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36 → Wiederverheiratung eines Elternteiles → Ernste Erkrankung in der Kindheit → Väterliche Abwesenheit → Mütterliche Berufstätigkeit im ersten Lebensjahr → Kriminalität und Dissozialität eines Elternteils → Schwere körperliche Erkrankungen eines Elternteiles → Körperliche Gewalt in der Familie 

(Engfer 2005, S. 3).

Zu den herausfordernden Lebensumständen zählen anhaltende Abweisung, Augenzeugenschaft traumatischer Ereignisse, ungebührliche elterliche Machtausübung wie z. B. Münchhausen by Proxy, Unfälle, Krankenhausaufenthalte, (gewaltsamer) Tod eines Familienangehörigen, Obdachlosigkeit, Flucht, Krieg, Naturkatastrophen usw. Auch körperliche und geistige Behinderung können traumatisierend wirken. Derzeit erleben wir sehr einprägsam, wie Flucht und Krieg zur Traumatisierung von Kindern beitragen. Risikofaktoren sind nicht identisch mit traumatischen Erfahrungen, können dennoch zu Traumatisierungen führen. Risikofaktoren, Mittler- und Schutzfaktoren (Kap. 2) wirken zusammen und beeinflussen das Entstehen von Traumata. Die nachfolgend dargestellten Risikofaktoren entsprechen den nach Alltagswissen am häufigsten anzutreffenden potenziellen Traumata. Nicht zu unterschätzen sind strukturelle Benachteiligungen wie Armut und Arbeitslosigkeit der Mütter und Väter, auch weil die Möglichkeiten der Bewältigung von Belastungen ungleich geringer sind. In der Praxis der Jugendhilfe werden diese eher weniger wahrgenommen (von Langsdorf 2017).