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lassen die anderen dies zu, kann man davon ausgehen, dass dies auch ein Thema der ganzen Gruppe und damit aller Gruppenmitglieder ist. Im Psychodrama kann deshalb auf ein protagonistinnenzentriertes Rollenspiel, in dem ein Gruppenmitglied seine Auseinandersetzung mit diesem Thema darstellt, ein gleichgerichtetes Gruppenpsychodrama folgen (Ritscher 1998, S. 285 ff.). Die grundlegende Idee der Gruppe und Gruppenarbeit findet sich kurz und prägnant bei Shulman: „… that group has the potential to serve as a mutual aid system for it’s members“ (Shulman 1992, S. 273). Der Gruppenprozess lässt sich als Entwicklungsprozess beschreiben, in dem unterschiedliche Positionen, Rollen und Überzeugungen durch ihre wechselseitige Kommunikation zu einem gemeinsamen System verschmelzen und neue Entwicklungen der Gruppe und jedes einzelnen Mitglieds zulassen. So wird am Ende der Gruppenarbeit jedes Mitglied ein anderes sein als zu Beginn, d. h., seine anfänglichen Positionen, Rollen und Erwartungen werden durch neue Facetten angereichert und in eine neue Gestalt transformiert. Ein zu Beginn ängstliches, eher am Rande stehendes, sich als Sündenbock anbietendes Gruppenmitglied kann durch die Rückmeldungen der anderen erfahren, dass seine Beiträge wertgeschätzt werden und ihm als Person gerade wegen seiner Zurückhaltung Sympathie entgegengebracht wird. Durch diese zunehmende Sicherheit kann es sich vom Rand in eine mehr zentrale Gruppenposition bewegen, und aus der ängstlichen Zurückhaltung kann eine ruhig-überlegte werden. Die Gruppe als ein System wechselseitiger Hilfe lässt sich durch acht weitere Funktionen genauer beschreiben. „Sharing data“: Die Gruppenmitglieder können sich ihre unterschiedlichen und ähnlichen Erfahrungen hinsichtlich des Themas, mit dem sich die Gruppe gerade auseinander setzt, wechselseitig mitteilen. Das trägt zu einem Klima der Empathie und des Vertrauens bei, in dem man eigene Lebenserfahrungen weitergibt und Rückmeldung dazu für sich selbst nutzen kann.