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Einleitung und Vorworte
Das Lehrbuch «Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit» von Ursula Hochuli Freund und Walter Stotz fasst die Entstehungsgeschichte und konzeptionellen Grundlagen dieses generalistischen, methodenintegrativen Handlungskonzepts zusammen (Seiten 3–22).
Die Autorinnen und das Werk
Prof. Dr. Ursula Hochuli Freund und Walter Stotz verantworten dieses Standardwerk aus der Hochschullehre an der FHNW. Die fünfte, überarbeitete Auflage (2021) erscheint bei W. Kohlhammer mit Mitarbeit von Raphaela Sprenger. (Angaben zu den AutorInnen) (Verlagsangaben)
Vorworte und Grundprinzipien
Der professionelle Handlungsbogen — assessment, inference, treatment — erfordert Methodisierung zur Theorie-Praxis-Integration. Die Methodenintegration bleibt durch theoretisch hergeleitete Grundprinzipien systematisch, nicht beliebig, und gilt praxisfeldübergreifend. (Entstehungsgeschichte des Lehrbuchs) (Systematik durch Grundprinzipien)
Ein Kernprinzip ist Kooperation: Problembeschreibung, Interventionsplanung und Umsetzung sind ko-produktive Prozesse mit Klientensystemen, in denen Professionelle und Klienten gemeinsam an Lösungen arbeiten. (Koproduktion als Grundtatsache)
Seit 2011 wurde das Konzept kontinuierlich in Lehre und Praxis erprobt und bewährt. Die fünfte Auflage (2020) bringt Präzisierungen zu Grundlagen, professioneller Beziehungsgestaltung und Evaluation mit neuen Analysefragen und Evaluationsbeispielen. (Positive Rückmeldungen seit 2011) (Überarbeitungen in der fünften Auflage)
Methodische Lücke im Fachdiskurs
Trotz vieler Methodenbücher bestand eine markante Lücke: kein umfassendes, praxisfeldübergreifendes Diagnoseverfahren und keine konsistente Systematik für methodisches Handeln. Begriffe waren inkohärent, Methodenreflexion vernachlässigt. (Defizite im Methodendiskurs)
Das KPG-Konzept
Ein generalistisches, methodenintegratives Konzept entstand als systematische Antwort auf diese Lücke — anwendbar auf alle Praxisfelder. Im Zentrum steht ein verstehender Zugang zu Klienten und Problemlagen als Grundlage sinnvoller Interventionen. (Entwicklung des KPG-Konzepts)
Das Prozessmodell strukturiert in zwei Phasen und sieben Schritte: analytisch-diagnostisch (Erfassung, Analyse, Diagnose, Evaluation) und handlungsorientiert (Zielsetzung, Planung, Durchführung). Jeder Schritt wird mit Methoden, Instrumenten und Standards systematisch aufgearbeitet. (Zwei Phasen und sieben Prozessschritte)
Das Lehrbuch bietet ein kapitelweise bearbeitbares Nachschlagewerk mit didaktischer Struktur für Studierende und Praktizierende — als Studienhandbuch, Orientierungsrahmen und Fundgrube für vertiefte Methodenauseinandersetzung. (Struktur des Grundlagenteils)
Terminologie
Das Lehrbuch verwendet ›Professionelle der Sozialen Arbeit‹, ›Fachkraft‹ und ›Sozialpädagogin/Sozialarbeiter‹ synonym — den generalistischen Anspruch einer einheitlichen Profession unterstreichen, unabhängig historischer Unterschiede zwischen Sozialarbeit und Sozialpädagogik. (Praxisfeldübergreifende Einsetzbarkeit)
Mit diesem Lehrbuch liegt ein generalistisches, methodenintegratives, kooperationsorientiertes Konzept vor, das theoretische Fundierung mit praktischer Anwendbarkeit verbindet.