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erfolgreichen Widerstand des Opfers als heimliches Einverständnis zu
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deuten. Hier verbünden sich eine scheinbar neutrale Haltung und das
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für sich genommen sinnvolle Konzept der „unsichtbaren Bindungen“
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(Boszormenyi-Nagy u. Spark 1981) mit einer jahrtausendealten
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Vormacht der Männer gegenüber Frauen und Kindern und erweisen
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sich gerade deshalb als parteilich. Andererseits muss im Rahmen von
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Familiensystemen immer die Frage der Loyalitätsbindung des Opfers
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an den Täter bedacht werden, um voreilige Interventionen zu
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verhindern (siehe Wegner 1997). Denn es geht in erster Linie um das
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psychische Überleben der Opfer und nicht um die Selbstbestätigung
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der Fachkräfte, dass sie an diesem Punkt sensibel und ethisch korrekt
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handeln.
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Die Frage der Gewalt zeigt auch, dass die zirkuläre Struktur der
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Kommunikation letztlich an eine kooperative, den anderen Menschen
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als eigenständiges Subjekt respektierende Grundhaltung aller
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Beteiligten gebunden ist. Den mit größerer Macht ausgestatteten
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Kommunikationspartnerinnen
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fällt
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dabei
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eine
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besondere
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Verantwortung zu, Macht nicht in Gewaltakte umschlagen zu lassen.
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In diesem Sinne heißt die Handlungsrichtlinie für das systemische
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Arbeiten: Opfer sind zunächst einmal Opfer, Täter sind Täter, und ihre
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Beziehung der „negativen Gegenseitigkeit“ (Stierlin 1972) ist die
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Folge der ethisch nicht zu akzeptierenden Gewalt des Täters. Ziel der
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systemischen Arbeit sind erstens Hilfestellungen dafür, dass ein Opfer
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die Opferrolle und der Täter die Täterrolle aufgeben kann, und
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zweitens die sukzessive Heilung des Traumas – wohl wissend, dass in
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den meisten Fällen schmerzhafte psychische Narben zurückbleiben.
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Die therapeutisch leitenden Fragen heißen in diesem
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Zusammenhang:
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Wie können sich die Opfer vor den Tätern und die Täter vor
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sich selbst schützen, bzw. wie können sie geschützt werden?
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Welche Akte der Solidarität benötigen die Opfer seitens der
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Sozialarbeiterin, und welche Loyalitätsbindungen der Opfer an
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die Täter müssen berücksichtigt werden?
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