2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/411.md

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personalen
Verbindungen
der
Familienmitglieder
untereinander, die in den Zeiten tief greifender Krisen zu
einem großen Teil über das Problem vermittelt sind. Auch
hier rekonstruieren die Familienmitglieder ihre Beziehungen
und Beziehungsmuster, kommen sich nahe und gewinnen
durch die entsprechenden Fragen der Therapeutin zugleich
die distanzierende Position von Beobachterinnen ihrer selbst.
Das Ziel des Hilfeprozesses verschiebt sich von einer
langfristigen Aufarbeitung personaler Probleme bzw.
Symptome zu einer Veränderung von Mustern des
Beziehungskontextes, in den diese eingebettet sind. Hier
bieten sich die beziehungsorientierten Fragetechniken der
systemischen Therapie an.
Der Fokus des Hilfeprozesses liegt auf den Ressourcen für
einen gelungenen Alltag und den in der Zukunft
realisierbaren Alternativen zu dem bisherigen, das Problem
chronifizierenden Handeln. Wichtig ist also der Blick auf
mögliche
Entwicklungen
durch
entsprechende
zukunftsorientierte Fragen, die einen Unterschied zur
gegenwärtigen Problemkonstellation herstellen. Wenig
hilfreich wäre eine Abwertung von Gegenwart und Geschichte
als Fokus der therapeutischen Arbeit. Beides bleibt wichtig,
allerdings geht es um die in ihnen entwickelten Ressourcen
für eine bessere Zukunft, die bislang nicht erkannt,
vernachlässigt oder mit einer negativen Bedeutung belegt
waren. Gerade für den letzten Fall ist die Methode des
Reframings ein entscheidendes Hilfsmittel.
Im Kontext der systemischen Sozialen Arbeit lässt sich
Systemtherapie besonders für das Mikrosystem Familie und
die mit ihm verknüpften Mesosysteme als intensivierter
runder Tisch beschreiben, an dem je nach Erfordernis alle
teilnehmen, die über die aktuelle Problembeschreibung
miteinander in Beziehung stehen. Hier entsteht ein Ort des
Austausches über Belastungen und mögliche Bewältigungen,