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seit der Wiedervereinigung erheblich zurückgegangen, was mit den dortigen hohen Arbeitslosenzahlen erklärbar ist. Eine diesbezüglich weitere Annäherung zwischen Ostund Westdeutschland ist nicht allein wegen der unterschiedlichen Wirtschaftslage, sondern vor allem wegen der Angleichung der Lebensstile zu erwarten. Die alten und neuen Länder haben eine statistische Realität gemeinsam: „In beiden Landesteilen hängt die Erwerbsbeteiligung und die Arbeitszeit der Männer nicht davon ab, ob und wieviel Kinder sie haben, wie alt diese sind und ob auch die Frau erwerbstätig ist. Sofern Männer mit Kindern im Haushalt nicht arbeitslos oder bereits verrentet sind, gehen sie einer Erwerbstätigkeit nach, die in 9 von 10 Fällen eine Vollzeittätigkeit umfasst“ (ebd., S. 112). Für unbezahlte hauswirtschaftliche, pflegerische, betreuende und handwerkliche Tätigkeiten wurden 1992 in den alten Bundesländern rund 77 Mrd. Arbeitsstunden aufgewendet. Demgegenüber wurden 48 Mrd. bezahlter Arbeitsstunden geleistet. (Diese Zahlen wurden allerdings noch vor der Einführung der Pflegeversicherung erhoben). Frauen leisten durchschnittlich 35 Wochenstunden unbezahlte Arbeit, Männer nur 19, 5 Stunden. „Zwei Drittel aller Kinder im Alter zwischen drei und fünf Jahren besuchen regelmäßig einen Kindergarten oder eine Kindertagesstätte. Ein Fünftel der 6- bis 7-jährigen Kinder geht nach dem Schulunterricht in einen Kinderhort“ (ebd., S. 124). Hier fallen die Zahlen im Ost-West-Vergleich für den Osten deutlich höher aus. „Rund 62 000 Kinder und Jugendliche erhalten Heimerziehung, 48 000 leben bei einer Pflegefamilie (zusammen weniger als 5 ‰ )“ (ebd., S. 124). „1993 stand den Haushalten mit Kindern unter 27 Jahren im Jahresdurchschnitt ein monatliches Nettoeinkommen in Höhe von 5880 DM in den alten Bundesländern und 4270 DM in den neuen Bundesländern (einschließlich aller Transferleistungen, des Einkommens aus Vermietung und der Kapitaleinkünfte) zur