2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/462.md

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Raw Blame History

6.4

Ein Orientierungsschema für das Handeln in Familien und anderen sozialen Systemen

Im Folgenden stelle ich ein Orientierungsraster vor, das der Sozialarbeiterin Perspektiven für die beschreibungsund interventionsbezogene Verwendung systemischer Methoden anbietet. Die Wahl der Einzelkomponenten Kontext, Ressourcen, Entwicklungsprozess und kognitiv-affektive Landkarte des Systems, organisierende Beziehungsmuster und die Person der Sozialarbeiterin als Teil des Unterstützungssystems lässt sich durch ihre Bedeutung für die Beschreibung sozialer Systeme begründen; das wurde im zweiten Kapitel herausgearbeitet.

  1. Perspektive: Kontexte des systemischen Interviews, vor allem des Erstinterviews A) Kontextabklärung Raum-zeitlicher Kontext: Warum findet das Gespräch gerade jetzt und gerade in dieser Einrichtung statt? Überweisungskontext: Wer außerhalb des als problematisch bezeichneten Systems hat ein Interesse an diesem Gespräch, und welche Erwartungen verknüpft er/sie (z. B. der Hausarzt) damit; wer bezeichnet das System als problematisch, warum, mit welchen Worten? Vorerfahrungskontext: Welche Erfahrungen wurden schon vorher mit Sozialarbeit, Beratung, Therapie, medizinischpsychiatrischen Behandlungen gemacht? Erwartungskontext: Welche Erwartungen verknüpfen die Mitglieder des Problemsystems mit diesem Gespräch? Räumlich-organisatorisch-institutioneller Kontext dieses Gesprächs: Wo findet das Gespräch statt?