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5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
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genheit multimethodaler Interventionen gegenüber einer Stimulanzientherapie
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ab[zeichnet]« (ebd., S. 178).
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Prävention
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Der Entstehung eines ADHS-Störungsbildes kann präventiv begegnet werden – dies
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betrifft zum einen die gezielte Unterstützung belasteter Eltern-Kind-Interaktion (s.
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Kap. 6.1.2). Zum anderen können auch in Institutionen der frühkindlichen Bildung
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kompensatorisch-präventive Programme umgesetzt werden:
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In einer umfangreichen Studie in Frankfurter Kindertageseinrichtungen hat die
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Arbeitsgruppe um Leuzinger-Bohleber (dies. et al. 2006) über zwei Jahre hinweg ein
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umfassendes Präventions- und Interventions-Angebot realisiert, das folgende Elemente umfasste:
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• »Weiterbildung der Erzieherinnen
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• regelmässige psychoanalytisch fundierte Supervision durch professionelle Supervisoren
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• Arbeit mit Kindergruppen durch psychoanalytisch geschulte Projektmitarbeiterinnen
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• in Einzelfällen: zusätzliche Familien- oder Einzeltherapie (…)
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• Elternarbeit in Gruppen und eventuell auch einzeln
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• falls notwendig: Zusammenarbeit mit dem Sozial- und Jugendamt
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• im zweiten Projektjahr: Schulung der Erzieherinnen im Gewaltpräventionsprogramm FAUSTLOS [s. Kap. 6.6 in diesem Buch] und Implemetierung dieses
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Programms (…) in den beteiligten Kindertagesstätten« (ebd., S. 244).
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Dieses koordinierte und multimodale Vorgehen zeigt positive Erfolge: Nur ein sehr
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geringer Teil (< 5 %) der als Risiko belasteten Kinder musste nach dieser präventiv
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ausgerichteten Intervention noch therapeutisch behandelt werden (ebd.)
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Zusammenfassung
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Kernsymptome der Aufmerksamkeitsdefizit(hyperaktivität)sstörung sind Unaufmerksamkeit, Überaktivität und Impulsivität.
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Das Störungsbild hat eine relativ lange Geschichte; seine Genese – und die
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daraus abgeleitete Therapie – ist Gegenstand heftiger Fachdiskussionen, insbesondere die medikamentöse Behandlung der Störung. Unstrittig ist, dass zur
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Feststellung der Auffälligkeit bzw. Störung eine sehr genaue und umfassende
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Diagnostik erforderlich ist.
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Epidemiologisch wird davon ausgegangen, dass 3–5 % der Kinder im Schulalter deutliche Symptome einer ADHS zeigen; eine hohe Komorbilität besteht
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zur Störung des Sozialverhaltens.
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Ursächlich stehen Störungen der (Selbst‐)Regulation (des Aktivitätslevels) im
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Vordergrund, die aus dem Zusammenwirken von Temperamentfaktoren und der
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