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245 Die zeitliche Festlegung der Überprüfung der Ziele Was passiert, wenn der Täter, die Täterin nicht mitarbeitet?

Die, die sexuell misshandeln, müssen erfahren, dass dieses Handeln Konsequenzen hat. Da Täter wie auch Jakob erfahren, dass sie sich irgendwie durchlavieren können, ist die Verschärfung von Zwangsmitteln ein Mittel der Wahl. Manche Jungen und Mädchen, die sexuell übergriffig sind, werden von Einrichtung zu Einrichtung verlegt, ohne dass sie eine angemessene pädagogische/therapeutische Hilfe bekommen. In spezialisierten Einrichtungen, die entwicklungs- und deliktbezogen arbeiten, haben Jugendliche und Kinder, die auf der Täterseite reinszenieren, die Chance, ihrem Leben eine andere Richtung zugeben. Die Konzepte sind größtenteils wirksam. Aufgrund des hohen personellen Aufwandes haben diese Einrichtungen einen höheren Pflegesatz. Das deshalb nicht zu tun, gleicht unterlassener Hilfeleistung den Tätern und den Opfern gegenüber.

Sich anbietende Mädchen und Jungen

Der pädagogische Umgang mit Mädchen und Jungen, die sexuelle Gewalt auf der Opferseite reinszenieren, hat sich verändert. Prostitution und Promiskuität waren als sexuellen Verwahrlosung noch in den 80er Jahren häufig Grund für eine geschlossene Einrichtung. Heute ist es weitgehend Praxis, Prostitution auch als eine Reaktion auf sexuelle Gewalt zu betrachten. Der pädagogische Umgang mit dieser Überlebensstrategie reicht vom versuchten Verbot über Ignorieren bis hin zum Begleiten inklusive Schutzmaßnahmen: Laura (13) prostituiert sich hin und wieder, obwohl sie sich dabei schlecht fühlt. Wieso sie das tut, weiß sie nicht, die Diskriminierung als Hure findet sie richtig. Martin (11) verdient viel Geld mit Prostitution.

Beide haben Motive, sich zu prostituieren, die Eigensicht erschwert ihnen die Akzeptanz ihrer eigenen Motive: