +99,4 @@ Source document: [arbeit](../../documents/arbeit/arbeit.md)
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- **Pages:** 134
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- **Lines:** 1045-1047
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- **Quote:** "Das Konzept des Habitus, in der neueren Zeit von Bourdieu entwickelt und von Oevermann für die Soziale Arbeit aufgearbeitet, geht davon aus, dass unser Handeln und Verhalten von psychischen Haltungen geleitet ist, die tief im Unbewussten liegen."
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## Reference 13
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 06 Methoden, Professionskompetenz und Grundhaltung
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- **Section:** 6.1.1 Konzept - Methode - Technik
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- **Pages:** 125
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- **Lines:** 971
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- **Quote:** "Wir verstehen Methoden als systematische Handlungsformen , die den professionellen Umgang mit sozialen Problemen und Thematiken in zielgerichteter Weise leiten. Ihre Basis bilden eine professionelle Ethik, sozial- und humanwissenschaftliche Erkenntnisse und eine reflektierte Berufserfahrung."
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## Reference 14
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 06 Methoden, Professionskompetenz und Grundhaltung
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- **Section:** Selbstkompetenzen
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- **Pages:** 129
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- **Lines:** 1011
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- **Quote:** "Selbstkompetenzen sind die Dispositionen einer Person, selbstorganisiert und selbstreflexiv zu handeln. Es geht darum, die eigene Person mit Motivation als Werkzeug in die berufliche Tätigkeit einzubringen, sich selbst einzuschätzen, selbstständig zu handeln, sich weiter zu entwickeln, lernfähig zu bleiben."
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## Reference 15
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 06 Methoden, Professionskompetenz und Grundhaltung
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- **Section:** 6.2 Professionskompetenz, Habitus und Grundhaltung
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- **Pages:** 127
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- **Lines:** 993
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- **Quote:** "Wie aufgezeigt wurde, nehmen Methoden in der Sozialen Arbeit im Gegensatz zum Lehrerberuf oder zu technischen Berufen eine besondere Stellung ein. Sie gründen auf allgemeingültigen ethischen nicht operationalisierbaren Grundsätzen, zielen nicht auf die Herstellung eines Produktes, sondern unterstützen Menschen in der Bewältigung ihrer Problemlagen, was nur auf der Grundlage einer Arbeitsbeziehung geschehen kann"
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@ -1,57 +1,35 @@
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# 06 Methoden, Professionskompetenz und Grundhaltung
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Dieses Kapitel klärt den Methodenbegriff in der Sozialen Arbeit, diskutiert die Grenzen der Methodisierbarkeit und definiert die erforderlichen Kompetenzen sowie die professionelle Grundhaltung als Basis des Handelns.
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([Kapitelübersicht](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-1))
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Dieses Kapitel klärt die Begriffe Methode, Technik und Instrument im Kontext professionellen Handelns und diskutiert die Methodisierbarkeit Sozialer Arbeit. Es erläutert den Kompetenzbegriff und definiert die erforderlichen Kompetenzen von Professionellen. Die professionelle Grundhaltung wird als Basis für kompetentes Handeln beschrieben.
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**Seiten:** 122–134
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**Zeilen im Quelldokument:** 953–1054
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**Seiten:** 122-134
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**Zeilen im Quelldokument:** 953-1054
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## Konzept, Methode und Technik
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## Key Concepts
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Geissler/Hege unterscheiden analytisch drei Ebenen: Ein *Konzept* ist ein Handlungsmodell, in dem Ziele, Inhalte, Methoden und Verfahren begründet zusammengeführt werden – etwa die lebensweltorientierte Soziale Arbeit nach Thiersch. *Methoden* sind einem Konzept untergeordnete, vorausgeplante Vorgehensweisen. *Techniken* sind standardisierte Verhaltensmuster wie Gesprächsführung oder Erhebungsinstrumente. Diese Dreiteilung soll verhindern, dass der Vielschichtigkeit des sozialarbeiterischen Alltags mit einem verkürzten Methodenverständnis begegnet wird.
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([Konzept – Methode – Technik](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-2))
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([Analytische Unterteilung](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-3))
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- Methoden der Sozialen Arbeit
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- Konzept - Methode - Technik
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- Systematisierungsmöglichkeiten
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- Möglichkeiten und Grenzen der Methodisierbarkeit
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- Professionskompetenz, Habitus und Grundhaltung
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- Kompetenzen
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- Selbstkompetenzen
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- Fach- oder Methodenkompetenzen
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- Sozialkompetenzen
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- Habitus und Grundhaltung
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Die Autoren definieren Methoden als «systematische Handlungsformen, die den professionellen Umgang mit sozialen Problemen und Thematiken in zielgerichteter Weise leiten». Ihre Basis bilden eine professionelle Ethik, wissenschaftliche Erkenntnisse und reflektierte Berufserfahrung. Sie stellen keine Handlungsrezepte dar, sondern ermöglichen situationsbezogenes Arbeiten.
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([Methodendefinition](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-13))
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## Evidence References
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## Systematisierung und Methodenpluralismus
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- [6 Methoden, Professionskompetenz und Grundhaltung](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-1) (S. 122, Z. 955)
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- [6.1.1 Konzept - Methode - Technik](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-2) (S. 122, Z. 963)
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||||
- [6.1.1 Konzept - Methode - Technik](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-3) (S. 124, Z. 969)
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||||
- [6.1.2 Systematisierungsmöglichkeiten](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-4) (S. 124, Z. 977)
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||||
- [6.1.3 Möglichkeiten und Grenzen der Methodisierbarkeit](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-5) (S. 126, Z. 985)
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||||
- [6.1.3 Möglichkeiten und Grenzen der Methodisierbarkeit](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-6) (S. 127, Z. 989)
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||||
- [6.2.1 Kompetenzen](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-7) (S. 128, Z. 999)
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||||
- [Fach- oder Methodenkompetenzen](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-8) (S. 129, Z. 1015)
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||||
- [Sozialkompetenzen](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-9) (S. 130, Z. 1025)
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||||
- [6.2.2 Habitus und Grundhaltung](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-10) (S. 131, Z. 1031)
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||||
- [6.3 Zusammenfassung der Erkenntnisse](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-11) (S. 133, Z. 1039)
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||||
- [6.3 Zusammenfassung der Erkenntnisse](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-12) (S. 134, Z. 1045)
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Historisch unterschied man die drei klassischen Methoden: Soziale Einzelfallhilfe, Soziale Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit. Nach der Methodenkritik der 1970er Jahre und dem «Psychoboom» der 1980er entstand ein breiter Methodenpluralismus als Antwort auf unterschiedliche Problemstellungen und Lebensformen. Die Autoren schlagen vor, Methoden entlang der sieben Prozessschritte der Kooperativen Prozessgestaltung einzuordnen, was eine aufgabenbezogene Reflexion der Methodenwahl ermöglicht.
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([Klassische Methoden und Methodenpluralismus](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-4))
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## Möglichkeiten und Grenzen der Methodisierbarkeit
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Methoden helfen, die konstitutive Unsicherheit von Unterstützungsprozessen zu reduzieren, können sie aber nicht auflösen. Da es *die* Methode nicht gibt, müssen Professionelle situativ aus einer Methodenpalette auswählen. Methodisches Handeln schafft für Klient·innen Verlässlichkeit und Kalkulierbarkeit, birgt aber beim Eingriffshandeln die Gefahr, diese zum Objekt zu machen.
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([Unsicherheitsreduktion](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-5))
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Methoden können weder Verhaltensänderungen herbeiführen noch Zielerreichung absichern, verhelfen aber zur Kontrolle unbeabsichtigter Nebenwirkungen und zur Angstreduktion. Thiersch fasst diese Ambivalenz als «strukturierte Offenheit»: Methoden geben Struktur, verlangen aber zugleich offene Handhabung für je einmalige Situationen.
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([Grenzen der Methodisierbarkeit](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-6))
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## Professionskompetenz und Kompetenzen
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Methoden nehmen in der Sozialen Arbeit eine besondere Stellung ein, da sie auf nicht-operationalisierbaren ethischen Grundsätzen gründen und Menschen auf der Grundlage einer Arbeitsbeziehung unterstützen.
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([Besondere Stellung](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-15))
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Kompetenzen werden als in einer Person entwickelte Fähigkeitsdispositionen verstanden, die selbstorganisiert realisiert werden, um komplexe Handlungssituationen zu bewältigen. Es werden drei Kategorien unterschieden:
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([Kompetenzbegriff](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-7))
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- **Selbstkompetenzen**: Dispositionen zum selbstorganisierten und selbstreflexiven Handeln, zur Selbsteinschätzung und Verantwortungsübernahme.
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([Ref. 14](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-14))
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- **Fach-/Methodenkompetenzen**: Dispositionen, Fachwissen kriteriengeleitet einzuordnen und zielgerichtet einzusetzen.
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([Ref. 8](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-8))
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- **Sozialkompetenzen**: Dispositionen zum kommunikativen und kooperativen Handeln im beruflichen Kontext.
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([Ref. 9](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-9))
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## Habitus und Grundhaltung
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Bourdieus Habituskonzeption beschreibt ein System verinnerlichter Muster, die typische Gedanken, Wahrnehmungen und Handlungen erzeugen. Oevermann hat dies für die Soziale Arbeit ausdifferenziert: Der professionelle Habitus bildet sich über die Verinnerlichung einer Berufsethik, die Fähigkeit zum Arbeitsbündnis und die Fähigkeit zum Fallverstehen.
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([Habituskonzeption](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-10))
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Die Autoren grenzen sich vom reinen Habituskonzept ab: Neben der Habitusbildung, die weitgehend mit dem Kompetenzerwerb kongruent ist, muss eine professionelle *Grundhaltung* entwickelt werden. Diese stützt sich auf ethische Wertorientierungen, ein reflektiertes Menschenbild und die Zielsetzungen der Sozialen Arbeit – sie ist kein unbewusst inkorporiertes Berufsethos, sondern wird immer wieder bewusst auf die Handlungsanforderungen der Praxis reflektiert und weiterentwickelt.
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([Grundhaltung vs. Habitus](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-12))
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## Kernaussagen
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Aufgrund der geringen Standardisierbarkeit gibt es in der Sozialen Arbeit nicht *die* Methode. Methoden sind systematische Handlungsformen im Kontext eines übergeordneten Konzepts, die stets kritisch zu reflektieren sind. Professionskompetenz entsteht durch den Erwerb von Selbst-, Fach- und Sozialkompetenzen, verankert in einer professionellen Grundhaltung, die auf ethischen Wertorientierungen und einem reflektierten Menschenbild beruht.
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([Zusammenfassung](./chapter_06_methoden-professionskompetenz.evidence.md#reference-11))
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@ -98,26 +98,5 @@ Source document: [arbeit](../../documents/arbeit/arbeit.md)
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- **Section:** 7.5 Zusammenfassung der Erkenntnisse
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- **Pages:** 158
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- **Lines:** 1257-1258
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- **Quote:** "Die Erkenntnisse aus Teil I dieses Buches sind in einen Anforderungskatalog für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit zusammengeführt worden ( Abb. 4). Es bildet die Basis für das in diesem Lehrbuch skizzierte Konzept."## Reference 13
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 07 Konzept Kooperative Prozessgestaltung
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- **Section:** Begriff ›Kooperative Prozessgestaltung‹
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- **Pages:** 142
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- **Lines:** 1093-1094
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- **Quote:** "Wir verwenden in unserem Konzept die Bezeichnung »Kooperative Prozessgestaltung« und legen den Fokus damit auf die Gestaltung der Kooperation."
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- **Quote:** "Die Erkenntnisse aus Teil I dieses Buches sind in einen Anforderungskatalog für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit zusammengeführt worden ( Abb. 4). Es bildet die Basis für das in diesem Lehrbuch skizzierte Konzept."
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## Reference 14
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 07 Konzept Kooperative Prozessgestaltung
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- **Section:** 7.2.2 Prozessmodell ›Kooperative Prozessgestaltung‹
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- **Pages:** 145
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- **Lines:** 1110-1112
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- **Quote:** "Wie durch die farbliche Gestaltung ersichtlich, lassen sich die Prozessschritte zwei Phasen zuordnen: einer analytisch-diagnostischen Phase (Situationserfassung, Analyse, Diagnose sowie am Ende: Evaluation) und einer Handlungsphase (Zielsetzung, Interventionsplanung und durchführung)."
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## Reference 15
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- **Document:** Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
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- **Chapter:** 07 Konzept Kooperative Prozessgestaltung
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- **Section:** 7.3.3 Struktur für Kooperation auf der Fachebene und Qualitätssicherung
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- **Pages:** 155
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- **Lines:** 1196-1199
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- **Quote:** "Ganz besonderen Stellenwert für die Qualitätssicherung und -entwicklung in einer Organisation erhalten dabei exakte und prägnante Dokumentationen über die einzelnen Prozessschritte. Diese sollen das methodische Vorgehen der Professionellen, vor allem aber auch die wichtigsten Ergebnisse, Vereinbarungen und Erkenntnisse enthalten, damit die Möglichkeit geschaffen wird, die Einhaltung entsprechender Standards im Sinne einer Qualitätssicherung zu überprüfen."
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