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Raw Blame History

6.3 Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

Behandlungsmodell des Therapeuten Philosophisches Menschenbild Diagnostische Beurteilung der Erkrankung des Pat.Interventionstechniken Zwischenmenschliche Haltung zum Patienten

Passung Behandlungsmodell Störung des Patienten

Passung Patient Behandlungsmodell des Therapeuten

Passung Therapeut Störung des Patienten therapiebezogene Merkmale (z.B. empathisch) THERAPEUT personale Merkmale (z.B. wirkt vertrauenserweckend)

„Erkrankung”/„Störung” des Patienten Erscheinungsbild des Krankheitserlebens des Patienten Konzeptionelle Schlussfolgerungen daraus (z.B. die Depression wird als Ausdruck unbewältigter Erfahrungen angesehen)

therapiebezogene Merkmale (z.B. selbstexplorativ) Passung Therapeut Patient

PATIENT personale Merkmale (z.B. löst Fürsorgeimpulse aus)

Abb. 6.3: Passung in der Psychotherapie (orientiert am Modell von Orlinsky & Howard 1987)

• respektvolles und wertschätzendes Eingehen; Wertschätzung und Akzeptanz (Rogers 1987) • Empathie (Rogers 1987) und Feinfühligkeit (vgl. Ainsworth et al. 1978) • Sensibilität für die Regungen des Patienten und entsprechende, auch nonverbale Begleitung • Kommunikation »auf derselben Wellenlänge« (Grawe, Regli, Smith & Dick 1999, S. 212) • Da-Sein für den Patienten, »ohne ihn zu dominieren« (Grawe 1998, S. 537) • »verständnisvoll gewährend sein, aber gleichzeitig führend und strukturierend, wenn der Patient Unterstützung braucht« (ebd.) • gezielte Co-Regulation affektiver Zustände Wie aus der psychoanalytischen/tiefenpsychologischen Tradition hinlänglich bekannt, finden sich in jeder psychotherapeutischen Beziehung immer Aspekte einer Übertragungs- und einer Realbeziehung. • In der Übertragungsbeziehung kommt es zu einem Aktualisieren wichtiger vergangener Beziehungserfahrungen. Dabei werden »schwierige« aber auch »gute« Erfahrungen übertragen; es zeigen sich Probleme und Wünsche. • Die Realbeziehung ist hingegen die reale aktuelle Beziehung zwischen Therapeut und Kind. 261