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2.4.3.2.3.3 Systemdynamik Strukturen repräsentieren Teile der zeitüberdauernden Organisation bzw. des Musters des Systems. Mit dem Begriff der Dynamik kommt die Bewegung des Systems, seine Veränderung in der Zeit, ins Spiel. Die Entwicklung eines Systems wird durch das Zusammenspiel von zwei bipolar organisierten Tendenzen beeinflusst: zentrifugale vs. zentripetale und verändernde vs. erhaltende Systemkräfte.
Abb. 14: Dimensionen der Systemdynamik Die „zentrifugal-ausstoßenden“ und „zentripetal-bindenden“ Systemkräfte (Stierlin 1975a) ergeben in ihrer Kombination die Systemkohäsion. Zentrifugale Tendenzen orientieren Interesse, Handlungsrichtung und -impulse der Systemmitglieder nach außen. Durch sie wird das System in seiner Funktion, sich selbst zu erhalten, geschwächt. Die Mitglieder des Systems setzen ihre Ressourcen in den sozialen Umwelten des Systems ein, achten aber nicht auf kompensatorische Rückkoppelungen, durch welche die innere Situation des Systems von ihren Außenaktivitäten profitieren könnte. Zentripetale Tendenzen weisen in die entgegengesetzte Richtung; sie stabilisieren das System, indem seine Mitglieder ihre Aktivitäten auf den