2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/355.md

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Familientherapie, sozialpädagogisches Handeln und ressourcenaktivierende Sozialarbeit: Die SPFH kann innerhalb ihres allgemeinen Auftrages verschiedene Themenkomplexe in unterschiedlicher Zusammensetzung, mit unterschiedlichen Verfahren und Methoden bearbeiten. Um die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken, mag Erziehungsberatung angezeigt sein, die Verbesserung der Elternbeziehung legt vielleicht therapeutische Paargespräche nahe, und um verbindliche Regeln des Familienalltages festzulegen, können Gespräche mit der ganzen Familie hilfreich sein. Hausaufgabenhilfe für leistungsschwache Kinder kann ein Beitrag zum Abbau ihrer Misserfolgsorientierung sein, ein gemeinsamer Besuch im Jugendzentrum und ein Gespräch mit der dort tätigen Sozialarbeiterin den Weg zum Kontakt mit Gleichaltrigen weisen. Mutter und Vater werden durch getrennte und gemeinsame Gespräche bzw. gemeinsame Aktivitäten in ihrer Fürsorgefunktion gestärkt. Die Unterstützung bei Behördengängen und -briefen soll sie befähigen, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen; und der Rat, sich an eine Schuldnerberatungsstelle zu wenden, enthält die Botschaft, dass sich desolate finanzielle Verhältnisse und Finanzgebaren mit professioneller Hilfe verändern lassen. Dass die Sozialarbeiterin ihre Hilfe im Auftrag des Jugendamtes anbietet, bringt immer auch die Problematik der Doppelstruktur von Angebot und Eingriff ins Spiel. Der Frage nach ihrer Vertrauenswürdigkeit muss sich die Sozialarbeiterin stellen, indem sie mit der Familie klare Abmachungen darüber trifft, welche Informationen an das Jugendamt weitergegeben und welche innerhalb des Familienhilfesystems verbleiben und dort weiterbearbeitet werden. Einzelfallhilfe, soziale Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit: Die SPFH ist zunächst als familienorientierte Einzelfallhilfe definiert. In einem erweiterten Konzept integriert sie auch Formen der sozialen Gruppenarbeit, z. B. wenn der Träger der