2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/221.md

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Informationen im interaktiven Wechselspiel sozialer Situationen, an
denen man selbst beteiligt ist, zu gewinnen. Das meint mehr als die
bloße Rezeption von Daten. Vielmehr geht es um die psychische
Umgestaltung wahrgenommener Informationen zu einer das
persönliche
Leben
kommentierenden,
bestätigenden
und
entwickelnden Botschaft, die wiederum auf ihren Absender
zurückwirkt. Darauf verweist Rosenthal mit ihrem das mannheimsche
Konzept
erweiternden
Begriff
des
„interaktionellen
6
Generationskonzeptes“.
Die familiäre Konstruktion des interaktiven Wechselspieles
zwischen den Generationen geschieht u. a. durch erzählte und
gehörte, gehörte und weitererzählte Geschichten. In ihnen werden
Botschaften über Menschen und Situationen weitergegeben. Die
Menschen können als Vorbilder oder zu vermeidende Negativbeispiele
dargestellt werden, z.B. „Großvater war ein Taugenichts und hat
seiner Familie und damit auch eurem Vater das Leben schwer
gemacht“. Durch die Darstellung ihres Beziehungshandelns lässt sich
auf kulturell akzeptiertes oder inakzeptables Verhalten hinweisen, z.
B. durch die Schilderung seiner Folgen.