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war und werden könnte“ entsteht Identität. Sie wird durch die Identitätszuschreibungen der anderen, „Du bist, der du bist, warst und werden könntest“, bestätigt oder bezweifelt. Identität als Selbst- und Fremdzuschreibung ermöglicht dem Einzelnen die inhaltliche Bestimmung seines Andersseins, seiner Subjektivität. Diese organisiert sich als ein Drittes jenseits der Innenund Außenwelt. Sie markiert durch die Verknüpfung lebensgeschichtlich relevanter Beziehungsereignisse das Eigene im Unterschied zu allen anderen. So entsteht Identität als ein Netz von Verknüpfungen. Seine „Knoten“ sind: die Sinnbestimmung der eigenen Existenz: „Woher komme ich, wohin gehe ich, wer will ich werden, was wünsche ich?“; die Verknüpfung von Selbst- und Fremdbeschreibung: „Wie sehe ich mich, wie sehen mich die anderen, wie sehe ich mich im Spiegel der anderen?“ grundsätzliche Wertbestimmungen für die eigene Lebenspraxis: „Was ist mir wichtig, woran hängt mein Herz?“; das Netz von inneren Bildern und Beschreibungen von wichtigen sozialen Beziehungen und Beziehungssystemen, z. B. die eigene Herkunftsfamilie; ein Muster von Erwartungen und Einstellungen sich selbst und den sozialen anderen gegenüber (role making im Gegensatz zu role taking, vgl. Krappmann 1969); ein Set von Regeln, die das eigene Verhalten und die Verhaltenserwartungen an die anderen leiten. Eine positive Identitätszuschreibung ist verbunden mit dem Gefühl eines existenziellen Vertrauens in die Welt und des eigenen Einflusses auf die persönlichen Lebensbedingungen. Dadurch entsteht zugleich ein Gefühl des eigenen Wertes, d. h. eine Akzeptanz meiner selbst durch mich, die durch die entsprechenden Rückmeldungen der Umwelt bestätigt oder bezweifelt wird. Eng damit verbunden ist auch die Bildung eines situationsübergreifenden Erfolgsmotivs. Es