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Umbewertungen ihrer Schuldgefühle bezüglich des Todes der Großmutter und des Verhaltens des Vaters nach dem Tod der Mutter möglich. Ein weiterer zentraler Punkt, der deutlich wird, ist die Beziehung zu ihrer Zwillingsschwester. Bis zum Auszug der Schwester waren sie eng miteinander verbunden. Den Auszug erlebte Frau F. als ein ImStich-gelassen-Werden. Heute noch empfindet sie die Unterschiedlichkeit der Zwillingsschwester und deren Wunsch nach einer weniger engen Beziehung als schmerzlich. Die zweite Krise erlebte Frau F. in einer Situation, in der für sie viele Belastungen gleichzeitig auftraten: verschiedene Familienfeste, die Vorweihnachtszeit und Krankheiten der Kinder. Als die letztlich auslösende Situation beschreibt sie den gebrochenen Arm der Tochter und die damit verbundenen Komplikationen. Wir reden über Möglichkeiten, wie Frau F. ihre eigenen Belastungsgrenzen besser erkennen und sich entsprechend verhalten und wie sie diese frühzeitig ihrem Mann vermitteln könne. Herr F. stellt selbst sehr hohe Ansprüche an sich, mit denen er sich tendenziell überfordert. Seine Frau gerät dann unter Druck, ihren Mann in seinen Aktivitäten begleiten zu müssen. Vor dem geplanten Familienurlaub wird die Paarbeziehung äußerst angespannt und schwierig. Deshalb wird kurzfristig ein Paargespräch anberaumt. Ich ziehe zu diesem Gespräch einen Kollegen hinzu, um für Herrn F. eine neutralere Gesprächssituation herzustellen. Es wird deutlich, dass er sich große Sorgen bezüglich des anstehenden Urlaubs macht und er Gefahr läuft, sich mit seinen eigenen Ansprüchen und Erwartungen zu überfordern. In dem Gespräch kann deutlich mehr Gelassenheit und Zuversicht erzeugt werden. Herr F. sieht für sich neue Möglichkeiten, Verantwortung zu teilen. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub wird die psychiatrische Pflege zunächst reduziert und dann beendet. Bei einem erneuten Paargespräch werden größere Abstände für die Gesprächstermine mit Frau F. vereinbart. Sie hat inzwischen die Organisation und