2026-001/documents/philipp-sucht-sein-ich/pages/213.md

1.5 KiB
Raw History

213 1.2.2 Bitte das Mädchen/den Jungen, in eine Umrisszeichnung seines Körpers diejenigen Stellen einzuzeichnen, an denen sie/er

nur von bestimmten Personen

nur nachdem es gefragt wurde

auf keinen Fall berührt werden möchte.

1.2.3 Notiere die Ergebnisse in einer für alle Bezugspersonen des Kindes zugänglichen Akte. 2. Stopp-Regeln, das Mädchen, den Jungen herausholen 2.1 Anschauen 2.2 Anreden, ggf. anschreien 2.3 Falls Anfassen notwendig, mit Ankündigung 2.4 Zurückführen in das Hier und Heute je nach Erreichbarkeit durch Kontakt, durch Geräusche, durch Gerüche 2.5 Ruhige Atmosphäre schaffen, Situation erklären, beruhigen, stabilisieren 3. Möglichkeiten der Selbstkontrolle erproben 3.1 Schöne Erinnerungen von früher suchen (das Kind, dass sich mit dem Geruch der Schokolade der Oma zurückholt und/oder mit unserer Unterstützung den Flashback unterbricht) 3.2 Beobachten: was war vorher, wann geht es los? 3.3 Zeichen vereinbaren, ich zeige, ich brauche Hilfe, es geht los. 

(vgl. auch Schubbe 1996)

Es geht um das Ansprechen und Benennen der Situation, um Möglichkeiten der Kontrolle und um korrektive Handlungsmöglichkeiten: Als Maria beim Lesen des Aufklärungsbuches vor Angst wimmert, beruhigt die Pädagogin sie sofort. Sie erklärt Maria, dass diese Angst mit ihren Erfahrungen als ganz kleines Kind zu tun hat. Auch Philipp wird, als er schreit, ich will keine Schwänze mehr sehen, von seiner Pädagogin beruhigt: Das war früher, als du noch klein warst. Das ist vorbei.