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5.5.3.3Positionen in der Gruppe Im Wechselspiel zwischen progessiven und regressiven, konkurrierenden und kooperativen Tendenzen entstehen die Positionen in der Gruppe. Die progressive Tendenz steht unter dem Zeichen der verantwortlichen Auseinandersetzung mit aktuellen Anforderungen; die regressive Tendenz fördert eine Haltung des passiven Versorgtwerdens und die Verantwortungsübergabe für das Gelingen der Kommunikation an andere. In der Konkurrenzorientierung entstehen Machtkämpfe um dominante und untergeordnete hierarchische Positionen. In der Linie der Kooperation geht es um die gegenseitige Unterstützung bei der Bewältigung von Aufgaben und die Orientierung an der Idee einer Gleichrangigkeit aller Gruppenmitglieder. Gruppenmitglieder in der Alpha-Position übernehmen eine Führungsrolle, repräsentieren das Identitätsgefühl der Gruppe und stärken deren Mut und Optimismus. In der BetaPosition versammeln sich die „Fachleute“ für die Erreichung der angestrebten Ziele mit hilfreichen Ideen und technischen Fertigkeiten. In der Gamma-Position passt man sich an die kommunikativen Inputs der Alphas und Gammas an, bringt vor allem das ein, was zu deren Vorgaben passt, stärkt ihre Position und gewinnt die eigene Stärke aus der Identifikation mit ihnen. Die Omega-Position verbleibt für diejenigen, die wenig Halt in der Gruppe finden, eher beobachtend und erleidend am Rande des Gruppengeschehens verharren und sich für die Rolle des Sündenbocks bzw. schwarzen Schafes geradezu anbieten. Diese an Raul Schindlers „Modell der soziodynamischen Rangstruktur“ (nach Heigl-Evers 1972, S. 62 ff.) angelehnte Beschreibung erfordert eine Relativierung. Im Sinne eines dialektischen Systemprozesses kann jedes Gruppenmitglied bei unterschiedlichen Themen, zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen sozialen Räumen jede dieser Positionen übernehmen. Der Platz der Gruppenleiterin ist jenseits dieser vier Positionen angesiedelt. Sie hat die Funktion einer Moderatorin, die durch ihre