2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/014.md

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die Auftragsklärung, Zielfindung und Interventionen genutzt
werden und sind Teil des Veränderungsprozesses. Gerade an
diesem Punkt ist auf den Anfang der Achtzigerjahre
vollzogenen Sprung von der Familien- zur Systemtherapie zu
verweisen. Entscheidend ist nun nicht mehr das Setting
(„Therapie findet nur statt, wenn die ganze Familie im Raum
versammelt ist“), sondern entscheidend sind die systemischen
Modelle im Kopf der Therapeutin bzw. Sozialarbeiterin. Sie
ermöglichen den systemischen Blick auf das Problem- und
Unterstützungssystem
und
die
„maßgeschneiderte“
Verwendung systemischer Methoden an den entsprechenden
Punkten des Unterstützungsprozesses. Das kann in den
unterschiedlichsten Settings und Subsystemen geschehen.
Dieser Gesichtspunkt ist besonders wichtig in der Arbeit mit
diskontinuierlichen,
chaotischen
und
unstrukturierten
Problemsystemen, die wichtige Adressaten der Sozialen Arbeit
sind.
In einem vierten Schritt (im fünften Kapitel) verbinde ich
theoretische Konzepte der Sozialen Arbeit, die mit der
systemischen Metatheorie vereinbar sind oder wie bei den
Konzepten der Gemeinwesenarbeit direkt als systemisch
bezeichnet werden.
Als Rahmen der dadurch entstehenden systemischen
Sozialen Arbeit wähle ich fünf primäre Handlungsbereiche der
Sozialen
Arbeit:
Einzelfallarbeit,
Gruppenarbeit,
Gemeinwesenarbeit, Arbeit in sozialen Organisationen und
Qualitätssicherung.
Den
Ausgangspunkt
meiner
zusammenführenden
Darstellung bildet eine dem Ausbildungscurriculum für
Sozialarbeiterinnen an der Hochschule für Sozialwesen
Esslingen zugrunde gelegte Gegenstandsbeschreibung der
Sozialen Arbeit. Dadurch wird die von vielen Kolleginnen
befürchtete „Kolonialisierung der Sozialen Arbeit“ durch eine
von außen an sie herangetragene „Modetheorie“ verhindert.