2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/323.md

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Subsidiaritätsprinzips14 an die freien Träger der Wohlfahrtspflege. Tertiäre Auftraggeberinnen sind Helferinnen mit mehr oder weniger Gewicht bei der Auftragsdefinition und dem weiteren Verlauf des Hilfeprozesses. Freunde oder Freundinnen, Mitglieder der erweiterten Familie, Nachbarinnen, aber auch Lehrerinnen, Ärztinnen und andere überweisende psychosoziale Einrichtungen bilden die Umwelt des Unterstützungssystems. Freundinnen, Nachbarn oder die Wohnungsvermieterin können den Eltern raten, das Jugendamt aufzusuchen, vielleicht auch mit der Drohung, dass bei einem unveränderten Verhalten des betreffenden Kindes die Freundschaft oder das Wohnverhältnis gekündigt wird. Ärztinnen und Lehrerinnen können ebenfalls mehr oder weniger eindringlich den Gang zum Jugendamt, einem sozialpsychiatrischen Dienst, einer Beratungsstelle usw. empfehlen. Dann sind sie als indirekte Auftraggeberinnen beteiligt. Sie können die Sozialarbeit auch direkt beauftragen; dann fordern sie zu einem Angebot oder einem Eingriff auf. Die Erwartungen der tertiären Auftraggeberinnen müssen unter dem Stichwort Überweisungskontext während des Hilfeprozesses immer wieder thematisiert werden. Tertiäre Auftraggeberinnen sind also auch ein Teil des Unterstützungssystems, entweder indirekt durch ihren Einfluss von außen (in Abb. 21 durch gestrichelte Pfeile gekennzeichnet) oder direkt (mit durchgezogenen Pfeillinien gekennzeichnet), wenn sie konkret am Gespräch beteiligt sind. In der BeierleSaga war die Schulrektorin bei beiden Hilfeplangesprächen anwesend und in diesem Fall ein direkter Teil des Unterstützungssystems.