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Raw Blame History

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der Entwicklung, Minderwuchs, körperliche Vernachlässigung, Isolation und Aggressivität, dissoziales Verhalten, geringes Selbstwertgefühl, Angst und Schreckhaftigkeit. Dazu kommen so amerikanische Forscherinnen eine negative Weltsicht, ängstliche Anhänglichkeit an Eltern, Misstrauen, Kommunikationsarmut, geringes Selbstwertgefühl und selbstzerstörerische Verhaltensweisen sowie kriminelles Verhalten (vgl. Gil 1993, S. 20). Bei Mischformen von Misshandlung gehe womöglich ein wesentlich größerer Anteil der langfristigen Folgen auf das Konto der Vernachlässigung oder der emotionalen Misshandlung als auf das der aktiven Misshandlungsformen (Herrmann 2006, S. 89).

1.3

Die körperliche Misshandlung

Die körperliche Misshandlung5 ist die offensichtlichste aller Misshandlungsformen. Sie ist im Gegensatz zur Vernachlässigung durch eine überstimulierende und verletzende Beziehung geprägt. Anlass der Misshandlung sind oft wichtige körperliche und seelische Willens- und Bedürfnisäußerungen von Säuglingen und Kleinkindern. Körperlich misshandelte Kinder werden geschlagen, weil sie neugierig sind, weil sie fragen, weil sie sich über Dinge äußern, vielleicht beschweren. Folglich führt körperliche Misshandlung zu Störungen in der kognitiven, vor allem sprachlichen Entwicklung, zu geringerer Kompetenz und zur verminderten Ausdauer und Belastbarkeit in Leistung abfordernden Situationen. Misshandelte Kinder tendieren eher als nicht misshandelte Kinder zu negativem und hyperaktivem Verhalten, das primäre Aufmerksamkeit auf sich zieht (Kempe/Kempe 1978). Meist ergeben sich daraus Probleme in der Beziehung zu Gleichaltrigen. Im Unterschied zu den vernachlässigten Kindern sind misshandelte Kinder oft sehr viel

5

In einer Repräsentativstudie über die „Rate der Opfer elterlicher Gewalt in der Kindheit in München (Opfererfahrungen vor Vollendung des 12. Lebensjahres)“ wurde festgestellt, dass lediglich 35,7 % ohne elterliche Gewalt aufwachsen, 31,5 % erleben leichte Züchtigung, 19,5 % werden schwer gezüchtigt und weitere 10,6 % misshandelt (vgl. Wetzels 1997).