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braucht Erfahrungen der subjektiven Kontrolle im Erleben oder im Handeln. Der zwölfjährige Tom beschreibt seinen TriggerTrain und wie er ihn regulieren kann: „Eben sitze ich noch ganz gemütlich auf dem Sofa, als plötzlich eine Hand dicht an mir vorbeigeschossen kommt, und schon sitze ich in einem Zug. Es verstellen sich die Weichen. Ich kann gar nichts tun. Der Zug biegt ab und schon bin ich auf der Strecke, auf der er sich nicht mehr lenken lässt und schnurstracks auf einen Abgrund zurast. […] Als ich noch klein war, habe ich schlimme Dinge gesehen. Wenn eine Hand schnell und nah an mir vorbeisaust, erinnert das mein Gehirn an diese Zeit und schon ist Trigger-Train da und stellt die Weichen um. Da kann ich erst mal nix gegen tun. Jetzt, wo ich weiß, dass das ein Signal für Trigger-Train ist, kann ich langsam lernen, das Signal anders zu belegen. Wenn ich das geschafft habe, verstellen sich bei diesem Signal nicht mehr ohne meinen Willen die Weichen.“

Kinder wie Tom, Jana und Philipp brauchen einen sicheren inneren Ort. Das bedeutet, sie lernen, sich selbst wieder zu Ruhe bringen, an sich zu glauben und sich selbst zu regulieren. Annas Atem bleibt im Brustkorb stecken. Alle Mädchen atmen nun gemeinsam in den Bauch. Anna bekommt zusätzlich die Unterstützung einer Atemtherapeutin. Nach einem halben Jahr kann Anna richtig schreien, sie lernt, tiefer zu atmen, und hat an Kraft und Möglichkeiten der Selbstregulation gewonnen.

Selbstregulation umfasst den mentalen Umgang mit Empfindungen und Gefühlen, den körperlichen Manifestationen der belastenden Lebenserfahrungen wie flaches Atmen und einen selbstschützenden und selbststärkenden Umgang mit Erinnerungsebenen wie Rückblenden und traumatischen Übertragungen. Der erste Schritt zur Förderung von Selbstregulation ist die Identifizierung der Stimuli, die zum Ausrasten (Übererregung) führen. Immer wieder wird so etwas im pädagogischen Alltag und im therapeutischen Setting geschehen: