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4.3 Diagnostische Methoden
renzierte Exploration von Symptomen aus verschiedenen Diagnosegruppen und
sind für eine differenzierte Beschreibung eines Problembereichs hilfreich.
Eine orientierende Check-Liste zur Erhebung der Anamnese enthält folgende
Kriterien:
1. Biographische Daten (Vorgeschichte)
• Verlauf der körperlichen, kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung;
Bewältigung von Entwicklungsaufgaben
• Verlauf von Schwangerschaft und Geburt, Komplikationen
• Entwicklung im ersten Lebensjahr (z. B. Temperament,
• Trennungen, …)
• »Meilensteine der Entwicklung« (Sitzen, Krabbeln, Laufen,
• Sprechen, …)
• Einstieg in Krippe/Kindergarten; Besonderheiten beim Kindergartenbesuch
• Einstieg in die Schule; Besonderheiten…
• Hinweise zur Problementstehung aus der (frühen) Lebensgeschichte
• Risiko- und Schutzfaktoren im Verlauf der Geschichte
• Bisherige Hilfen/Unterstützungsformen
• Klinikaufenthalte
• Sonstige längere Aufenthalte außerhalb der Familie (Heim, …)
2. Persönlichkeit
• Emotionalität (Stimmungslage, Stimmungsschwankungen, Ängste)
• Impulsivität
• Bindungsfähigkeit, Interaktionsstrategien
• Bewältigungsstrategien
• Selbstbild (auch in körperlicher Hinsicht)
• Selbstwert, Ich-Stärke
• Zeiterleben, Zeitschema
• Zukunftssicht/allgemeine Perspektiven
• Interessen
• Normative Orientierungen
• Kognitive Fähigkeiten (Intelligenz; Konzentrationsfähigkeit; auch Erfassen
von z. B. Wahrnehmungsschwächen)
• Psychopathologische Befunde im engeren Sinne (spezifische Symptome, z. B.
Zwänge, Denkstörungen, Ich-Störungen, selbstschädigendes Verhalten, …)
• Soziale Kompetenzen
• Lebenspraktische Fähigkeiten
3. Körperlicher Entwicklungsstand, Erkrankungen
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